Mit der Übersetzung von einer in die andere Sprache ist das auch heute noch so eine Sache. Schönes Beispiel lieferte grade wieder Fon,
wo in den unterschiedlichen Sprachen unterschiedliche, pseudo-amüsante, Meldungen während einer Downtime angezeigt werden. Bekommt fon nun eine Massage, wie es englisch und
– meinen rudimentären Kenntnissen der spanischen Sprache nach – spanisch kommuniziert wird, oder hat sich Fon zur Ruhe gebettet, weil es auf eine Nachricht (engl. »message«) wartet? Falls letzteres, auf eine Nachricht von wem? Vom obersten Bundesstasireanimator?
Was auch immer Fon da treibt — ich wüßte gerne, warum meine bei Fon angemeldete Fonera als »Ego-Slave« hinter einem »Open[-Master]« (in der Terminologie des Fonera-Freifunk-Packs) als offline angezeigt wird, hat dies schon mal jemand weiter erforscht? /bin/thinclient macht nun nicht grade viel (und ist einkommentiert in der crontab) …
Im Kreise dummer Profilneurotiker …
… wähnt sich offensichtlich das D-A-CH-Fon-Blog-Team. Auf den dezenten Hinweis, daß der so gefeierte Artikel von »FON D-A-CH« der technisch nicht so bewanderten Fonera suggerieren könnte, daß es doch auf die Größe ankäme und die Technik nicht so wichtig sei, tillt »FON D-A-CH« förmlich aus:
Nette Antenne, allerdings ist das mit der aktuellen FON-Software ein Verstoß gegen geltendes Recht. Die Fonera sendet mit 63mW, was 18dbm entspricht + 2dbi für die serienmäßige Antenne. Damit sind wir bei 20dbm = 100mW und genau an der gesetzlichen Grenze. Baut man die Antenne auf die Fonera sind das 27dbm = 501mW und damit eine fünfache Überschreitung des Grenzwertes.
Es wäre dringend erforderlich, daß man zukünftig in der FON-Software die Sendeleistung anpassen kann, die Software ansich gibt die Funktion schließlich her, man muß sie nur ins Webinterface integrieren. Schöne wäre es, wenn man einfach die Antennenverstärkung per Drop-Downfeld auswählt und der Rest “versteckt” angepaßt wird, damit es auch jeder bedienen kann.
AW:
Wer flüstert Ihnen denn ein, daß man die Sendeleistung künftig nicht verringern können wird? Wer sagt Ihnen, ob die Firmware deshalb nicht geändert werden wird? Sie kennen die Dämpfung des Kabels und weitere Details bereits? NEIN? Bitte also nicht den Braten garen, bevor der Bock geschossen wurde. Glauben Sie denn wirklich, wir bei FON seien Dilletanten?
regards
FON D-A-CH
fonblog.meinung@gmail.com
# 2 | Sent by: Chris – Tuesday, March 13, 2007 (01:49)
Mal ganz davon an, »FON D-A-CH«, das es ein absolutes no-go ist, seine Antwort in den orginären Beitrag zu redigieren: geht’s noch? IHR wollt ‘ne Community bilden, mit DEM Auftreten? Ey, Hömma …
Wer flüstert Ihnen denn ein, daß man die Sendeleistung künftig nicht verringern können wird?
Der Osterhase, glaube ich. Vermutlich war es aber eher Lebenserfahrung, denn ich fahre mit 0.7.2 r3 offensichtlich the latest and greatest (neuer als gelistet, that is; jene Kiste hat die Orginalfirmware seit Tag 1 drauf) – wenngleich der manuelle Download mir fonera_0.7.1.5.fon auf die Platte spülte – und ich kann dies nicht einstellen. (Immerhin — der pflichtschuldig gemacht Versuch, auf die vermeintlich offizielle aktuelle Version zu aktualisieren blieb, bis auf ein zerstörtes Layout während des UpDowngrades folgenlos.)
Das sollte man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen. So eine Frechheit zu erwidern, und nach einen verf*ckten Jahr kann man mit der aktuellsten Fon-Firmware noch immer die Sendeleistung nicht einstellen! Dreist. Einfach nur dreist, dieses Gehabe. Aber man kann immer noch einen drauf setzen, wie »FON D-A-CH« zu beweisen nicht müde wird:
Wer sagt Ihnen, ob die Firmware deshalb nicht geändert werden wird?
