Tja, doof das. Gestern gegen 17:53 hat sich einer meiner SheevaPlugs verabschiedet,
wahrscheinlich, wie bei anderen Nutzern auch, wegen eines defekten Netzteils — siehe Bild, welches allerdings nicht von meinem, noch versiegelten, Plug stammt.
Dumm dabei: das war mein Entwicklungs-Plug für FHEM; und wie ein Scan der SD-Karte ergab, habe ich leider das Entwicklungsverzeichnis noch nicht, wie geplant, vom internen NAND-Flash auf die SD-Karte verlegt … Shit happens; es besteht zwar noch Hoffnung, daß der Netzteildefekt keine negativen Auswirkungen auf den Plug an sich hat, aber nun heißt es erst einmal abwarten, wie die Kuh vom Eis kommt. Meine Mail gestern abend an meinen englischen Händler – newit.co.uk – wurde heute morgen beantwortet; man erwarte dort eine Ladung Ersatznetzteile vom Hersteller Globalscale, sobald man jene habe, könne man über Wege des Tauschs möglichst ohne Datenverlust nachdenken. (Normalerweise würde der ganze Plug getauscht, wie es ja auch z. B. Vodafone bei Mobiltelefonen praktiziert.)
Also vorläufig ein lachendes – ein sich um seine Kunden auch nach dem Kauf kümmernder Händler – und ein weinendes – ich erwähnte ja schon bei meinem ersten SheevaPlug, daß jener sehr heiß wird, schon im Leerlauf; offensichtlich haben Marvell/Globalscale beim Netzgerät geschlampt, denn die Meldungen über entsprechende Ausfälle nach <6 Monaten häufen sich – Auge. Und ein mulmiges Gefühl, ob man bei Globalscale für den GuruPlug (sollte in ca. 2 Wochen eintreffen) eine haltbarere Energieversorgung gewählt haben mag …
yaVDR 0.1.1 – HDTV und mehr
Was lange währt … Ich habe na nun schon länger mit einem AMD-K10 DualCore auf einem Board mit ‘ner nVIDIA GeForce-Onboardgrafik rumgeexperimentiert, um daraus meinen HD-VDR zu bauen.
Zu Fuß gestaltet sich das aber doch schwierig; ffmpeg per se ist ei einem chrosnische Status des Wechsels, VDPAU-Patches sind teils doch arg versionsgebunden, Ubuntu hat denn auch vielel Codes gar nicht mit dabei — und au0erdem ist sowohl der DVB-S2-Support als auch VDR selbst noch ziemlich in der Entwicklung … Die Installation war einfach, anbei ein zweites Video, welches die Funktion näher zeigt:
Für mich ist das eine ziemlich geniale Kombination, denn das ganze Medienserver-Zeuchs machte mal hier nicht und mal die Datei nicht, der WDTV Live oder die PS3 haben jeweils andere Wünsche, was die Darreichung der Medien angeht — dabei spielt das mplayer auf dem Desktop alles richtig schön, bis FullHD dank VDPAU. Am Wochenende wird daher dieses Minitower gen Wohnzimmer wandern und den guten alten Athlon XP ablösen, der mit einer Fullfeatured- und einer Bugdet-DVB-S-Karte bislang Videoserver und TV-Receiver war …
Feintunin möchte ich gerne noch die Schlafmodi den yaVDR-Systems, dann wäre nicht nur ein Mehr an Funktion sondern auch noch ein Weniger an Energieverbrauch das Ergebnis … Mal sehen, ob das auch so reibungslos klappt. Nur eine Fernbedienung, die habe ich ans System bislang nicht dranbekommen; ttyS ist aus und der USB-IR-Receiver von Technotrend rennt an diesem USB-Subsystem nicht: beim Laden des Moduls gibt’s endlose USB-Fehler und ein Entladen hängt bis zum Reset. Universal Serial Bus …
Danke, Sony, für diese Steilvorlage …
Ich faß’ es nicht. Es ist wirklich so einfach: einfach der PS3 per Proxy (den man sogar eintragen darf, man muß nicht einmal mit wilden transparenten Proxies arbeiten) ein anderes Updatefile vorlegen – Templates dazu gibt’s für jede PS3-Region im Netz – und schon glaubt die PS3, 3.15 ist die aktuellste Firmware und blockiert nicht mehr den Zugriff auf das PSN. Aber Achtung: es muß schon gewissen Bedingungen genügen, der UK-PS3 ein EU-Updatefile zu liefern, quittiert diese mit ganz bösen Fehlermeldungen ;)
Tja. Alles Dinge, die ich gar nicht wissen wollte, die durch die »Other OS«-Deaktivierung ohne Gegenleistung seitens Sony nun aber wohl mehr Leuten bekannt werden, die derlei vorher auch nicht interessierte …
Okay; natürlich kann – und wird vermutlich – Sony Gegenmaßnahmen einleiten; schlau allerdings wäre das nicht. Eine 2.32, die »Other OS« wieder verfügbar macht und den 29.02.-Bug behebt, wäre eine vertrauensbildende Maßnahme Sonys. Alles andere ist Blödsinn, denn die, die die PS3 knacken wollen – oder auch nur mehr Hardwarezugriffsmöglichkeiten haben wollen, als Sony derzeit gewährt –, habe garantiert weder eine Slim noch eine aktuelle Firmware für den Zweck. Schaden tut Sony nur legitimen Nutzern einer bislang offiziell seitens Sony unterstützten Funktion der Play-Station-3-Firmware.
