Schade. Das One A110, linux-getriebenes Schwesternotebook des A120 ist leider – anders als von heise online suggeriert – zusätzlich zu den 2 GB weniger Flashspeicher auch um die Webcam erleichtert worden (A120 entspricht also A110 + Webcam + 2 GB Flash + Windows XP Home u. Open Office – Linux). Ich hatte den Bestellknopf schon selektiert, als mir das Fehlen der Webcam in den heise-online-Kommentaren auffiel – One, was soll das‽ Baut ‘ne rottige VGA-UVC-Kamera ein (die werden für 1,95 USD mittlerweile verhökert — zzgl. Versand aus Fernost ;)), und ihr müßt Eich nicht einmal um (Linux-)Treiber kümmern …
Leider ist One mit dieser blöden Produktpolitik nicht alleine — blöd finde ich diese, weil die Käufer dadurch meiner Meinung nach dazu getrieben werden, die hardwareseitig besser ausgestattete Windows-Variante zu nehmen, denn integriertes Bluetooth oder integrierte Webcams kann man nun einmal als Endverbraucher nicht so eben nachrüsten. Siehe z. B. MSIs WIND-Plattform (lokate Hervorhebung):
Nachdem nun also geklärt ist daß es zwei verschiedene Akkus gibt, verrät Tung auch direkt wieso. Es ist ja bereits vermutet worden daß das MSI Wind sowohl mit Windows XP Home als auch mit Linux angeboten wird:
Die Linux Version wird lediglich mit dem 3-Cell Akku ausgeliefert, die 6-Cell Akkus scheinen den Käufern der Windows Version vorbehalten zu sein. Aufgrund des 6-Cell Akkus ist das Windows Modell (2.6 lbs, 1.180 Gramm) ein bißchen schwerer als die Linux Variante (2.2 lbs, 999 Gramm).
Gleiches gilt übrigens für die Bluetooth Schnittstelle, auch diese wird es nur in Geräten mit vorinstalliertem Windows geben.
Außerdem wird das Linux Modell nur mit 512MB RAM statt 1GB ausgeliefert, diese sollen sich aufrüsten lassen (ein freier Steckplatz). Ob in dem Windows Modell lediglich bereits 512MB in dem Erweiterungssteckplatz eingesetzt sind oder dieser noch frei ist, also 1GB onboard sind, bleibt leider ein Geheimnis.
Liebe MSI, aus welchem – dringend neu zu justierendem – Automaten klauen sich Eure Produktmanager eigentlich diese unsäglichen Ausstattungsvarianten in Abhängigkeit des OS? (Also, ich hoffe zumindest, daß dafür niemand etwas bezahlt hat …) Wieso hat ein Eurer kranken beschränkten kleinen Welt ein Linux-Anwender keinen Bedarf für Bluetooth? Oder angenehm lange Akkulaufzeiten?
Warum darf den Luxus der mobilen Kommunikation – mit Hilfe von BT und einem aktuellen (UMTS-) Mobiltelefon – ein Anwender von Linux bei Euch nicht genießen?
Das Fehlen von BT ist für mich ein Hauptmanko der aktuellen Eee-PC-Klasse — BT ist nicht nur unheimlich praktisch zum drahtlosen Dateiaustausch, z. B. von mit dem 5 MPix-Telefon geschossenen Bildern, sondern auch unerläßlich für einen ortsunabhängigen Internetzugang. Denn der nächste Hotspot ist erfahrungsgemäß weit weg — anders als wenigstens GPRS-fähige Mubilfunknetze, die fast flächendeckend verfügbar sind in Mitteleuropa.
Natürlich kann ich über USB mir einen wirklich mobilen Internetzugang nachrüsten — aber dies geht, neben den Zusatzkosten für eine zweite SIM, ganz klar zu Lasten der Mobilität, denn ein USB-UMTS-Stick oder -Kästchen wie das Huawei E220 bieten am USB-Stecker grandiose Hebel, um die doch fragilen Schnittstellen beim Transport des Ultra Mobile PCs nachhaltig zu zerstören.
Daß ich Dank der raubritterischen EULA von Microsoft dann die, aufgrund der kranken Produktpolitik der Hardwarehersteller zwangsweise mitgekaufte, Windows-Lizenz natürlich nicht auf einem anderen meiner PCs einsetzen darf oder diesen Haufen Binärmüll mangels Nutzungsintention wenigstens weiterveräußern. ist dann noch einmal ein ganz anderes Thema …
Darum: bitte, MSI, überdenkt Eure Produktpolitik noch mal – bietet die HW mit Linux für X und mit Windows für X+MS-Obulus an. Zumal BT-Hardware nun wirklich kein Kostenfaktor mehr sein kann …