Hömma, Schnuffel, da tut das garnicht drum gehen tun, weissu? Ma’ davon ab, daß »Chris« ja nachweislich nu’ ma’ Recht behalten hätte, hätt’ er das, was Ihr ihm in’n Mund legen wollt, auch g’sacht hätt’ …
»Chris« bemängele – vollkommen berechtigterweise –, daß das Anbringen einer Antennenanlage mit einer Gesamtverstärkung jenseits derer, die die von Fon der Fonera spendierten Stummelantenne mitbringt, mindestens in Deutschland einen Verstoß gegen die Genehmigung der Regulierungsbehörde für diese Funktechnik darstellt. (Ich setze voraus, daß die Angaben zur Sendeleistung stimmen; eine Suche nach dieser Angabe führte mich erst zum unsäglichen Schreiben …) Ein Unternehmen wie Fon sollte, denke ich, diese Verstöße nicht lobpreisen sondern aktiv helfen, daß so etwas gar nicht erst passieren kann.
Sie kennen die Dämpfung des Kabels und weitere Details bereits? NEIN? Bitte also nicht den Braten garen, bevor der Bock geschossen wurde.
Der Bock, den man hier zum Gärtner bloggenden Flammenwerfer für Deutschland, Österreich und die Schweiz gemacht hat? Ganz gar scheint der mir in der Tat nicht, oder habe ich die Frage jetzt irgendwie miß..?
Glauben Sie denn wirklich, wir bei FON seien Dilletanten?
Meine Höflichkeit verbietet es mir, diese Frage zu beantworten. Der geneigte blogdoch-Leser wird sich sicher ein eigenes Bild machen von einem Unternehmen, welches in 11 Monaten das fragliche Feature nicht in Code hat gießen lassen, welches uralte Firmwareimages als neu über seine Downloadseite verteilt oder ebenda ein »B&B«-Pamphlet hinterlegt, welches nach wie vor Bills von der kostenfreien nomadischen Fremd-Fon-Hotspot-Nutzung ausschließt …
Zurück auf »Los«.
Fonera, klein und zickig ;)
Erst einmal ein Nachtrag: Augenscheinlich war der Autor des Eintrags im deutschen Fon-Blog etwas unaufmerksgenau, als er »QRM« auf die RO.B.IN.-Firmware verlinkte und damit, wohl nicht nur mir, suggerierte, Fon würde ähnliches einbauen wie die Freifunker: Mesh-Networking mit der Option, den Fon-Hotspot durch das Mesh zu tunneln.
QRM, der »Quasi-Router-Mode«, scheint verwandt zu sein mit dem »Universal Router«-Modus anderer Accesspoints; im Gegensatz zu dort, z. B. bei Edimax EW-7209 APg, wo der lokale Accesspoint zu einem anderem AP sich als Client verbindet, ein bißchen mit Bridging und Proxy-ARP rumspielt, sodaß lokale Clients quasi ein verlängertes (W)LAN vorfinden, scheint im QRM einfach anstelle der Kabelschnittstelle eine weitere virtuelle drahtlose für den Upstream benutzt. Beides ist jetzt keine Schwarze Magie, QRM ist dann aber noch mehr als der »Universal Router«-Modus als »WDS für Arme« anzusehen (wenngleich man dort wenigstens WPA fahren kann, auch herstellerübergreifend). Praktisch für die räumlich verteilte Aufstellung von Foneras ist der QRM-Ansatz schon, fragt sich nur, wie Fon da Qualitätsaspekte (jeder Wireless-Hop mößte in etwa die Bandbreite halbieren, vom Packetloss ganz zu schweigen, zumal sich alle Geräte, Clients und die Foneras auf den QRM-Funkstrecken, auf einem Kanal tummeln) — für die Vergrößerung der Abdeckung von »MyPlace«, wie ich es z. B. zu Hause brauchen könnte, hingegen taugt das erst einmal nicht, da selbst bei gleicher SSID und gleichem PSK jeder AP seinen eigenen IP-Adressraum verwaltet (und NATet).
Ich hab’ nun bei der elektronischen Bucht mein Netz ausgeworfen und ein paar Foneras an Land gezogen, und obwohl erste Tests mit RO.B.IN ganz vielversprechend aussahen, ich wollte doch auch mal das Fonera-Freifunk-Pack ausprobieren.
