Okay, nachdem twitter.com grade wieder eine signifikante Unpäßlichkeit zeigte, muß ich dem Problem ins Auge sehen und konstatieren, daß eine direkte, blockende, Einbundung verschiedener Dienste nicht gut für die User Experience ist …
Ich nehme hiermit gerne Tipps für einen Crashkurs in AJAX an, ich möchte Bereiche auf meiner Seite haben, die asynchron vom restlichen Seitenaufbau befüllt werden. Also so ähnlich wie beim Browser-Chat auf der Google-Mail-Seite — der Chatpartner tippt was und bei mir steht, daß er nun tippt bzw. es kommt sein Text nach dem Absenden automatisch, ohne daß ich Reload oder so machen müßte … Any ideas?
2584 Beiträge weniger
Nun hat der Schäfers es (am Freitag) doch getan: YAMB.BETA² ist Geschichte.
Jörg-Olaf Schäfers zwitscherte noch kurz, postete einen letzten Beitrag (»Noch 10 Minuten bis zum Shutdown …«) — und dann war’s das:
In 2 Stunden werde ich mein Blog abschalten. Nach 2 1/2 Jahren und 2583 Beiträgen. Komisches Gefühl.
10:03 PM June 15, 2007 from im
Gut, eigentlich ist’s egal und natürlich seine Entscheidung. Für blogdoch.net und sicherlich andere Blogs, die grade in der Hochzeit des Studivz-Bashings auch auf fx3.org/blog-URLs verlinkt haben, ist es ein Verlust; viele Links, wie dieser aus meinem Eintrag »Studivz pausiert nach Passwortklau« vom Februar diesen Jahres werden auf der Sommerpausen-Seite verenden. Hier hätte ich dann doch mehr Besonnenheit vor der Datenvernichtung mir gewünscht. Nun denn, das heißt also, als finale Lehre, nur auf lokal bereitgehaltene Screenshots zu verweisen und nicht ausschließlich auf die flüchtige orginale Fundstelle.
Sad, but true. Aber zum Glück nimmt sich die Nationalbiliotheke ja bald des Themas an, sodaß es bald wirklich permanente Linktargets gibt; alles hat eben seine Vor- und Nachteile …
Waiting for twitter.com …
… dieser Satz erscheint derzeit häufiger beim Laden von blogdoch.net. Hintergrund, wie der geneigte Leser nachvollzogen haben dürfte, ist, daß auch ich nun seit dem letzten Wochenende rumzwitschere und die API entsprechend am lebenden Beispiel blogdoch.net mal ausprobiere.
Derzeit befindet sich als kruder Hack noch eine leicht modifizierte Fassung des twitter-JavaScripts auf jeder Seite von blogdoch.net — oben, über’m Content.
Das ist so natürlich Kappes; nicht nur, weil twitter.com langsamer und langsamer wird sondern auch, weil es auf jeder Blogseite auftaucht: im Impressum, auf Einstellungsseiten des Blogs, …
Ich werde mir das in den nächsten Tagen noch vornehmen, wie ich das allerdings sauber in SPHPBLOG integrieren kann, weiß ich leider noch nicht.
For the time being bitte ich also um »etwas Geduld« — für die Sache! ;)
ADAC und Software oder: Würden Sie die Textverarbeitung beim Bäcker um die Ecke kaufen?
Ich habe nichts gegen rechtschaffene Bäcker. Oder gegen Automobilclubs im allgemeinen.
Wenn aber ein Automobilclub einen Campingplatzführer mit Software herausgibt, erwarte ich im Jahre 2007 schon grundlegende Komfortfunktionen. Zumindest, wenn die olle Software extra kostet, darf man meines Erachtens einen Zusatznutzen erwarten.
Die Software, die man unter Windows mit full-blown Installergedöns installieren muß – unter MacOS X hingegen soll es direkt starten; Linux wird, natürlich, wieder mal mit keinem Wort erwähnt – ist nichts weiter als ein in meinen Augen ziemlich krudes Datenbankfrontend. Freitextsuche: Fehlanzeige. Suche nach Standardfeld »keine Hunde«: nicht vorgesehen.