Verstößt man mit solchem Vorgehen eigentlich gehen die EULA, Sonys Lizenzbestimmungen — lt. denen immerhin ein Vertrag, den der PS3-Besitzer mit SCE hat? Ich bin kein Anwalt, spiele auch keinen im TV — aber ich denke nicht (lokale Hervorhebungen):
1. LIZENZERTEILUNG
[…] Soweit dies laut geltendem Recht möglich ist, erlöschen Ihre Rechte auf Nutzung oder Zugriff auf die aktuelle Version der Systemsoftware bei Installation einer neueren Version der Systemsoftware in Ihrem PS3™-System, […] SCE gewährt keine Lizenz für Systemsoftware, die von Anwendern auf eine andere Weise als mit Hilfe der von SCE genehmigten Vertriebsmethoden beschafft wird. […]
Gut, die neuere Systemsoftware will ich ja nicht, habe sie nicht installiert und somit haben ich nach wie vor unbeschränkt alle Nutzungsrechte daran. Die 3.15 ist SCE-konform auf die PS3 gekommen, also soweit vollkommen legal alles — aus meiner billig und gerecht denkenden Nutzerwarte aus zumindest ;)
2. BESCHRÄNKUNGEN
[…]
3. SERVICES UND UPDATES
Von Zeit zu Zeit kann SCE Ihr PS3™-System mit Updates, Upgrades oder Services versorgen, um seine ordnungsgemäße Funktion gemäß den SCE-Richtlinien zu gewährleisten, oder Ihnen neue Angebote unterbreiten. Manche Services werden automatisch ohne Ankündigung zur Verfügung gestellt, wenn Sie online sind, und andere sind über das Online-Netzwerk von SCE oder durch autorisierte Kanäle erhältlich. Ohne Einschränkung kann zu diesen Services die Bereitstellung des neusten Updates oder der Download neuer Versionen, die Sicherheitspatches enthalten, sowie neuer Technologie oder überarbeiteter Einstellungen und Funktionen zählen, die den Zugriff auf unautorisierte oder raubkopierte Inhalte oder die Anwendung nicht autorisierter Hardware oder Software in Verbindung mit dem PS3™-System verhindern. Außerdem können Sie unter Umständen eigene Dateien nicht ansehen, wenn diese Inhalte enthalten oder anzeigen, die durch Technologien zur Authentifizierung geschützt werden. Manche Services können Ihre aktuellen Einstellungen verändern, zu einem Datenverlust oder dem Verlust von Inhalten oder einem Funktionsverlust führen. […]
Kein Passus aus »2. EINSCHRÄNKUNGEN« trifft auf Nicht-Updater per externem Proxy zu; und daß SCE mir Updates bereitstellen kann bedingt nicht, gemäß EULA, daß ich diese auch installieren muß. Zumal, wie ganz klar da steht, jedes Update auf meine Gefahr, Funktionen oder Daten zu verlieren, erfolgt. Wenn man dann noch in Betracht zieht, daß viele Spiele die Spielstände an die konkrete PS3-Hardware binden – und/oder gleich gar keine Sicherung auf externe Medien zulassen –, ist eigentlich mit dem Klammerbeutel gepudert, der PS3-Firmwareupdates durchführen läßt. Never touch a running system.
