Making Of: »Fahrrad. The final frontier.«

Zum gestrigen Beitrag hier noch ein teils zeitgerafftes Video mit den nicht benutzten Schnippseln.
Es hat mich durchaus überrascht, wie kompliziert es offensichtlich ist, eine Videokamera am Fahrrad zu befestigen und damit sinnvolle Bilder zu machen — und das, obwohl HD-Cams nicht nur einen Bruchteil damaliger D8/miniDV-Cams kosten sondern auch wiegen.
Ich hatte es ja schon vorher mit meiner Zi8 probiert, vorne an der (gefederten) Gabel tat es ganz gut, nur war der Blickwinkel Kinderkacke :-( Der neuerliche Versuch, nun ausgestattet mit PlaySport und Zi8, lief aber wieder ins Leere: die PlaySport war nicht sinnvoll zu befestigen und die Zi8, am Gepäckträger festgeklemmt und -gezurrt (mit Kabelbindern), lieferte im Endeffekt auch keine tollen Bilder:

Wie wenig glücklich dann die Verwendung einer Schwanenhals-Halterung war, konnte man schon sehen; eine weniger flexible Halterung würde allerdings ebenfalls nichts bringen (s. o.); eigentlich brauche ich also eine auf’s Fahrrad montierbare Streadycam — Hints, anyone?

Fahrrad. The final frontier.

Wie schon angedeutet, habe ich schon vor ein paar Tagen versucht, mit der PlaySport eine Fahrradtour aufzunehmen. Leider war auch dieser Versuch nicht so ganz erfolgreich, denn die Vibrationen während des Fahrens, ggf. verstärkt durch die Schwanenhals-Halterung des Kfz-PDA-Halters, den ich an den Rahmen mit Kabelbindern festgezurrt hatte, waren doch zuviel für den Bildstabilisator.
Technisch scheinen sich insofern Kodak PlaySport und Kodak Zi8 zu gleichen, in den Videos konnte ich keine grundlegenden Unterschiede feststellen, die mehrfach mit beiden Kameras abgefahrene Strecke ist auf beiden Kameras leider keine Augenweide:

Auch die direkte »Verstrapsung« am Gepäckträger hilft nicht wirklich. Schwingt die Kamerahalterung nicht – wie der benutzte Schwanenhals – mit, »springt« das Bild deutlich sichtbar bei den Erschütterungen. Ich werde mal mit den ifranznation-Kollegen @ifranz @tbals und @_refugee_ konferieren, ob ihnen irgendwas fahrradtaugliches einfällt — mit der PlaySport könnten sich beim Radrennen über Wasser ja ganz neue Einblicke ergeben, denn anders als wohl 2009 müßte man keine Angst um das Equipment haben, stürzte der Fahrer doch :)

Kodak Zi8 vs. PlaySport …

Gestern waren wir an der Nordseeküste, in meiner alten Heimat. Und wie es sich für einen Geek gehört, hatte ich meine Kodak Zi8 und meine Panasonic TZ7 im Gepäck wie auch die Kodak PlaySport, die mir @ifranz netterweise geliehen hat.
Abgesehen vom Fahrradfahrversuch (mehr dazu wann anders ;)) war dies die erste Gelegenheit, die PlaySport mal einigermaßen sinnvoll einzusetzen, sprich so, wie »man« (ich) sie einsetzen würde, wäre es meine …
… und nein, keine Angst @ifranz ich habe sie nicht gleich in den Schlick geworfen um zu sehen, was dann passiert :)
Was nach kurzer Nutzung mir positiv auffliel: der Formfaktor der PlaySport ist deutlich gefälliger als das kantige Etwas, in dem sich die Technik der Zi8 verbirgt. Kaum zu glauben, aber die wenigen Zentimeter Unterschied machen den Unterschied aus zwischen klobig und elegant … Und auch die Bedienung gefällt mir besser als bei der Zi8; es ist zwar noch immer minimalistisch, aber es kommt mir gefälliger daher.
Beim (digitalen) Zoomen mit der PlaySport fiel mir auf, daß es da augenscheinlich einen praktischen Trick gibt, der zum Ende des Zoombereiches nocheinmal wieder für ein schärferes Bild sorgt (siehe Video); die Zi8 hat mit aktuellster Firmware hingegen ein »anderes Feature« beim Zoomen: kurz vor knapp hakt’s auch da und es ändern sich Helligkeitseinstellungen …

