Hellseherischer Aprilscherz

onlinekosten.de titelte vor vier Jahren:

Donnerstag, den 01.04.04 11:40

Mac OS X jetzt auch für Intel-PCs

aus dem Bereich Software

Bevor jetzt der Mac auf den Müll fliegt: Das Datum der Meldung gibt Aufschluss über deren Wahrheitsgehalt!
Die frohe Botschaft für alle Windows-Geplagten: Apples beliebtes Betriebssystem soll nun auch für IBM-kompatible Rechner auf den Markt kommen. […]

 
Das Dementi allerdings war doch etwas zu vorschnell uind zu gründlich, denn die Aussage …

Es wird kein MacOS X für Intel-PCs geben. Nicht morgen, nicht nächstes Jahr. Die Meldung ist eine selbst gebastelte Ente.

 
… mußte nur ein Jahr später dann auch wieder relativiert werden, als Steve Jobs die bislang letzte Architekturwende bekanntgab.
Ganz so weit, wie im onlinekosten.de-Aprilscherz von 2004 ist es dann doch (noch?) nicht gekommen, auf 08/15-»Pissies« läuft Apples Vorzeige-OS dann doch (noch?) nicht serienmäßig. Wohl aber, mit Segen von Apple, Windows XP auf Intel-Macs.
Auch in der größten Schwindelei steckt ggf. doch ein Quentchen Wahrheit – in diesem Sinne: frohen ersten April ;)

Fernsehtipp: Fish 'n' Fun – Die Angelshow

Es gibt wohl wirklich nichts, das es nicht gibt. Auf der – eher so erfolglosen – Suche nach einem ansehnlichen Abendprogramm heute, stolperte ich in VDRs Timeline grade über eine Angelshow:

DMAX — Saturday, 03/22/2008 — 20:15 – 21:15
Fish ‘n’ Fun – Die Angelshow
Wiesensee – Karpfen + Hecht
Diesmal macht sich Angel-Coach Auwa Thiemann mit seinen zwei Teams, besetzt mit Profis und Einsteigern, auf den Weg zum Wiesensee bei Hemsbach in der Nähe von Heidelberg. Die Profis Mario, Ralf und seine Freundin Nicole wollen sich natürlich vor den Einsteigern keine Blöße geben. Auwa hilft den Neulingen erst einmal bei den Vorbereitungen. Welche Rute eignet sich am besten und was ist eigentlich ein Wobbler? Die Profis sind sich sicher mit Hightechrouten, Boilis und elektronischen Bissanzeigern in Sachen Hecht am Ende die Nase vorn zu haben. DEU 2006
Video tracks: Bildformat (deu)
Audio tracks: Stereo (deu)

 
Hallo?`’Ne Angelshow? Been at the river, nearly died of boredom, forget even to fetch the T-Shirt … Also, von all den Tätigkeiten, die ich bislang so hinter mich gebracht habe — Angeln war nun wirklich die, mit planetarem Abstand, langweiligste Sache. Selbst der Ferienjob als »Kurtaxameter« – an einem der Eingänge zum Kurtaxbereich hinterm Deich sitzen und Kurtaxe kassieren bzw. die Kurkarte kontrollieren, Strandtürsteher in Badehose quasi – in Cuxhaven war dagegen nervenzerfetzend. Ja, ich könnte mir vorstellen, die lustigen Bahnfahrten, die verschiedenen Sender des Nachts anstelle eines Testbildes senden, könnten aufregender sein, als Leuten beim Angeln zuzusehen.
Die »es gibt nichts, was es nicht gibt«-These stützt denn auch MTV mit:

MTV Germany — Saturday, 03/22/2008 — 19:15 – 20:15
Pick Up Artist
Acht Liebes-Loser kämpfen bei MTV im Pick Up Artist um den Titel des ultimativen Aufreißers- und um 50.000 Dollar.

 
Spontan muß ich da ja an GI Jeans-Joe denken, aber nachdem seine Domain jeansjoe.de nun Jeans-Werbung zeigt, hat auch er sich wohl vom »Spiel« verabschiedet … Oder bei einem »Lay« etwas bekommen, was er gar nicht wollte? Wer weiß. Ich glaub’, ich schalt’ jetzt mal auf MTV.

