InfoFrame, quo vadis?

Hach ja. Spannende Geschichte, dieser InfoFrame-Kram ;) Allerdings bin ich doch für meinen Anwendungsfall mittlerweile bei »weniger ist mehr« angekommen, die Standardanzeige umfaßt nur noch Datum, Uhrzeit, Google-Wetter-API-Icon und lokale Temperaturwerte – das ganze über einer Auswahl von derzeit rd. 300 Familienfotos aus den letzten 10+ Jahren (überwiegend Landschaftsbilder, die Wohnung hat ja auch »Publikumsverkehr«).
Soweit, sogut; der im nun im Wohnzimmer stehende Kodak W1020 löste den MeeFrame ab, da jener beim UPnP-Krams immer mal wieder hing, auch so hing, daß der Touchscreen reaktionslos war. Der W1020 bekommt einen RSS-Feed, der alle ~10 Sekunden neu gebaut wird — über den Trick mit symbolischen Links klappt die Darstellung jetzt auch weitgehend zufriedenstellend.
Die Ausgaben habe ich auf Outlined umgestellt (9x Text in Schwarz schreiben und dann in dem Mitte noch einmal in Weiß), damit ist weitgehend auch das »heller-Hintergrund-Problem« gelöst; wenn man auch nicht alles aus der Ferne lesen kann, direkt vor dem Rahmen geht’s nun eigentlich immer ;)
Unschön bleibt aber die fehlende Interaktionsmöglichkeit.

  • Meine Kids möchten manche Bilder gerne noch einmal sehen — sie müssen nun 300 * 30 Sekunden warten, bis das fragliche Bild wiederkommt.
  • Ich würde jetzt vor diesem Rahmen gerne die anstehenden Termine durchgehen — geht nicht, da CalendarPluging gar nicht konfiguriert. Oder geht jetzt nicht, da erst in ~60 Sekunden jenes Plugin wieder angezeigt wird.

Nein, InfoFrame per se ist zwar eine nette Idee, die moderne Familie möchte aber Interaktion.
Für mich als Technikschabe ist es besoonders schmerzlich, denn im Prinzip könnte jeder der WLAN-Frames Verbindung zu einer (Web-)Serveranwendung aufnehmen und darüber ein Mensch-Maschine-Interface realisieren; aber nein, selbst die WLAN-Fotorahmen sind hochentwickelte dumm-passive Kisten :-( Für ein hausweites »RED ALERT« allerdings fehlt mir der NCC-1701-Unterbau, und ehrlich gesagt ist auch die synchronisierte Anzeige, daß ein Anruf reinkommt, mehr so witzlos, wenn man nicht schnell genug zu einem Mobiilteil zu hechten schafft.
In meiner kleinen Welt zeigt ein InfoFrame einen eingehenden Anruf, und der vorbeilaufende Mensch tippt auf »annehmen« am Frame, woraufhin der Anruf (SIP läßt grüßen) auf den Frame geschoben wird. Eine aufpoppende Option ist dann, ein Mobilteil auszuwählen (in der Fritz-Welt von heute sollte das auch das Android-Telefon mit SIP-Client in der Hosentasche sein können) und den Anruf dorthin zu transferieren — nicht alles ist geeignet für Freisprechen und -hören.
Das wäre dann auch wieder ein Mehrwert, denn die Familie zu schätzen wüßte; so ist der digitale Bilderrahmen zwar nett und – je nach Motivauswahl – auch mal für ein »Ahhh« oder »Ohhh« gut, letztlich aber uninteressanter Sondermüll. (Gut, der Geek in mir sieht das anders, aber meinen Enthusiasmus teilt die Familie nur kurz, wenn es keinen Nutzeffekt hat — man hat’s nicht leicht ;-))
Kurzum: ich habe nun 2-4 »InfoFrames« laufen (Kodak W1020 (WiFi, aktuell per RSS), MeeFrame (WiFi, aktuell per UPnP), SPF-87H an DockStar, Parrot Df3120 per Bluetooth), wobei die beiden letztgenannten eher experimentell sind. Für den SPF-87H schwebt mir eine Interaktionsmöglichkeit vor, der Parrot-BT-Rahmen (mit 320×240 in 32k Farben) wäre latent nett im Badzimmer als Uhr, wenn denn die BT-Verbinduing aus dem gegenüberliegenden Arbietszimmer reichen würde (was sie nicht tut) …
Lustig wäre es schon, bei einem eingenenden Anruf das Konterfei eines bekannten Anrufers einzublenden — basierend auf altem perl-Code habe ich eine Anpassung für InfoFrame ohne Freetz am Wickel und teste derlei gerade … Noch spannender wäre es aber, im OG im Flur beim Klingeln an der Haustür (was über einen Adapter an die Fritz!Box angeflanscht wird, Nebenstelle 050) nicht mehr die Treppe zur Haussprechanlage runterhetzen zu müssen, sondern am Infoframe a) diesen »Anruf« entgegennehmen zu können und b) die Haustür z. B. für einen Lieferdienst öffnen. Öffnete sich am InfoFrame ein SIP-Phone, wäre dies ein Leichtes; ich sehe schon, ich werde doch auf (billige) Android-Tablets warten müssen, um meinen Traum vom InfoFrame zu leben …

