Schon lustig. Ich liebäugele schon länger mit ‘nem Quad als alternativem Transportmittel zum familienbedingten Kombi für die ca. 10 km zur Arbeit, seit der diesjährigen Lohnsteuererhöhung
(in Form des Wegfalls der km-Pauschale) mehr denn je. Bislang siegte der Kopf über den Bauch — bis die Anschaffungs- und laufenden Kosten durch Minderverbrauch einspart würden, dauerte es »etwas« …
Aber heute finde ich zufällig auf Spiegel Online einen Artikel über straßenzugelassene Karts in Deutschland — samt Teaser-Video. Und ‘nem Pricetag, 3,5 kEUR.
Ein Kart. Auf der Straße … Hält mich bitte jemand fest?
Verpuffungseffekt?
Ist Postkartenspam doch kein Erfolgsmodell? Die Akton von TeNo jedenfalls hatte, darf man Technorati glauben, keinen nachhaltigen Erfolg: Zwar gab es, als die Karten bei verschiedensten Blog–Inhabern eintrudelten, vermehrt auch Blogeinträge – auch weniger erfreute –, aber augenscheinlich ebbt das Interesse auch wieder ab.
Weiterführende Links gibt’s z. B. auch im Düsiblog, und schoggo-tv hat nachgefragt, woher der Absender die Adressen hat:
Ich telefonierte heute gegen 15:15 Uhr mit dem Geschäftsführer von TeNo, Herrn Jürgen Heinz in Pforzheim. Mein Interesse galt dabei jedoch nicht einem T-Shirt der Kampagne TeNo Blog zieht Blogger an sondern der Frage, woher TeNo meine Adresse hat.
Am Telefon erklärte mir Herr Heinz, dass ein Praktikant die Daten für die Kampagne […] gesammelt habe, u.a. wohl auch in den Impressen von Blogs.
Und wieder einmal war’s der böse Praktikant …
Viral Marketing
Ist das schon virales Marketing?
Gut, die Postkarte ist also Teil einer größeren Marketingaktion
— Ausgangspunkt scheint hier zu sein. Die Aktion brachte denn auch schon erste Blogeinträge hervor — aber es gibt auch schon kritische Töne:
Kommentar von Susanne am 11. Mai 2007 um 18:52 Uhr
Meine Webseite brauch ich Euch ja nicht zu schreiben, denn ihr habt wohl in meinem Impressum geschaut und mir ungefragt eine Postkarte mit Werbung für Euer TShirt geschickt.
Finde ich wirklich nicht prickelnd. Bin heute zum ersten mal auf Euer Seite und nichts auf der Welt könnte mich dazu bewegen mit einem Shirt für Euren Blog Werbung zu machen.
Wenn Werbung, dann nur für meinen eigenen Blog.
Okay, so eng sehe ich das nun nicht — aber grade Blogger via Snail‐Mail (und per vorausgegangener Adressen‐Sammlung aus dem jeweiligen Impressum) zu adressieren … Jungs, in Sachen Akzeptanzoptimierung würde ich dies keinen Geniestreich nennen.
Aber – totschweigen wird schwierig, vgl. Google – es bleibt noch die Flucht nach vorne, es gilt nun, die »Schmerzen in die Hälfte des Gegners zu tragen«. Den Slogan »TeNo Blog zieht Blogger an« wörtlich zu nehmen. Sodaß möglichst viele Aktions-T‐Shirts fällig werden. Oder kurz: Ich trage Körbchengröße XL.
Bitte keine Werbung einwerfen!
Mist. Ich hatte glatt vergessen, über dem virtuellen Briefkasten das virtuelle Äquivalent zum bekannten Aufkleber »Keine Werbung einwerfen!« anzubringen.
Nun ist normalerweise die Rückverfolgung (»woher haben die meine Daten«) nicht trivial; mit ein Grund, warum früher gerne von absichtlichen Zeichendrehern und Fehlern Gebrauch gemacht wurde. In Zeiten des automatisierten Adressabgleiches aber, sind ausgedachte Zustellpostämter hinter dem Ort (gibt es heute sowieso nicht mehr) oder nicht existente Hausnummern nicht mehr zielführend.