Man kann Gegenden eingeben, in denen nach Campingplätzen gesucht werden soll. Nur vergißt die Software, z. B. schein’s auch beim Hibernate, gelegentlich diese Auswahl — Super, wenn plötzlich wieder österreichische Plätze angezeigt werden, suchte man doch an der italienischen Riviera.
Ganz groß auch die eingebaute Landkarte — vermutlich aus Angst der Kartenrechteinhaber vor der Benutzung als alternatives Navigationssystem (das ist in etwa so abwegig wie der Glaube daran, daß die Musikindustrie an irgendetwas anderem als der Gewinnmaximierung Interesse hätte, also z. B. so profane Dinge wie Kundenzufriedenheit ihr wichtig wärem), ist sie im selben Maßstab wie die gedruckte Karte, die dem Campingführer beiliegt. Interaktives reinzoomen: no fucking way, also Mehrwert effektiv Null. Ok, von der Markierung der Plätze in der elektronischen Karte abgesehen — die aber eben grob genug ist, daß an einem Ort gteich mehrere Plätze gelistet werden müssen, eine visuelle Auswahl »ok, der ist aber näher am Strand« ist in der Anwendung wiederum nicht möglich. Was verbraucht da aber die satten 300 MB?
Ich kann also nach kabelgebundenem Internet oder Internet per WLAN explizit suchen lassen — nach überhaupt Internetzugang, gleich auf welcher Zugangsart basierend, nicht. Hundefreier Platz – im gedruckten Führer per visual grep relativ schnell zu erfassen – ist nur durch Vergleich der einzelnen Angebote per visial grep der jeweiligen Detailansicht möglich. Das ging schon 1997 besser … Apropros: eine Mehrfachauswahl und dann eine vergleichende Gegenüberstellung der Plätze ist – natürlich – nicht möglich.
Ganz groß ist auch der Button für Google Maps-Koordinaten: erster Klick zeigt die Koordinaten an und bietet die Möglichkeit, direkt Google zu kontaktieren per Browser. Nutzt man dieses, erscheint, bei der aktuell genutzten WLAN-Verbindung, der JavaScript-Hinweis, daß die Verbindung ggf. Geld kosten könnte und sie jederzeit abgebrochen werden kann. Ist, natürlich, nicht konfigurierbar — Nervige Klicks für 100: Was bietet der ADAC-Campingführer als PC-Programm?
Und wer sich nun fragt »Google Maps‽«, dem sei gesagt, daß sich diese erstklassige Software mit 300 MB Plattenplatzverbrauch für eine bessere örtliche Orientierung eben nicht auf das mitgelieferte Kartenmaterial verläßt, sondern eine Google Maps-URL mit stumpf den Koordinaten aufruft. Ja, natürlich nur mit der des aktuell selektierten Platzes, will man mehrere vergleichen, heiß dies, diese in der Liste anzuklicken, auf Detailansicht zu gehen, den Koordinatenknopf zu drücken, den darin befindlichen Link zu klicken, die JavaScript-Kostenwarnung abzunicken und dann … die beiden Karten visuell zu vergleichen.
Seufz. Das alles ging schon im Web 1.0 besser. Von einer Software, die Windows 2000/XP mindestens voraussetzt hätte ich doch deutlich mehr Funktionalität und Komfort erwartet. Ok, ich hatte nichts weltbewegendes für 10 Euro Mehrkosten für die CD erwartet — aber doch wenigstens eine dem gedruckten Campingführer in Funktion nicht nachhinkende Software. (Und warum eine Java-Runtime installiert wird, der ganze Kram dann aber nicht als browsergestützte Anwendung, auch unter Linux lauffähig, daherkommt, verstehe ich auch nicht.)
Hirnfixierung
Respekt. Nach mentalen Anlaufschwierigkeiten hat es »Titanic« (hmmja, ich wäre vielleicht mit dem Namen als auch ohne mit Impressum da vorsichtig — die Verwahreinrichtungen haben in Deutschland ja nun auch Guantanamo-Niveau erreicht) seit dem 01.06.07 mit 10 Artikeln in gut 16 Tagen auf eine höhere Schlagzahl gebracht als z. B. das mit ‘nen Überblogger gesegnete WestEins-Projektblog.