InfoFrame on Speed, the Sources

So, wie angekündigt, hier die Sourcen zu meinen Änderungen an den InfoFrame-Sourcen (inkl. eines BenzinPlugins, welches zumindest bei mir rudimentär funktioniert; für Gütersloh scheint es keine so häufigen Updates zu geben, sodaß meine relativ kurze TTL immer wieder mal zu keinen Ausgaben führt …
Kurz zusammengefaßt die Erweiterungen an der Basissoftware:

  • Möglichkeit, per HTTP-GET-Aufruf Sensordaten (gedacht in erster Linie für FHEM) in die InfoFrame-Datenbank zu übergeben.
  • Möglichkeit, zeitabhängig (relativ zum letzten Aufruf) die Hintergrundbilder durchzurotieren (Pictureframe-Betrieb mit InfoFrame-Addon, quasi). Die Hintergrundbilder werden alphabetisch sortiert abgerufen und seitenverhältnisrichtig auf die Ausgabegröße skaliert.
  • Multi-Client-Fähigkeit (Status wird in Abhängigkeit der anfragenden IP in der DB gespeichert); bei mir laufen derzeit 3 Rahmen von einem Server.
  • Über URL-Parameter können die Größe des auszugebenden Images geändert werden.
  • Möglichkeit, Plugins auf verschiedene Seiten aufzuteilen.
  • Exemplarisches FHEMPlugin zur Anzeige von lokalen Sensordaten.

Es gelten die gleichen (softwaretechnischen) Voraussetzungen wie bei der Quelle; getestet habe ich den Code auf meinem yaVDR-0.3-Rechner (Ubuntu Jaunty) mit …
PHP 5.3.2-1ubuntu4.7 with Suhosin-Patch (cli) (built: Jan 12 2011 18:36:08)
Copyright (c) 1997-2009 The PHP Group
Zend Engine v2.3.0, Copyright (c) 1998-2010 Zend Technologies

…, installiert über das Ubuntu-Package-Management.
Für Hinweise zur Anbindung von FHEM an InfoFrame verweise ich auf den vorigen Beitrag, falls es unklar ist, bitte per Kommentar Fragen stellen, ich versuche diese dann in einem Folgebeitrag zu (er-)klären. Die weiteren Optionen sollten über die config.ini erklärt sein …

