Nachdem mein DVB-T-VDR auf ‘nem Dockstar schon recht gut läuft, wollte ich diie beiden Intel-Pizzaschachteln (FSC Scenic Xs) im Keller ggf. auch durch einen Dockstar-VDR mit 2x DVB-S2 plus DVB-S ersetzen — da die Scenics nur 2 PCI-Slots haben, ist der Hardwareeinsatz für >2 DVB-S-Streams doch recht enorm, hinzukommt die umständliche Verwaltung (Server-Timer, Remote-OSD. Streamdev-Client — für vollständige Nutzung muß man dies alles mehrfach installieren auf dem Wohnzimmer-VDR-Frontend …).
Nach kurzer Vergewisserung, daß insbes. die Technotrend S2-3600 mittlerweile unterstütt werden, orderte ich also zweo davon sowie eine S-2400 beim DVB-Shop. Leider stellt die stetige Weiterentwicklung des 2.6er Kernels den geneigten Bastler mal wieder für lustige Fehlermeldungen, denn für die gewählte OS-Basis, Debian-Lenny mit Kernel 2.6.34 auf dem Dockstar tut’s ein aktuelles S2-Liplianin natürlich nicht …
Um es abzukürzen: mit »hg clone -r 14630 http://mercurial.intuxication.org/hg/s2-liplianin« bekommt man einen S2-Liplanin-Tree, der sauber auf dem Dockstar durchkompiliert und am Ende die benötigten Treiber liefert. VDR 1.7.16 habe ich vorher schon nativ auf dem Dockstar übersetzt, bis auf das Problem mit xineliboutput relativ einfach, wenn auch zeitaufwendig. Mittels w_scan eine channels.conf erzeugt, die remote.conf von einem anderen System übernommen (sonst ist das mit der Steuerung des VDRs durch vdr-sxfe eher Essig) und voilá, mit einer angeschlossenen S2-3600 rennt der VDR auf dem Dockstar — wie auch nicht anders erwartet.
Über die Performance kann ich noch nicht viel sagen, 9% CPU beim Ansehen eines DVB-S-Streams per vdr-sxfe über’s Netz klingt aber ganz gut. Potentielles Problem könnten konkurrierende Zugriffe auf dem USB werden, da sowohl die MPEG-Daten über USB reinkommen (und diese sind vom Timing her kritisch) als auch die Systemplatte (bei mir liegt da /var und /usr per binding-mount drauf) hier Bandbreite benötigt. Allerdings, auf meinem VDR in Berlin, der zeitweise auch auf einen Streamdev-Server im Netz zugriff und somit 3 parallele Aufnahmen anfertigen konnte (2x DVB-T via USB, 1x DVB-S via Streamdev), habe ich keine Probleme feststellen können.
3 Replies to “Dockstar als DVB-S2-VDR-Server”
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ich habe genau dasselbe vor – kannst Du eventuell das iso bereitstellen- würde einiges an Arbeit ersparen – ich kann Dir auch einen ftp-Server zum Hochladen geben
‘n ISO? Für ‘n Dockstar, der gar nicht von CD bootet?
Was denkbar wäre, wäre ein FS-Image, aber das ist eigentlich auch nicht notwendig, denn ein solches gibt’s ja schon (siehe verlinktes in »DockStar debianisieren per NFS-Root, ohne Consolenzugriff «). Dann braucht’s noch entweder ‘nen GCC, Sourcen und etwas Zeit — oder ein tar mit den Modulen für den verwendeten Kernel, optimalerweise ein dkms-Paket für s2liplanin; aber für letzteres fehlt mir ehrlich gesagt die Muße. Kernelunabhängig hingegen sind die armel.deb-Pakete mit ‘nem aktuellen (1.7.1x) VDR; die könnte ich in der Tat mal als Repository ablegen, ich nehm’ das mal auf die ToDo-Liste.
Derzeit stelle ich grade auf einen anderen, neueren, Kernel um, da ich einen GoFlex Net als VDR beschäftigen will und hoffe, durch die Entkopplung von Storage (USB -> (e)SATA) und DVB-Empfang (weiterhin USB) weniger Störungen im DVB-Strom zu bekommen (insbesondere bei DVB-S2, wo ja schon bei SD mit signifikant höheren Datenraten gearbeitet wird als bei DVB-T).
sorry – ist schon klar, dass das ein Festplatten-Image sein muß – Klar ist das Repository eine Möglichkeit, aber am Besten wäre meiner Meinung nach de FS-Image – mit dd auf den USB-Stick entpacken – anstecken und fertig (z.B ipcop praktiziert das mit dem CF-Card Image schon lange so).
Ich denke, dass der Dockstar nicht so wirklich dafür geeignet ist, aber der Go FlexNet auch nicht wirklich – schau Dir mal den sheevaplug an http://cgi.ebay.at/eSATA-SheevaPlug-UBIFS-Fast-Boot-server-a-plug-/170557737778?pt=UK_Computing_Networking_SM&hash=item27b6088b32 wäre da ein bisserl besser geeinet, aber das ist ja egal, weil es im Prinzip die selbe Hardware ist und ein Stick sowohl hier als auch dort läuft.
Gedacht ist das für meine Webseite http://www.lll-pc.org – ist leider nicht uptodate, aber Weihnachten werde ich sie wieder auf den neuesten Stand bringen…..