7. KÜNDIGUNG
Wenn SCE feststellt, dass Sie gegen die Bedingungen dieses Vertrags verstoßen haben, kann SCE sämtliche Maßnahmen zum Schutz ihrer Interessen ergreifen, […] SCE und ihre Lizenzgeber behalten sich vor, bei einem Verstoß gegen diesen Vertrag Klage einzureichen. […]
Einen Augenblick hat’s mich echt geschüttelt; lange keine solch einsitige, einschüchternde Schreibe gelesen. Aber ich verstoße ja nicht gegen Sonys Knebelvertrag, insofern: fallt tot um ;)
9. ALLGEMEINE RECHTSGRUNDSÄTZE
Durch Nutzung oder Zugriff auf die Systemsoftware stimmen Sie zu, durch alle aktuellen Bedingungen dieses Vertrags gebunden zu sein. Eine druckbare, aktuelle Ausgabe dieses Vertrags finden Sie auf Ihrem Rechner unter http://www.scei.co.jp/ps3-eula/. SCE kann die Bedingungen dieses Vertrags sowie die Bedingungen in der Dokumentation oder im Handbuch für das PS3™-System oder unter http://www.scei.co.jp/ps3-license/index.html jederzeit nach eigenem Ermessen ändern. Bitte schauen Sie gelegentlich auf dieser Webseite nach, ob dieser Vertrag geändert wurde. Wenn Sie weiterhin auf die Systemsoftware zugreifen oder diese nutzen, so bedeutet dies, dass Sie Änderungen dieses Vertrags in Kauf nehmen. Bei Widersprüchen zwischen diesem Vertrag und den Leistungsbedingungen sowie dem Nutzervertrag für das Onlinenetzwerk von SCE sind die Bedingungen dieses Vertrags für die Nutzung oder den Zugriff auf die Systemsoftware entscheidend
(Ja, der Satz endet ohne Punkt.) Fettgedruckte Passagen: reichlich fett. Mal abgesehen davon, daß ich das nicht auf meinem Rechner sondern nur im Internet finde: ist in Deutschland eine Vereinbarung bindend, die ich mit Wortlaut X zum Zeitpunkt Z geschlossen habe, und die eine unangekündigte beliebige Änderung der Vereinbarung zu jedem beliebigen Zeitpunkt vorsieht, inklusive Gültigkeit der unbekannten, geänderten Klauseln? Falls wider Erwarten ein Rechtsgelehrter mitliest, dazu hätte ich gerne mal eine Meinung … Meines Erachtens dürfe dieser Passus, der beliebige, auch das Gegenteil aussagende, Änderungen eines Vertrages im Vorfeld authorisiert, zumindest mit Privatpersonen, Kunden der SCE, nichtig sein. Und falls nicht – Aigner, faß:
SCNR ;)
Katz' und Maus: Sony und das böse Linux (update)
Ich bin war ja lange Jahre ein Sony-Anhänger, ich mochte die VAIO-Notebooks (erstklassige Geräte, wenn auch zu einem erstklassigen Preis), meine erste Digiknipse war eine Sony DSC und weil jene bis auf die Akkulebensdauer mir sehr gut gefallen hat, war auch meine zweite Digicam eine von Sony (DSC-P10); meine Videokamera ist eine Sony D8 (womit ich bei der Digital8-Kamera – die auch Video8-Bänder lesen, und direkt per FireWire digitalisiert ausgeben, kann – nach Video2000 seinerzeit, wieder einmal auf das technologisch – IMHO – überlegene, im Markt aber absehbar untergehende, Format gesetzt habe; 20x optischer Zoom bot damals aber keine miniDV-Kamera dieses Preissegments …) — ok, war, seit 2008 bin ich auf dem HD-Trip und filme auf SD-Karten in 1280x720p. Mein Fernseher von 2000 bis 2009 war ein Sony … und, natürlich, meine HighDef-Spielkonsole ist natürlich – seit 2009 – eine Sony PS3L nicht nur, aber eben auch wegen der offiziellen Möglichkeit, Linux auf der Kiste zu nutzen. (Nein, beim LCD bin ich Sony »erstmals« untreu geworden und habe auf LG gesetzt; und für einen Linux-getriebenen Fernseher ist das eine nette Kiste ;) Wobei »Linux inside« ein Kollateralschaden war, ich wußte das vorher nicht und es wäre latent auch ein Grund gegen das Gerät gewesen; hier läuft mittlerweile, teils unbeabsichtigt, gefühlt mehr Linux als mir lieb ist (Stichwort: Monokultur).)
Das mt dem »ein Fan sein« – im wahren Leben, per Kaufentscheidung, und nicht nur per Mausklick bei facebook – allerdings, das hat sich erst einmal erledigt, nachdem Sony mich dazu bringen wollte, mich freiwillig zu enteignen: entweder verzichte ich auf die – mitgekaufte – Option, ein »Other OS« – Linux – auf meinen zwei PS3 zu installieren — oder ich verzichte auf das Firmwareupdate (welches den Menüpunkt »Other OS« entfernt, aber das Kalenderproblem, weswegen ich meine PS3en am 1. und 2. März nicht nutzen konnte. nicht behebt) und damit den PSN-Zugang und die Möglichkeit des Onlinespiels, behalte dafür aber die »Other OS«-Option.
Daß ich mir dies nicht gefallen lassen würde, war klar. Bislang gingen mir »PS3-Hacks« am Gesäß vorbei, ich war mit dem Gesamtsystem »PlayStation 3« vollauf zufrieden. Aber wenn Sony mir den Krieg erklärt – indem sie beim Kauf beworbene Funktionen klammheimlich entfernen –, nehme ich den Fehdehandschuh gerne auf. Fickst Du mir, fick’ ich Dir …
Bei der Suche nach Optionen, dieses bekiffte Firmwaredowngrade zu umgehen oder sonstwie Sony den Stinkefinger zu zeigen, stolperte ich Donnerstag erst einmal über den Golem.de-Bericht über meinen heimlichen Held, den »PS3-Hacker« »Geohot« … Offensichtlich hat er einen Weg gefunden, das Firmwaredowngrade von Sony rückgängig zu machen — leider ist mir noch nicht klar, was ich vor dem verfsckten Update auf 3.21 mit meiner 3.15-Firmware machen muß, um nachher »Other OS« weiterhin als Option zu haben …
Also googelte ich mich durch’s Netz, suchte nach dem angesprochenen »Proxy Hack« und staunte nicht schlecht: offensichtlich schon 2007 hat man herausgefunden, wie man die PS3 glauben läßt, es gäbe keine neuere Firmware. Und wenn die PS3 nicht an neue Firmware glaubt, blockiert sie offensichtlich auch nicht den Zugriffs auf’s PSN — klingt ein wenig nach Security by Obscurity? Aber so scheint der Ablauf tatsächlich zu sein … Sicherlich hat Sony im PSN auch die Möglichkeit, die Firmware einer PS3 abzufragen — es sollte mich jedenfalls wundern, falls nicht. Warum dann aber auch 2010 noch neben einem lokalen Proxy ein simpler DNS-Eintrag ausreichen soll, den Megakonzern Sony auszutricksen, erschließt sich mir nicht …
Ich werde es am kommenden Wochenende ausprobieren; falls schon der DNS-Hack reicht, fein, ansonsten werde ich die komischen Tools wie »Logan5’s tool« in eine Windows-VM installieren und, hoffentlich, wieder online spielen können. Mit Firmware 3.15, der letzten, die »Other OS« zuläßt …
Habe ich ein schlechtes Gewissen? Nein, im Gegenteil.
