Den Eindruck gewinne ich immer mehr, nicht erst seit Regfish blogt, aber in dem Kontext sicherlich verstärkt …
Blogger-Kleinkrieg?
Was soll man davon halten, wenn die Nummer 68 der »Deutschen Blogcharts« – so bedeutungslos diese Statistik auch sein mag – der Nummer 35 ins Portokässchen pullert?
Um ehrlich zu sein, so ein bißchen Refinanzierung in der heutigen Zeit fände ich ja auch ganz nett, und in Zeiten von AdZap (squid) oder AdBlock+ (Firefox) auch nicht mehr wirklich verwerflich: wer Werbemüll entgehen will, schaltet Ad* scharf und Javascript sowie Flash aus. (Dies wirkt übrigens auch bei GRPS-Verbindungen wahre Wunder. Man muß allerdings in Kauf nehmen, Content wie von wetter.com nicht zu Gesicht zu bekommen — aber wer GPRS-Surfern eine Flash-Video-Werbung aufzwingen will, darf sich in meiner kleinen Welt gerne zum Pfeffer gesellen.)
Da ich mein eigener Hoster bin (Housingfläche angemietet, Kiste hingestellt, eigenes PI-/24 routen lassen — fertig ist Dein eigener ISP), gestaltet sich die Refinanzierung allerdings schwierig … Ob ein Spendenkonto was brächte?
ComBOTS-Quartalszahlen
Manchmal darf man ja auch Nachzügler sein, nicht wahr? Wie fetchmail mir kürzlich erst zustellte, hat ComBOTS die Quartalszahlen im April veröffentlicht. Demnach schließ schloß man das erste Quartal 2007 »mit einem Nettoergebnis von -7,2 Millionen Euro« ab nach -7,9 Millionen Euro im Quartal davor. Mit lt. Mitteilung rd. 496 Millionen Euro an liquiden Mitteln hat ComBOTS damit rd. 17 Jahre(!) Zeit, die Gewinnzone zu erreichen. Zumindest, wenn die Aktionäre solange stillhalten ;)
WordPress ist doof?
Narf. Technisch funktioniert das Pingback. Nur liest WordPress da bei SPHPBLOG als Gegenstelle den gestrigen Kaffeesatz und allerlei sonstigen Mist mit (s. Blogbar) — bei einem anderen WordPress als Gegenstelle hingegen gibt’s diese Probleme nicht …
Ein bißchen scheinen mir diese ganzen Blog‐Programme arg mit einer (sehr) heißen Nadel gestrickt, jeweils ein anderes als Beispiel nehmend und gut ist …
Meine Blogsoftware kann aber …
Tja. Da steh’ ich nun, ich Tor, mit meinem handgeklöppelten SPHPBLOG und mein Dealer zieht einfach weiter zu Serpent’s Pity(sp?) — Undank ist des C0d3rs Lohn ;)
Gut, ich benutze nun SPHPBLOG nicht nur, weil corona es mir vormachte, sondern weil ich ein flat-file-basiertes Blog für meine Zwecke einer eierlegenden Wollmilchsau mit SQL-Backend vorziehe – ein full-blown CMS betreibe ich schon …
Meiner SPHPBLOG-Installation habe ich u. a. Pingback beigebracht, eine (derzeit zwingende) Kommentarverifikation per eMail/Backlink sowie ein paar typographische Finessen (– = – (–), — = — (—), ‐ = ‐ (‐), ‽ = ‽ (‽) sowie … = … (…)). Bedarf noch etwas des Feinschliff’s — unter anderem wäre es sinnvoll, wenn die Eingabecodes direkt gewandelt würden, denn beim Quoting (RSS, track-/pingback) steht da sonst eben leicht »D2‐Netz« statt »D2‐Netz« …
Immerhin habe ich mit meinem SPHPBLOG noch keinen Kommentarspam erleiden müssen wie auf meiner WordPress‐Testinstallation (s. Bild – Zugriff von außen per .htaccess mittlerweile geblockt) …
Fehlt mir noch was bei SPHPBLOG? Eigentlich – wenn ich ein Blog als Webtagebuch auffasse – nicht.
Ein Kollege wünschte sich einen Kommentarfeed — dunno, für Sites wie die Blogbar mit Kommentarzahlen im drei- bis vierstelligen Bereich, ist SPHPBLOG definitiv nicht konzipiert … Codefragmente:
// I'm just using a brute force method, I'm sure there
// are better ways to do this... :)
// Filter Entries by Category
//
// Unfortunately we actually have to open up the file
// and read it to figure out what category the entry
// belongs to. I think we should probably start saving
// an index file of all the entries and categories.
// I'm sure it would be faster when blogs start to have
// to 1000's of entries.
Naja, bevor wir mit Indices anfangen, vielleicht doch eher ein SQL‐Backend? For the time being werde ich SPHPBLOG treu bleiben und es weiter anpassen — I’ve got the Source to fix it. Alles weitere wird die Zeit zeigen …
Links …
… zum Thema Überwachungsstaat, Stasi 2.0 usw, die mir urlaubsbedingt beinahe entglitten wären …
Ein Artikel bei surveillance-studies.org verlinkt nochmal jüngste Ereignisse. Insbesondere das staatliche Schnüffeln in der Briefpost in Hamburg
kam terminlich unpassend an die Öffentlichkeit — aber hierzu gibt es ja zum Glück schon Zusammenfassungen.
Reader’s Edition berichtet über Vorgänge beim ASEM-Treffen in Hamburg — dort, wo den Beamten so langweilig wurde, daß sie fremde Post zu lesen begannen.
Und da soll man nicht hysterisch werden?
