Susan's End

Ich hatte ja schon häufiger den Eindruck, daß das, IIRC im letzten Herbst neueröffnete, »Susan’s« in der Schönhauser Alle seine Pforten bald schließen würde. Und das lag weniger an der netten Inhaberin, die uns Bürowechsler nach dem Umzug von der Invalidenstraße in die Schönhauer Allee eines Abends mal in Erzähllaune bediente,

als wohl vielmehr an etwas arg langer Lieferzeit für ein »Business Quick Menu« und der generell zahlreichen Konkurrenz an Bars, Lounges (wtf?) und auch Restaurants in dieser Ecke Berlins, ja, diesem Straßenabschnitt der Schönhauser Alle.
Ich fürchte ja, auch jene Unternehmung wird das Einjährige nicht feiern können; im Juni 2010 war an der Stelle noch ein Steakhaus, ich glaube, man warb sogar mit dem Schlagwort »Bio«. Nun, mein eines Steak, welches ich dort seinerzeit verzehrte, war recht lecker und man bot mir als Tableteer (btw: Ideen für eine sinnvolle Nutzung meiner »tableteer«-Domains werden gerne angenommen :-)), der auf seinem Androiden tippte, flugs die WPA-Credentials für’s WLAN an. Aber, wie gesagt, kein Jahr später war aus dem Steakhouse schon Susan’s loungiges Bar-Restaurant geworden …

WTF? Vorauseilender Gehorsam mit Anzeigeoption?

This just in (Hervorhebung von mir; Namen entfernt):

zurzeit häufen sich die Pressemitteilungen von Hackerangriffen und Datendiebstählen. Auch einige Onlinehändler sehen sich vermehrten Angriffen von Hackern ausgesetzt. Die […] kann nicht ausschließen, auch Opfer solcher Angriffe zu werden.
Um Ihre Sicherheit nicht zu gefährden, ergreift die […] weitere Sicherheitsmaßnahmen.
Ihr Kundenpasswort für […] haben wir zurückgesetzt. Ihr neues Kundenpasswort können Sie unter folgendem Link anfordern: […]
[…] Ein möglicher Datendiebstahl wird mit Hilfe der Kriminalpolizei und einer externen Sicherheitsfirma untersucht und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft.
Wir versichern, dass wir Ihre Daten nicht an Dritte weitergeben oder weiter gegeben haben. Bankdaten oder Daten aus Zahlungen anderen Institute (z. B. […]) sind davon nicht betroffen, […].
[…]Bei dieser E-Mail handelt es sich um keine Werbeemail, sondern nur um eine Presseinformation zum Schutz Ihrer persönlichen Daten.
Die Kommunikation mit Ihnen ist uns wichtig.
Mit freundlichen Grüßen:

 
Also, weil man Opfer eines Angriffes werden könnte (Konjunktiv, auf die Zukunft gerichtet), hat man Passwörter schon zurückgesetzte (Fakten jetzt geschaffen) — und den Kunden quasi ausgesperrt. Und dann der »mögliche Datendiebstahl«, der nicht untersucht werden wird sondern wird. Also in der Vergangenheit (möglicherweise?) passiert ist, nicht erst passieren könnte. Wirklich nett, darüber informiert worden zu sein — nur: worüber jetzt, über einen weiteren Datendiebstahl, oder nur über extrem sonderbare »Vorsichtsmaßnahmen«?

Sony und die Onlinecontent-Seifenblase

Ich hab’s schon auf facebook gestern angerissen: PSN is down and will stay down for some time:

We have discovered that between April 17 and April 19, 2011, certain PlayStation Network and Qriocity service user account information was compromised in connection with an illegal and unauthorized intrusion into our network. In response to this intrusion, we have:

  1. Temporarily turned off PlayStation Network and Qriocity services;
  2. Engaged an outside, recognized security firm to conduct a full and complete investigation into what happened; and
  3. Quickly taken steps to enhance security and strengthen our network infrastructure by re-building our system to provide you with greater protection of your personal information.

