Die Bahn, das kinderfreundliche Verkehrsmittel

Montag, 01.10.07: Morgendiches Schlangestehen am Bahnschalter in Würzburg. Sich rechtfertigen müssen, warum man in der Schlange am Schalter statt der vor den Automaten stehe; dezenter Hinweis auf die Unmögichkeit der Buchung des Kinderabteils via Internet oder Fahrkartenautomat und man darf weiter vor dem Schalter warten — und natürlich mehr für die Reservierung zahlen als am Automaten oder im Internet …
Montag, 01.10.07: Wieder im Auto: Freitag wird gestreikt, sagt die GdL. Äh. Das doof, der geplante Fahrtermin ist Freitag, 05.10.07, nachmittags. Na toll. Hätte der Schalterhansel vielleicht darauf dezent hinweisen können? Saftladen.
Dienstag, 02.10.07: Wieder am Bahnschalter, alternativen Rückreisetermin finden — mit 2 Kindern und Gepäck auf Züge warten, die ggf. nicht kommen und dann ggf. ohne Reservierung in überfüllten Zügen fahren? Nein. Danke. Ah, Umbuchung des Tickets nicht nötig (BahnCard 25-Ticket) für Fahrt am Samstag. Aber die Reservierung ist neu zu zahlen; nur, falls der Zug tatsächlich ausfiele, gäbe es das Geld ggf. zurück. Fuck it, für die 7 Euro regt man sich besser nicht auf … Aber bemerkenswert, daß die Bahn es für zumutbar hält mit zwei Kindern im Kindergarten- bzw. Grundschulalter eine Fernreise auf gut Glück anzutreten. Müssen DINKS1 sein, die das vorgeben. Danke, Bahn.
Samstag, 06.10.07: Was auch sonst: ICE Würzburg — Hannover natürlich wieder verspätet, diesmal richtig, es bleiben minus 7 Minuten zum Umsteigen in den IC nach Gütersloh. Die Bahn kommt, nur nicht pünktlich — das war doch der Slogan der deutschen Bummelbahn, oder? Neue ETA nun 35 Minuten später in Bielefeld. Oder 67 Minuten nach eigentlichem Termin in Gütersloh — plus einmal mehr Umsteigen. Das kippte aber den Tagesplan, der wegen der fehlenden Garantie von Dienstag, daß der ICE am Freitag auch fahren würde, nun straff ist … Also wieder mal privater Taxi-Shuttle von Bielefeld nach Gütersloh, um weniger Zeit zu verlieren (Einkaufen auf Weg BI —> GT).

Was soll ich sagen? Bahnfahren ohne Auto in der Hinterhand ist nicht praktikabel. Termine auf Basis des Bahnfahrplanes zu machen, ist grob fahrlässig. Für 2007 war’s die letzte Bahnfahrt, der nächste Trip findet nun auch auf der Strecke nur noch per Auto statt. Und ja, ich fände einen wirklichen Wettbewerb auf der Schiene charmant. Möge dieses hochnäsige, chronisch unzuverlässige Unternehmen mitsamt seiner dreist rüberkommenden Führungsriege sich doch einer echten Abstimung mit den Füßen stellen … Meine Meinung jedenfalls dürfte klar sein:

Die Bahn. Saugt.

1 Double Income, No Kids. Stützen der Besserverdienenden-Gesellschaft. Vermutlich F.D.P.-Wähler.