Böser Fehler:
Board: ap51 RAM: 0x80000000-0x81000000, [0x80040450-0x80fe1000] available FLASH: 0xa8000000 - 0xa87f0000, 128 blocks of 0x00010000 bytes each. == Executing boot script in 10.000 seconds - enter ^C to abort RedBoot> fis load -d vmlinux.bin.l7 Image loaded from 0x80041000-0x80291086 RedBoot> exec [...] Linux version 2.6.19.2 (sven-ola@pcacer) (gcc version 4.1.2) #2 Sat Oct 13 11:57 [...] wlan: 0.8.4.2 (0.9.3.1) ath_hal: module license 'Proprietary' taints kernel. ath_hal: 0.9.18.0 (AR5212, AR5312, RF2316, TX_DESC_SWAP) ath_rate_sample: 1.2 (0.9.3.1) wlan: mac acl policy registered ath_ahb: 0.9.4.5 (0.9.3.1) [...] wifi0: Atheros 2315 WiSoC: mem=0xb0000000, irq=3 tun: Universal TUN/TAP device driver, 1.6 tun: (C) 1999-2004 Max Krasnyansky <maxk@qualcomm.com> device eth0 entered promiscuous mode TCP westwood registered wifi0: stuck beacon; resetting (bmiss count 11) wifi0: stuck beacon; resetting (bmiss count 11) wifi0: stuck beacon; resetting (bmiss count 11) wifi0: stuck beacon; resetting (bmiss count 11) wifi0: stuck beacon; resetting (bmiss count 11) wifi0: stuck beacon; resetting (bmiss count 11) wifi0: stuck beacon; resetting (bmiss count 11) wifi0: stuck beacon; resetting (bmiss count 11) wifi0: stuck beacon; resetting (bmiss count 11) [...ad.infinitum...]
Scheint ein frequent problem (without real solution) des madwifi-Treibers zu sein derzeit, Google wirft viele Treffer aus, aber keinen reparierenden Code. Erst eine (per serieller Schnittstelle mögliche, da das WLAN gar nicht erst hoch kommt) Änderung des Kanals von “Auto” auf “11” behob auch für mich das Problem. Und riß ein Neues auf, denn nur Kanal 11 – und grade 11 –, das kann’s ja auch nicht sein. Aber so werde ich zumindest auch mal OLSR in Aktion testen können, bevor ich mich für B.A.T.M.A.N./RO.B.IN oder OLSR/Fonera-Freifunk-Pack entscheide …
Charmant am Fonera Freifunk Pack (FFP) ist ganz klar die Option, einen Fon-Accesspoint durch das Mesh, welches er mit aufbaut, zum (eigenen) Internetzugang (an einer zweiten Fonera) zu tunneln — man könnte also eigene Foneras in Mesh-Reichweite zur Erweiterung des Meshes und gleichzeitig zur Erhöhung der Reichweite von Fon einrichten.
(Leider scheitert das Experiment derzeit daran, daß ich den zweiten Fonera-AP, frisch aus dem Karton auf FFP geflasht (Neugeräte »von Privat ohne Garantie« — da kann man ja seriell ohne Sorgen dran und rumspielen ;)), nach lokaler Einrichtung nicht über FON_AP anmelden kann. Die Registrations-URL wird aufgerufen — und es bleibt ein leeres Fenster. Es scheint nicht einmal ein Fehlercode ausgeworfen zu werden :( Narf.)
Soviel zum »das mache ich mal eben am Wochenende«-Ansatz von Freitag abend ;->
Linus vs. Bill
Ich habe mich länger nicht um meinen Fon-Spot oder Fon an sich gekümmert, drum ist mir auch eine spannende Änderung der Fonero-Modalitäten entgangen:
Roaming Rechte jetzt auch als BILL
Hallo FONeras und FONeros,
vielleicht ist diese Veränderung in der Informationsfülle doch etwas untergegangen. Nochmal: auch BILLs geniessen jetzt volle Roaming Rechte (während Sie ihr Sparschwein füllen). Der Wechsel von LINUS auf BILL erfolgt problemlos in der UserZone. Selbstverständlich kann jeder der dies mag, auch sehr gerne weiterhin im LINUS Status verbleiben. Manche Leute interessiert die Sparschwein – Option eben nicht. Und für diese Foneros kann alles so bleiben, wie es ist. […]
Das ist jetzt … Also rein ideologisch … Äh, wie bitte‽ Noch mal zurück in die gute alte Zeit; da konnte sich der Neu-Fonero (oder die Neu-Fonera, wobei nicht »La Fonera«, also das Stück WiFi-Router-Hardware, gemeint ist) aussuchen, ob er entweder für das Betreiben des Fon-Routers bei sich kostenlos an allen anderen Fon-Spots ins Netz gehen kann — oder aber einen Teil des Erlöses, den Fon über seinen DSL-Zugang erwirtschaftet, bekommt, dafür aber eben nicht kostenfrei woanders surfen darf.