[…] Although we are still investigating the details of this incident, we believe that an unauthorized person has obtained the following information that you provided: name, address (city, state, zip), country, email address, birthdate, PlayStation Network/Qriocity password and login, and handle/PSN online ID. It is also possible that your profile data, including purchase history and billing address (city, state, zip), and your PlayStation Network/Qriocity password security answers may have been obtained. If you have authorized a sub-account for your dependent, the same data with respect to your dependent may have been obtained. While there is no evidence at this time that credit card data was taken, we cannot rule out the possibility. If you have provided your credit card data through PlayStation Network or Qriocity, out of an abundance of caution we are advising you that your credit card number (excluding security code) and expiration date may have been obtained.[…]

Quelle: Sony USA

 
Ich will gar nicht so sehr auf meinen Disput mit Sony eingehen; die Schadenfreude rührt allerdings klar daher. Aus meiner Sicht sollte Sony jetzt den Kopf aus dem Säurebad nehmen (ist auch besser für den Teint), den Schwanz einklemmen und »OtherOS« wieder zugänglich machen — gebracht hat diese Deaktivierung wenn, dann nur eines: mehr Resourcen wurden angelockt sich Sony, die PS3 und das PSN mal genauer anzusehen …
Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Viel interessanter sind eigentlich zwei Dinge:

  1. Wie steht es um die Datensicherheit in Sonys Onlinedienst PSN?
  2. Was kann ich mit online erworbenen (»Download-«) Inhalten »offline«, also ohne Serververbindung anfangen?

Zur Datensicherheit kann ich natürlich nur spekulieren; aufgrund der Masse an (potentiell?) ergatterten Informationen, inklusive offensichtlich nutzbarer Repräsentationen der Passwörter, klingt es als wenig geschützt nach der Überwindung bestimmter Zugangshürden. Ob das für einen solchen Dienst der rechte Weg sein kann, ich habe so meine Zweifel …
Noch spannender aus meiner Warte aber ist die offensichtliche Blöße, die Sony sich grade gibt: von der Funktion des PSN abhängende Funktionen – zum Beispiel Onlineverifikation des legalen Spielererwerbs, Nutzung von Online-/Multiplayer-Funktionen, … – sind grade einfach »aus«. Ich kann also nicht nur nicht mit meinen »Freunden« online – mit- oder gegeneinander – spielen, nein, ich kann auch den PlayStation Chat, die exklusive Skype-Alternative, nicht nutzen. Keinen neuen Content kaufen, ggf. ihn nicht einmal nutzen. Schöne neue (Online-) Welt.
Und da wundert sich der Konzernlenker, daß Kunden die Angebote links und rechts liegen lassen? Eat your own dogfood …

Bauernopfer [Update]

Spannenden Einblicke in die Denkweise der japanischen Tepco-Verantwortlichen bietet N-TV:

+++ 02.17 Strahlenbelastung für Nothelfer steigt stark +++
Die Arbeiter am havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1 bekommen bei ihrem Einsatz immer mehr radioaktive Strahlung ab. AKW-Betreiber Tepco erhöht die Obergrenze erneut auf nun 150 Millisievert pro Noteinsatz. Vorher waren 100 Millisievert pro Schicht das Limit gewesen, von den Arbeitern aber regelmäßig überschritten worden. Die neue Vorgabe von 150 Millisievert entspricht so viel Strahlung, wie in Deutschland verteilt über die Spanne von 150 Jahren als gerade noch verträglich gelten würde.

 
Vielleicht sind wir Deutschen etwas übervorsichtig; daß die »Nothelfer« da sprichtwörtlich verheizt werden, der Eindruck drängt sich mir hier unwillkürlich auf.
Eine Technik, die es erforderlich macht, daß Humanmaterial reihenweise zu Todesmissionen abkommandiert (Tschernobyl 1986) oder in Form von Freiwilligen angeheuert (Fukushima 2011) werden muß, um faktisch durch Menschenopfer die Schäden für Mensch und Umwelt durch außer Kontrolle geratene Technik abzumildern, paßt nicht mehr in die heutige Zeit.

+++ 05.50 Neue Helfer unterwegs nach Fukushima +++
Eine zweite Gruppe Feuerwehrleute ist auf dem Weg zum havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1, um ihre Kollegen bei dem gefährlichen Kühleinsatz an den Reaktoren abzulösen. Das zweite Kontingent stammt ebenfalls aus Tokio und ist 100 Mann stark. Der Wechsel geschieht, um die ersten Feuerwehrleute nicht noch stärker der radioaktiven Strahlung auszusetzen. Die neuen Kollegen sollten den Angaben zufolge noch am Samstag am AKW ankommen. Sie sind mit 14 Feuerwehrfahrzeugen unterwegs.