Halte ich das Tun für illegal? Ja, Sonys »Firmwareupdate«, welches keine Bugs fixt aber legitime, harmlose Funktionen deaktiviert, halte ich für – umgangssprachlich – illegal. Vermutlich ist es im Einklang mit deutschem und europäischem Recht, was Sony dort macht — IANAL und es interessiert mich auch ehrlich gesagt nicht. Nicht mehr; möge Sony doch den Weg so vieler Neuer-Markt-Gesellschaften gehen …
(Update:) In seinem Blog hat Daniel Ritter dankenswerterweise ein Script abgelegt, womit man auf einem Linux-Rechner im (lokalen) Netz den »passenden« Proxy selbst einrichten kann; somit muß man sich nicht unbekannten »Helfern« im Netz mit seinem DNS- oder gar kompletten HTTP-Verkehr anvertrauen. Dank des Scripts ist es eine Sache von 5 Minuten, das auf einem Debian- oder Ubuntu-System einzurichten:
me@host:~$ wget -O - -q 'http://feu01.ps3.update.playstation.net/update/ps3/list/eu/ps3-updatelist.txt'
# EU
Dest=85;CompatibleSystemSoftwareVersion=3.2100-;
Dest=85;ImageVersion=0000a20e;SystemSoftwareVersion=3.2100;CDN=http://deu01.ps3.update.playstation.net/update/ps3/image/eu/2010_0401_3a08ef6164a7770ae3e7d5b9f366437a/PS3UPDAT.PUP;CDN_Timeout=30;
mel@host:~$ http_proxy=`ip route show | gawk '/default/ {print $3;}'`:3128 wget -O - -q 'http://feu01.ps3.update.playstation.net/update/ps3/list/eu/ps3-updatelist.txt'
# EU
Dest=85;CompatibleSystemSoftwareVersion=3.1500-;
Dest=85;ImageVersion=0000948f;SystemSoftwareVersion=3.1500;CDN=http://deu01.ps3.update.playstation.net/update/ps3/image/eu/2009_1210_54ee80e14e479f8351a988eb9a472072/PS3UPDAT.PUP;CDN_Timeout=30;
me@host:~$
Ich weiß nicht, aber wenn ich mir u. a. die Kommentarthreads bei Golem.de ansehe, habe ich in der Tat das Gefühl, daß dieser unsinnige, voreilige Schritt – denn »Other OS« an sich ist nicht die Sicherheitslücke; jene wurde nur mit Hilfe von Linux-Programmen auf der Box und massivem Hardwareeingriff in die PS3 exponiert – wirklich der Zündfunke sein könnte, der den Flächenbrand auslöst, vor dem Sony angeblich soviel Angst hat. Sieht jedenfalls so aus, als sei diese Büchse der Pandora nun offen. Und Sony hat nichts Besseres zu tun als vor den erwarteten inoffiziellen Firmwares zu warnen — dabei hat Sony durch diese verkorxte Updatepolitik diesen Bedarf erst geschaffen … Tolle Wurst :(
Ich würde ja sogar auf 3.21 updaten — wenn ich bei Bedarf wieder auf 3.15 – oder eine andere »Other OS«-Firmware – wieder zurück könnte; derzeit ist mir »Other OS« ziemlich Wurscht, ich habe genug Linux-Plattformen für den Spieltrieb. Aber wer weiß, vielleicht gibt eine PS3 ja eine super Renderingkiste ab für Videorekodierung? Oder ich möchte mich mit dem Prozessor näher auseinandersetzen? Ich denke schon, daß Sony andere, auch bessere und durchgreifendere Anti-Piracy-Optionen haben müßte, als ein harmloses Zweit-OS zu verbannen. *seufz*(/Update)
Gerettet? Don't think so, Mathias …
Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner hat sich lt. Golem.de zu Lobeshymnen auf Apple und Steve Jobs hinreißen lassen:
»Dies ist wirklich der Beginn einer neuen Ära. Jeder Verleger auf der Welt sollte sich einmal am Tag niedersetzen, beten und Steve Jobs dafür danken, dass er damit die Verlagsindustrie rettet. Das iPad bringt uns, worauf wir alle gewartet haben.«
Und ich dachte, die USA hätten strenge Anti-Drogen-Gesetze … Wobei ich mich aber auch frage: wenn »alle« nur auf so ein minimalistisches Gerät gewartet haben — warum, zum Henker, hat kein Verlag o. ä. es betrieben, daß sowas »endlich« auf den Markt kommt?
