Licht und Schatten

Wer’s noch nicht mitbekommen hat, als eine Art Microblog nutze ich derzeit locr, weil’s einfach einfach ist. Die Anwendung residiert ein meinem N95, Foto schießen, verorten (geht i. d. R. automatisch; entgegen früheren Aussagen finde ich mittlerweile das GPS im N95 als richtig gut — für einen GPS-Empfänger in einem Telefon; mit echten, navigationstauglichen GPS-Empfängern allerdings hat es nach wie vor nur die drei Buchstaben G, P und S gemein), hochladen (leider mit WIND hier in der Gegend zwischen Peschici und Vieste ein Geduldsspiel (mit G wie in GRPS-only)), fertig.
Tja. WIND. Auch in Italien bestätigt sich für mich, daß, wenn man Performance möchte, man sich einem der Platzhirsche im jeweiligen Land anvertrauen sollte.
Das ist in Deutschland so – UMTS ist weiträumig bei D1 und D2 vorhanden, EDGE jeweils in vielen nicht-UMTS-Gegenden ausgebaut, HSxPA im Aufbau oder besser; bei o2, meinem Datendienstleister aus Kostengründen für Unterwegs, sieht es mit HSxPA noch immer Mau aus (ich konnte bislang nur in München und in Verl 3,5G-Speed nutzen), UMTS ist manchmal da, die Netzabdeckung auch nur mit GSM gleicht vielerorts aber noch einem Flickenteppich :( – und ist in Italien nicht anders: TIM, der lokale Abzocker Ex-Monopolist bietet günstige Volumentarife nur »nach Feierabend« an (9 GB/Monat versurfbar Mo-Fr jeweils von 17 bis 9 Uhr sowie am Wochenende von Freitag 17 bis Montag 9 Uhr für 25 EUR/Monat (auch für Prepaid)) — dafür gibt’s dann wenigstens EDGE, meistens UMTS und oftmals sogar HSxPA. Alle meine italienischen Campingorte 2008 waren bislang mindestens UMTS-erschlossen bei TIM.
WIND auf der anderen Seite offeriert »Daten-SIMs« mit Data-only-Tarifen in verschiedenen Zeit- als auch Volumenkontingenten, auch für Prepaid (wobei sich da das dann ohne Kündigung wohl automatisch verlängert — mentale Notiz machen, vor der Abreise den Tarif zu kündigen, wäre wohl sinnvoll), z. B. 30 EUR für 2,5 GB in 30 Tagen rund um die Uhr (im Rahmen eines Angebotes ist der Traffic des Nachts, IIRC 24 bis 8 Uhr, derzeit ohne Berechnung). Nur, hatte WIND in der Nähe von Fano, Italien, noch UMTS ausgebaut, so bin ich zwischen Peschici und Vieste nicht über GRPS hinausgekommen. Da macht AJAX schon keinen Spaß mehr mit :(
Nachdem ich sowieso noch Rubbelkarten von TIM hatte, habe ich den Fundus aufgestockt und das leergeräumte Konto wieder aufgeladen; und als Proof-of-Concept habe ich mir am Sonntag Nachmittag das schweißtreibende Erlebnis F1 via HSxPA gegeben: vom heimischen vdr den DVB-Stream von RTL auf einem zweiten Rechner mit vlc auf 50% Bildgröße und 700 kBit/sec (MPEG2-) Video und 128 kBit/sec (MPEG2-) Audio resamplen lassen und diesen Datenstrom dann in der größten Mittagshitze im Trigano geschaut — denn das Laptop-Display hat gegen die hiesige Sonne nicht den Hauch einer Chance.
Qualitativ kein Heldenepos, aber man kann es sich durchaus anschauen, und die gut 800 kBit/sec flutschten ganz easy durch den OpenVPN-Tunnel von Gütersloh in die Region Peschici im Süden Italiens. Und richtig teuer, trafficmäßig, war’s auch nicht:

Hai a disposizione 8186.55 MB residui di traffico datierso ibox.tim.it. 