Killer App

Ca. 1998. Das Internet war tendentiell eher noch ein großes Textadventure, nicht der lärmende, blinkende und in 64 MByte-Schritten hauptspeicherfressende Moloch, den meine Kinder kennen lernen …
Bekanntes Symbol der Zeit war eine grüne Großechse, den Browser der Firma Netscape symbolisierend, wenngleich Netscapes Stern als dominierender Browserherstelle schon verglüht war — und sowohl Firma als auch Produkt mittlerweile das Zeitliche gesegnet haben.
Den Browserkrieg haben Netscape und der knuddelige Dino verloren. Und die Zeit hat auch meinem T-Shirt von damals nicht wirklich gut getan — ich denke, statt des Waschkorbes wird die Mülltonne die nächste und letzte Station sein. Möge dieser Blogeintrag es in die virtuelle Ewigkeit hinüberretten ;)

Friedman wieder da?

Via wirres.net stolperte ich über das watch.berlin-Interview von Friedman, wie er sich Niebel von der FDP vornimmt.
Gut, ich mochte seine Art ja noch nie – vor dem Erhalt eines Strafbefehls wegen Kokainbesitzes war Friedman telegener Talkmaster als auch Talkgast –, aber bei der watch.berlin-Vorstellung mußte ich unweigerlich an den Grund für den Strafbefehl denken. War Friedman schon immer so hyperaktiv? (Wie gesagt, wenn Friedman lief, hatte meine Fernbedienung richtig was zu tun.) Und warum setzt sich jemand, der wie Niebel – vermutlich – noch einen Funken Selbstwertgefühl besitzt, einer solchen Inszenierung des Friedman aus?
Immerhin war’s nicht gebührenfinanziert …

Tschüß, Ypsi.

Liebe (Hessen-) SPD,
geht’s los? Es hat der blöde Souverän mal wieder nicht so gewählt, wie es Euch gefallen hätte – das passiert Euch ja mittlerweile öfter, schon aufgefallen? –, klar ist das jetzt unschön. Aber anstatt bestimmte gewählte Volksvertreter zum Verzeicht auf ihr Mandat zu animieren, schaut doch einfach noch mal bei »Im Auftrag der Wähler«, einer Seite von www.bundestag.de, nach, was so ein Abgeordneter eigentlich sein soll:

Und damit sehen wir: Volltreffer! Ein Abgeordneter hat tatsächlich nur Stellvertreterfunktionen. Die Bürger haben ihm einen Auftrag gegeben, ein Mandat. Er ist, wie das Grundgesetz festlegt, „Vertreter des ganzen Volkes” (Artikel 38 GG). Denn in der Demokratie ist — um in unserem Bild zu bleiben — das Volk der Fürst. Oder wie die Verfassung sagt: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus” (Artikel 20 GG). Das ist das Wesen der Demokratie, was ja wörtlich „Volksherrschaft” heißt: Dass die Entscheidungen grundsätzlich von den Bürgern getroffen werden.
[…] Aber spätestens in der Gemeinde bedarf es bereits Repräsentanten, die den Willen der Bürgerschaft umsetzen. Und ein moderner Staat mit Millionen von Menschen braucht politische Profis, die den Willen der Bürger aufgreifen und die vielen Details klären, die in einem großen Gemeinwesen geregelt werden müssen.
Aber ihre Bezeichnung erinnert sie jederzeit daran, wem sie verantwortlich sind: Sie sind „Abgeordnete”, abgeordnet vom Volk, das sie vertreten. Die Repräsentation auf Zeit — begründet durch die Wahl — ist immer ein dynamischer Prozess. […]

 
Gut, ich gebe ja zu. die hessische Verfassung scheint keine Klarstellung analog Artikel 38 GG (»Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.«) zu treffen, insofern wäre es wohl übertrieben, Ypsilantis Aussagen als verfassungswidrig (für Hessen) zu bezeichnen. Aber welch Geistes Kind da aus den Aussagen durchscheint, das finde ich ziemlich beachtlich:

Die Abgeordnete Dagmar Metzger war nicht dabei und hat jetzt Nein gesagt. Hätten Sie rechtzeitig das Gespräch mit ihr suchen müssen?
Sie hatte für sich entschieden, trotz dieser schwierigen Lage bei der Regierungsbildung in Hessen Urlaub zu machen. Und da gilt unsere klare Regel: Wenn man an einer Fraktionssitzung nicht teilnehmen kann, trägt man die Beschlüsse mit, die dort gefällt werden.