Schick auch seine Aussagen zu den Einsparungen auf Verlagsseite, wenn man die geplanten Abo-Preise rekapituliert; 90% des Preises der Printausgabe möchte »Die Welŧ« gerne auf dem iPad je Ausgabe kosten. Döpfner:
»Wenn mehr und mehr Leser unsere Produkte lieber auf Tablet-Geräten lesen wollen, dann ist mir das nur recht. Wir sparen Druckkosten, wir sparen Lieferkosten, wir sparen Papierkosten.«
Druck, Lieferung und Papier machen also nur 10% der Kosten einer »Welt«-Druckausgabe aus, der Rest ist purer Qualitätsjournalismus? Ach, halt, da fehlen ja noch die Ausgaben für’s Management, Reisen kostet ja auch ‘n bißchen Portokasse …
Gespannt bin ich ja auf das. was aus der, aus meiner Sicht, einzig realitätsnahen Aussage Döpfners wird:
Die Contentbranche solle sich zudem mit Apple zusammensetzen und die Umsatzverteilung neu verhandeln. 30 Prozent Umsatzanteil für Apple sei zu viel.
Ich wette, Steve hat sofort nach dem Interview in Berlin angerufen und gebettelt, weniger nehmen zu dürfen …
Update zum Navigon Mobile Navigator …
Wie schon auf YouTube als auch hier im Blog kommentiert: bei Navigons Mobile Navigator for Android kann man zwischen der aktuellen Geschwindigkeit, der Entfernung und der voraussichtlichen Ankunftszeit umschalten.
Wie in anderen Navigationssystemen diese Daten gleichzeitig angezeigt zu bekommen, zusätzlich z. B. auch noch die bisherige Durchschnittsgeschwindigkeit, sieht Navigon leider offenbar nicht vor. Dafür implementierte man eine Umschaltung, die man aber nach dem – per »OK« zu bestätigenden – Warnhinweis beim Programmstart unterwegs gar nicht nutzen sollte …
Ich bin noch immer etwas enttäuscht, denn diese Funktionen bot schon der MN4 für PocketPCs vor vielen Jahren; weder waren die Displays jener Geräte größer noch die Prozessoren damals leistungsfähiger. Mir bleibt daher absolut unverständlich, warum Navigon diese Informationen einerseits per Default verbirgt und andererseits nur so umständlich – und latent gefährlich – doch zur Verfügung stellt. Bei Tempo 130 die schmale Zeile auf dem Display zu treffen, ist alles andere als ergonomisch oder einfach :(
Von Pads, Androiden und Restriktionen
Das iPad ist ja nun da (über’m Großen Teich, einige Exemplare sind auch schon nach D, ja sogar OWL, unterwegs), und wenn vielleicht auch nicht für südlich-warme Gefilde geeignet – Betriebstemperatur 0 bis 35° Celsius –, so definitiv ein spannendes Gerät insofern, als es, ähnlich wie das iPhone mit seiner (späteren) Kombination von GPS, Lagesensoren, Touchscreen und schnellem Mobilfunk, eine neue Geräteklasse begründet. Nichts umwerfend Neues – die Technik dahinter konnte man schon vor 5+ Jahren zusammentragen und -stöpseln – aber als Massenmarktgerät eben doch neu und sogar – bei allen Apple-induzierten Einschränkungen – latent innovativ.
Und so wird es auch immer wieder ein Thema auf twitter; wobei hier der Auslöser ja das IPhone war:
@crieger 2010-04-07 22:36:08: Bekommt am Freitag Abend ein #iPhone ausgehändigt, ob mich das vom Blackberry wegbringt?
@icedsoul 2010-04-07 22:37:20: @crieger hassu fieber? :-b
@crieger 2010-04-07 22:38:59: @icedsoul wegen des blackberrys?
@icedsoul 2010-04-07 22:39:52: @crieger ne des iphones wegen du nase :-) warst doch immer so anti.