Na dann … Leider scheint effektiv bei 165 KByte/sec down- und 49 kByte/sec upstream Schicht im Schacht zu sein — ich sehe schon, wie auch im letzten Jahr werde ich TIM mehrere GByte schenken müssen ;)

Zwischenfazit N810

Das ist alles grade sehr unerquicklich, drum mache ich es kurz: für mich hat sich mit dem N810 nicht erfüllt, was ich mir erhofft hatte. Es ist, dank integrierter Tastatur ein hochportables Gerät, keine Frage; und auch tippen ist erträglich, für die Größe, damit möglich — diesen Text verfasse ich während der Wartezeit auf das Laden von www.wetter.com auf dem N810.
Aber leider ist es eben doch nur ein Gerät mit der Leistung eines modernen Smartphones, nicht der wenigstens eines Netbooks. Mehrere Flashanimationen — und die CPU ist am Ende. Mehrere Browserfenster mit leider state-of-the-art-Animationen — nix geht mehr, »… antwortet nicht. Abbrechen?«
Das Display reicht mit 800×480 nicht für die Anzeige von GoogleMaps. unterwegs in Italien hat sich GoogleMaps als hilfreiches Tool erwiesen — auf Note- oder Netbook, nicht aber, weil zu lahm und zu kleiner Screen, auf dem N810.
Das Fehlen eines direkten GSM-Moduls nötigt zum mitschleppen eines BT-fähigen Telefones; typischerweise ist, will ich das N810 nutzen, entweder das »Modem-Telefon« leer oder das N810.
Und nur für den gelegentlichen Blogeintrag am öffentlichen Hotspot — nee, da würde auch meine Finanzministerin streiken …
wetter.com ist übrigens noch immer nicht fertig, hat sich wohl wieder mit dem N810-Browser und Mobilfunk-Ladezeiten verhakt :(e

Moderne Wegelagerei

Damnit. Ich war fast am Ziel, und dann das! Zwar ist die United Mobile-Data-SIM nicht mehr rechtzeitig angekommen – sie wartet nun auf eine Zustelladresse im europ. Ausland –, aber dank WLAN am 1. Campingplatz war das nicht wirklich schlimm.
Da das Wetter nicht dem entsprach, was wir uns für die Urlaubszeit in Südeuropa erhofften, gab es sponate Planänderungen: streiche Spanien, setze Italien. Und dank TIM-SIM – und zu Hause vorrecherchiertem Angebot – sollte ja der Netzzugang ab Italien wieder problemlos und günstig möglich sein. Und in der Tat, eine 30-EUR-Rubbelkarte gekauft, Code freigerubbelt und TIM mitgeteilt, voila, 32,81 EUR Guthaben, reicht für die 25,–, die die 9-GB-Monatsflat wieder kostet. Noch schnell, über TIM, denn beim Roaming kostet die MB ja horrende Summen, die Aktivierungsdaten (bestimmter SMS-Text – PRO TIME – an bestimmte Nummer) auf www.tim.it nachgeschlagen, und dann … sind statt 32 EUR »weniger als 28« noch da. Hä‽
Also nochmal zum freundlichen Euronics-Händler, der mir aber auch nichts sagen kann; sowas kann der TIM-Shop aufklären, aber der hat da schon zu. Nach ein paar hundert von TIM auf »HELP«-Anfragen erhaltenen SMS gebe ich auf und tue, wie die Telefonstimme mir empfiehlt: »Für weitere Informationen gehen Sie auf www.tim.it«. Das tue ich dann auch; uns ja, es fehlen rd. 15 EUR, aber wo sie gebieben sind, verrät mir die Onlinerechnung nicht: es liegen keine Daten vor. Und ich habe auch keinen coolen Tarif gebucht, die 15 EUR sind scheinbar einfach … weg.
So wie plötzlich auch die Verbindung; TIM mag nicht mehr mit mir sprechen: »LCP terminated by peer«. Na Klasse. Also kein Internet am Montag, Dienstag schnell zum TIM-Shop gefahren — der hat aber Dienstags zu; oder an einem anderen Werktag generell und sonst nur nach Terminabsprache offen, so ganz verstanden habe ich das Schild nicht.
Da TIM also nicht mehr wollte, habe ich mir eine »SUPERINTERNET SIM« von WIND geholt, für 20 EUR (10 EUR bringt die SIM für 10 EUR mit) gibt’s da ein Angebot, 24/7 bis zu 2,5 GB zu versurfen. Warum diese als reine Daten-SIM verkaufte Karte eine italienische Rufnummer besitzt – oder überhaupt ein Mobilfunkanbieter vollwertige SIMs zu reinen Datenkarten abspeckt; ginge auch Voice, würde ich ja vielleicht auch über WIND telefonieren statt nur über United Mobile – verstehe, wer will.
Mitterweile, nach einem Tag, erklärt sich auch der Verbleib meines TIM-Guthabens:

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Eine Minute 52 Sekunden TIM.it über TIM ansurfen: 14,64 EUR. Und so edel, wie der Preis erwarten liesse, war die Verbindung nun auch wieder nicht … Tja, das MB für 6,00 EUR, ich fürchte fast – bei United Mobile kostet das übrigens im Roaming 0,99 EUR –, ich wäre mit Vodafone D2- oder o2-Roamingtarifen besser billiger gefahren.
Sauerei.
Zumal, da der Traffic nicht auftauchte – und auch nicht kostenlos in Erfahrung zu bringen war – und somit die Nachforschungen auf den kruden, grafiklastigen Seiten von TIM.it das Guthaben völlig aufzehrten:

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Mir fehlen tatsächlich etwas die Worte …
Aber super, daß die EU so das Wohl der Bürger im Auge hat und Romingkosten »harmonisieren« will — wie wär’s, mal gegen den Wucher bei den nationaen kB(!)-Preisen bei den europäischen Mobilfunkern vorzugehen?

Mobilfunk-Mafia

Ich fand’ ja schon öfter, »das sind doch alles Verbrecher« — könnte durchaus am Verhalten einzelner Marktteilnehmer liegen …
Sehr unspaßig verhält sich da z. B. die o2 den eigenen Kunden gegenüber; ok, daß ist nichts Neues, aber dennoch immer wieder auf’s neue faszinierend, daß man mit solchen und anderen Aktionen noch immer Kunden fangen kann.
Meine Story: Ich kaufte mir 2007 aus der Bucht ‘n (paar) sog. »Surf@Home II«-Router; das sind von Option gebaute Kistchen mit ‘ner modifizierten UMTS-PCCard (blanke Elektronik und angelötete Antenne) drin und Linux als OS, Web-0GUI o2 gebrandet, drauf. Allerdings nicht OpenWRT und Co., wie bei WLAN-Routern schon fast gang und gäbe. Im Großen und Ganzen ähnelt es Linksys’ WRT54G3G, nur das die UMTS-Karte fest eingebaut ist. Und weil es bis zum Ende des Tarifs subventioniert angeboten wurde, ist das Gerät »natürlich« auf’s o2 Netz netlocked.
Das Handbuch sagt, man könnte das Gerät – während der Vertragslaufzeit allerdings nur zu Kosten von 49,00 EUR – per von der SURFHOME-Hotline zu erhaltendem Code für alle Netz freischalten lassen. Dies wollte ich mit einem der Geräte dann auch tun, denn dessen Vertrag ist lt. den Unterlagen des Vorbesitzers im Dezember 2007 ausgelaufen.
Aber da habe ich die Rechnung ohne die Winkeladvokaten der o2 gemacht. Denn obwohl ich als o2-Kunde zu erkennen war – ich rief extra von meiner privaten Genion-SIM an –, teilte mir der Hotliner mehr so gelangweilt mit, daß der Code nur dem Erstkäufer genannt werden könne. So sei das nun einmal. Da liesse sich auch nichts dran machen.
Ich hoffe, sie haben das Gespräch wirklich für »Qualitätssicherungs- und Übungszwecke« aufgezeichnet; mein Abgang war darauf jedenfalls angelegt und es wäre schon schade, hätte ihn nur der Hotliner zu hören bekommen.
Tja, o2 hält also über o2 bezogene Geräte auch nach Ablauf der 24 Monate des initialen Vertrags in Netz-Geiselhaft, ohne darauf im Handbuch hinzuweisen; ob das rechtens ist, werde ich erst nach meinem Urlaub klären können — wobei ich dann die rottige o2-Hardware auch nicht mehr brauche, um ehrlich zu sein.
Denn die verbauten UMTS-Karten sprechen augenscheinlich wirklich nur UMTS (oder sind so per Firmware eingestellt) — in den weiten o2-UMTS-freien Flächen Deutschlands sucht sich der Router dann ‘nen Wolf und zeigt »kein Netz«.
Es wäre jetzt im kommenden Urlaub praktiisch gewesen, einfach den Router unter’m Trigano zu positionieren und per WLAN ins Netz zu gehen (mit N810 und akoya Mini), aber da o2 dies mir, ihrem Kunden, nicht ermöglichen möchte, geht’s halt nicht. In meiner norddeutschen Heimat funktioniert der Surf@Home-II-Router auch nicht — eben wegen der weiten o2-UMTS-freien Flächen in Deutschland, grade an der Küste … Im übernächsten Urlaub werde ich der Hardware dann wohl mit Schraubenzieher und/oder Dissassembler kommen, vielleicht rennt dann auch schon OpenWRT auf der Plattform und ich kann beliebige (UMTS-/HSxPA-)Karten nehmen.
o2 can do … annoy it’s customers like no other.