Dreamteam: Squeezebox, -Server & -Slave

@elburro schwärmte ja schon vor Jahren von seiner Logitech Squeezebox, mir war der Anschaffungswiderstand von mind. 120,– EUR für’n ollen MP3-Abspieler (ja, ok, mit WLAN und Zugriff auf die zentrale Sammlung statt nur auf ‘nen USB-Stick) immer zu hoch. Vor ziemlich genau einem Jahr schwärmte er vom Android-Client dafür – und da ich derzeit viel Zeit in Wartezimmern verbringe, googelte ich dann heute mal … Kurzum: nicht nur der Server ist frei (im Source) verfügbar, auch ein Client für (Linux-) Rechner existiert, und – mit anderer Software – ein Marvell-ARM-basierter-Plug-Computer gibt einen passablen Audio-Player ab. Warum es nicht also ausprobieren – zumal es ein Marvell-Plug-Computer-Binary schon gibt?
Gesagt, getan: Squeezebox Server auf neuer yaVDR-Box im Wohnzimmer installiert (Acer Aspire R3700), zentrale mp3-Ablage von Fileserver gemountet, Squeezebox Server-Webinterface aufgerufen und das Schätzchen konfiguriert.
Alte PC-Brüllwürfel und C-Media-USB-Adapter für Mikrofon und Kopfhörer aus Grabbelkiste geholt, an den FHEM-Plugcomputer im Wohnzimmer angeschlossen; ALSA-Pakete nachinstalliert, »squeezeslave«-Binary ausgepackt und gestartet — rockt die Hütte, durchaus passabler Ton für Wohnzimmerberieselung.
Zur Kür dann noch den Android-Market befragt und die kostenlose »SqueezeControl«-App auf dem Milestone installiert – yeah, Baby, so habe ich mir Musikwiedergabe immer vorgestellt, als Client-Server-Anwendung.
Hrmpft. Schon wieder eine Technik, die ich (zu lange) ignoriert habe (s. Fritzbox). Allerdings scheint sich bzgl. Dockstar-/Marvell-Plug-Plattform auch erst Ende 2010 diesbezüglich was getan zu haben … Werde jetzt noch ein paar USB-Brüllwürfel für ‘ne Box im Kinderzimmer, Arbeitzimmer sowie Berlin mir zulegen und den einen oder anderen Dockstar mit jenen ausstatten und squeezeslave draufpacken. Dank OpenVPN habe ich ja nahzu überall Zugriff auf meinen Squeezebox Server — einzig eine »squeezeslave«-Adaption für Android vermisse ich noch.

Wirrtual Links

Nachdem ich mich beruflich grade umsehe, was es an Inventarisierungs- und ähnlichen Tools gibt und ich ein Freund der Weathermap bin, habe ich am letzten Wochenende mir mal »NAV« für meinen Serverpark installiert. Gut, an die Switches im DataCenter komme ich nicht ran (RZ-/Netzwerkbetreiber sind komischerweise oft komisch, wenn man so eine Lappalie wie SNMP-Zugriff auf Router/Switches begehrt ;-)), bleiben mir switchtechnisch nur meine 3 (4) SNMP-wartbaren (4, denn der kleine Cisco spricht von Haus aus kein SNMP, man kann ihm’s aber schein’s per lustiger URL beibringen – ich sag dazu schon lange nichts mehr), wobei die beiden Netgear GS108T in Gütersloh nach wie vor nur noch dumme, sich selbst lobotomisierende Switches sind (einer hat die Netzkommunikation komplett eingestellt, der andere nimmt HTTP-Anfragen noch an, beantwortet sie aber nie). Daß Netgear mit den GS108T ziemlichen Schrott liefert, von dessen Kauf ich jedenfalls kuriert bin (siehe Cisco-/Linksys-Kauf), schrieb ich ja schon — leider hat es sich bestätigt, egal, wie ich bei beiden Switche aufstelle, einer verliert jegliche Netzwerkpräsenz, der andere bearbeitet »nur« keine Requests mehr. In der einfacheren Netzumgebung in Berlin (keine VLANs, kein Multicast) hat dieses Qualitätsgerät immerhin keine Probleme …
Aber egal; nach ein paar Tagen Laufzeit wollte ich nun mal erklicken, was mir denn »Network Administration Visualized« an Mehrwert liefert und insbesondere, wie (gut) denn die »network discovery« funktioniert. Vorweg: ohne SNMP-Zugriff auf die Switches macht »NAV« nicht so viel Spaß/Sinn … Aber immerhin, ein bißchen was geht auch so, wenn man seine Router einträgt, erkennt »NAV« auch Weitverkehrs-/Tunnel-Verbinundgen zwischen den Geräten (ich vermute mal auf Basis der IP-Adressen). Nette — wenngleich das zumindest hier irgendwie ins Auge ging, »NAV« zeigt eine Verbindung zwischen meinem OpenVPN-GW am VDSL25-Anschluß in GT zum OpenVPN-GW am ADSL2+-Anschluß in B, die so nicht existiert; faktisch geht der OpenVPN-Link GT-GT zum einen OpenVPN-GW im DC, dort über’s LAN zum zweiten OpenVPN-GW und dort wird der Link GT-B gebildet. Allersings habe ich den 2. OpenVPN-Server noch nicht in »NAV« aufgenommen — vielleicht liegt’s daran?
Ich werde wohl als nächstes erst einmal die blöden Netgears gegen Cisco-Linksys-Kästen austauschen müssen, dann sollte es richtig lustig werden und sich eine komplexere Karte ergeben. Ich bin gespannt ;-)