 
Ich zolle diesen Menschen, die hoffentlich wissen, in welche Stahlenhölle sie sich jetzt schon begeben, meinen Respekt. Was ich in den Nachrichten allerdings vermisse, ist die, wenn auch nur symbolisch wirken könnende, Teilnahme von Verantwortlichen aus Industrie und Politik für das atomare Desaster am verzweifelten Versuch, die Apokalypse abzuwenden. Traurig dreinzublicken allein finde ich doch etwas wenig, liebe Tepco-Führungsspitze …
[Update:] Derlei bekommt man ja wirklich nur in den Tickern, nicht den TV-Berichten, mit:

+++ 17.21 Sechs Helfer bekommen hohe Strahlendosis ab +++
Bei den Rettungsarbeiten am Atomkraftwerk Fukushima bekommen sechs Arbeiter zu viel radioaktive Strahlung ab. Bei den Männern wurden mehr als 250 Millisievert gemessen, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. Erst vor wenigen Stunden war der Grenzwert auf 250 Millisievert erhöht worden.

 
Würde man da nicht Menschenleben auf’s Spiel setzen – wobei, vielfach geäußerten Meinungen nach haben die »Nothelfer« dort Ihr Lebensglück eh’ verspielt –, würde ich jetzt sarkastisch hinterfragen, ob die ersten Würfel für die Höhe des Grenzwertes wohl karpott waren. So bleibt aber nur festzuhalten, was für eine Sauerei da im Gange ist, wie die Menschen, wie Zivilisten, wieder einmal, belogen und betrogen werden.
Bezeichnend auch, um mal den Schauplatz zu wechseln, die Fragen nach dem »wer macht das bei uns?« in der aktualisierten Fassung des »45-Minuten«-Beitrags »Die Atomlüge«, der diese Woche unter dem Titel Risiko Atomkraft in der ARD (und heute auf Phoenix, wo ich zufällig ihn gesehen habe) lief und wenige Tage auch noch online abrufbar ist.
Antwort, wie erwartet: letztlich niemand; zuständig für das, was im AKW geschehe, der Betreiber — beziehungsweise »der kerntechnische Hilfszug aus Karlsruhe« (»Risiko Atomkraft«, um Minute 23). Wohlgemerkt, auch für norddeutsche AKW-Störfälle ein Zug, also vermutlich V[sub]max.[/sub] eher 70 denn 200 km/h, aus Karlsruhe,
Und ich schätze, niemand dürfte in Deutschland dieser Strahlung ausgesetzt werden; eigentlich müßte der Zutritt in die Strahlungszone sogar weitflächig abgesperrt werden (viel Spaß …) — wie gesagt, ich bewundere die »Freiwilligen« in Japan, kann aber nur nochmal feststellen, daß eine Technik mit einem solchen »Restrisiko« nicht mehr in die Zeit paßt. (Und nein, letztlich ist das keine neue Erkenntnis. Aber Tschernobyl habe ich damals in Norddeutschland letztlich nur als »mehrere Jahre ohne Pilze sammeln im Herbst« erlebt. Es war halt auch medial eine andere Zeit.)
Wer sich die Parallelen Deutschlands zu Japan ansehen will, dem sei der Spiegel-Artikel »Auf kürzestem Weg in die nächste Kirche« empfohlen — er stammt übrigens aus dem Jahr 1977.[/Update]

Spycam …

Und da lachen mich manchmal Leute aus, wenn sie den undurchsichtigen Klebestreifen über der Laptop-Kamera sehen:

Mit dem Programmpaket soll die Überwachung von E-Mail (SMTP/POP3, Webmailer) und Skype über Spionageprogramme möglich sein. Auch das Abhören und beobachten von Räumen biete die Software, wenn die mit FinSpy infizierten Rechner Kameras und Mikrofone besitzen.

