Vor gut einer Woche hörte in GT das ISDN auf, zu funktionieren. Das hatte es in der Vergangenheit immer mal wieder gemacht und schließlich habe ich dann Fritzboxen getauscht, ISDN-Verkabelung durchgemessen und selbts das ISDN-Telefon zum NTBA getragen – aber ISDn spielen, das wollte es nicht. Da es hinter einer Fritzbox allerdings, an deren internem S0, zu funktionieren schien und auch eine Rauswahl über eine FB-FB-Kopplung via Berlin möglich war, entschloß ich mich Sonntag abend, ein Ticket aufzumachen mit der Bitte um Ersatz-NTBA.
Damit die Familie nicht völlig ohne (Festnetz-) Telefonie da saß die Woche über, zimmerte ich noch schnell eine Weiterleitung von einer meiner Berliner MSNs an der dortigen Fritzbox per SIP und den IPSec-Tunnel zwischen den Fritzboxen auf die FB in Gütersloh, an der die Gigaset hängt. Ferner kam eine zweite SIP-Verbindung zum Tragen, über die von GT aus über B ins Festnetz telefoniert werden konnte. Da man bei einer Störung seine Festnetznummern nur für die Dauer der Störung gesondert umleiten lassen kann – ein sehr kundenfreundliches Feature, ich war positiv überrascht –, habe ich davon Gebrauch gemacht und die beiden Haupt-MSNs nach GT umgeleitet. Bis auf einen anderen Klingelton und die Notwendigkeit, 05241 für Ortsgesrpäche nach GT vorzuwählen – ok, und die Berliner Rufnummer, die die Angerufenen sahen, die sie aber auch zurückrufen konnten ;) –, beides auf mitternächtlichen Knowledgemangel zu schieben (heute kann ich’s »richtig« ;)), tat das ganz gut für die ersten paar Tage.
Problem 1: Das Telekom-Callcenter rief statt mich auf der hinterlegten Mobilnummer auf unseren heimischen Rufnummern an. Kluge Idee bei der Meldung eines ISDN-Totalausfalls – Manko Nummer eins und zwei.
Da die Anruferin jemanden auf der Rufnummer, die gestört gemeldet war, erreicht hatte, insistiere sie erst einmal darauf, daß keine Störung vorläge, so berichtete mir meine Frau – mich hat man ja grade nicht angerufen, und meine Frau konnte nur mühsam erklären, daß ich »gemacht hätte, über Rufumleitung oder so, daß das Telefon hier noch geht«.
Man konnte sich dann wohl aber darauif einigen, daß ein NTBA zugeschickt würde zum Selbstaustausch, er müßte so Mittwoch eintreffen.
Das führte aber dann zu Problem 2: mit der in die Wege geleiteten Zusendung stellte man das Ticket auf »erledigt« – gut für die KPI (MTTR), schlecht für den Kundenservice, denn, wir erinnern uns: die Rufumleitugen waren nur für die Dauer der Störung eingerichtet. Und so kamen auch tapfer die SMS, daß a) die Störung behoben sei und b) die Rufumleitung MSN 1 sowie c) die Rufumleitung MSN 2 nun wieder aufgehoben seien. Und GT war wieder telefonich nicht erreichbar.
Hier fehlt es klar an besserer Prozeßsteuerung – eine Störung darf erst dann final beendet werden, wenn der Kunde die Behebung bestätigt (oder diese angeforderte Bestätigung nach 1-2 (Arbeits-)Tagen ausbleibt). Anderenfalls greifen die kundenseitig getroffenen Linderungsmaßnahmen wenig :-(
Ich versuchte dann eine Wiedereröffnung per Twitter – was nur partiell gelang (ich bekam weder eine SMS über die Wiedereröffnung noch taten die Rufumleitungen wieder):
@Telekom_hilft Können Sie ein Ticket wiedereröffnen? Details siehe bit.ly/A6iZvH – das ist einfach trotz Fehler geschlossen worden :(
— wusel (@wusel) March 12, 2012
@wusel Na klar, ich gebe das Ticket noch mal an die Kollegen vom Außendienst. ^wi
— Telekom hilft (@Telekom_hilft) March 12, 2012
@Telekom_hilft FYI: Da in den letzten 3 Std. keine Wiedereröffnung erfolgte, habe ich die Störung erneut gemeldet …
— wusel (@wusel) March 12, 2012
[capimg=http://blogdoch.net/images/posterous-422417258.jpg.scaled1000-2_thumb.png”>Meine Störung war auf dem fast-track for closure …
