Pownce: Bye, bye!

Na toll. Pownce schmeißt hin.

We will be closing the service and Mike and I, along with the Pownce technology, have joined Six Apart, the company behind such great blogging software as Movable Type, TypePad and Vox. We’re bittersweet about shutting down the service but we believe we’ll come back with something much better in 2009. We love the Pownce community and we will miss you all.

 
Loids, wenn Ihr die Community lieben würdet, dann würdet Ihr nicht jene einfach so im Regen stehen lassen … *soifz*

Respekt, irgendwie

Klar, im Prinzip ist es Programmiererabschaum, vollkommen klar. Aber auf einer gewissen Ebene muß ich doch meinen Hut ziehen von den Codern des einen oder anderen Botnetzes:

Srizbi, eines der größten bekannten Botnetze, erstarkt offenbar gerade wieder, nachdem seine Bots vor rund zwei Wochen […] Kontakt zum Kontroll-Server verloren hatten. Die Bots haben nach dem Wegfall ihrer Hauptkommunikationswege auf eine Art Notfallkommunikation umgeschaltet und nehmen nun Kontakt […] mit Domains auf, deren Namen sie über einen speziellen Algorithmus berechnen.
[…] Alle 72 Stunden errechnen die Bots vier “Notfall-Domains”. […]
Dieses Unterfangen war aufgrund der vielen generierten Domains aber wohl so kostspielig – rund 4000 US-Dollar pro Woche – dass man gezwungen war, dies einzustellen. Kurz darauf seien die Domains wieder von den Bot-Herdern registriert worden.

Quelle: heise online

 
Erst einmal die Idee zu haben, für die Zukunft Domains zu berechnen (wohl abhängig vom Kalendertag?), um für den Wegfall von Domains gerüstet zu sein: Respekt dafür — die Umsetzung zeigt aber auch, daß da offensichlich einiges an Geld drinsteckt, mit Botnetzen selbiges also zu verdienen ist :(
Was ich an dem heise-Bericht nicht verstehe ist, wieso 4 Domains alle 72 Stunden sich zu 4000 USD/Woche an Domainregistrationskosten auftürmen können; 72 Stunden sind, äh, 3 Tage, von diesen Intervallen hat eine 7-Tage-Woche grade mal zwei, bei 8 Domains in einer Woche müßte die Domain dann schon jeweils 500 USD kosten, um auf 4000 USD/Woche zu kommen. Ich denke nicht, daß ich – als Endkunde – übermäßig günstig einkaufe, aber meine teuerste Domain ist wohl meine .to-Domain mit, ich glaube, 50 USD pro Jahr … Entweder hat der selbstlose Retter sich im Algorithmus vertan und muß noch immer, sagen wir, 100 Domains für jede vermutlich generierte registrieren oder aber die Botnetz-Betreiber stehen auf exquisite TLDs wie .tv, .ag & Co. Letzteres würde aber grade bei Wegwerfdomains doch nun gar keinen Sinn machen‽

Productplacement, mal nicht im GEZahlten TV

Zufallsfund, gefunden in »Richter Hold«, SAT.1 vom 26.11.2008:

Mitschnitt: DVB-S/VDR, Transcoding nach .flv mit mencoder

Gut, an und für sich wäre derlei keiner Erwähnung wert; auch Gerichtsserien dürfen ja mit der Zeit gehen. Allerdings hat man sich hier nicht die Mühe einer fiktiven Adresse gemacht, sondern nutzt das eigene Programm, um das mehrheitlich gehaltene Portal Lokalisten.de bekannter zu machen.
Auch dies wäre vielleicht nicht erwähnenswert, wenn sich derlei nicht grade zu häufen schiene. Vielleicht wird das mittelfristig ja doch mal ein Thema für entsprechende Kommissionen.
Interessant an der Folge fand ich denn noch zweierlei: Erstens die Tatsache, daß die Protokollantin ihre Arbeit an einem Laptop verrichtet, der offensichtlich freien Zugang zum Internet hat — die reine Lehre ist das meines Erachtens nicht.
Zweitens fehlte mir der dezente Hinweis an die Profilinhaberin, daß das Veröffentlichen von Fotos Dritter ohne deren Einverständnis deren Recht am eigenen Bild verletzt; klar, wäre ja auch dem Geschäftsmodell von Lokalisten.de (wie auch von studiVZ.de, wer-kennt-wen.de, und-all-den-anderen-Sites-die-ich-vergessen-ha.be) abträglich, wenn jeder wirklich vor der Veröffentlichung und Kommunikationsanbahnung erst mal eine Nacht über das geplante Tun reflektieren würde …