Quo vadis?

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Label/Receipt Number: CJ28 xxxx xxxx x
Status: Out of Foreign Customs
Your item cleared customs in GERMANY at 8:04 PM on May 20, 2008. Information, if available, is updated every evening. Please check again later.

 
Hmm. Und wo ist’s nach dem 20.05.2008 hin? Vorbereiten auf’s Oktoberfest‽

Transparenz ade?

Komisch, die Suche bei bundestag.de zeigt einen Artikel aus 2001 über ‘ne Webcam im Büro eines Abgeordneten:

Blick ins Abgeordnetenbüro
Die Kamera ist immer dabei.
Hans-Joachim-Otto, medienpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion überrascht mit einem ungewöhnlichen Internetauftritt. Auf größtmögliche Transparenz bedacht, installierte der Abgeordnete eine Live-Webcam in seinem Büro, […]

 
Auf der verlinkten Website allerdings findet sich augenscheinlich kein Link mehr auf jene Webcam — nach sieben Jahren ist für Herrn Otto wohl Transparenz nicht mehr so wichtig?

Äpfel und Pinguine

Vielleicht habe ich in meiner Sturm- und Drang-Zeit als Amiga-Jünger doch mehr gelitten, als es den Anschein hatte; jedenfalls bin ich bislang, was ich erstaunlich finde, von jeglichem Apple-Hype unberührt geblieben.
Ah, halt, nicht ganz; einen Nachmittag lang war das iPhone bei seiner Vorstellung für mich ein MUST HAVE — das hielt dann allerdings auch nur bis zum Studium der technischen Features an. Denn für ein überholtes Radio (2G only – innovativ geht anders), Hardware mit Knebelvertrag und Netzbindung (D1 ist nun einmal (zu) oft für mich das falsche Netz) und uegeknöpfter Software mit erlesenen Minderleistungen (kein MMS? Wieder: innovativ geht anders) zahle ich schon lange keinen saftigen hipper-Hersteller-Aufschlag mehr.
Vielleicht bin ich aber auch einfach nicht – mehr? – Apple-kompatibel … Jedenfalls fällt es mir schwer, mich mit neuen Softwarezwängen abzufinden – zumal, wenn der Hersteller mir ungefragt Software unterjubeln würde, deren Installation ich gar nicht bestellt habe. Letzteres ist für mich schlicht digitaler Hausfriedensbruch. Schlimm finde ich dabei insbesondere, daß Apples Prinzip der Kundennnötigung zu Safari aufgeht. Über einen ins OS integrierten, kostenlosen Browser regte die Politik sich noch auf und zerrte Microsoft nach Jahren – das Kind war im Brunnen schon zur Unkenntlichkeit verwest – vor den Kadi; Apple (und Adobe und viele andere) läßt man mit der Unsitte, Softwarebundles zu installieren, auch wenn der Kunde nur ein bestimmtes Subset der Anwendungen haben will, gewähren. Apples Zwangsinstallation von Safari – anfäglich gar noch in Widerspruch zu Apples eigenen Lizenzbedingungen – erscheint mir besonders perfide: Erst mit Apples iTunes wird das iBrick zum iPhone — und diese potentiellen Millionen von Windows-Nutzern, die zwangsweise iTunes installieren müssen, mißbraucht Apple auch noch zur Aufhübschung des Marktanteils des Apple-eigenen Browsers. Die Versuchung war wohl zu groß, was, Steve?
Unverständlich wird mir wohl auf Dauer bleiben, warum Apple-Nutzer für Dinge, die es als Open-Source gibt, …

root@brick:~# apt-get install curlftpfs
[...]
0 upgraded, 1 newly installed, 0 to remove and 57 not upgraded.
Need to get 24.7kB of archives.
After this operation, 98.3kB of additional disk space will be used.
Get:1 http://archive.ubuntu.com hardy/universe curlftpfs 0.9.1-2 [24.7kB]
[...]
Setting up curlftpfs (0.9.1-2) ...

… wie selbstverständlich bereit sind, Geld zu bezahlen. Mal abgesehen davon, daß sich die sshfs-Befehlszeile zum Mounten meines Repositories für blogdoch auch als Gnome-Launcher verikonifizieren ließe und der sshfs-Mount natürlich auf dem Desktop erscheint — warum muß für alles und jedes eine GUI da sein? Meine Bilder für blogdoch erstelle ich mit Gimp (Zuschnitt, ggf. Ausblendungen) und einer Kommandozeile für ImageMagick — »convert«, um genau zu sein. Und auch dieses könnte ich GUIfizieren, doch wozu?