Diesmal allerdings macht es der Content leicht: meine Adresse wie hier im Impressum genannt, der Werbetext »… zieht Blogger an« – zwei und zwei ergibt da doch recht genau vier.
Whatever, Impressum angepaßt (Verwertungsverbot hinzugefügt), mal sehen, ob sich derlei wiederholt.
Ent- oder weder
Nun hat die Welt in ihrer Onlineausgabe offensichtlich die teilweise extrem unpassenden beschreibenden Texte aus ihren Bildern entfernt (Respekt dafür) — auf der Strecke geblieben zu sein scheint dafür nun das Lektorat. »Was erlauben Klaus Augenthaler?« jedenfalls dürfte jenseits der Vorschule eigentlich nicht mehr unwidersprochen durchgehen, schon gar nicht als Überschrift.
Zufall?
Ein Nachteil, als Serverschabe sein Dasein zu fristen, sind die gelegentlichen Bereitschaftsdienste – nun will ich mich nicht beklagen (es wird bezahlt und die Häufigkeit der Alarmierung ist, naja, meistens akzeptabel und ihre Sinnhaftigkeit gegeben), heute allerdings wüßte ich gerne, ob der Kurierdienst, der just vor mir die Nebenstraße meines Arbeitgebers verließ, wohl die Teile gebracht hat, die ein Kollege in wenigen Minuten in einem defekten Server austauschen soll …
Versteckte Botschaften
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte …
Was aber sagt dieses Bild aus?
Dank eines Hinweises von berufener Stelle durfte auch ich teilhaben am lustigen Spiel »such’ den skurrilsten Alternate‐Text bei ‘Vermischtes’ auf Welt.de«.
Das Foto der britischen Königin mit »74057266« auszuzeichnen, ist dabei noch fast harmlos. Daß der Hinweis, daß eine US-Behörde den Verdacht prüfe, ob Viagra blind mache, im Kontext »Beamte sollen Beihilfe für Viagra bekommen« als Alternate-Text für eine Viagra‐Abbildung erscheint, könnte man fast noch verständlich nennen.![]()
Die Schlagzeile »Mann lag sieben Jahre lang tot in seinem Bett« mit einem Foto eines Bettes samt Alternate-Text »(Service-Bild) Mein Bett passt zu mir!« zu illustrieren, dazu gehört schon etwas Mut.
Für mich den Vogel ab schießt aber das Foto einer Kettensäge unter der Überschrift »Nach Kettensägenmord in die Psychiatrie« ab, wo das besagte Bild den Text »US-Rapper Eminem gibt Konzert in Manchester« trägt.
Welt Online — immer für eine Überraschung gut :->
schuelerVZ: Guerilla-Marketing ja, aber …
In einer Antwort auf einen Eintrag im Blog des Handelsblatts, in dem es um die »Enthüllungen« Don Alphonsos zu angeblichen Marketingaktionen von schülerVZ gingt, wird eine Mail vom »SchulerVZ-Sprecher Julian Artopé« zitiert, der die Inhalte des »Alphonso‐Papiers« als keine s*VZ-Planung darstellt:
Was Rainer Meyer auf der blogbar behauptet entspricht, wie desöfteren in der Vergangenheit, nicht auch nur ansatzweise der Wahrheit.
Das sog. “interne Papier” kommt von einem Freund eines externen Graphikers. […] Da er Lust hatte auch konzeptionell tätig zu sein hat er uns und Freunden von sich ungefragt diesen Entwurf weitergeleitet.