 

Quelle: heise online

Qualitätsjournalismusabzocke

Deutsche Verleger meinen ja, ihr »Qualitätsjournalismus« müßte besser entlohnt werden; heute stolperte ich über die sich umgreifende Abzocke im Web anhand eines Links via Twitter. Statt also die fragliche Information zu bekommen, meinte BILD, ich würde dafür auf meinem Android-Mobiltelefon gerne wenigstens 19 Cent abdrücken, wenn ich es auf dem Desktop für lau bekomme — einfach, weil ich ja grade nicht am Desk-/Laptop

Tja, falsch gedacht, liebe Verleger: solange Ihr Eure ach-so-wertvollen Informationen freiwillig und ohne Not umsonst im Web feilbietet, werde ich sicher nicht genau dafür zahlen, nur weil Ihr an der Browserkennung auf mobile Nutzung schließen könnt. Zumal, solange Ihr nur iPhone und Android diskriminiert, aber z. B. mobile Browser auf Netbooks (die Ihr, zugegebenermaßen, nur schwer identifiziren könnt) oder anderen mobilen Geräten wie Maemo-/MeeGo-Geräten ignoriert …

InfoFrame on Speed ;)

Nachdem mein WiFi-Bilderrahmen MeeFrame rund ein Jahr ungenutzt rumlag (da über MeeChannel nicht funktional und die initiale Idee, daß ich meiner Family dann via Picasa-Feed immer mal wieder Bilder aus Berlin auf den Frame schicke – Pendlerschicksal – auch nicht so richtig verfing) und mich bei einer krankheitsbedingten Auszeit beim Wertverlieren frech angrinste, surfte ich noch mal nach aktuellen Entwicklungen beim »InfoFrame-Projekt«, welches aus einer innovatigen Idee aus dem studentischen Alltag entsprang und sich lustigerweise im IP-Phone-Forum fortentwickelte — wohl anfänglich, da diese Implementation Features der Fritz-Boxen nutzt (und auf einer – »gefreezten« – FB lauffähig ist).

Da ich schon länger auf der Suche nach einem Display für Status-Werte, die meine Heimautomation FHEM auswirft, bin, studierte ich auch den InfoFrame-Hardware-Thread, allerdings ohne wirklichen Erfolg. Basierend auf Aussagen im VDR-Portal, die andeuteten, daß der SPF-87H unter Linux als dumme JPEG-Anzeige, ja sogar als Framebuffer, verwendbar sei, kontaktierte ich die Amazone meines Vertrauens und überbrückte die Wartezeit mit der Implementation des InfoFrame-Krams auf meinem neuen Nettop für yaVDR im Wohnzimmer. Dual-Core Atom mit Hyperventilation, äh, -threading, da sollte ja so’n bißchen Apache & PHP kein Problem sein …

Und in der Tat, bis auf die Notwendigkeit, libusb1 für Debian Lenny (Deskop-OS ist bei mir i. d. R. Ubuntu, auf den DockStars und sonstigen PlugComputern läuft i. d. R. Debian Lenny oder, wenn ganz neu aufgesetzt, Squeeze) aus den Backports zu ziehen, war sowohl die native Übersetzung auf ‘nem DockStar als auch die Ausführung der Binaries (spf87h-tool, playusb) herrlich unproblematisch, sodaß der Samsung SPF-87H nun von einem DockStar angesteuert wird (Prinzip: wget InfoFrame-Image, playusb, wait 20, redo once – und das minütlich per cron). Schick, und endlich mal schnell umgesetzt – da lacht das Hacker-Herz ;-)
Da mir der statische Hintergrund des normalen InfoFrames nicht zusagte, erweiterte ich erst einmal das PHP-Skript um dynamische Hintergrundbilder, basierend auf dem schon bei InfoFrame.org hinterlegten Gerüst.