 
Finde ich jetzt so auch nicht in besagter Landesverfassung? Und: muß man von Wendehälsen in der eigenen Fraktion ausgehen, wenn man Urlaub macht? In der SPD heute offensichtlich schon, lange wurde nicht mehr so offenkundig die »was geht mich mein Gewäsch von gestern an?«-Mentalität bei bundesdeutschen Politikern gelebt. Dafür, aber auch nur dafür, gebührt der heutigen SPD mein Respekt.

Sie haben Frau Metzger aufgefordert, Konsequenzen zu ziehen. Ist das kein Verstoß gegen die Unabhängigkeit einer direkt gewählten Abgeordneten, die für das eintritt, was sie im Wahlkampf vertreten hat?
Es gibt manchmal Gewissensentscheidungen, die in einer Fraktion freigestellt werden, zum Beispiel bei der Frage von Embryonenschutz. Ansonsten muss sich die Fraktion auf ihre Geschlossenheit verlassen können. Wer die Mehrheitsmeinung der Partei nicht mit vertreten kann, muss die Konsequenzen ziehen und sein Mandat zurückgeben. Sonst wird die Fraktion handlungsunfähig und unzuverlässig. Dann wäre eine stabile Regierung nicht machbar.
Sie nehmen Frau Metzger nicht ab, dass eine Kooperation mit den Linken gegen ihr Gewissen verstößt?
In der SPD wird niemand gezwungen, gegen sein Gewissen zu handeln. Aus meiner Sicht ist das aber keine Gewissensentscheidung, sondern eine politische Entscheidung.

 
Das ganze Interview gibt’s bei der Frankfurter Rundschau. Ich finde, Frau Metzger sollte hier, für die politische Kultur in Deutschland, ein Zeichen setzen: Austritt aus der SPD unter Nichtaufgabe des Mandates¹. Denn, um nocheinmal aus der Bundestagswebsite zu zitieren:

Wäre es nicht ein ungeheurer Vorteil, wenn man die wichtigsten Grundeinstellungen der Kandidaten anhand von Kürzeln erkennen könnte? Man kann. Die Kürzel heißen CDU, CSU, SPD, FDP, Die Linke., Bündnis 90/Die Grünen und so weiter — die Parteien. Es ist nicht vorgeschrieben, dass ein Kandidat für eine Partei auftreten muss. Aber es erleichtert die Einordnung.

 
Nachdem ja nun – Versprechen gebrochen – eine »wichtige Grundeinstellung« sich geändert hat, wäre der Parteiaustritt Frau Metzgers (gerne auch, parteiübergreifend, anderer zweifelnder Mandatsträger) meines Erachtens der Königsweg für die Demokratie in Deutschland. Zwar bliebe dann wohl der – ebenfalls – mehrheitslose »brutalstmögliche Aufklärer« Koch geschäftsführender Ministrerpräsident, aber aufgrund der Sitzverteilung wäre dann in Hessen mal wirkliche Demokratie möglich, mit tatsächlich freien Abgeordneten …
Die (Hessen-) SPD jedenfalls darf gerne ihr Demokratieverständnis überprüfen; das, was derzeit kolportiert wird, klingt für mich nach Parteidiktatur, nach der Sichtweise von Abgeordneten als reines Stimmvieh. Das geht allerdings deutlich billiger, wenn man die Anzahl der Abgeordneten auf 1 je Partei reduziert. Komischerweise sieht derlei keine der Verfassungen vor — Zufall?
Nach den letztwöchigen Äußerungen aus Hessens SPD jedenfalls haben für mich sowohl Spitzenkandidatin als auch die Parteil an sich – da jene dies nicht korrigierend kommentiert und somit billigt – sehr viel mehr mit der ehemaligen SED gemein, als ihnen lieb sein sollte … Pfui.
_____

¹ Zur Begriffserklärung des Mandates nochmals der Hinweis auf »Im Auftrag der Wähler«:

Mandat
Im Grunde heißt „Mandat” so viel wie „Auftrag”. Die Abgeordneten sind Mandatsträger, denn sie handeln im Auftrag der Wähler. Sie sind Beauftragte des Volkes. Das freie Mandat in den modernen demokratischen Verfassungen bedeutet, dass die Abgeordneten nur ihrem Gewissen unterworfen sind und keinen speziellen Weisungen zu folgen haben. Die Abgeordneten erhalten für ihre Arbeit im Bundestag ein Mandat auf Zeit. Es erlischt, wenn sich nach der nächsten Wahl ein neuer Bundestag konstituiert — es sei denn, das Mandat wurde durch Wiederwahl erneuert.