Qual der Wahl

Ich stelle grade angenehm überrascht fest, daß meine TIM-SIM tatsächlich noch funktioniert, sogar ein Guthaben ist noch drauf. Da stellt sich natürlich schon die Frage, ob Spanien das richtige Urlaubsziel ist: Ich habe bislang weder ein interessantes, urlaubstaugliches (Daten-) Prepaidangebot gefunden noch finde ich die Konditionen für Camper dort richtig reizvoll. Für meinen Technikpark zumindest hätte ich schon gerne einen Stromanschluß (die Kühlbox rennt auch mit Gas), aber dafür ca. 5 EUR am Tag auszugeben, das tut doch etwas weh — mental wie in der Urlaubskasse. (Von den durchschnittlich 45,00 EUR Gesamtkosten am Tag ganz zu schweigen — das geht in Italien an den Seen auch günstiger …)
TIM böte für 25,00 EUR wieder ein 30-Tage Angebot mit bis zu 9 versurfbaren GB; United Mobile würde dafür dann schlappe 8.910,00 EUR haben wollen — sofern sie denn überhaupt noch rechtzeitig ankommt, meine Data-SIM von United Mobile. Deren Nummer kann ich im Web sehen; die Expressbestellung ist allerdings erst Montag Nachmittag zum Versand gekommen — ihre Schwester, die UM+ (Voice-only) war da schon im heimischen Briefkasten, obwohl sie nur 15 Minuten vorher bestellt wurde. Denn bei diesen Reiseversprechen auf den Griff in meinen Geldbeutel …

Wenn das kein Versprechen ist!
* Kostentransparenz: In 36 Ländern zum gleichen Minutenpreis wie zuhause telefonieren plus einmalig 75 Cent je Gespräch[sup]1[/sup]
* Sparen: Inklusivminuten auch im Ausland abtelefonieren[sup]2[/sup]
* Nur 75 Cent einmalig je ankommender Anruf[sup]1[/sup]
* In 35 Partnernetzen auch mobil über wap.vodafone.de surfen für 10 Cent für 50 KB plus 50 Cent pro Verbindung.[sup]1, 4[/sup]

 
… zahle ich lieber einmal für die UM+-Karte und bekomme Anrufe (auf der Nummer aus +44 — ja, Anrufer erreichen mich nun ggf. teurer) kostenlos und zahle je Minute/SMS nur 0,29 EUR, egal, ob ich in Spanien, Frankreich, Italien, Rumänien oder Lettland wäre. (Data über die Liechtensteiner +423 ist ein anderes Thema, mit dem neuesten Angebot geht das aber auch — eben ab 0,99 EUR/MB zzgl. 0,39 EUR pro Session in vielen Ländern.)
Wohin auch immer die Reise gehen wird: ich werde berichten ;)