Linux-diskriminierende Produktpolitik bei UMPCs

Schade. Das One A110, linux-getriebenes Schwesternotebook des A120 ist leider – anders als von heise online suggeriert – zusätzlich zu den 2 GB weniger Flashspeicher auch um die Webcam erleichtert worden (A120 entspricht also A110 + Webcam + 2 GB Flash + Windows XP Home u. Open Office – Linux). Ich hatte den Bestellknopf schon selektiert, als mir das Fehlen der Webcam in den heise-online-Kommentaren auffiel – One, was soll das‽ Baut ‘ne rottige VGA-UVC-Kamera ein (die werden für 1,95 USD mittlerweile verhökert — zzgl. Versand aus Fernost ;)), und ihr müßt Eich nicht einmal um (Linux-)Treiber kümmern …
Leider ist One mit dieser blöden Produktpolitik nicht alleine — blöd finde ich diese, weil die Käufer dadurch meiner Meinung nach dazu getrieben werden, die hardwareseitig besser ausgestattete Windows-Variante zu nehmen, denn integriertes Bluetooth oder integrierte Webcams kann man nun einmal als Endverbraucher nicht so eben nachrüsten. Siehe z. B. MSIs WIND-Plattform (lokate Hervorhebung):

Nachdem nun also geklärt ist daß es zwei verschiedene Akkus gibt, verrät Tung auch direkt wieso. Es ist ja bereits vermutet worden daß das MSI Wind sowohl mit Windows XP Home als auch mit Linux angeboten wird:
Die Linux Version wird lediglich mit dem 3-Cell Akku ausgeliefert, die 6-Cell Akkus scheinen den Käufern der Windows Version vorbehalten zu sein. Aufgrund des 6-Cell Akkus ist das Windows Modell (2.6 lbs, 1.180 Gramm) ein bißchen schwerer als die Linux Variante (2.2 lbs, 999 Gramm).
Gleiches gilt übrigens für die Bluetooth Schnittstelle, auch diese wird es nur in Geräten mit vorinstalliertem Windows geben.
Außerdem wird das Linux Modell nur mit 512MB RAM statt 1GB ausgeliefert, diese sollen sich aufrüsten lassen (ein freier Steckplatz). Ob in dem Windows Modell lediglich bereits 512MB in dem Erweiterungssteckplatz eingesetzt sind oder dieser noch frei ist, also 1GB onboard sind, bleibt leider ein Geheimnis.

 
Liebe MSI, aus welchem – dringend neu zu justierendem – Automaten klauen sich Eure Produktmanager eigentlich diese unsäglichen Ausstattungsvarianten in Abhängigkeit des OS? (Also, ich hoffe zumindest, daß dafür niemand etwas bezahlt hat …) Wieso hat ein Eurer kranken beschränkten kleinen Welt ein Linux-Anwender keinen Bedarf für Bluetooth? Oder angenehm lange Akkulaufzeiten?
Warum darf den Luxus der mobilen Kommunikation – mit Hilfe von BT und einem aktuellen (UMTS-) Mobiltelefon – ein Anwender von Linux bei Euch nicht genießen?
Das Fehlen von BT ist für mich ein Hauptmanko der aktuellen Eee-PC-Klasse — BT ist nicht nur unheimlich praktisch zum drahtlosen Dateiaustausch, z. B. von mit dem 5 MPix-Telefon geschossenen Bildern, sondern auch unerläßlich für einen ortsunabhängigen Internetzugang. Denn der nächste Hotspot ist erfahrungsgemäß weit weg — anders als wenigstens GPRS-fähige Mubilfunknetze, die fast flächendeckend verfügbar sind in Mitteleuropa.
Natürlich kann ich über USB mir einen wirklich mobilen Internetzugang nachrüsten — aber dies geht, neben den Zusatzkosten für eine zweite SIM, ganz klar zu Lasten der Mobilität, denn ein USB-UMTS-Stick oder -Kästchen wie das Huawei E220 bieten am USB-Stecker grandiose Hebel, um die doch fragilen Schnittstellen beim Transport des Ultra Mobile PCs nachhaltig zu zerstören.
Daß ich Dank der raubritterischen EULA von Microsoft dann die, aufgrund der kranken Produktpolitik der Hardwarehersteller zwangsweise mitgekaufte, Windows-Lizenz natürlich nicht auf einem anderen meiner PCs einsetzen darf oder diesen Haufen Binärmüll mangels Nutzungsintention wenigstens weiterveräußern. ist dann noch einmal ein ganz anderes Thema …
Darum: bitte, MSI, überdenkt Eure Produktpolitik noch mal – bietet die HW mit Linux für X und mit Windows für X+MS-Obulus an. Zumal BT-Hardware nun wirklich kein Kostenfaktor mehr sein kann …