Nach den jüngsten Ergüssen frage ich mich allerdings schon, ob es, trotz des gegen-den-Wahnsinn-bloggens nicht zu Aufweichungserscheinungen kommt. Kann natürlich auch der Stil sein, ein Blog, welches sich »hirnlöffel« nennt, darf sich sicher mehr als andere dem Thema Hirn im allgemeinen und Zerfall, Entsorgung, Austausch im besonderen widmen.
In Mexiko habe ich seinerzeit mal was gegessen, das verdammte Ähnlichkeit mit einer Suppe aus walnußgroßenkleinen Hirnen hatte — vielleicht reagiere ich auch deshalb nur sensibel auf Lobotomie und verwandte Themen …
Wie dem auch sei: Willkommen in der Nachbarschaft!
Manual Mashup
Da es diese Funktion ja schein’s noch nirgendwo gibt, also hier auf meiner Spielwiese: Der bebilderte Zwitschereintrag.
Ich hatte gestern die Ehre Möglichkeit, corona/El Burro live beim zwitschern abzulichten und möchte dieses wichtige Dokument natürlich der Welt nicht vorenthalten!
Und es war in der Tat eine feuchte Party, innerlich wie äußerlich. Schön, daß man an diese Tradition wieder angeknüpft hat, wobei das letztjährige Ersatzevent auch nicht von schlechten Eltern war ;)
Klitzekleines Latinum
Aufgrund eines Satzes Don Alphonsos, »ich habe aus meinen Fehlern gelernt, und in Zukunft werden die anderen lernen; facta est fabula.« schmiß ich mal Google an, da ich mir keinen Reim drauf machen konnte. »Fakten sind Fabeln« machte jedenfalls erstmal keinen Sinn, also nachschlagen ;)
Außer in Dons Blogs finde ich den Spruch nur an zwei zweiteren Stellen — Wikipedia listet es ohne führendes »F«:
Acta est fabula, plaudite!
„Das Spiel ist aus (wörtlich, die Geschichte ist vorbei), Applaus!“ – häufiger Endsatz altrömischer Komödien
Und wie heißt die Redewendung nun wirklich?
Unfallverhütung
Einen Countdown bis zur nächsten Fußgänger-Grünphase, sowas habe ich lange nicht gesehen (also, eigentlich … überhaupt noch nicht).
Die vierspurige Verkehrsader vor dem Hamburger Hauptbahnhof hat jedenfalls sowas, wie ich mich heute überzeugen konnte. Schätze, es hat damit zu tun. daß – so kenne ich das noch aus dem letzten Jahrtausend – viele Leute es immer von und zum Bahnhof sehr eilig haben und ggf. auch schon mal bei rot gelaufen sind. Manchensmal wohl Bambi-gleich vor eine überlegene Motorhaube?
Nun ist da ein netter Countdown. der die eh’ schon aus Autofahrersicht elend kurzen Rotphasen zur Kurzweil werden läßt — wenn man weiß, daß in 20 Sekunden grün kommt, wird man wohl eher warten als bei einem unbestimmten »Grün kommt!«.
PPT
»Katharina Borchert: Hating power point.«
I second that. What do to against it?
Big Business, Big Cinema?
Da haben sich ja mal zwei Große gefunden; im Beitrag Google cancels anti-eBay bash wird berichtet, daß eBay sich weigert, Google Checkout – Googles Variante von PayPal – als Zahlungsservice für eBay-Geschäfte zuzulassen; so überraschend ist das vielleicht nicht, gehört PayPal seit dem Kauf vor mehreren Jahren doch direkt zu eBay.
Es war dann wohl geplant, seitens Google eine »Google Checkout Freedom Party« dort in Boston abzuhalten, wo auch schon die Bostoner Teeparty seinerzeit stattfand – durchaus eine nette Idee, und daß parallel grade die »eBay Live! Conference« stattfindet, in Boston, würde für ein marginales Aufmerksamkeitsplus sicherlich reichen.
Dummerweise hat eBay dem Bericht zufolge alle eBay-Anzeigen aus Googles AdWords-Cashcow entfernt – nur ein routinemäßiger Test, wie eBay versichert –; und den Google-Checkout-Aktivisten fiel ein, daß sie vielleicht die eBay-Live!-Besucher gar nicht verschrecken wollten und daher sagen sie die Aktion flink ab.
Wie gesagt, full story drüben.