Medion akoya Mini && Linux …

Ich hatte mir gesagt, sollte am Samstag noch ein akoya da sein – den Berichten nach ja eher unwahrscheinlich –, dann … schlage auch ich zu. Nicht nur, weil ein Campinghändler und Trigano-Importeur mir durch späte Fehllieferung meinen Plan der Umrüstung meines Trigano-Faltcaravans – zwecks 100 km/h-Zulassung – vermasselt hat; an sich ist das akoya Mini in der Hard-Software-Kombination ja schon interessant.
Wie es der Zufall (Schickal?) wollte, es war noch mindestens eines im Käfig, und es war weiß — Herr Ober, ein Netbook, bitte.
Augenscheinlich war’s das letzte weiße, denn vor der Aushändigung – »Stellen Sie sich schon mal an!« »Nein, das ist nicht meins, ich warte auf das Notebook, aber ich sehe Ihren Kollegen nicht mehr‽« – war noch der Austausch des versiegelten Ausstellungskartons durch einen anderen aus dem Lager, vermutlich dann wohl schwarz, zu vollziehen.
Nach einigen eher wenig zielführenden Versuchen, mit in UNetbootin vorkonfigurierten Distributionen, Linux auf dem akoya Mini so zu booten, auf das ich über’s LAN per dd ein Image der ganzen akoya-Platte sichern könnte, war Ubuntu 8.04.1 dann schlußendlich Retter in der Not: Desktop-Image i386 gezogen (VDSL++), mit UNetbootin auf USB-Stick installiert, akoya gebootet (Bootreihenfolge im BIOS des akoya habe ich aktuell auf USB-CDROM/USB-Disk, Netz, Platte, USB-Floppy gestellt …) – und tah-tah, ein Ubuntu Desktop in 1024×600 und DHCP-versorgtem eth0. dd und nc bringt Ubuntu gleich mit — super, dann kann’s ja losgehen ;)
Die nächtliche, unbeaufsichtigte dd-Aktion mit anschließender md5sum war erfolgreich, heute morgen dann auf den 1-GB-USB-Stick von UNetbootin »Parted Magic« gepackt, akoya-Platte repartioniert (je ca. 32 GB für Windows & Linux jetzt, 2 GB Swap für Linux als /dev/sda3), nochmal mit UNetbootin Ubuntu 8.04.1 draufgebraten auf den Stick, nochmal in Ubuntu reingebootet und »Install« angeklickt. Die XP-Home-Installation wurde in die grub-Konfiguration eingetragen, Ubuntu 8.04.1 jedenfalls bootet auf dem akoya Mini jetzt. Was mit Windows ist, werde ich späte sehen; der initiale Start endete mit der Nichtakzeptanz der MS-Lizenzen, aufgrund derer das akoya-Windows schmollend sich abschaltet ;)
Letztlich scheint mir mein Weg mittels Desktop-Image einfacher als der über Alternate Install, aber wie gesagt, Windows habe ich noch nicht weiter getestet, allerdings hatte ich bislang auch nie Probleme, wenn die Windows-Partition bei der Linux-Installation in grub eingetragen wurde. Aber bei Ubuntu 8.04 muß man ja auf Vieles gefaßt sein …
Next Step ist dann die WLAN-Treiber-Installation; immerhin gibt es augenscheinlich zumindest prinzipiell funktionierende Treiber … Die Webcam wird ja auch prinzipiell erkannt, aber augenscheinlich noch nicht korrekt angesteuert (luvcview bricht ins Essen) — mal sehen, ob die Masse an akoyas da zu schellen Lösungen führt ;)

Mein Staub, Dein Staub? Feinstaub!

Als ich mein vorletztes Auto anmeldete – das ist jetzt so 7 Jahre her –, da frage ich auf dem Straßenverkehramt in Cuxhaven nach der lustigen G-Kat-Plakette. Ich war damals noch nicht soooo lange in Gütersloh – für mich Südschweden war damals vielleicht grade nicht mehr Ruhrpott – und dachte mir, wenn die da Smog haben und ich müßte laufen, das wäre doch eher doof, dann will ich diese olle Plakette lieber mal nehmen.
Aber daraus wurde nichts, denn die Sachberabeiterin meinte, daß man die doch »hier sowieso nicht« bräuchte — wodrauf ich noch erwiederte, daß ich häufiger im Ruhrgebiet wäre. Aber auch dort, meinte sie, wäre diese Plakette mehr als flüssig. Ich sparte dann die 10(?) DM und zog von dannen.
Eine kluge Wahl, wie sich jetzt herausstellt:

Die Mutter aller Umweltplaketten war sechseckig, schokoladenbraun und überflüssig wie ein Kropf: Die Ozonplakette, die sich ab Mitte der 90er-Jahre vor allem in den Ballungsräumen den rechten unteren Scheibenrand eroberte. […] Gebraucht wurde die Plakette nicht, noch nicht mal im Ruhrgebiet wurde seither ein Fahrverbot wegen Sommersmog verhängt.

 
Generell ist das übrigens ein netter Artikel, der aus meiner Sicht die neuerliche Idiotie, pardon, Auswüchse der Regelungswut, herrlich zusammenfaßt:

Kurios: In Dortmund ist die Umweltzone ganze 300 Meter lang. So zielgenau hält sich der Staub augenscheinlich an politische Grenzen.
Was diese Aktionspläne nutzen? Der Luft wenig. Erst im vergangenen Herbst nahm der Bundesgesetzgeber noch Fahrzeuge hinzu, die mit frühen Katalysatoren ausgerüstet sind. Das war sachlich richtig, denn die Benziner mit den sogenannten US-Kats produzieren keinen Feinstaub, abgesehen vom Bremsen- und Gummiabrieb wie alle anderen Fahrzeuge auch.

