Warum?

Ich kann nicht beschreiben, wie sehr ich es hasse … Immerhin verlor ich dieses Mal nur rd. 30 Minuten Arbeit und nicht, wie letzte Woche, fast einen ganzen Tag. Sich beim abspeichern wegzuhängen, das ist wirklich unfein, IMHO.
Proprietärer (Code-)Dreck, verdammter. Leider bin ich nicht wahlfrei bei der Wahl der Dokumentationswaffen. (Dieser Effekt ist leider reproduzierbar; ich werde nun eine neue VM mit dieser Dreckssoftware aufsetzen, hab’ ja auch nichts besseres zu tun …)

Perfide

Rechtsstaatlichkeit und effektiver Schutz der Bevölkerung seien dabei keine Gegensätze. US-Heimatschutzminister Michael Chertoff betonte in diesem Sinne, dass alles zum Schutz unschuldiger Menschen getan werden müsse.

Quelle: heise online

 
… leider müsse man dazu natürlich ein wenig mehr Informationen über jeden Einzelnen sammeln, um auch entscheiden zu können, wer »unschuldig« im konkreten Kontext wäre?
Auch die Reinkarnation des Große Bruders hat spannendes verkündet:

Im Gesetzesentwurf zu Online-Untersuchungen gehe es “nur um Terrorismusabwehr und nicht um Steuerfahndung” sowie auch “sonst um nichts anderes” [, so Schäuble].

Quelle: heise online

 
Wobei ich kleines Licht ja Steuerfahndung als viel effektiver und insbesondere für den Staat ertragreicher vermuten würde als dieses ewige Katz-und-Maus-Spiel mit sogenannten oder tatsächlichen Terroristen. Und, mit Verlaub: wer soll denn bitte noch glauben, daß Organe, die mittlerweile fast schon routinemäßig verfassungswidrig handeln, sich an Gesetzestexte halten?
Die mittlerweile eher verlorengegangene Orientierung der SPD an rechtstaatlichen Prinzipien weidet Schäuble natürlich genüßlich aus:

“Die Auslassungen der SPD begründen sich doch einzig darin, dass die Sozialdemokraten mit schlechten Umfragewerten kämpfen. In Wahrheit bestreitet die SPD nicht ernsthaft, dass wir die Online-Durchsuchung brauchen”.

Quelle: heise online

 
Mein Eindruck ist ja mehr, daß die SPD als Ganzes dafür, dagegen und völlig uninformiert darüber ist, worum es eigentlich geht — leider ggf. zu einem festen Punkt in Raum und Zeit auch alles auf einmal. Kleiner Tipp am Rande, liebe, alte, SPD: am Sprichwort »lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende« ist durchaus etwas Wahres dran. Zeit der Entscheidung, für den schäuble-initiierten Verlust der Privatsphäre zu recht verantwortlich gemacht zu werden oder wirklich freiheitliche Ansätze zu vertreten; ich jedenfalls fände es schade, müßte ich Oskar und seine Mannen wählen, nur um Euch zum Nachdenken zu bewegen. Aber: so wie Ihr keine Skrupel habt, von mir Bewegungs- und Kommunikationsprofile speichern zu lassen, so habe ich auch keine Skrupel, das andere Rot zu wählen, weil Ihr nur noch schwarz seht und fühlt.

Den vor allem in der Bloggerszene erhobenen Vorwurf, er setze ein Modell der Stasi 2.0 um, bezeichnete Schäuble als irreal. “Die jungen Menschen, die mir derartige Vorhaltungen machen, meinen das ja auch nicht ernst.” Aber er wundere sich schon, “wie über die Medien mit offensichtlichen Fehlinformationen solche Hysterie geschürt” werde.

Quelle: heise online

 
Realitätsverlust dürfte eine anerkannte Berufskrankheit bei Berufspolitikern sein; sie haben es ja auch nicht leicht, kaum Zeit für Parlamentsbesuche vor all den Anfragen für Interviews und den drängenden Einladungen zu Veranstaltungen dieser oder jener Lobbyisten. Aber, werter Herr Schäuble: ich denke, hier irren Sie. Und genau deshalb versuchen Sie wohl auch, den Ihnen anheftenden Malus des Stasi-2.0-Gründers ins Lächerliche zu ziehen. Aber, gucken Sie genau hin: ich lächele nicht. Das werde ich erst wieder, wenn das BVerfG Ihresgleichen die schallende Ohrfeige gegeben hat, die zu erwarten ist und die Sie daher auch verdienen. (Und ja, mittlerweile, siehe Links oben, plädierte ich für körperliche Züchtigungen Abgeordneter nach nachgewiesener Verfassungsunkonformität ihrer Entscheidungen; wahlweise zwei Jahre Guantanamo auf el-Masri-Art.)
Apropros, wie, werter Herr Bundesinnenminister Schäuble, gedenken Sie Bundesbürger vor amok-kidnappenden US-Kopfgeldjägern oder -Agenten im Inland zu schützen? (Das wäre, anders als das Ausspionieren Ihrer Landsleute, übrigens Ihre verdammte Pflicht und Schuldigkeit …)

apport?