*sigh* USB considered dreadful

Narf, narf, narf. Mein SheevaPlug, der bei mir eigentlich FHEM beherberen soll, verliert nun chronisch den extenen USB-Hub und damit alle Gadgets. Großes Kino; Marvel als Hersteller kann ich wirklich voll empfehlen — den ungeborenen Kindern meiner ärgsten Feinde allerdings würde ich das nicht antun …
PogoPlug »Pink« to the rescue …

Das perfekte Pad …

… gibt’s, zumindest für mich, derzeit nicht. Während Christian CES-Berichten folgt, warte ich – noch immer – auf ein Pad/Tab/wtf, welches mich erst einmal von den technischen Spezifikationen anspricht – 1024×600 ist schon beim Netbook kacke, und für Netbook-Technik in lahm zahle ich bestimmt nicht Premium oben drauf …
Ja, ich würde Notion Inks ADAM auch ins Herz schließen wollen — wenn da nicht die gesunde Skepsis gegenüber Powerpoint-Geräten wäre, sprich Hardware, die bislang nur als Hochglanzbroschüre existiert. Und natürlich bleibt die Skepsis. inwiefern sich die klar weiterentwickelte ADAM-Oberfläche, »Eden«, mit 08/15-Android-Anwendungen beißt — oder eben auch nicht.
Hardware von Motorola hingegen kommt mir nicht mehr ins Haus — nicht erst mit dem Milestone hat Motorola seine generelle Hackerinakzeptanz belegt. Ich bleibe dabei, wenn ich die Hardware kaufe, halte ich jeglichen Versuch des Verkäufers oder Herstellers, mir die vollumfängliche Nutzung der gekauften Hardware durch digitale Signaturen während des Startvorganges zu erschweren oder zu verunmöglichen, für nicht rechtens. Natürlich muß Motorola mir nicht deren proprietäre Software überlassen; die Hardware hingegen mit anderer Software zu nutzen unterbinden zu wollen, entspricht aus meiner Sicht einem Enteignungsversuch und ist dementsprechend entschieden abzulehnen. Ich hoffe inständig, daß auch Motorola, wie grade erst Sony, die Quittung für den Versuch, den Besitzer von der Hardware auszusperren, bald ausgestellt bekommt. (JFTR: natürlich habe ich willenlos wirre Lizenzvereinbarungen abgenickt — für die, oft stark fehlerbehaftete, Soft-/Firmware. Nirgends im Kaufprozeß allerdings wurde mir angedient, die Rechte an der teuer bezahlten Hardware aufzugeben …)
Aber zurück zu Android-Einlagen/-Tabletten: um einen Mehrwert zu bieten, erwarte ich in der Klasse ab 300,– EUR definitiv mindestens HD-ready-Auflösung (1280×720), mehr dürfte erst jenseits 9 Zoll praktikabel sein. Diese Auflösung hat mit de-facto-Standard-Medien ruckelfrei bedient werden zu können, also auch mit dem, zu Recht, verhaßten, Flash …