1:1-Ausschnitt aus

Ziemlich enttäuscht allerdings hat mich die Fotoqualität; diese hinkt, trotz gleicher Dateigröße, deutlich dem hinterher, was die Zi8 zu leisten vermag — siehe auch die parallel geschossenen Bilder links und rechts.
Bei den Videoaufnahmen ist mir hingehen – bis auf das »Zoom-Issue« – nichts wesentliches (an Land? ;)) aufgefallen. Auch in der Nachbearbeitung verhalten sich PlaySport-Schnippsel wie andere auch …
… apropros Nachberarbeitung: hier ein kleiner Zusammenschnitt der Videoschnippsel, die ich am Donnerstag produzierte. Have fun!

Ein Tag am Meer …

(Blogged via flickr)

… und immer dran denken, es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung :)

Kamera: Vignette Vignette for Android

We$Whatever (Ex-WePad): wer will das Erste?

Hach, schön. Unter dem Titel Warten auf’s WeTab (WePad) – next 2010 Berlin hat appstory.tv sich den Herrn von Ankershoffen gekrallt und doofe Fragen gestellt. Interessant fand ich u. a. die Aussage zur Frage »wenn ich mich hier hinsetze, würde ich dann das allererste kriegen?« Dies beantworte der neofonie-Chef wie folgt (~1:21 im Video): »Wenn Sie uns ‘ne 10.000er Charge vorfinanzieren und abnehmen für ‘n paar Millionen …«
Ein weiterer Mosaikstein …
Auf eine, verglichen mit dem lauten Sascha Pallenberg von netbooknews.de aus meiner Sicht glaubhaftere Meinung zu Gerät und Unternehmen sei hier noch hingewiesen: In seinem Artikel zur next 2010 schreibt Thomas Knüwer u. a.:

Ebenfalls unter skurril fällt weiterhin der Wepad-Macher Helmut Hoffer von Ankershoffen: Nicht einmal seine Mitarbeiter durften das Tablett vorführen, nur er selbst. Nach einer ersten Einführung ist mein Gefühl weiterhin negativ: Allein schon dass das Wepad in der Grundposition nur horizontal zu benutzen ist demonstriert eine gewisse Nutzerunfreundlichkeit – und deutet auf eine beschränkte Leistungsfähigkeit des Betriebssystems hin.

 

Falls ich das noch nicht geäußert habe: ich gehe mittlerweile davon aus, daß dieser fehlgeschlagene PR-Stunt um das WePad, das jetzt WeTab heißen soll, dem absehbaren/erwarteten Erfolg des iPads von geschuldet ist. Nachdem man dem Vernehmen nach drei Jahre lang ein »WeTab OS« entwickelt  …

Nach drei Jahren Entwicklung und einem erfolgreichen Home Use Test mit 150 Nutzern in 2009 stehen wir nun vor der Markteinführung Mitte 2010.

Quelle: 4tiitoo AG

 
… drohte nun ein marginal marktmächtigerer Mitbewerber die Entwicklung durch ein eigenes Produkt überflüssig zu machen, also mußte schnell Hardware zum OS her, und der Welt Bescheid sagen, daß es da was neben dem iPad gibt, mußte man auch ganz hastig …
Wahrscheinlich kam das bislang nicht so richtig rüber: Wichtig an einem Tablett, welches auch nutzbar sein soll, ist das UI, die Benutzerschnittstelle. Auf dem Tablett habe ich (dicke) Finger als Eingabegerät, weder Maus noch Tastatur. Alle Bedienelemente müssen daran ausgerichtet sein; das Starten von Standard-Desktop-Applikationen (z. B. OpenOffice) wird keinen Spaß machen, schon weil CTRL-S für den »Speichern«-Shortcut fehlt … Insofern finde ich – vielleicht, befingern konnte ich es ja noch nicht – die WePad-Bedienung mit den beiden Daumen bei Querformat-Haltung nicht per se blöd. Nur wird sich ein solches, unflexibles Konzept schwertun mit einer Konkurrenz aus perfektem Look-and-Feel (iPad) und nicht-ganz-so-perfektem, dafür aber für den Endbenutzer offeneren System (Android). Leider weist das Sprachrohr für das WePadTab hier wohl einen anatomischen Mangel auf, sodaß, anstatt die sicher vorhandenen Vorteile der Plattform We$Whatever hervorzuheben, der Eindruck zu erwecken versucht wird, man könne alles, was die anderen auch können, nur eben besser.
Nun, man wird sehen; auch, was Google mit Verizon da noch in 2010 auf die Beine stellen wird …

Das Internet besteht nicht nur aus dem DNS oder der TLD de.

