Mein Staub, Dein Staub? Feinstaub!

Als ich mein vorletztes Auto anmeldete – das ist jetzt so 7 Jahre her –, da frage ich auf dem Straßenverkehramt in Cuxhaven nach der lustigen G-Kat-Plakette. Ich war damals noch nicht soooo lange in Gütersloh – für mich Südschweden war damals vielleicht grade nicht mehr Ruhrpott – und dachte mir, wenn die da Smog haben und ich müßte laufen, das wäre doch eher doof, dann will ich diese olle Plakette lieber mal nehmen.
Aber daraus wurde nichts, denn die Sachberabeiterin meinte, daß man die doch »hier sowieso nicht« bräuchte — wodrauf ich noch erwiederte, daß ich häufiger im Ruhrgebiet wäre. Aber auch dort, meinte sie, wäre diese Plakette mehr als flüssig. Ich sparte dann die 10(?) DM und zog von dannen.
Eine kluge Wahl, wie sich jetzt herausstellt:

Die Mutter aller Umweltplaketten war sechseckig, schokoladenbraun und überflüssig wie ein Kropf: Die Ozonplakette, die sich ab Mitte der 90er-Jahre vor allem in den Ballungsräumen den rechten unteren Scheibenrand eroberte. […] Gebraucht wurde die Plakette nicht, noch nicht mal im Ruhrgebiet wurde seither ein Fahrverbot wegen Sommersmog verhängt.

 
Generell ist das übrigens ein netter Artikel, der aus meiner Sicht die neuerliche Idiotie, pardon, Auswüchse der Regelungswut, herrlich zusammenfaßt:

Kurios: In Dortmund ist die Umweltzone ganze 300 Meter lang. So zielgenau hält sich der Staub augenscheinlich an politische Grenzen.
Was diese Aktionspläne nutzen? Der Luft wenig. Erst im vergangenen Herbst nahm der Bundesgesetzgeber noch Fahrzeuge hinzu, die mit frühen Katalysatoren ausgerüstet sind. Das war sachlich richtig, denn die Benziner mit den sogenannten US-Kats produzieren keinen Feinstaub, abgesehen vom Bremsen- und Gummiabrieb wie alle anderen Fahrzeuge auch.

 
Aber Hauptsache, mal hat etwas getan — bis die EU spitz kriegt, daß dieser ganze neue Zonenquatsche mehr so Unsinn ist?