capifax: Faxen machen mit der Fritz!Box

Ich bin wahrlich kein Freund dieser vorsintflutlichen Datenübermittlungsmethode genannt Fax. Aber wie es so nun einmal ist, dann und wann braucht man es, denn wenngleich heutzutage Fax nur eine grausam schmalbandige Art ist, monochrome Bilder zu übermitteln, bestehen Unternehmen ggf. darauf, etwas, was niemals Papier gesehen hat, auf diesem Wege übermittelt zu bekommen.
Als Fritz!Box-Besitzer folge ich dem Ruf natürlich gerne – denn es gibt ja ffgtk, ein Paket zum Faxversand via Fritz!Box, von Linux aus. Leider war die Installation nicht so »straight forward«, wie man es sich wünschen würde; der Faxversand über den CUPS-Druckertreiber schlug initial fehl. Gut, es gibt ja die Kommandozeile — aber die erwies sich als ziemlich widerspenstig, immer wieder wurde die mühsam geGIMPte TIFF-Dateil abgewiesen. Des Rätsels Lösung:

  1. Re-scale the image width to 1728 pixels
  2. Re-sample the XYresolution to 204 DPI per 98 DPI

 
Dann klappt’s auch mit dem Faxversand per »capifax« ;-)
Mittlerweile habe ich allerdings durch try-and-error auch den Fax-Druckertreiber an den Start gebracht, und nach dem Abschalten des Anrufmonitors klappt’s nun auch mit mehrseitigen Dokumenten. Open Source rulez …

2010 – das Jahr der Konsolidierung

nslug-1: 4 HDD, ca. 2500 GB (ca. 93% full)
dockstar-1: 2 HDD, ca. 2000 GB (ca. 89% full)
dockstar-2: 5 HDD, ca. 4000 GB (ca. 94% full)
death: 6 HDD, ca. 3620 GB (ca. 94% full)
hdtvdr: 1 HDD, ca. 1000 GB (ca. 31% full)

So untätig war ich 2010 gar nicht, vom dicken fetten Dual-P3-Monster mit 8 250er HDDs im RAID-5 hat sich meine Storage-Landschaft schon etwas wegbewegt zu kleien, sparsameren ARM-Fileservern (3x Dockstar, auch wenn der eine historisch bedingt noch nach seinem schneckenlahmen Vorgänger heißt).
Aber leider kamen auch hier wieder mal Sachzwänge, Hardwareausfälle, Zeitrmangel und somit Übergangslösungen zum Tragen, sodaß aus den 2 TB IDE-HW-RAID-5 nun ca. 12 TB überwiegend USB.2-HDDs wurden.
Der Datenmüll besteht überwiegend aus VDR-Aufnahmen, als Serienjunkie nehme ich halt auf, was kommt (mit 4+ Sat-Karten kein Problem), und wenn dann keine Zeit zum Gucken bleibt, wird halt schnell für’n Fuffi ‘ne weitere TB-HDD geordert, »irgendvo« drangestöpselt und der nfsd hochgefahren — GBit-LAN macht derlei erträglich, GBit-Interfaces in den Boxen helfen ungemein.
Leider dümpeln nun aber auch angefangene Konsolidierungsreste – so z. B. alle BBC-Aufnahmen von Doctor Who – hier und da herum, denn was am Wochenende nicht fertig wurde, wurde i. d. R. bis zum nächsten Wochenendtimeslot ignoriert und hernach vergessen. Und selbst mit GBit kommen halt nicht mehr als rd. 20 MByte/sec aus den bzw. auf die USB-Platten — und bei ca. 2 GByte/Stunde (öffentlich-rechtliche Sender) kommt da schon was zusammen …
Getreu dem Hornbach-Motto »mach’ es zu Deinem Projekt« wird also wohl 2011 nochmal ein Kauf von 2-3 externen 2TB-Platten anstehen, auf die dann der non-Video-Krams konsolidiert wird und dann sehen wir mal weiter. Gegen Jahresende dann vielleich auch ein »echtes« RAID-System, aber da warte ich noch ab, wohin der Markt geht (Atom vs. Marvell-ARM).