Schon lustig, sich die Trackback-Schlagzeilen zum Artikel von Golem.DE zum DeNIC-#FAIL heute anzusehen. »Kein DNS, kein Internet« — naja, ganz so schlimm war’s dann ja doch nicht, allerdings dürfte es etliche – fälschliche und doch korrekte – Mailbounces gegeben haben, denn augenscheinlich ist ein Großteil der Domains mit der Endung .de heute vom DeNIC aktiv aus dem Netz gekegelt worden. Wohl unabsichtlich (alles andere wäre wohl auch gegen die Verträge zwischen den Domaininhabern und der DeNIC), aber dennoch so geschehen.
Und dank der munteren «Verlinkung« waren ggf. auch Adressen aus anderen Domains betroffen:

Failed to fetch http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/pool/main/w/whois/whois_4.7.30_i386.deb Could not resolve 'de.archive.ubuntu.com'
$ dig a de.archive.ubuntu.com
;; ANSWER SECTION:
de.archive.ubuntu.com. 450 IN CNAME ubuntu.mirror.tudos.de.
$ dig a ubuntu.mirror.tudos.de.
;; AUTHORITY SECTION:
de. 4920 IN SOA f.nic.de. its.denic.de. 2010051253 7200 7200 3600000 7200

Für Nicht-Techniker: Der Name »de.archive.ubuntu.com.« verweist eigentlich auf einen (verallgemeinert) Rechner namens »ubuntu.mirror.tudos.de.« — der zuständige Dienst der DeNIC allerdings sagt: »Es gibt keine Domain tudos.de.« Und wenn es kein tudos.de gibt, kann es auch keine Namen »unterhalb« dieser Domain geben (lies: Namensbestandteile links von tudos.de).
Es handelt sich um den Vorfall heute nicht um einen Nameserverausfall, denn Ausfälle kompensiert das Domain Name System (DNS) ganz hervorragend; das, was heute die DeNIC als verantwortliche Betreiberin der de.-Zone und deren Nameservern fabriziert hat, ist der GAU, der Größte Anzunehmende Unfall eines Domainbetreibers: DeNIC hat für (eine noch unbekante Anzahl, um nicht zu sagen) nahezu alle bislang gültigen Domains mit der Endung de. die Information verbreitet: »Diese Domain gibt es nicht.« Und da am Domainnamesystem dann doch irgendwie alles hängt, hätte man theoretisch heute auch die Domain google.de erwerben (via @netzpolitik können. Gut, nicht rechtsverbindlich, aber der Schaden, den die DeNIC heute verursacht hat, dürfte nicht gering sein: Das das Surfen nicht mehr klappte, naja, notfalls kauft man die Bild, den Spiegel oder Focus halt an der nächstbesten Tanke. Beim Onlinebanking an einem Mittwoch vor einem Brückentagwochenende ist das vielleicht kritischer. Richtig böse ist aber der Mailbereich: da etliche Domains als nicht existent ausgewiesen wurden, werden alle Mails an diese Domains – und im Falls von Anti-Spam-Maßnahmen auch ggf. von diesen – unzustellbar gewesen sein. googlemail.de, web.de, gmx.de, t-online.de — sofern betroffen (über den Umfang habe ich bislang nur wenige Infos), ging da wohl mailmäßig gar nichts mehr. Und aufgrund von weiteren Automatismen werden als unzustellbar zurückkommende Adressaten aus regulären Maillinglisten i. d. R. automatisch ausgetragen (nein, keine Angst, bei Spamversendern bleiben die Adressen dennoch drin …) — der Benutzer muß sich ggf. neu eintragen, und das vielleicht, ohne es zu wissen (für den Mailinslistenbetreiber existiert seine Mailadresse ja nicht mehr).
Ich bin wirklich auf das abschließende Statement der DeNIC, deren Ruf als verläßlicher TLD-Betreiber ersteinmal ruiniert ist, gespannt als auch auf die Berichte der Nachwirkungen; bedingt durch technische Kniffe (Caching), können die Auswirkungen auch noch Stunden nach dem Beheben des Problems vereinzelt auftreten.
Aber, um den Kreis zu schließen: »das Internet« funktionierte hervorragend. Nur eine der größten Top-Level-Domains war zeitweise komplett aus dem Netz gekippt …

Qualitätssoftware. Not!