 

»Gesundheit«

Dank der – nach dem lauen Lüftchen letztens wieder neu ausgerichteten – Schlüssel auf Astra 2A @ 28,2 Grad Ost landen immer mal wieder auch orginalsprachliche Serien aufgrund der vdradmin-Suchpattern auf meinen VDRs. Dieser Tage strahlte »zone thriller« (via Eurobird 1 auf der gleichen Orbitalposition) mal wieder die Folge 39 aus – Hint: vermißter Professor, mißstrauische Bewohner der Stadt »De Nada«, Flugzeugnase beim Restaurant, … –, in der »Miss Holt« immer mal wieder niesen. Zu meinem Erstaunen kam dort immer wieder »Gesundheit« als Replik auf ihr Niesen, wie hier z. B. in der Schlußszene:

Das hat mich natürlich neugierig gemacht — scheint in der Tat zumindest in den Staaten üblich zu sein:

Many people have become accustomed to saying “bless you” or “gesundheit” when someone sneezes. […]
The exchangeable term “gesundheit” comes from Germany, and it literally means “health.” The idea is that a sneeze typically precedes illness. It entered the English language in the early part of the 20th century, brought to the United States by German-speaking immigrants. […]

 
Wer mal richtig lachen möchte, der sollte sich »Die Hard« im Orginal ansehen, zumindest den ersten und den dritten der mittlerweile vier Filme — hier sind die Schurken jeweils deutschstämmig und fallen drehbuchmäßig gelegentlich auch in ihre Muttersprache zurück, mit durchaus einem komödiantischem Einschlag für uns native speakers:

Gretchenfrage: was stand da im Drehbuch?

Designierte SPD-Landesministerin: »Wir sind fürs Regieren gewählt und nicht dafür, das Gewissen zu untersuchen«

Sollte es stimmen, was laut hr-Bericht von einer »designierten Frauenministerin« entäußert wurde, sollte Frau Ypsilanti ihr Schattenkabinett dringend neu bestücken:

Die Abgeordnete Judith Pauly-Bender zeigte sich im hr-fernsehen enttäuscht von Metzger. “Wir sind fürs Regieren gewählt und nicht dafür, das Gewissen zu untersuchen”, betonte die designierte Frauenministerin in Ypsilantis Kabinett.

 
Manchmal ist weniger mehr. Mag Herr Koch doch brutalstmöglich abgewählter Regierungschef in Hessen – dem Bundesland mit der noch heute aktivierten Todesstrafe in der Landesverfassung – bleiben; Macht um jeden Preis, zumal unter Aushebelung des Gewissens der gewählten Abgeordneten. das wird der SPD keine weiteren Stimmenzuwächse bringen. Gewissenlose Politik, wie sie hier sich herauskristalisiert — das spielt der Linken, ja, vielleicht sogar der PARTEI zu, nicht aber der alten Tante SPD …
Themenwechsel. In meiner Kindheit gab’ es so’n Heft mit Überraschung drin, ich bin mir nur beim Namen nicht mehr sicher. War das »Yps«? Falls ja, wäre »nomen est omen« sicherlich jetzt billig einzufügen …