Dass der für uns vollkommen inakzeptabel ist und auch intern nicht diskutiert wurde, sollte schon allein daran ersichtlich sein, dass es bei studiVZ/schülerVZ nie Anglizismen wie “mehr power. mehr schülerVZ.” gab oder geben wird.[sup]*1[/sup]Desweiteren betreiben wir zwar Guerilla-Marketing, allerdings sind die dort dargestellten Punkte doch arg flach. Wir haben bei schülerVZ wirklich einen klaren Bildungs- und Gestaltungsanspruch, der schon allein durch unser Team (unter anderem besetzt durch ehemalige Landesschülervertreter mit Erfahrung und Verantwortung für Schülerbelange) durchgesetzt wird.
[sup]*2[/sup]Insofern wäre es schön, wenn nicht alles aus Kleinbloggersdorf für bare Münze genommen würde. Eine kurze Nachfrage an presse@studiVZ.net ist ja schnell geschrieben…
Dazu zwei Anmerkungen:
[sup]*1[/sup] Anglizismen sind nicht vollkommen verpöhnt, den »Campus Captain« hat man, nach Aussage von einem der Gründer, in voller Kenntnis der sprachlichen Herkunft eingeführt.
[sup]*2[/sup] Wie paßt das zu den aufgezeigten Gesetzesverstößen? Ein »Bildungs- und Gestaltungsanspruch«, unterfüttert durch »ehemalige Landesschülervertreter mit Erfahrung und Verantwortung für Schülerbelange« schützt offensichtlich nicht vor der Zurschaustellung des Bekenntnisses »Eure Gesetze machen unserer dicken Portokasse keine Angst«. Klar, mit Speck fängt man Mäuse — und so macht man dem Nachwuchs auch schnell klar, wie wichtig es ist, daß sich alle an gemeinsame Normen halten …
Kleine Korrektur …
In seinem Artikel schreibt Nils Jacobsen (Chefredakteur von Yeald.de und Freier Wirtschaftsjournalist in Hamburg):
Während das Kultvideo noch als Geschmackssache abgetan werden konnte, waren Darianis nächste Schlagzeilen nicht weniger als ein veritabler PR-GAU. Mitte November wurde bekannt, dass der StudiVZ-Gründer im Juli eine ungeheuerliche Party-Einladung im Stil der Nazipublikation “Völkischer Beobachter” verschickte, die auf die URLs voelkischer-beobachter.de und voelkischerbeobachter.de verlinkt war. (Die URLs sind inzwischen verkauft worden.)
Mit dem Nachsatz irrt der Autor, wie man für die eine als auch die andere Domain selbst nachprüfen kann.
Den maßgeblichen Daten des whois-Dienstes zufolge ist Ehssan Dariani weiterhin der Halter der Domains voelk‐ ischer-beobachter.de und voelkischerbeob‐ achter.de.
Man darf gespannt sein, ob die nächste Einladung zur Geburtstagsfeier wieder ein Projekt Darianis featured — oder ob er sich doch wird durchringen können, diese Domains einfach mal zu kündigen …
Die Akustik auf Klos …
… ist nicht zwingend geeignet für ein
Interview. Den Beweis lieferte jüngst wieder Martin Oetting. Dank des Einsatzes recht guter Kameras allerdings ist zumindest das Bild ansehnlich.
Das stilsichere Klo-Interview Martin Oettings mit Ehssan Dariani (»ConnectedMarketing.tv | Folge 13: Ehssan Dariani«) erfolgte in Anspielung des Dariani‐»Interviews« aus dem Spätsommer 2006:
Am vergangenen Wochenende hatte ich bei einer Party von Lukasz Gadowski und Kolja Hebenstreit die Gelegenheit, Ehssan Dariani von StudiVZ zu interviewen.
Am Anfang des Interviews wird vom Interviewer wie
Interviewten spöttisch auf das seinerzeit im – heute nicht mehr existenten – studiVZ-Blog verlinkte »Interview« Ehssans mit einer sicht- und hörbar nicht mehr nüchternen Frau auf einem angeblichen »Party-Klo« im berüchtigten Berlin-Mitte Bezug genommen (chick auf mitte party // WC on
).