Wer oder was ist nun wieder apport?

top - 15:18:15 up 9 days, 18:46, 21 users, load average: 3.54, 1.15, 0.60
Tasks: 200 total, 2 running, 198 sleeping, 0 stopped, 0 zombie
Cpu(s): 0.2%us, 0.5%sy, 50.0%ni, 49.3%id, 0.0%wa, 0.0%hi, 0.0%si, 0.0%st
Mem: 1025856k total, 891772k used, 134084k free, 33028k buffers
Swap: 2096472k total, 791216k used, 1305256k free, 187280k cached
PID USER PR NI VIRT RES SHR S %CPU %MEM TIME+ COMMAND
30460 wusel 35 10 12924 9240 3248 R 100 0.9 0:15.61 apport 

Killt man das, terminiert der Feuerfuchs. Wunderbar, denn der reagierte auch nicht mehr; und mit ein bißchen Pech bin ich zu langsam, nach dem Restart die auslösende Seite zu finden, die Session Manager tapfer natürlich wiederherstellt.

me@box:~$ man apport
No manual entry for apport

Hmm …

Advent, Advent

Endlich wieder Dezember. Nicht ganz so kalt wie erhofft. Winterlich genug aber, die zimt- und lebkuchenreiche Weihnachtszeit mit einer Feuerzangenbowle einzuleiten.
Den Wettervorhersagen (hier: Wetter.de) zufolge, versprechen zumindest die ersten Dezembertage hinreichend kühl zu werden, um abends auf den Weihnachtsmärkten auch mal ‘nen Glühwein – vorzugsweise natürlich wieder in geselliger Runde – zu sich zu nehmen.

Das digitalisierte Runde …

… ist grade günstig zu haben: nach Bundesliga für lau bei T-Home Entertain gibt’s die Bundesliga nun auch für lau bei Vodafones MobileTV per UMTS. Als Aktion, versteht sich. Zeitlich und in der Anzahl begrenzt.
Warum finde ich das grade jetzt spannend, wo die Diskussion um DVB-H und »Mobile 3.0« akut ist?
Generell frage ich mich, was das bringen soll; mit DVB-T gibt’s doch schon ein – nicht flächendeckendes, aber irgendwas ist ja immer – »Überall-Fernsehen«, welches man empfangen und – entsprechend skaliert – auch auf Mobiltelefonen darstellen könnte. Mit EDGE, UMTS und HSDPA existieren tendentiell IPTV-taugliche Datenkanäle für VoD — auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, außer als Gag, es mit mir ‘nem warmen Bier am Lagerfeuer gemütlich zu machen und für mehrere Euro einen »Blockbuster« auf dem N95-Display mir 90+ Minuten lang anzutun. (Abgesehen davon, daß 90 Minuten MobileTV per UMTS, DVB-T oder auch -H sicherlich einen marginalen Einfluß auf die Akkuleistung hätten. Details.)

Weihnachten nicht gerettet

Toll. Da schickt mir Vodafone D2 eine »Dienstmitteilung« (so verschickt Vodafone gerne die Werbe-SMS) mit dem profunden Inhalt »Weihnachten ab 0€« und einem Link — und der Link ist nicht aufrufbar über das Vodafone-D2-N95.
Oder sollte es etwa daran liegen, daß der Zugriff über die WLAN-Verbindung erfolgt? (Liegt ja nahe, jene zu nutzen, wenn man eine solche grade im Zugriff hat und insbesondere, wenn das N95 darüber schon am Asterisk SIP-Server angemeldet ist. Oder‽)
Klar liegt’s daran. Könnte man aber auch mal erwähnen … Z. B. könnte live.vodafone.com bei Zugriff aus dem externen Netz einen Hinweis geben (»DU kommst HIER nicht rein!«) oder einfach im öffentlichen DNS nicht existieren. Einfach nur nichts zu tun ist … ziemlich dmämlich, finde ich :-(