Sex sells

Mehr KI braucht die Blogsoftware. Während für Track- und Pingbacks ja schon automatisierte Überprüfungen, ob ein externer Artikel wirklich den lokalen referenziert, existieren und jene auch benutzt werden, bleibt es schwierig, in einem automatisierten Verfahren Kommentarspam, wie er im Umfeld eines Erotikversenders am 22.02.08 zumindest bei fimpern.de und ftd.de auftrat, zu erkennen und abzuweisen.
Vielleicht sollte man solchen Anbietern – gezielt und anonym – mal die Steuerfahndung auf den Hals hetzen? Wobei auch hier natürlich gelten sollte »unschuldig, bis die Schuld bewiesen ist«; es soll ja schon vorgekommen sein, daß solche Aktionen von Dritten gefahren wurden, um den vermeintlichen Auftraggeber (die beworbene Site) zu diskreditieren.
Wie auch immer, mich interessiert hier primär das technische Problem: wie kann man programmtechnisch einen »rumschwallenden Blubberer«, der das konkrete Thema bestenfalls entfernt streift, aber unter Meinungsfreiheitsgesichtspunkten nicht behindert werden sollte, von gezielten pseudo-interessierten Kommentaren, die einzig Verkehr auf ihre Website lenken wollen, unterscheiden? Ist soetwas überhaupt wünschenswert? Welche Kollateralschäden sind noch akzeptabel?

Nachrichten aus dem Laptop (Update)

Wickert. »Mein« Ulrich “Mr. Tagesthemen” Wickert, nun mit Laptop und zoomer.de-Logo unterwegs und auch schon mal vom stillen Örtchen gesetzt videobloggend — jedenfalls guckt der Typ im Hintergrund am Ende des Beitrages so ;)
Ulrich Wickert, der mit wohl wohlgesetzten Worte leise, leider trotz Kopfhöhrer für mich an der Wahrnehmungsschwelle, einen Standpunkt bezieht — gegen türkische Schulen in Deutschland, zumindest entnehme ich das der URL.
Umgangssprachliche Überschriften (»Serben sauer«) über »Top-Themen«, die »entwickelt und betreut« werden.
Das ist also nun zoomer.de, »keine gedruckte Zeitung im Netz, sondern das erste echte Internet-Nachrichtenportal«, so das »Präsentationsvideo« (Texte gesprochen übrigend von Wickert)?
Hmm, nachts um 01:15 ist zur Lustreisenstory (offensichtlich kein »Top-Thema« für zoomer.de, da der Hinweis »wird entwickelt und betreut von« fehlt) noch kein Leserkommentar vermerkt. Für einen Artikel von 19:10 Uhr, bei einem Community-News-Portal … naja, wen interessieren schon Bordellbesuche von Betriebsräten auf HR-Kosten da draußen? ([B]Update, 2008-01-20:[/B] Auch über einen Tag später kein Kommentar — finde ich schon bemerkenswert. Ob dies ein Zeichen für mangelnde Akzeptanz des Portals oder nur Desinteresse am Thema ist, kann wohl nur zoomer.de selbst anhand der Zugriffszahlen sagen.)
Naja, schaun’ wir mal. Man selbst sieht das alles locker:

Das Beben auf der nach unten offenen DotComTod-Skala ist harmlos. Dass wir untergehen, stand ja sowieso fest – das nun angekündigte Siechtum ist aus dieser Perspektive also eine sehr positive Prognose.

 
Alles ist eben eine Frage des Standpunktes. Ob es wirklich einen Markt gibt für ein »echtes Internet-Nachrichtenportal« – und wie, sollte es den geben, zoomer.de ihn zu Geld machen kann – wird man wohl abwarten müssen. In der Zwischenzeit kann man einen schönen Verriß, »Nachrichten 0.2«, auf Spiegel Online lesen. Denn daß zoomer.de untergeht, »stand ja sowieso fest« …

Innerstaatliche Aufrüstung

Wie heise online berichtet, plant die sächsische Landespolizei den Einsatz sog. Quadcopter (kleine, batteriegetriebene und ferngesteuerte Helikopter) für die Überwachung bzw. »Beweissicherung«. Es bleibt dann jetzt abzuwarten, wann – Stasi-2.0-konform – der Bau bzw. der Einsatz entsprechender ziviler Drohnen verboten wird und welcher Schutz gegen weitere derlei Überwachung von staaticher Stelle dem gemeinen Bürger gewährt werden wird.
Die technischen Daten – erkennbare Kfz-Kennzeichen bei 10 MPix-Fotos aus 50m Höhe, Flug nach GPS möglich – jedenfalls lassen das Herz wohl jedes Spanners, staatlich wie privat, sicher höher schlagen. Der Privatier allerdings sollte besser kürzlich sein Web-2.0-Startup versilbert haben bei den angeblichen Preisen ;)