Die Bilder werden im korrekten Seitenverhältnis auf die Bildgröße skaliert, die Bildgröße ist per GET-Parameter nuin auch wählbar. (Und bei Breiten unter 700 Pixeln wird die Datumszeile reformattiert, sodaß auch Mini-Rähmchen wie der Parrot-Rahmen ansteuerbar sind – ausgeben lasse ich auch 640×480, der Parrot rechnet das beim Empfang auf seine 320×240 Pixel zurecht.)
Eine weitere Ergänzung sind konfigurierbare »Seiten«, d. h. es können bestimmte Abfolgen von Plugins definiert werden, die auf einem Bild kombiniert werden, Mail, Weather, FHEM und Kalender zum Beispiel haben kaum auf 800×480 Pixeln sinnvoll

Ferner wurde die Möglichkeit geschaffen, relativ beliebige Sensordaten an InfoFrame zu übergeben — und z. B. vom FHEMPlugin ausgeben zu lassen. Auf FHEM-Seite wird per notify ein Skript gestartet …
define InfoFrameA notify .*_TH:T.* "/var/log/fhem/update_InfoFrame.sh "%NAME" "%
TYPE" "%EVENT""
define InfoFrameB notify WS3600_RH.*:.* "/var/log/fhem/update_InfoFrame.sh "%NAM
E" "%TYPE" "%EVENT""

…, update_InfoFrame.sh ist im Prinzip ein Wrapper, der die unterschiedlichen Parameter für den GET-Aufuf aufbereitet:
(/usr/bin/wget -O /dev/null -q "http://yavdr.local:1234/infoframe/?sensor=$SENSORNAME&type=$TYPESTR&value=$TEMPSTR") &
Welche Daten man, auch letztlich woher, an InfoFrame schickt, ist nicht genauer spezifiziert; die Magie muß das Plugin ggf. leisten, für TH (Temperatur- und Luftfeuchte-Sensoren vom Typ S300TH/S555TH) und getrennte Temperatur- bzw. Feuchtesensoren bringt das FHEMPlugin Logik mit, Rest muß man sich an die eigenen Bedürfnisse anpassen (oder den Warpper so schreiben, daß er die Daten wie erwartet ablegt ;-)):

mysql> select * from if_sensors;
+----------------‐--------------------‐------------‐--------------‐
| name | datum | typ | wert |
+----------------‐--------------------‐------------‐--------------‐
| Bad_TH | 2011-01-30 16:38:32 | TH | T:22_H:43.5 |
| Essz_TH | 2011-01-30 16:39:48 | TH | T:7.2_H:42.9 |
| Flur_TH | 2011-01-30 16:39:25 | TH | T:22.7_H:40.2 |
| Huette_TH | 2011-01-30 16:38:35 | TH | T:4.8_H:83.6 |
| Kammer_TH | 2011-01-30 16:30:39 | TH | T:22.9_H:38 |
| Keller_TH | 2011-01-30 16:34:20 | TH | T:19.6_H:36.6 |
| Parkplatz_TH | 2011-01-30 16:38:52 | TH | T:7.4_H:80.6 |
| Terrarium_TH | 2011-01-30 16:39:01 | TH | T:26_H:55.6 |
| WS3600_Forecast | 2011-01-30 16:39:22 | forecast | Cloudy |
| WS3600_Rain | 2011-01-30 16:39:22 | rain | R1h |
| WS3600_RHi | 2011-01-30 16:39:21 | humidity | 40 |
| WS3600_RHo | 2011-01-30 16:39:22 | humidity | 79 |
| WS3600_RP | 2011-01-30 16:39:22 | pressure | 1007.700 |
| WS3600_Tendency | 2011-01-30 16:39:22 | tendency | Falling |
| WS3600_Ti | 2011-01-30 16:39:21 | temperature | 22.6 |
| WS3600_To | 2011-01-30 16:39:21 | temperature | 0.5 |
+----------------‐--------------------‐------------‐--------------‐
16 rows in set (0.00 sec)