@crieger 2010-04-07 22:41:20: @icedsoul Bin ich immer noch, bekomme es 14 tage für ein Projekt. Intensive Recherche etc… Mal gucken glaube nicht, dass es mich überzeugt
@icedsoul 2010-04-07 23:14:11: @crieger :-) sure…
@crieger 2010-04-07 23:19:03: @icedsoul Ich werde berichten und bloggen ;) Jeden Tag ein Post :)
@icedsoul 2010-04-07 23:20:15: @crieger bin gespannt. ich seh mich jedenfalls nciht mehr bei handys mit tasten :-)
@crieger 2010-04-07 23:24:00: @icedsoul Ich hatte mal eines ohne Tasten, von samsung aber es geht nichts über ne Blackberry Qwertz ;)
@icedsoul 2010-04-07 23:26:01: @crieger ja da war auch das problem. iphon hat einfach das einzig gute touchscreen… der rest der geräte stinkt halt :-)
@_refugee_ 2010-04-07 23:43:51: @icedsoul Ey, hömma… Willste mein Telefon beleidigen oder was? Komm da gleich ma rüba. Diese Multitaskingverweigerer… Ts, ts, ts… ;-)
@icedsoul 2010-04-07 23:46:27: @_refugee_ hab mich schon gefragt warum das so lange dauert :-) @wusel schläft wohl schon…
@_refugee_ 2010-04-07 23:52:54: @icedsoul Der @wusel hat es vermutlich nicht mitbekommen. Apropos mitbekommen – http://twitpic.com/1dp3cz den hattest Du gesehen, oder? :-)
@icedsoul 2010-04-08 00:21:13: @_refugee_ jip :-)
@tbals 2010-04-08 01:12:22: @_refugee_ @icedsoul #Multitasking waren doch diese #features wie 50% Akkulaufzeit, langsamen Apps und einer Load von 1.0 beim idlen? ;-)
@wusel 2010-04-08 01:20:32: @icedsoul Extensiver Minimalismus ist nicht von Vorteil. #nureinetaste Aber mit dem iBrick bist Du schon korrekt bedient ;)
@wusel 2010-04-08 01:23:19: @icedsoul Ich freue mich auf den ersten iPad-Kontakt am Dienstag ;) und ansonsten auf #ADAM – wenn er denn mal kommt. ADAM, Pad done right?
@wusel 2010-04-08 01:24:17: (Naja, mit 1024×600 ist der Screen wieder zu klein. Irgendwas ist ja immer :( #ADAM)
@_refugee_ 2010-04-08 08:19:16: @wusel Ich glaube heute abend ist auch iPad-Streicheln im Merlin-Store angesagt. Ein Android-Tablet mit den Restriktionen von Android? Nee.
@wusel 2010-04-08 09:45:46: @_refugee_ Welche “Restriktionen von Android” meinst Du? Die fehlende Store-Pflicht? Den Layer aus Drecks-Java, der Apps erst ermöglicht?
@_refugee_ 2010-04-08 11:57:57: @wusel Mehr so die andere Crux, die man derzeit noch mit Telefonen durchleidet – aktuelle Versionen gibt’s nicht oder nur sehr spät…
@_refugee_ 2010-04-08 11:58:39: @wusel Von daher fänd ich Tablets mit MeeGo spannender. Wobei sich die Qualität da noch zeigen muß.
@wusel 2010-04-08 12:00:05: @_refugee_ Wobei Du da auch keine Aktualisierungsgarantie hast – siehe N900-Maemo-Version f. N810 oder kein MeeGo-Release für N900 …
@_refugee_ 2010-04-08 12:12:52: @wusel Da kannst Du es Dir aber zur Not “selbst” machen. Und Maemo5 auf dem N810 ohne HW-Gfx-Beschleunigung macht aber auch keinen Sinn.
@wusel 2010-04-08 12:16:32: @_refugee_ Dann ist der Punkt aber müßig :) Das Magic auf Eclair/2.0 zu bringen, ist ja auch “möglich”: http://is.gd/bjSeB … Dito Hero.
Da sich twitter mit 140 Zeichen nicht wirklich für Erklärungen eignet und auch Dienste wie tweetlonger nicht wiklich helfen, fasse ich meine ablehnenden Punkte bzgl. iPad im Folgenden nochmals zusammen und gebe ferner zum Besten, was ich von einem Pad erwarte: Negativ an Apples Gerät finde ich den Verzicht auf Standardschnittstellen wie (micro-)SD, USB, eine (besser: zwei) Kamera(s), die Verwendung eines neuen SIM-Formates beim 3G-Modell (sodaß keine normalen SIMs verwendet werden können) sowie den niedrig auflösenden 4:3-Bildschirm — neben der aggressiven Politik Apples, die Hardware mit iTunes zu verdongeln. iTunes mag ja toll sein, ist aber ein Fremdkörper im Microsoft-Kosmos und für Linux gleich gar nicht verfügbar (davon abgesehen, daß über den Brückenkopf iTunes Apple ja auch schon mal ungefragt weitere Software auf Windowsystemen installiert, durchaus also als Trojanische Software angesehen werden darf). In meinem Haushalt existiert nur ein natives Windowssystem, ein Netbook mit XP Home. Und da möchte ich bestimmt nicht Apple Rechte drauf einräumen, willkürlich Software zu installieren …
Ein weiteres Problem für mich, wenn vielleicht nicht praktisch so zumindest mental, ist die Zwangsbindung an Apples Moralvorstellungen und fragwürdige Behandlung von Anwendungen in deren AppStore. Als Nordeuropäer sind mir barbusige Menschen weder unbekannt noch ein Greuel, vor deren Anblick im Inhalt eines Magazins muß ich nicht durch kalifornische-verklemmte Späthippies geschützt werden. Und auch die chronische Nachzensur einer App, die für Tage bis Wochen verkauft wurde und dann aus dem Store entfernt wurde – trotz vorheriger aktiver Überprüfung durch Apple vor der Einstellung in den Store –, weil sie innovativ mehr Komfort ermöglichte als es andere 08/15-Apps taten, ist für mich untragbar. Und das sind ja keine Einzelfälle, Apple ist der große Diktator in der von Apple geschaffenen iPod/iPhone/iPad-Welt, belohnt wird der – überteuerte – Preise zahlende Kunde mit Zwangsbindungen an bestimmte Mobilfunkanbieter, die hohe Mobiltarife für die Apple-Hardware verlangen müssen, um Apples Umsatzbeteiligung zu verdienen — und natürlich erstklassigem Eye-Candy. Details wie fehlende Unterstützung von MMS – ein weiterer, von Apple ignorierter, herstellerübergreifender Standard – oder fehlendem Cut&Paste-Support sind keine Mankos, sondern … Features.