 
Aber Hauptsache, mal hat etwas getan — bis die EU spitz kriegt, daß dieser ganze neue Zonenquatsche mehr so Unsinn ist?

Zeichen und Wunder

Sachen gibt’s. Ich hatte mich ja schon damit – fast – abgefunden, ggf. üppig Bußgelder zahlen zu müssen, wenn ich meinen Audi 90 mal in eine dieser lustigen Umweltzonen lenken sollte; Stand Mitte 2007 hätte es für die Schlüsselnummer 01 des Audi 90 nicht mal einen feuchten Händedruck gegeben, von einer Feinstaubplakette ganz zu schweigen. Da der Wagen einen G-Kat hat und nach meinem Kenntnisstand nicht signifikant mehr oder weniger Feinstaub produziert als mein A6, hätte ich es drauf ankommen lassen, getreu des Gesetztgebers Motto »schaun’ ‘mer mal, ob ‘mer damit durchkimma« … Ich meine jedenfalls, da in Deutschland ja nicht wenige Gesetze schlicht verfassungswidrig sind, kann man dies heute als Regelfall bei neuen Gesetzen annehmen und sollte entsprechend agieren.
Aber soweit muß es nun nicht mehr kommen, denn die bundesdeutsche Frickelpolitik hat mal wieder nachgebessert:

Der Gesetzgeber hat den Anwendungsbereich für die Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen wesentlich erweitert. Dies bedeutet: zukünftig können weitaus mehr Kraftfahrzeuge eine Feinstaubplakette erhalten.
Insbesondere handelt es sich hierbei um:
* GKAT-Fahrzeuge mit nationaler Genehmigung (Schl.Nr. 01, 02, 77)
* Nutzfahrzeuge, die mit PMK-Systemen nachgerüstet wurden.
Zudem dürfen Oldtimer künftig Umweltzonen ohne Plakette befahren

 
Insbesondere den Oldtimer-Passus finde ich nur konsequent, denn Trecker und ähnliche Stinker sind ja von vorneherein ausgenommen gewesen.
Na, jedenfalls zieren seit Freitag stolze – grüne – Feinstaubplaketten meine Audis. Bevor Bonn Berlin es sich wieder anders überlegt …

Dann eben nicht simyo …

Ich habe bei simyo Deutschland nachgefragt, ob es wirklich stimmt, daß bei simyo Spanien 100 MB für 0,99 EUR/Tag zu haben sind – mit Google bekomme ich die simyo.es-Seiten nicht sinnvoll übersetzt.
Leider die Ernüchterung (wohlgemerklt: ich hatte angekreuzt, daß ich kein simyo-Kunde sei):

Guten Tag Kai Siering,
wir freuen uns über Ihr Interesse an simyo.
Sie können GPRS und WAP im Ausland nicht nutzen – Ihre simyo SIM-Karte
ist für Datendienste (WAP/Internet über GPRS) nur im Inland
freigeschaltet.
Auslandstarife gesenkt! Seit 01.06. profitieren Sie automatisch von
durchschnittlich 7% günstigeren Gesprächspreisen im EU Ausland. Mehr
Infos auf www.simyo.de
Viele Grüße
XXXXXX XXXXXXX
simyo Service Team
www.simyo.de/kontakt
Tel 1145 (*0,49 EUR/Min. Schnellwahl von Ihrem simyo Handy)

 
Ich frage mich ja, ob das wirklich noch ein Mensch zusammenklickert oder die KI so strunzdoof ist. Egal, wenn man mit simyo nur im Inland surfen kann, … ach, halt, das war ja eigentlich die Frage:

Guten Tag,
ich werde die demnächst in Spanien verweilen und suche nach einer günstigen Möglichkeit für Telefonate (nach Deutschland) als auch Internetzugang. Sofern ich simyo.es richtig verstehe, bieten Sie dort bis zu 100 MB ab Tag zu 99 Cent? Können Sie mir sagen, wie ich, entweder noch in Deutschland oder dann in Spanien, eine solche SIM erwerben kann?

 
Naja, whatever; simyo kann scheinbar nicht wollen. Oder so. Ich habe nun eine Data-SIM von United Mobile bestellt. 99 Cent pro MB sind jetzt kein Schnäppchen, verglichen mit den Abzocker-Tarifen deutscher Anbieter beim Datenroaming aber schon fast geschenkt — und anders als simyos Kärtchen ist United Mobiles SIM auch außerhalb Spaniens günstig, z. B. schon auf der Durchreise durch Frankreich …