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Schon ein schwieriger Spagat für unsere zierliche Kanzlerin. Wie soll man auch erklären, daß man in Russland es scheiße findet, wenn bekannte Oppositionelle (die nur in anderen Ländern so heißen, in unserem Ländle heißt daß dann schnell »Randalierer« oder »Mitglieder der militanten, linksextremistischen Szene«) an der Anreise zur Demo gehindert werden, in der ehemaligen DDR aber Schutzzäune und Demonstrationsverbote bis zu 6 km vom Tagungsort entfernt demokratisch und frei und sowieso vollkommen in Ordnung seien?
Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die aktuelle audio-visuelle Berichterstattung rund um den anstehenden G8-Gipfel zu sichten und hinsichtlich des Themas »Demonstrationsrecht« ein paar Aussagen von Angela Merkel (amtierende Kanzlerin, CDU), Wolfgang Schäuble (amtierender Bundesinnenminister, CDU), Heiner Geissler (ehem. CDU-Generalsekretär) und Gerhart Baum (ehem. Bundesinnenminister, FDP) zueinander in Verbindung zu setzen:
»Im Prinzip« hat Schäuble also nichts gegen Demonstranten, und sie dürfen ja auch gegen G8 demonstrieren, wo der Pfeffer wächst sie wollen — solange das nur nicht grade in Sicht- oder Hörweite des Tagungshotels ist … Und Kanzlerin Merkel meint, daß zumindest in Russland jeder, der »gar nichts gemacht hat sondern nur auf dem Weg zu einer Demonstration« sei, auch zu dieser gehen dürfen sollte.
In Russland. Nicht automatisch auch in Mecklenburg-Vorpommern.
Warten wir also ab, wie die Gerichte das sehen …

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