Zugegeben, das FEHMPlugin hat noch wenig Eye-Candy, aber in erster Linie ging es mir darum, die Werte sichtbar zu machen; ohne Browser sehen zu können, daß im Terrarium wieder Wasser nachgesprüht werden muß, ist schon recht praktisch — zumal dessen Bewohner das traditionelle Instrument gerne verbuddeln/umwerfen, der S300TH darin hingegen blieb bislang verschont.
Mit etwas Muße kann man, insbesondere auf den Icon-Set, welches für das WeatherPlugin schon vorhanden ist, da sicher was aufhübschen, aber ein Anfang ist schon mal gemacht ;)
Beim genauen Anschauen der Bilder fällt evtl. auf, daß der obere Bereich etwas abgedunkelt ist — das Problem ist, daß durch die Verwendung beliebiger Hintergründe es zu einem »weißer Adler auf weißem Grund«-Effekt kommen kann: man kann auf zu hellen Hintergründen die weiße Schrift nicht mehr (gut) erkennen. Der erste Trick war, das gesamte Hintergrundbild abzudunkeln, was aber oft wenig vorteilhaft ausssah. Somit dunkle ich derzeit nur die oberen 120 Zeilen ab und habe die Ausgabe des FHEM-Plugins auch nur für diesen Bereich vorgesehen. Das klappt bei vielen Querformatbilden auf meinen Rahmen (MeeFrame:, 800×600, SPF-87H: 800×480) recht gut, aber es bleibt ein Kompromiß. Optimal wäre eine (automatische) Abdunklung der Bereiche, in denen Ausgaben vorgenommen werden, derlei gibt aber die Ausgaberoutine nicht her. Deren eigenwilliges Verhalten ist auch der Grund, warum derzeit das FHEM-Plugin die Ausgabe mit »|« einrahmt — pixelgenaues Positionieren ist mit der Eierlegendenwollmilchsau-Routine nicht möglich (sie variiert die Baselein eigenmächtig), mehrzeilige Ausgaben orientieren sich an der benutzten Fläche, d. h. Texte mit Ober-/Unterlängen verbrauchen mehr Höhe als solche ohne. Weird ;-)
Das Skript zum Aktualisieren des Parrot-Bluetooth-Rahmens sieht wie folgt aus:

#!/bin/bash
# wusel@death:~$ hcitool scan
# Scanning ...
# 88:77:66:55:44:33 Parrot PHOTO
FRAMEBTADDR=88:77:66:55:44:33
SUFFIX="`date +%M|gawk '{printf("%d\n", $1%2);}'`"
wget -q -O /tmp/InfoFrame4Parrot.jpg 'http://yavdr.local:1234/infoframe/?width=640&height=480' 2>/dev/null
RC=$?
if [ $RC -eq 0 ]; then
/home/wusel/with_timeout +25 ussp-push ${FRAMEBTADDR}@ /tmp/InfoFrame4Parrot.jpg tmp-${SUFFIX}.jpg 2>/dev/null
fi

Leider überschreibt der Rahmen nicht empfangene Bilder gleichen Namens, sodaß in Bälde der (interne) Speicher voll sein dürfte; gut, den für 30 EUR aus UK bezogenen Rahmen hatte ich auch nicht primär für InfoFrame vorgesehen, sondem gedenke, ihn neuer Verwendung zuzuführen. Ihn für InfoFrame-Ausgabe zu verwenden ist insofern nur ein Proof-of-Concept ;-)
Ähnlich simpel ist auch die Ansteuerung des SPF-87H gelöst, nur daß hier playusb statt der BT-Übertragung eingesetzt wird:

#!/bin/bash
PWD="`pwd`"
cd /nfs/20090924-1TB
for times in 1 2
do
wget -q -O infoframe-tmp.jpg 'http://yavdr.local:1234/infoframe/?width=800&height=480' 2>/dev/null
if [ $? -eq 0 ]; then
/root/playusb -j infoframe-tmp.jpg 2>infoframe-dbg.out 1>&2
FAIL=$?
if [ $FAIL -ne 0 ]; then
/root/spf87h-tool 2>/dev/null 1>&2
fi
if [ $times == 1 ]; then
sleep 20
fi
fi
done
cd $PWD