Aber genug gelästert über Apple — die mit dem iPad sicherlich wieder Erfolg haben werden. Ich suche sowas wie ein iPad schon lange; ein einfach zu bedienendes Gerät für die Couch, worüber z. B. die Hausautomatisation angesprochen werden kann, womit man bequem surfen kann – alle aktuellen Inhalte eingeschlossen, d. h. also heute auch Videos in H.264 kodiert und HD-Auflösung, eingepackt in Flash –, vielleicht spielen (meine Jüngste mag z. B. gerne Jewels oder Mahjongg) — und unterwegs darf das Pad dann als mobile Glotze dienen, gespeist z. B. von einem – möglichst nicht umgerenderten – TV-Mitschnitt (MPEG-2- oder H.264-Transportstream). Seit Sommer 2008 haben wir ein Netbook der 1. Generation (MSI U100 in der Medion-Variante) im Wohnzimmer für diese Aufgaben, alle Geräte davor, mein Nokia N810 eingeschlossen, hatten zu viele Einschränkungen, um wirklich nützlich zu sein. Doch auch das Atom-Notbook ohne GPU-Beschleunigung für HD-Inhalte ist nicht mehr auf der Höhe; der HD-Offensive der Videoplattformen hat die Hardware nur Rechenleistung aus dem Jahr 2000 entgegenzusetzen — also letztlich nix.
Ein anderes Thema ist eine Couch-taugliche Benutzeroberfläche; die Convertibles waren da ein Fingerzeig in die richtige Richtung aus meiner Sicht, allerdings ist es imho schwierig, eine auf Tastatur- und Maus-Bedienung ausgerichtete UI nur mit dem Finger zu bedienen; anders herum, auf einer »Finger-UI« mit Maus/Trackpad und Tastatur rumzumachen, ist tendentiell einfacher (sieht man von Multitouchgesten, dem neuesten Schrei, mal ab) … Insofern setze ich große Hoffnungen in Android als Pad-Oberfläche, den zumindest auf dem Telefon klappt das ganz gut. Ein Problem auf Android-Telefonen aus meiner Sicht – ich spreche hier von HTC Magic und Motorola Milestone – ist allerdings das, was man eigentlich als Vorteil erwarten würde: Multitasking. Für mich seit Amiga-Zeiten eine Grundvoraussetzung zum Arbeiten, bringt die Kombination von fehlendem oder unzureichendem Resourcenmanagement und fehlender OS-Unterstützung des Nutzers in der Kontrolle mehrerer gleichzeitg laufender Anwendungen das von @tbals genannte Benutzerempfingen: »50% Akkulaufzeit und langsame Apps«. Auch diese Probleme hatte schon mein N810 — und mit Flash wird das insbesondere auf Android-Pads spannend werden, denn mittlerweile surfe ich sogar auf dem recht fetten Desktop bzw. Laptop nur noch mit dem NoFlash-Addon (zusätzlich zu AdBlockPlus natürlich), da ohne schon bei wenigen offenen Tabs die gesammte Rechenleistung eines CPU-Cores verbraten wird.
Ich hoffe daher auf Geräte wie das ADAM, wo zielgerichtete Hardware (Dual-Core ARM, HD-Decoding-Hardware) mit einer Infrastruktur (Android-OS plus – hoffentlich – Android Market) gekoppelt wird, die einerseits den Massenmarkt anspricht, dank aber der Option, Android-Programme auch von beliebigen URLs zu installieren, den Nutzer nicht zwingend an den »Geschmack« des Shopanbieters kettet. Und dank der weiteren Schnittstellen – 2x USB, microSD – kann ich den Speicher erweitern, andere Peripherie anschließen und werde entsprechend auch Filme, Musik vom externen Speicher abspielen können — ohne an einen PC gehen zu müssen und diese erst auf mein Pad zu »synchronisieren«. Kurz: ich habe die Freiheit, das – mein – Gerät zu nutzen, wie ich möchte, andererseits eine Plattform, für die auch Entwickler Programme, teils sicher gegen Entgeld, bereitstellen.