Softwaretechnisch stelle ich mir die Unterscheidung anhand des Wertes einer Variablen im Datensatz des Foneros/der Fonerita nun nicht so unlösbar vor, sodaß ich mich massiv frage, was zu diesem Sinnenwandel, ja, zu dieser Änderung der Ideologie führte.
Aber über die Hintergründe schweigt sich das Fon-Blog – leider – aus. Kein Update habe ich denn auch zur initialen Aussage gefunden, daß Boingo-Nutzer sich an Fon-APs, die ein »Linus« betreibt, nicht anmelden könnten (»Bills« hingegen bekommen auch hier einen Teil der Einnahmen).
Nun denn, ich habe meinen Fon-AP jedenfalls reanimiert – und einen Supportcase aufgemacht für das defekte Netzteil – sowie meinen Status von »Linus« (»ich will doch nur Access«) auf »Bill« geändert; der Zugang erfolgt über einen dedizierten Tunnel, sodaß nicht nur ein Einbuch in mein Netz über Fon schwierig wird sondern auch sauber belegbar ist, daß etwaige Missetaten nicht aus meinem Heimnetz sondern dem des Fon-APs orginieren … Daß Fon nicht schon längst, grade in den heutigen, vorratsdatenspeicherungshaltigen Zeiten, selbst auf eine Tunnellösung zur Nutzung von Fon-eigenem Adressraum gekommen ist, verstehe ich ja sowieso nicht …
Halbe Miete
Lustiger Kommentar zum Stomausfall in Karlsruhe vom 30.01.08:
Das Uni-RZ hatte durchaus (Not-)Strom. Aber keine Kühlanlage, denn die ist extern und hat anscheinend intelligenterweise keine Notstromversorgung. Die Server wurden abgeschaltet, damit sie nicht überhitzen.
AFAIK sollen die Anlagen wieder unabhängiger von der externen Kälteversorgung werden, wenn die Bauarbeiten im RZ abgeschlossen sind. (Also vermutlich ca. Herbst 2034…)
#4 Maik am 31.01.2008 16:00 (Reply)
Ja, nee, iss klar. Nun will ich nicht hochnäsig sein, aber mit USVen stehe ich sowieso auf Kriegsfuß.
Bislang hatte ich hier in Gütersloh in der gefühlten halben Ewigkeit hier, IIRC, zwei oder drei Stromausfälle mangels Netzstrom. Vielleicht ebensoviele durch Defekte am oder im Hausnetz (gut gemeinter Ratschlag: offene Netzteile in Set-Top-Boxen, also, sie mögen ja klein und niedlich aussehen, aber sie machen dennoch böse *ZAPP* wenn man, trotz abgezogenem Stecker, an gewisse Teile kommt. Und der FI verzeiht auch keine kurze Berührung, sollte man gar unklug genug gewesen sein und vergessen haben, das Gerät vom Stromnetz zu trennen).
Und mindestens drei Mal hatte ich Spaß durch den Ausfall der zur Ausfallsicherung verbauten USVen …
Aber egal, das ist ein anderes Thema; witzig finde ich an obigem Kommentar, daß, so es stimmt, zwar für ein Weiterlaufen der Server gesorgt wurde — die Infrastruktur an sich allerdings muß ebenso verfügbar sein (Zutrittsschleusen und Zutrittssysteme, Kühlung (hier auch die Pumpensysteme für Flüssigkeitskühlung, so eingesetzt), Telefonie (lies: Telefonanalge des RZ-Betreibers oder die eigene Infrastruktur hierzu, jenachdem), …) — sonst ist das wirklich nur die halbe Miete – rausgeworfen zum Fenster – und außer zum kontrollierten Runterfahren taugt ein solches Setup nicht.Selbst für ein Uni-Rechenzentrum kommt mir dies reichlich hemdsärmelig vor …
Politische Korrektheit 2008: s/Nokia/Sony Ericsson/g
Wie einfach es doch ist. Da schmeißt Nokia 2300 Leute raus und schließt in Zeiten von Rekordgewinnen deutsche Produktionsstätten — und was machen unsere Politiker? Da sie hilflos sind, mangels rechtlicher Handhabe in dieser reali-existierenden, globalisierten Arbeitswelt, geben Sie – nach Ablauf der jenem anhängenden Vertragsdauer – ihr Nokia-handy ab und schwenken auf die Marke eines heute in Deutschland keine Stellen abbauenden Mitbewerbers:
Bundesverbraucherminister Horst Seehofer, der bisher ein Nokia-Mobiltelefon verwendet hatte und darauf nun aus Protest gegen die geplante Werksschließung verzichtet, verriet dem Magazin Focus die Marke seines neuen Geräts: “Ich habe jetzt ein Handy von Sony Ericsson.” In seinem Ministerium werde Zug um Zug umgestellt, damit keine zusätzlichen Kosten entstehen.