Das war wieder so ein Tag!

Ich wollte »mal eben schnell« die in die Jahre gekommene und zu klein gewordene C:\-Partition meines virtuellen XPs umziehen; den tollen Diskussionsforen nach Easy Going mit Norton Ghost oder Acronis True Image.
Tja. Hat wohl nie jemand versucht, diese tolle Software auf einem System mit nocht 50 MB frei auf C: zu nutzen; was aber nichts macht, denn auch Windows selber tritt sich gerne auf die Füße … Und nervt mich mit bekifften Nachrichten über neue Updates — die es dann beleidigt doch nicht einspielt (ohne dies zu sagen), weil … wahrscheinlich zuwenig Platz auf C:

Nungut, auch dieses Problem läßt sich per brute force, sprich einem Umbenennen, lösen. Großartig auch, daß manches Controlapplet nicht mehr startet, wenn nur noch 4 KB frei sind. Natürlich ohne sinnvolle Fehlermeldung, mehr so Richtung »tut nicht«. Ganz großes Kino, so ein volles Systemlaufwerk.
Ähnlich schlau verhält sich auch Acronis True Image; die Evaluations-.exe startet nicht einmal, wenn der Platz auf C: zu gering ist. Daher habe ich es dann mit Norton Ghost 15 probiert — Evaluationsversion gezogen, versucht, zu starten.

Cool, rennt los … und müllt C: voll, bis da kein Platz mehr ist. Sehr vertrauenserweckend, diese Software.
Ich habe dann mal 100+ MB Java 6 entsorgt (braucht kein geistig gesunder Mensch, IMHO), und noch ein paar andere Dinge, und irgendwann hatte ich Norton Ghost 15 auf Platte. Allerdings war das einzig interessante Feature dieser Software in der Evaluationsversion deaktiviert. Great. Und gleich mal wieder deinstalliert den Dreck.
Zwei Reboots später, als letztlich rd. 180 MB frei waren, ja ist es die Möglichkeit?, da startet dann auch endlich der Installer von Acronis True Image.

Allerdings, so richtig weit komme ich auch mit dieser Software nicht; nach einem ersten Vollmüllen von C: und dem Auswählen von D: als Installationsziel, möchte der Acronis-Installer offensichtlich noch ein paar weitere hundert MB nach C: kippen — ich hätte halt doch irgendwann mal die »Dokumente und Einstellungen«-Verzeichnisse von C: wegmigrieren sollen …
Was tun? Eine ausgiebige Fluchorgie half als Magengeschwürsprävention, der Tipp von @elburro mal »clonezilla« zu probieren, löste das Problem, das der kommerzielle Quatsch nur verschlimmern wollte: mit Clonezilla konnte ich die gewünschte Kopie anfertigen — leider hänge ich jetzt an einem nicht gefunden NTLDR, aber ich schätze, auch das Problem wird sich noch lösen lassen.

Mancher mag sich fragen, warum ich diese in die Jahre gekommene XP-Installation nicht in Frieden ruhen lasse, zumal schnuckeliges Windows 7 hier rumliegt. Nun, einerseits brauche ich nicht wirklich mehr als XP, für das olle Office reicht es, und außerdem lasse ich mich nicht gerne vom Rechner vorführen. Und ich habe auch keine große Lust, die ganze Software unter Windows 7 neu zu installieren — einen Upgradepfad von XP zu 7 hat Microsoft ja nicht vorgesehen (was ich eigentlich begrüße).
Aber eines hat der Tag wieder einmal für mich bewiesen: kommerzielle Software ist nicht bessser als freie und/oder quelloffene. Sie ist nur unnütz aufgeblähter und mit mehr Zumutungen für den Benutzer verbunden …

iPadding

(Blogged via flickr)

Schon schön, das Teil. Wenn nur die Seelenüberschreibung an Jobs nicht wäre…

Kamera: Vignette Vignette for Android

Kinder + Kreide = :)

(Blogged via flickr)

Ausdauernd waren sie gestern Nachmittag, schon spannend, wieviel Fläche mit so einem bißchen Kreide ‘erschlossen’ werden kann :)

Kamera: Motorola Milestone (f/2.8)