Packstation 1.0: DHL-Vertragsgaragen?

Gestern gab’s wieder mal Päckchen — und dieses Mal standen sie vor der Wohnungstür, eine andere Partei hat wohl die Haustür geöffnet. Nichts weltbewegendes, klar.
Neu – zumindest für mich – war allerdings der Trackingstatus, auf den ich – Session Manager sei dank – grade noch mal gestoßen bin, als nach einem der notorischen Firefox-3-Abstürze die (12) Fenster mit ihren unzähligen Tabs neu geladen wurden: »Zustellungsart: Garagenvertrag« steht dort. Ist das neu? Mit Perwoll gewaschen? Mit »Garagenvertrag« könnte ich im Zweifel ja auch mehr anfangen – lies: auf der Terasse nach Oster- Päckchen suchen – als einem simplen »wurde ausgeliefert« … Haben die DHL-Fahrerinnen und -Fahrer neue Geräte bekommen, nur neue Anweisungen — oder einfach mal wieder einen anderen Auslieferungsstatus angewählt? Oder übt die Post-Tochter DHL sich am Image der Garagencompany, mit dem einst HP so lustige Werbung machte? ;)

Der Zwitscherspiegel

Wie eben schon gezwitschert:

Ich vermisse eigentlich das “Warum?” bei http://tinyurl.com/45uyg7 – das ist doch RSS retwittered, von Dialog mit der Red. steht da nix :(

 
Ich habe Spiegel Online (SpOn) via RSS im Blick; Tools wie Gwibber, die mir die aktuellen Microblogging-Ergüsse derer, denen ich in den verschiedenen Diensten folge, aktuell auf dem Desktop einblenden, sind meines Erachtens nicht dafür geschaffen, »tweets« des Umfanges von Sun-Blogs oder gar SpOn zu verarbeiten.
YMMV, aber aus meiner Sicht macht ein reiner RSS-to-Twitter-Dienst nun mal gar keinen Sinn; das ist Web 1.0 in ein Web 2.0-Korsett gezwängt. Ohne, daß jemand sich bei SpOn etwaige Antworten auf die Artikel-Tweets auch ansieht, muß ich mich schon fragen, ob bei SpOn vor lauter L33tigkeit noch jemand mit Hirn bei der Sache ist :(

Santa delivered already

(Blogged via locr)

Ok, es war doch mehr die Kombination www.mucola.de und DHL, aber dafür rattenschnell: gestern bestellt, heute geliefert, so soll das sein – Zeit genug für Funktionstest :)

Kamera: Nokia N95 (Brennweite 5.6mm, f/2.8)

Teotihuacán …

(Blogged via locr)

Memorylane, ca. 1997. Irgendwie machen die alten Dias Lust auf einen Rerun des 5-Wochen-Trips mit modernem Digital-Equipment ;)

Kamera: SONY DSC-P10 (Brennweite 23.7mm, f/5.2)

Morgen, Kinder, wird's was geben …

Kein Wunder, daß die Post viel zu tun hat, aus zwei Bestellungen bei Amazon.de wurden schon alleine vier Päckchen aufgrund einer mir nicht transparenten Amazon-internen Logistik, die lieferbare Produkte – aus räumlich getrennten Lagern? – in mehreren Sendungen auf den Weg schickt. (Die oberste Sendung, die heute – voraussichtlich – kommen soll, stammt von einem anderen Shop.)
Derzeit laufen DHL und Hermes hier allerdings auch wieder zur Hochform auf, was die Auslieferung angeht — aber, ich will nicht meckern, ich habe meine eigene Paketstation (andere nennen es auch »Terasse«), einzig die Information klappt nicht so gut wie offensichtlich bei Packstationskunden. Nicht nur bekomme ich keine SMS, nein, auch sonstige Hinweise auf neue Pakete im Garten werden mir verwehrt. Von Paketen, die ich bestenfalls indirekt erwarte, bekomme ich in der kalten Jahreszeit teils eher zufällig mit — beim Holzholen, denn das Feuerholz für den Kaminofen lagert ebenfalls auf der Terasse.
Montag abend konnte ich so drei, offensichtlich seit Samstag deponierte, Päckchen vor dem Erfrierungstot retten; »offensichtlich seit Samstag«, da ich nur eines davon tracken konnte und aufgrund des Ergebnisses »Samstag ausgeliefert« beschloß, doch noch mal eben rauszugucken. Paket Nummer Zwei war von cxtreme.de – dem Conrad-Shop, der mit Hermes verchickt – und gar nicht an mich sondern einen Nachbarn adressiert. Paket Nummer Drei war eine Prämiensendung, deren Eingang ich wohl erst im nächsten Jahr vermißt hätte. Daß nun schon Pakete für die Nachbarn in unserem Garten Station machen, ist denn doch ein Novum. Auch, daß Hermes sich nun auch bequemt, in den Garten zu gehen — Hermes tendiert normalerweise eher mal dazu, ein Päckchen vor der Haustür hinter einem Blumenkübel abzulegen und, vielleicht, kurz zu klingeln …
Aber, wie gesagt, ich will mich gar nicht wirklich beschweren, verglichen mit Anderen ist diese Lösung noch recht bequem für mich. Einzig so ein kleiner Hinweiszettel … den würde ich mir zum Neuen Jahr dann von DHL je Sendung doch wünschen.

