Ich mag Flash, Adobes resourcenfressende Lösung für »rich content« und den aktuellen De-facto-Standard für Videos im Web, nicht besonders. Auf den Netbooks (1. Generation; VIA- als auch Atom-basiert) surfe ich eigentlich nur mit NoScript und Flashblock, da sonst nach wenigen Tabs im Firefox Schicht im Schacht, die CPU ausgelastet, ist.
Zu Flash auf dieser schwachbrüstigen Mobilplattform hatte ich schon mal was geschrieben (mit Video ;)), jetzt stolperte ich über ein erstes Video, welches eine Beta-Version von Flash auf Android 2.2 zeigt. Man beachte den Aufruf der flashlastigen Pro7-Homepage um 0:38 herum im Video und wie die durchaus beachtliche Rechenleistung des 1-GHz-Snapdragon-Prozessors des verwendeten Nexus One sich in Wohlgefallen auflöst … Auch hier wieder: ich bin absolut nicht einverstanden mit einem Großteil der Firmenpolitik des Herstellers mit dem Fall Obst, aber ich freue mich wirklich darauf, daß dessen standhafte, wenn aus meiner Sicht auch eher marktpolitisch motivierte (wie heißt der neue Werbedienst und wo, neben Videos, findet sich beim Browsen gerne Flash-Content?), Weigerung, Adobes Flash-Technik auf die beliebten Geräte zu lassen, den Markt verändern wird. Video-Anbieter beginnen, Alternativen zu Flash zu implementieren, mit Googles »Codec-Geschenk« VP8 steht zudem ein zumindest quelloffener Codec zur Verfügung (wie das mit den Lizenzen ist, wird sich zeigen) und ich schätze, auch die Werbungsanbieter werden sich kurz- bis mittelfristig zumindest für mobile Plattformen von Flash lösen (und da zweigleisig teurer als eingleisig sein dürfte, irgendwann Flash komplett entsorgen).
Nun habe ich das Fehlen von Flash lange als Fehler bei sowohl Apples Geräten als auch bei Android gesehen, dies aber in erster Linie aus dem Grund, daß viele Seiten auf diesen Unsinn zur Navigation setzen und ich nicht ausschließen kann, daß auch ich mal von einer solchen Seite unterwegs Informationen haben möchte — und »unterwegs« mit einem Pad wäre ggf. auch schon »programmbegleitend« auf dem Sofa. Den Effekt, den 20 dumm blinkende und keine Nutzlast nachladende Flash-Applets auf einer Seite auf die nochmals schwachbrüstigeren Prozessoren von Smartphones oder Tabs/Pads haben würden, habe ich dabei allerdings nicht bedacht.
Kurzum: ich bin nach wie vor gespannt auf Flash auf meinen Androiden, aber hoffe auch, daß es sowas wie Flashblock auch für den Android-Browser geben wird, ein aktueller aktueller Artikel auf Golem.DE deutet zumindest eine separate Anschaltbarkeit an. Was Optimierungen durch Adobe angeht, sehe ich nur beim Bereich Video wirklich Luft durch die Nutzung ggf. vorhandener Decoding-Hardware, aber ich bin kein Adode-Entwickler ;)
(Hmm, allerdings lädt ProSieben.de auf meinem 2.0er Milestone grade schon zwei Ewigkeiten (mehrere Minuten nach einem geleerten Cache; so lange, daß der Screenblank kam … WTF?) und legt das Telefon faktisch lahm in der Zeit, insofern müßte man die gleiche Seite zeitgleich auf einem Nexus One ohne Flash zum Vergleich laden, um den Effekt sicher auf Flash schieben zu können.)
2 Replies to “Warum man Flash eigentlich nicht will”
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Ich gestehe, früher selbst ein wenig mit Actionscript gesündigt zu haben (Fotogalerie, interaktiver Raumplan u.a.), aber aus verschiedenen Gründen bin ich auch hoffnungsfroh, dass Flash im Web bald überflüssig sein wird.
Wenn Adobe es denn noch geschafft haben sollte, Flash auf Mobilgeräten vernünftig zum Laufen zu bringen, könnte es bereits zu spät sein. Viele “große” Seiten haben schon umgestellt oder tun dies gerade, oder stellen zumindest Alternativen bereit.
Wie Du ja weißt (jener andere Thread ;-)), benutze ich auch auch gern Adblock und noscript und auf dem Mac Clicktoflash… Ohne wird man ja immer noch viel zu oft von diesem Flash-Gezappel überfallen.
Und btw nett, mal wieder ein altertümliches “daß” mit “ß” zu lesen… :-)
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