Gesten, so rührend hilf- und sinnlos: rund 600 Stellen hat Ericsson Deutschland 2006 abgebaut, die im Ex-Marconi-Standort Backnang mal mit eingerechnet. Ein Klacks gegen die 6000 Stellen, die Sony seit 2006 außerhalb Japans abbaute (den Anteil für Deutschland habe ich auf die Schnelle nicht gefunden), aber jetzt auch nicht grade kein Abbau … Daß man nach dem Fußtritt für 700 Mitarbeiter bei Motorola jene Marke nicht nehmen kann, leuchtet mir ein — und zu Benq/Siemens muß ich wohl erst gar kein Wort verlieren.
Was sind die Kriterien für ein politisch korrektes Mobiltelefon heute, 1Q2008? Muß der Hersteller in Deutschland Mobiltelefone herstellen? (Korrigiert mich, aber in dem Falle können die Netze nach der Schließung von Nokias Bochumer Werk abgeschaltet werden, oder?) Darf der Hersteller in den letzten 6, 12, 18, 24 oder gar 60 Monaten keine Stellen in Deutschland abgebaut haben? (Korrigiert mich, aber … bleibt dann noch wer?) Oder welches Kriterium kennzeichnet einen »guten« Mobilfunkhersteller für Deutschland im Januar 2008?
Die Begleitumstände (Art der Kommunikation; Schließung eines angeblich profitablen Werkes mit sehr flexiblen Arbeitnehmern; Schließung zu Zeiten von Rekordgewinnen und zugunsten der Produktion in jungen EU-Mitgliedsstaaten) sind aus meiner Sicht nicht grade schmeichelhaft für Nokia. Aber nicht Nokia ermöglicht Nokia diese Art der Gewinnmaximierung — ein, zwei nationale wie auch EU-Richtlinien dürften hier maßgebend sein und der zunehmend mangelhafte (und von den letzten Regierungen kontinuierlich weiter geschwächte) Arbeitnehmerschutz in Deutschland seinen Teil dazu beitragen, daß nicht nur schlechtes Management oder unflexible Arbeitszeitgestaltung den Weg in die Arbeitslosigkeit ebnen, sondern auch weitgehende Zugeständnisse der Arbeitnehmervertretungen unternehmerische Entscheidungen gegen einen Standort nicht mehr verhindern können.
Würden Politiker wirklich etwas gegen die vielzitierten Heuschrecken unternehmen wollen, dann wären Taten zu verzeichnen, gesetzgeberisch würden sie handeln — und nicht hilflos, um Öffentlichkeit heischend, gut funktionierendes Arbeitsgerät durch ggf. schlechter funktionierendes ersetzen … Aber das kapiert ja leider der Souverän das Stimmvieh nicht :(
Dichtung und Wahrheit im Westen
Nun reden ja Politiker, frei sprechend, nicht immer ins Reine. Und in Wahl(kampf)zeiten mag auch das eine oder andere dabei sein, was, äh, sagen wir: bei gründlicherem Nachdenken vor dem Sprechen – wozu natürlich keine Gelegenheit war – so nicht gesagt hätte werden können.
Wie es allerdings zu der Überschrift im DerWesten-Artikel, »Rüttgers: Nokia will Teil der Stellen erhalten«, gekommen ist, läßt sich wohl nicht mit der typischen Wahrheitsliebe von Politikern erklären.
Durch die Kombination »Rütgers:« mit der folgenden Feststellung wird mir suggeriert, der NRW-Ministerpräsident hätte von Nokia eine Aussage dieses Inhaltes – Nokia wolle, anders als bislang geplant, nun doch Stellen im zu schließenden Werk Bochum erhalten, also weder abbauen noch verkaufen – erhalten.