Hätte es derlei unter einer rot-grünen-Landesregierung gegeben? Mittlerweile würde ich das nicht mehr ausschließen :(
Steuerverschwendung Deluxe: nationales Blogarchiv?
Wie heise online meldet, stehen Blogbetreiber vor neuen staatlichen Gängelungsmaßnahmen:
Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit war im Juni 2006 das Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek (DNBG) novelliert und auf “unkörperliche Werke”, insbesondere also Netzinhalte, erweitert worden. […]
Definitiv verfügbar gemacht müssen nach dem Verordnungsentwurf E-Mail-Newsletter mit Webarchiv sowie “netzbasierte Kommunikations-, Diskussions- oder Informationsinstrumente”, die “sachliche oder personenbezogene Zusammenhänge” aufweisen. Als Beispiel hierfür dienen in der Entwurfsbegründung öffentliche Weblogs. […]
Inhalt der Meldung paßt, wie das aktuelle Wetter, eher zum ersten April — die Androhung von Geldbußen von »bis zu 10.000 Euro« ist allerdings wenig spaßbetont.
Stellt sich die Frage, ob die Bibliothek mit wget/curl sich nun ein Skriptwerk zu bauen gedenkt, welches die gewünschten Daten aus den Blogs zieht — oder aber Blogbetreiber tatsächlich einen FTP-Auszug nachrüsten müssen:
7. Wie erfolgt die technische Übermittlung der Publikation an die Deutsche Nationalbibliothek?
Alle zur Netzpublikation gehörenden Dateien müssen in eine Archivdatei gepackt werden, wobei als Dateinamen eine vorher per E-Mail erhaltene Lieferungs-Identifikation und als Dateinamenserweiterung zip, tar, tgz oder tar.gz verwendet werden muss. Näheres dazu findet sich unter Organisation und Technik des Anmeldeverfahrens. Anschließend wird die Archivdatei per FTP unter Verwendung von Anmelder-Identifikation und Passwort an ftp://deposit.d-nb.de/, übertragen.
Wie allerdings diese Rohdaten ohne Beiwerk der orignären Blogsoftware präsentationsfähig aufbereitet werden sollen (insbes. bei Bewegtbildern und Tönen reicht ein PDF-Abdruck für’s Archiv kaum aus), darüber steht nichts in der FAQ. Wohl aber kann man erahnen, daß prinzipiell Blogs durchaus umfaßt sind:
4. Welche Netzpublikationen werden von der Deutschen Nationalbibliothek gesammelt?
In die erweiterte Ablieferungs- und Sammelpflicht sind alle Publikationen einbezogen, […]
Daneben werden Websites gesammelt, deren Informationsgehalt über reine Öffentlichkeitsarbeit, Warenangebote, Arbeitsbeschreibungen oder Bestandsverzeichnisse / – kataloge hinausgeht. Zeitlich begrenzte Vorabveröffentlichungen und wissenschaftliche Preprints, reine Software- oder Anwendungstools und auch Fernseh- und Hörfunkproduktionen werden hingegen nicht gesammelt.
Der gesetzliche Sammelauftrag umfasst auch die so genannten webspezifischen Publikationen, die sich durch ihre dynamische Entwicklung, interaktive Kommunikationsfunktionen und multimediale Komponenten definieren. Hier muss die Deutsche Nationalbibliothek erhebliche Entwicklungsarbeit für die Archivierung und Verfügbarmachung leisten; in diesem Bereich sind derzeit viele Fragen hinsichtlich Sammlungsumfang, Sammlungstechnik und Verfügbarmachung noch unbeantwortet.
[…]Die Konkretisierung des erweiterten gesetzlichen Auftrages wird durch Neufassung der Pflichtablieferungsverordnung und der Sammelrichtlinien in naher Zukunft erfolgen.
Deutschland, einzig’ Sammlerland — Auswandern erscheint zunehmend die einzig valide Option. Vorschläge hierzu, von Australien mal abgesehen, werden in den Kommentaren gerne gesehen.
Einige weitere Blogs, die dies thematisieren: f!xmbr, verweisungsform, kr0m.de, mathias-schindler.de, schlaus.de. Ganz neu ist das Thema eigentlich nicht ;)
Nachlese: Pfingsten
Zurück in der datenkommunikativen Zivilisation noch ein Nachtrar/eine Nachlese.
Das Wetter war gar nicht so schlecht, wie die Vorhersagen vermuten liessen — es gab zwar immer wieder Schauer, aber der Nachmittag war meist durchgehend trocken oder es fielen spärliche Tropfen, ein warmer Sommerregen. So konnte man die Sehenswürdigkeiten, die die Küste bietet, denn auch hinreichend würdigen:
Während es zu Hause Sturzbäche regnete am Sonntag, tröpfelte es in Dorum-Neufeld eher – die angekündigten Fluten von oben blieben dort zum Glück aus.
Nächstes Mal geht’s dennoch in sonnensicherere Gefilde …
Weltuntergang verschoben
… zumindest hier. Da ich leider keine Notbuch-Akkus dabei habe, die die unsäglichen GSM-Raten verkraften, gibt’s heute nur rudimentären Text – ohne portable Steckdose in die Pampa ist keine Gute Idee[tm] …
A New Hope
Gegen Nachmittag wurde das Wetter in etwa so, wie vorhergesagt: Trocken, mäßig warm, leichte Bewölkung:
Aber es sind wieder Regenfälle für die Nacht angekündigt — leider habe ich vergessen, einen Temperatursensor mitzunehmen, wäre hier bestimmt interessant gewesen. Die Gasheizung habe ich im Zelt jedenfalls vor ‘ner guten Stunde schon angemacht ;)
Lt. GPS sollten wir hier sein, werde ich morgen noch mal verifizieren …