Nachtrag: R. I. P., Microsoft IPTV

Im Nachgang zum letzten Eintrag zu diesem Thema ist zu berichten, daß die komische T-Home-Box am nächsten Morgen anstandslos bootete. Keine Spur mehr von dem ich-mag-nicht-mehr-Verhalten des Vorabends, auch die NTP-Synchronisation funktionierte also klaglos.
Auch scheine ich keine neue Version der lustigen Microsoftware bekommen zu haben, jedenfalls werden weiterhin 0 DVB-T-Receiver und max. 2 bzw. 1 (SD/HD) Streams gleichzeitig[/url] angezeigt — »Mediaroom« ist das wohl nicht.
Komisch – und recht nervig – war allerdings, daß meine geänderte Kanalliste (den ganzen Kram mit »diesen Kanal können Sie zubuchen« hatte ich rausgeschmissen und die Reihenfolge den lokalen Gewohnheuten angepaßt) futsch war. Wird die nicht in nichtflüchtigem Speicher gehalten?
Ein sehr angenehmes Feature der Box ist aber imho die Fähigkeit, eine Sendung auf dem Kanal, der grade läuft, vom Anfang an aufzeichnen zu können, auch wenn man erst später einschaltet. Sowas wäre imho noch ein nettes Feature für VDR. Leider geht dies nicht, wenn man auf einen anderen Channel zappt und die dortige Sendung gerne vom Anfang an sehen wollen würde. (Technisch wäre das »nur« eine Mehrleistung im IPTV-Headend, jede Sendung jeweils mitschneiden und nach dem Ende sofort aus dem Zugriff nehmen. Will ein Receiver eine laufende Sendung aufnehmen, muß diese dorthin per Unicast geschickt werden, was dann ja durchaus mit Wirespeed minus IPTV-Bandbreite erfogen könnte. Unicast wird ja auch beim Zappen verwendet, der logische Aufwand müßte gering sein.)
Wie auch immer, T-Home Entertain VDSL läuft, derzeit, wieder. Aber wie heißt es so schön? Nach dem Ausfall ist vor dem Ausfall ;)

Du spürst, wie alt Du bist …

… wenn Du eine Einladung zu einem Klassentreffen Deiner Grundschulklasse bekommst.
Wie alt war ich eigentlich damals? Zehn? Elf beim Wechsel auf die weiterführende Schule? Ist das jetzt ein oder zwei Leben her ..?
Wie auch immer, jedenfalls mag ich bis heute keinen Grünkohl ;-)

R. I. P., Microsoft IPTV

It’s Dead, Jim!
Zumindest meine X301T hat’s offensichtlich zerlegt. Dieser Microsoft-Crap, die Vorversion vom l33t-»Mediaroom« – der endlich die noch immer in X300T und X301T brachliegenden Standardfeatures wie USB-Host, Nutzung der beiden eingebauten DVB-T-Empfänger sowie das Abspielen von lokalen Medien via Netz bringen sollte

[sup]1[/sup]

– spielt toter Mann. Oder eher blöde Box: tot ist’s nicht, nur lobotomisiert, wie es scheint.
Netzwerkconnectivity ist vorhanden; wie ich – da geschlossenes System nur von außen – nachvollziehen konnte, hat dieses Hightech-Energiesparwunder heute kurz nach 16 Uhr den Geist aufgegeben.
Warum? Nicht den Hauch einer Ahnung. Die – intelligenterweise von T-Home auch bei aktiver Nutzung von IPTV z. B. während einer Aufnahme zuschlagende – Zwangstrennung war’s jedenfalls nicht, die letzte fand in der Nacht statt.
Dann werde ich es morgen früh ein letztes Mal probieren, sollte der Fehler noch bestehen die Hotline anrufen und gespannt dem Techniker zusehen, wie er die Aufnahmen von der Platte auf das erwartete Austauschgerät rettet — dem Eigentümer des Systems ist dies ja intelligenterweise nicht möglich, T-Home hat folglich für die Datensicherung bei Defekten Sorge zu tragen. (I intend to make sure you get the pain you asked for ;))
Das sind so die Momente, in denen ich mir wünsche, daß es Projekte wie VDR noch laaaaange geben möge.
_____

[sup]1[/sup] Von den vollmundigen Ankündigungen des Sommers ist zumindest für T-Home nicht viel übrig geblieben …

Halsabschneiding

v Nr. Datum Dauer Ziel Angerufene Nr. Suf. Service Datenvolumen in KB Tarif EUR Brutto/Netto
[...]
web.vodafone.de: Datennutzung von z.B. Internet und Navigato
00020 15.11 xx:xx 06:08 eGGSN 01 Ratingen 139.7.xxx.xxx xx.xxx.xxx.xxx 1.820,00 5,8653 Netto
Summe der Nettobeträge: 5,8653

Whow. 5 Euro 87 für 1,8 MBytes. Respekt, Vodafone. Das Ende meines Vertragsverhältnisses mit Euch rückt damit wieder ein Stück näher, schade.
Aber lieber nutze ich ein lückenhaftes Netz, als daß ich alle meine Vermögenswerte Euch übereigne, nur um gelegentlich non-Port-80-Verkehr zu machen.
Nein, so wird das nichts mit der mobilen Internetnutzung bei Vodafone. Da lobe ich mir doch o2, die, bei zugegeben weniger ausgebautem Netz, zumindest interessante Datentarife anbieten (200 MByte/Monat für 10,00 EUR). Mobile Internetnutzung (also mehr als nur diesen Port-80-Portal-Kram) ist mit Vodafone einfach nur teuer :(