Auskotzen über Android

Ich muß meinem Frust doch vmal Luf machen. Abr vorab: der vText wird überwiegend uf inem China-Tabet gtipt wren, mit nur marginar bKorektr meiner Tipfeher; da, wo das superschnele Tabet Tasten zu übrnehmen vrgist (so wie hier; alle Zeichen leuchteten auf, aber nur rd. die Hälfte wurde auch übernommen. Diesen Klammertext tippe ich extra mit ca. 1 Zeichen/Sekunde …), bleibn di Lücken.
Hm, nach dem Leenbbren vabstzes… So, achdm ich ale Optimierungen deaktiviert habe, ist ein Tipen im EinFingr-Suchmodus grae soebn möglich. Da selbst da kaum verständliche Worte hrauskomen, zumal, da troz neur Kalibrirung s vristiven Touchscrens meines Eken M-002, Space ot mit ‘v’ vrechselt wid, breche vich vdiesn Slbstvrsch als gescheitert bab.
Nun gut, für die bescheidene Hardware des Eken kann Android per se nichts und, wie man hier sehen kann, getippt per On-Screen-Tastatur meines – deutlich potenteren – Milestones, Texteingabe via Android-Gerät ist auch in funktional zu haben.
Aber diese große Bandbreite an (zu unterstützender) Hardware ist schon mal der erste Knack- und Kritikpunkt: Android soll vom verschlafenen 200 MHz-Oldtimer bis zum GHz-Doppelkernboliden laufen, selbst, wenn man nur die Telefone einbezieht, kommen da noch unterschiedliche Displaygrößen, -technologien und Kamerachips hinzu. Sicher toll, der offene Ansatz, aber sauber durchdacht augenscheinlich nicht, denn als das Milestone neu war, machte der 856(?) x 480 große Bildschirm einigen Anwendungen Probleme (die nur von 800 x 480 ausgingen).
Mein nächster – fetter – Kritikpunkt ist die offensichtlich fehlerhafte Multitasking-Behandlung. Sicher, es ist mehr als nett, im Hintergrund einen GPS-Track aufzuzeichnen und ggf. diesen auch noch per 3G der Welt zu zeigen; nur nuckelt dies einerseits den Akku leer, viel schlimmer aber ist, daß die Hintergrundprozesse auch einen Potentaten wie das Milestone schnell alt aussehen lassen, will man mal eben über die On-Screen-Tastatur etwas eingeben. Da ruckelt und zuckelt es dann gelegentlich wie auf ‘nem Eken M-002. Fazit: Multitasking, ja bitte – aber so, daß interaktive Anwendungen nicht behindert werden. Denn, verdammt noch mal, dies ist noch immer in erster Linie ein Telefon-Betriebssystem und egal, was welche [censored]-App im Hintergrund grade für Weltverbesserungstheorien austestet: einen Anruf möchte ich bitte ohne jede Verzögerung annehmen und initiieren können …
Auch was Usability angeht, hat Google mehr so nicht nachgedacht. Daß Android 1.5 keinen Dateitransfer per Bluetooth vorsah, mag noch als Unterlassungssünde der ersten Version durchgehen — es ließ sich sehr komfortabel durch »root«-Apps aus dem Store kompensieren. Das, was man dann allerdings an Funktionalität in Android nachgerüstet hat, kann nur als Frechheit bezeichnet werden — oder als Gesellenstück eines paranoiden Geisteskranken: für jede gottverdammte BT-Übertragung auch von einem schon gepairten und als vertrauenswürdig verzeichneten Gerät muß ich einmal die Nachrichtenzeile runterziehen (Geste 1), dort den Hinweis auf eine eingehende BT-Übertragung antippen (Geste 2) und schließlich den dann noch aufpoppenden Requester, ob die Datei sowieso von Gerät XYZ angenommen werden soll, positiv beantworten (Geste 3). Sicheheit in allen Ehren, aber wenn ein Gerät schon »gepaart« ist, der Benutzer also schon eine gewisse Vertrauensstellung attestiert hat, sind drei verfsckte Klicks pro Datei schlicht eine Zumutung. Da hat der Usability-Experte bei Google mehr als nur geschlafen … Alleine dieser hirnverbrannte Schwachsinn – der zudem nicht den Hauch eines Sicherheitsgewinns mit sich bringt, da man bei häufiger Nutzung die nervenden Requster eh’ nicht mehr liest sondern halb-automatisch bejaht (schätze, dazu gibt’s auch aus dem Vista-Umfeld Studien …) –, rechtfertigt das Selberbauen: you have the source to fix it. Wäre dennoch mal nett zu sehen, daß Google hier praxistauglichere Lösungen etabliert …