Der Artikeltext allerdings läßt für eine solche Interpretation nicht einmal wage Verdachtsmomente (siehe Screenshot):
Ministerpräsident Rüttgers (CDU) begrüßte die Bereitschaft des Nokia-Chefs Kallasvuo zu einem Gespräch, wie sich Nokia im Raum Bochum mit “innovativen Lösungen” engagieren kann. “Wir wollen diese Chance nutzen, mit ihm darüber zu reden, für wie viele Menschen das am Standort Bochum eine Zukunft bedeutet”, sagte Rüttgers im Landtag.
Äh. Hallo, liebe Redaktion? Wo ist aus dieser Bereitschaft zum Gespräch auch nur unter-unterschwellig zu entnehmen, daß Nokia von der vollständigen Schließung des Werkes Bochum abrücken wolle? Bzw. inwiefern ist dies noch eine Neuigkeit am 23.01.2008? Schon die ersten Berichte am 15.01.2008 wiesen darauf hin, daß eventuell 280 Beschäftigte in »zum Verkauf stehenden Betriebseinheiten« Hoffnung auf Erhalt ihres Arbeitsplatzes haben könnten.
Also, irgendwie lese ich die in der Überschrift suggerierte Wende da nicht so wirklich raus?
WTF ist DJ Tomekk?
»Eigentlich« guck’ ich diesen Celebrity-Quatsch nicht. Aber zappen tue ich schon … Und so mußte ich mich gestern fragen: »wo isser?« Zum einen hinsichtlich Björn-Hergen “Karlchen” Schimpf, zum anderen hinsichtlich des fraglichen DJ Tomekk, der auch fehlte.
»Aus persönlichen Gründen«, hieß es, »mußte« »DJ Tomekk« aus diesem unsäglichen Dschungel-Camp genommen werden – so die unsäglichen Moderatoren. Das Netz weiß es besser:
DJ Tomekk muss wegen schlimmen Nazi-Vorwürfen die Show verlassen. In einem Video macht er den Hitler-Gruß und singt einen Teil der ersten Strophe des Deutschland-Liedes. […] RTL-Sprecher Christian Körner äußerte gegenüber der “Bild”-Zeitung, dass ein solches Verhalten für RTL nicht tolerierbar sei.
Nee, iss klar. Aber unschuldigen Känguruhs das Gemächt abschneiden und an D-Promis verfüttern, das ist tolerierbar? Manchmal wünschte ich mir schon, daß nach Drehschluß die Verantwortlichen bis zur nächsten Staffel ins Camp gesperrt würden …
StudiVZ profitabel?
Die aufgeschnappte Meldung beim österreichischen »Standard« kam doch für mich überaschend (Hervorhebung lokal):
Viele Mitglieder beschweren sich über die neuen Datenschutzbestimmungen, die StudiVZ erlauben, mit den Userdaten Geld zu verdienen. Personalisierte Werbung soll die Kassen des Internetportals weiter füllen, das laut eigenen Angaben seit dem Jahreswechsel profitabel ist.
Sicher, es ist der IVW-Gipfelstürmer, um den es geht, aber trotzdem: schon vor Inkrafttreten der neuen – umstrittenen – Regeln soll StudiVZ profitabel sein?
Respekt, das hätte ich nicht so schnell erwartet. Jetzt bleibt nur, abzuwarten — und zwar insbesondere, ob bzw. wie sich der deutsche Markteintritt der geistigen Mutter facebook auswirken wird.
Motion detection einmal anders
corona hat sich jetzt auch ein »UMTS-Modem für’s N810« zugelegt, praktischerweise ebenfalls ein N95 (wobei meine Anschaffung jenes Mobiltelefons nichts mit der damals nicht einmal entfernt geplanten des N810 zu tun hatte). Und als tapferer Lederstrumpf hat er auch coole Dinge für’s N95 gefunden – insbesondere ein Utility namens »rotateMe 2.0«, welches ein mittleres Ärgernis beim N95 behebt: die Umschaltung zwischen Hoch- und Querformat findet von Haus aus nur über die Sliderposition (oberes Gehäuseteil nach unten, so daß die Media-Player-Bedientasten nutzbar sein: Querformat; oberes Gehäuseteil nach oben, so daß die normale 10er-Tastatur nutzbar ist: Hochformat) statt.
»rotateMe« nutzt hierzu allerdings einen im N95 schon verbauten Lagesensor — Berichten zufolge ein Sensor, der zur Bildstabilisation bei Aufnahmen mit der N95-Kamera benutzt wird. Bei Daily Motion kann man das in Aktion sehen – und sofern man der französischen Sprache mächtig ist, hat man auch was von den gesprochenen Kommentaren ;)