(Wenn möglich, verzichte ich auf Hermes als Versandunternehmen; die Laufzeiten sind in meiner Wahrnehmung deutlich höher als bei DHL & Co.)

Platzt nun wegen der blöden Bänker das Web 2.0?

Interessanter Artikel auf The Inquirer, wonach Yahoo seinen erst vor gut einem Jahr gestarteten Think-Tank, wenn man mir diesen Pre-2.0-Ausdruck nachsehen möge, »Brickhouse« nun wieder zu macht.
Da stellt sich dann mir die Frage, den Beteuerungen des Teams zum Trotze, wie lange es Fire Eagle noch geben wird?
Derzeit nutze ich den Fire Eagle Updater als Tracking/Uploading Client für mein Nokia E71, und bislang hat sich deses Stück Software als erstaunlich stabil auch bei längeren Fahrten (Updates werden alle 60 Sekunden zu Fire Eagle geschickt, über das noch immer lückenhafte o2-Netz) erwiesen. (Gestern allerdings versagte die Kombination von Nokia Sports Tracker (um GPSX-Tracks zu erstellen für OSM) und Fire Eagle Updater allerdings irgendwann unterwegs, das E71 rebootete jedenfalls. (locr und der Nokia Photo Tagger werden beim Telefonstart automatisch geladen und dürften also auch noch gelaufen sein; jftr.))
Nach anfänglicher Skepsis bin ich von Fire Eagle tendentiell recht angetan, die Idee, ein Repository für meine Trackingdaten zu haben, auf das anderen Dienste einfach zugreifen könne, gefällt mir; aber wenn ich die Zeichen der Zeit deute, sollte ich vielleicht doch nicht mich so auf Fire Eagle verlassen, sondern am eigenen Skriptwerk weiterarbeiten ..?

Die Rechtlosigkeit im ÖPNV

Nach der Bahn, wo Schaffner Minderjährige ohne gültigen Fahrschein typischerweise aus dem Zug schmeißen, machen nun die Nahverkehrsbusse Schlagzeilen. Lt. eines Berichts bei Spiegel Online nahm jüngst ein Busfahrer sämtliche Fahrgäste, darunter wohl ein hoher Anteil minderjähriger Schülerinnen und Schüler, mal eben in Geiselhaft, um in Selbstjustiz ein Attentat auf sein Leib und Leben mit einer Mandarinenschale zu ahnden:

Mittag, Schulschluss am Oskar-Maria-Graf-Gymnasium und an der Hauptschule in Neufahrn bei München: Die Kinder drängen in den Bus der Linie 691, der Fahrer gibt Gas, dann fliegt eine Mandarinenschale durch den Bus und prallt an die Frontscheibe.
Zu viel für den Busfahrer – 20 Meter vor der nächsten Haltestelle fährt er an den Straßenrand, baut sich vor seinen minderjährigen Fahrgästen auf und brüllt die Schulkinder an. Der Bus fahre nicht weiter, bis der Mandarinenschalenwerfer sich stelle, diktiert der Fahrer seine Bedingungen. […]
Eltern, die von ihren eingeschüchterten Kindern per Handy alarmiert wurden, hätten den Wutausbruch des Fahrers am Telefon mit angehört. Nachdem eine Mutter mit ihrem Auto zu dem stehenden Bus gefahren war, um die Tochter wegen eines wichtigen Arzttermins abzuholen, habe der Mann sich geweigert, das weinende Kind aussteigen zu lassen. Der Mann hat sie laut “tz” durch ein Fenster angeschrien: “Ich lass mich doch nicht beschmeißen! Hier kommt keiner raus!” Daraufhin habe der Fahrer Gas gegeben und die Kinder erst an der übernächsten Haltestelle aussteigen lassen.

 
Richtig so. Aus dem Zug werfen ist böse, das hat der Busfahrer, dessen Leib und Leben ich durch diese Mandarinenschale ganz klar bedroht sehe, verinnerlicht; und bei keifenden Weibsbildern ergreift man besser die Flucht, das wird er von zu Hause kennen …
Mal ernsthaft, geht’s noch? Schulkinder im Bus, das ist imho generell nicht unproblematisch; aber wie kann der MVV als Betreiber dieser Buslinie diese, meiner nicht-Juristen-Meinung nach, Freiheitsberaubung und Nötigung in zig Fällen durch einen augenscheinlich vollkommen überforderten Busfahrer auch noch gutheißen?

Die “tz” hingegen erfuhr vom MVV, die Schüler hätten Scheibenvorhänge heruntergerissen und die Mandarinen-Schale “gezielt” auf den Mann geworfen. Der Busfahrer habe durch sein Verhalten eine Verkehrsgefährdung verhindert.

 
Eines ist mir jedenfalls jetzt klar: sobald meine Kinder sich dem ÖPNV anvertrauen müssen, werden sie u. a. für solche Fälle mit einem Handy ausgestattet werden. Vorzugsweise mit einem »anpeilbaren« bzw. trackenden, denn wer sagt mir denn, daß der nächste durchtickende Busfahrer nicht in einen Wald fährt, fernab von seiner eigentlichen Linie? Außerdem: Nicht munter weiterziehen lassen; festnehmen den Typ und dann direkt an die alarmierten grün blau-weißen übergeben!