Großes Kino ist dann auch die fehlende Screenshot-Möglichkeit — bis heute mein primäres Motiv, meine Androiden zu »rooten«. Denn was dank »Superuser«-App und »Drocap2« easy going ist, bietet Android auch in Version 2.1 augenscheinlich nicht: eine Möglichkeit, den aktuellen Bildschirminhalt als Grafik zu speichen. Selbst S60 kann das …
Zu den kleineren Unzulänglichkeiten schrieb ich ja schon was, schlechthin unerträglich ist aber die Upgradepolitik. Während Google quasi wie eine Gebärmaschine bald quartalsweise neue Android-Releases auswirft, stehen die Kunden auch von High-End-Geräten im Regen, weil der Hersteller unfähig oder unwillig ist, diesem Versionswahn hinterherzuhecheln. Entwickler allerdings stürzen sich naturgemäß auf die aktuellen Versionen, und bei mittlerweile (Stand Ende 2010) 1.5, 1.6, 2.0, 2.1, 2.2 und 2.3, mithin sechs veröffentlicheten Versionen, kann man von keinem (Hobby-) Entwickler verlangen, sich auf mehr als die aktuellsten 2-3 Versinen zu fokussieren … Leider werden weiterhin Geräte mit pre-2.0 auf den Markt gebracht — imho ein Megafail.
Über die Qualität der Apps im Market mag sich jeder sein Bild machen; ich kann schlecht die Vorzensur von Apple kritisieren und dann eine solche als Qualitätssicherung bei Android fordern — daß nun aber statt 24 Stunden nur noch 15 Minuten zur Rückerstattung des Kaufpreises einer »schlechten App« bleiben, deckt sich nicht mit der »don’t be evil«-Aura, mit welcher Google sich doch gerne umgibt … Mithin heißt es nun auch bei Google: kauf’ die App im Sack. Apple läßt grüßen und eine wichtiges Unterscheidungskriterium pro Android ist Geschichte. (Verdammter Kommerz.)
Und zu guter Letzt, für mich DER #FAIL des Jahres 2010: Android-Tablets, bzw. die Abwesenheit technisch adäquater solcher zum Weihnachtsgeschäft 2010. Sicher, 08/15-Webseiten und Fingerbedienung, das sind zwei unterschiedliche Welten. Aber: die bekiffte Technik ist doch nun seit Jahr und Tag da – diese dreh-kipp-Netbooks, »Convertibles« genannt, nur jetzt ohne x86-Innenleben –, mit Android 2.x augenscheinlich auch Bildschirmauflösungen jenseits 800×480 machbar — aber was gibt’s? Ein ausverkauftes, noch noch einmal FCC-zugelassenes Tablet mit zwar interessanter Hardware (Notion Ink Adam), aber einen Android-Sonderweg, desen Upgradzukunft in den Sternen steht. Ein, sorry, schweineteures (lies: iPad-Niveau) Mini-Pad von Samsung, welches auch als zu groß geratenes Telefon durchgehen kann. Und ganz viel resistiver Kram aus China, auf den dann auch Anbieter wie ELV oder Pearl zurückgreifen … Schade. Da hatte ich wirklich mehr erwartet. Ich bin definitiv nicht bereit, für unterlegene Hardware (sub-2-GHz-ARM oder -MIPS) mehr auszugeben als für ein signifikant performanteres (Atom-) Netbook, was deutlich unter 300 EUR kostet, 2 GB RAM und 250 GB Festplatte inklusive …

Androidische Highlights …

Heute, beim Öffnen der »Mediengalerie«:

Ernsthaft, mehrere Minunten für das (Re-?) Indizieren der Medien (Filme, Fotos, Musikdateien, …) — sorry, aber da hat jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht. Zumal das nur 1500 Dateien waren lt. Verzeichnisanzeige; also noch weit von dem entfernt, was das N900 derzeit zu schultern hat (3060 Bilder).
Und nein, dies Verhalten hat sich seit Android 1.6 auf dem HTC Magic bis zu 2.1 U1 auf dem Milestone nicht wirklich geändert :(