(Da der DockStar von einem Flash-Medium läuft, gehe ich auf eine typischerweise sowieso oft aktive Platte und lege die Dateien dort ab.) Der Aufruf von spf87h-tool an dieser Stelle bringt nix, falls sich der Rahmen nicht in Vorbereitung auf den USB-Monitor-Modus befindet, was er erst nach manueller Intervention an den Knöpfen dort in Erwägung zieht, zumindest bei meiner Version. Allerdings läuft er nun auch seit zwei Tagen so durch, solange also in relativ kurzen Intervallen neue JPEGs kommen, scheint zumindest meiner diesen Modus nicht zu verlassen. Ich habe den Aufruf an der Stelle primär für den Fall drin, daß er sich mal aufhängt und ich ihn manuell in den USB-Monitor-Modus bringe – das Skript sollte dann ohne händisches Login die Umschaltung erledigen. Ob’s so klappt, wird die Zukunft zeigen …
Meinen MeeFrame habe ich übrigens über den Einsatz von MediaTomb an den Start gebracht. Per wget (Schema-F ;)) legt die yaVDR-Box jede Minute das aktuelle Bild in ein Verzeichnis, welches wiederum MediaTomb (als einziges) mittels inotify überwacht. Der MeeFrame nutzt über die Einstellung »MeeBox« den MediaTomb als UPnP-Server und streamt den Inhalt dieses Verzeichnisses (1 Bild ;-)) auf sein Display als Diashow. Leider ist auch das nicht rebootfest, sprich nach einem Neustart muß man wieder über den Touchscreen des MeeFrames navigieren: Bilder -> MeeBox -> (Serverauswahl:) MediaTomb -> PCDirectory -> Pfad -> zur -> Datei und dann in der Vorschau rechts das Bild anklicken und nach dem initialen Laden noch die Diashow mit Touch auf’s Dreieck-Icon oben starten. Lästig, aber immerhin. Wie lange das ohne Interaktion durchläuft, muß sichnoch erweisen; leider kennt der MeeFrame auch keine Schlafzeiten, wenn man ihn nicht abschaltet, läuft diese Diashow Tag und Nacht. (Wobei sie mir einmal nach 24h abgebrochen ist: Frame-Reboot – WinCE läßt grüßen? ;-))
Ich werde nun noch die Sourcen zusammenpacken, evtl. etwas (besser) kommentieren und dann später heute abend hier in einem Folgebeitrag ablegen, auf den ich dann auch im InfoFrame-Thread im IP-Phone-Forum verweisen werde.

»Aus unvorhersehbaren Gründen konnte die Sendung nicht zugestellt werden.«

Weihnachten 2010. Schon ein paar Tage her, doch noch immer aktuell. Den heute endlich, alle wieder zurück, konnte ein Großelternpaket in Empfang genommen werden.
Die Sendungsverfolgung liest sich wie ein Offenbarungseid: einen Tag in Bielefeld liegengelassen, am 24. eingeladen, aber »unvorhergesehen« nicht ausgeliefert, am 28.12. gleich zweimal eingeladen und dann abends im Paketzentrum »umgeleitet« — erneut kein Zustellversuch demnach, Respekt, DHL. Am 31.12. dann wohl niemanden erreicht (Überraschung!), am 03.01.11 dann endlich beim Nachbarn abgegeben …
Weihnachten 2010. Ausnahmsweise im Winter …

Statt Fotos …

Ein kleiner Zusammenschnitt von zufälligen Aufnahmen der Parkplatz-Cam — ja, es ist einiges an Schnee runtergekommen in den letzten Tagen, und unsere Stück Einbahnstraße wird ja nicht geräumt …

Von der Farce mit der Winterreifenpflicht

Ein herrlicher Artikel ist in den Ruhr Nachrichten erschienen:

In der seit dem 4. Dezember gültigen Gesetzgebung sind die Straßenverhältnisse, bei denen Winterreifen Pflicht sind, genau definiert. „Die Konkretisierung bietet für einen Anwalt interessante Angriffspunkte“, sagt Romanus Schlemm, Vize-Präsident des Verbands deutscher Verkehrsrechtsanwälte. […]
Bei einer Kontrolle ist ab sofort entscheidend, wo diese durchgeführt wird. „Würde ein Mandant auf einer geräumten Straße kontrolliert und einen Bußgeldbescheid erhalten, sähe ich beste Chancen für einen erfolgreichen Einspruch“, sagt Schlemm. Ein Dilemma, das der Polizei bewusst ist: „Theoretisch müssen wir mit der Kontrolle warten, bis der Wagen von der geräumten in eine verschneite Straße abbiegt“, sagt ein Sprecher der Polizei Köln.

 
Vom Detail des nicht genormten und nicht zwingend auf Winterreifen begrenzten »M+S-Symbols« ganz zu schweigen. Einmal von Profis regiert werden, nur einmal …