Damp 2000 2G

Tja. So kann es einem ergehen. Über Pfingsten ist war diesmal Damp 2000 angesagt, Das Ostseebad Damp, wie Damp 2000 heute heißt, wurde in den frühen Siebzigern aus dem Boden gestampft und scheint sich nach der Jahrtausendwende vom Ziel der Massen- zum Ziel der Wellness-Touristen gewandelt zu haben.
Vor Ort kursieren Geschichten vom Niedergang des Tourismus und dem Klinikbetrieb als strahlendem Retter — die Damp Gruppe beschreibt es so:

Damp – die Kompetenzadresse für Gesundheit und Erholung
Am 15. Juni 1973 wurde das Ostseeheilbad “Damp 2000” mit Ferienanlagen und Ostseeklinik eröffnet.
Kontinuierlich wurde über die vergangenen drei Jahrzehnte auch die medizinische Kompetenz der Unternehmensgruppe ausgebaut. Neben der Ostseeklinik Damp und der Reha-Klinik Damp gehören die im März 1993 eröffnete Reha-Klinik Ahrenshoop auf der mecklenburgischen […]
Mit dem neuen Geschäftsfeld “Damp Vital” hat die Unternehmensgruppe ihr Leistungsspektrum um Präventivmedizin, Wellness und Fitness ergänzt und damit ihr Profil als die Kompetenzadresse für Gesundheit und Erholung weiter gestärkt.

 
Wie es nun auch immer gewesen sein mag – recherchieren läßt sich der Startschuß für »Damp 2000«, daß offensichtlich die Damp Gruppe mit der Gründung von »Damp 2000« etwas zu tun hatte und daß kurz vor der Jahrtausenwende Ort und Unternehmen umbenannt wurden –, nachprüfbar ist, daß augenscheinlich ein Teil (genauer ein ganzer Flügel) des Ostseehotel-Gebäudes, welcher jetzt Teil der Reha-Klinik Damp ist, früher wohl eher eine Appartmentanlage war; die Einbauküche ist zumindest teilweise noch vorhanden, bis auf den Siemens-Kühlschrank (mit einem S-förmigen Logo) allerdings ohne Funktion.
Aber genug zur Geschichte von Damp — es ist noch da und dabei können wir’s ja auch belassen … Wir hatten uns also über Pfingsten dort ein »Ferienhaus klein« – keines der Nur-Dach-Häuser – gemietet. Nett, zwei Schlafzimmer, Wohn-/Esszimmer mit Küchenzeile, Terrasse – was braucht man im Sommer mehr? Sogar ein kleiner Fernseher stand drin – ich habe ihn aber nicht eingeschaltet und habe daher keine Ahnung, ob’s da mehr als drei Programme zu sehen gab ;)
Schlimm allerdings war die Netzabdeckung mit moderner Technologie, sprich ab 3G aufwärts. Die Netzqualität – bei GSM – war gut, was aber bei einem Sendeturm in ca. 50m Entfernung nicht überraschen darf. Sehr überraschend, da so noch nirgendwo anders gesehen, aber wie gesagt der Netzausbau: alle vier deutschen Anbieter vertreten, aber nur Vodafone mit 3G.
Aus dem Hotelkomplex war immerhin ein dänisches 3G-Netz zu empfangen — aber weder D1 noch o2, und nur für diese Netze hatte ich Datentarif-SIMs dabei, sendeten wenigstens UMTS. Ein ziemlich schwaches Bild für ein Touristikzentrum, wie ich finde … Leider strahlte auch das Public-WLAN, welches das Ostseehotel für seine Gäste sowie den Yachthafen betreibt, nicht bis in die Ferienhaussiedlung. Oder auch nur bis in den fünften Stock des Reha-Trakts, von wo aus ich eine Funkbrücke mit 2x Fonera hätte aufbauen können …
GPRS ist zwar noch immer besser als gar kein Netz, aber überzeugend ist die Mobilfunkabdeckung in Damp nicht.