Allerdings, und das hat oben @_refugee_ ja angesprochen, krankt Android aktuell unter einem indiskutablen Versionswirrwarr; anders als Apple, die ja der einzige Hersteller für Hard- und Software für ihre Geräte sind, leidet Googles offene Plattform Android unter der Vielfalt von unterschiedlichen Geräten. Und offensichtlich hat Google – wie seinerzeit Microsoft – übersehen, daß für den Erfolg einer OS-Plattform auch die Updatepolitik ausschlaggebend ist. Das aktuelle Problem faßt Golem.de schön zusammen:
Als Google Android vorstellte, war nicht abzusehen, dass die Gerätebesitzer das gleiche Schicksal ereilen würde wie Käufer von Windows-Mobile-Smartphones. Doch genau das ist eingetreten. Beide Käufergruppen halten bald veraltete Geräte in den Händen, denn es mangelt an Firmwareupgrades.
In Kürze liefert Motorola für das Milestone in Deutschland das lang erwartete Update auf Android 2.1 aus. Damit ist das Milestone eines der wenigen Android-Smartphones in Deutschland, für das die aktuelle Android-Version offiziell angeboten wird. Ansonsten verharren die meisten am Markt befindlichen Android-Geräte bei den Versionen 1.5 oder 1.6 von Android. Neuere Versionen bieten die Gerätehersteller oder die Netzbetreiber einfach nicht an.
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Lt. Golem bedeutete dies auch, daß Anwender »von entscheidenden Verbesserungen ausgeschlossen« würden; persönlich konnte ich das bei meinem noch auf 1.5 verharrenden Magic (1.6 ist verfügbar, aber da ich mittlerweile zwingend den root-Zugriff auf mein Telefon haben möchte, um Datenübertragung per Bluetooth und Screenshots machen zu können – beides unter 1.5 ohne root nicht möglich, und wg. Screenshots habe ich mittlerweile auch mein Milestone mit 2.0 gerootet –, warte ich noch) noch nicht feststellen, habe aber auch keinen Grund, Golems Angaben in Zweifel zu ziehen.
Angeblich habe Google mittlerweile das Problem als solches auch erkannt; leider allerdings spürt man davon bislang nichts und so haben weiter diejenigen Android-Nutzer das Nachsehen, die brav darauf warten, daß Ihr Vertragspartner – i. d. R. der Mobilfunkanbieter – oder zumindest der Hersteller ihnen zeitnah auch die neusten Produktverbesserungen zukommen läßt. Beim Milestone warte ich nicht länger auf o2, und auch beim Magic werde ich wohl auf einen zusammengemixten Image-Cocktail setzen, sobald die gesamte Hardware unterstützt wird …
Ein interessantes Detail am Rande kam hierzu von @o2myhandy via twitter:
@ralfludwig Danke fürs Feedback – hat nichts mit Branding zu tun. Jedes Android Update muss seperat von Google abgesegnet werden
Demnach ist einer der bremsendem Spieler hier Google selbst; ähnlich wie Apple ist also auch Google der zentrale Strippenzieher im geschaffenen OS-Universum. Bedenklich, zumal ja Android auf sehr viel Code aus der GPL-/OpenSource-Welt fußt …
Das Plastik früher, mit Weichmacher, war irgendwie besser, außenhaltbarer … :(
Na doll. Im Winter hatte sich 'ne Mäusefamilie in der Gartenhütte eingenistet :(
Der Etikettenschwindel mit dem Plus: CI+ und HD+
Ich hab’s zugegebenermaßen erst für einen Aprilscherz gehalten, aber augenscheinlich ist der Golem-Bericht keiner (lokale Hervorhebung):
Herausgekommen ist bei den nun konkretisierten Plänen eine Dreiteilung nach der Art des Empfangsgeräts. Ältere Receiver, die über das 99 Euro teure Legacy-Modul von HD+ für die Verschlüsselung der Privatsender nachgerüstet werden können, dürfen Sendungen aufzeichnen und Timeshift benutzen. Ein Vorspulen bei der Wiedergabe von HD+-Inhalten ist verboten. Das gilt auch für die inzwischen verfügbaren und von Elektronikmärkten stark beworbenen “HD+-Receiver”: Aufnehmen und Timeshift ist erlaubt, Vorspulen nicht. Der schnelle Vorlauf bei der Wiedergabe bleibt auch ganz neuen Geräten verwehrt, die den Slot “CI Plus” enthalten. Dabei gibt es dann auch nichts vorzuspulen: Eine Aufnahme von HD+ ist auf diesen Geräten gleich ganz verboten.
Damit bestätigt sich, was vorher nur vage sich abzeichnete: das Plus-Zeichen bei CI- als auch HD+ steht für ein Plus an Gängelung, ein Plus an Einschränkungen für den Verbraucher, ein Plus an Kosten — und dementsprechend ein dickes Minus an Komfort, an selbstbestimmtem Medienkonsum, an Wahlfreiheit.
Im Ergebnis kann das für den mündigen Medienbürger nur heißen: HD+? Just say NO! Denn nur eine Abstimmung mit den Füßen, an der Kasse nämlich, wird diesen Trend mittelfristig aufhalten … Einen noch größeren Bogen sollte man natürlich um Geräte mit dem CI+-Slot machen, allerdings wird das wohl leider schwierig werden, da kaum ein Hersteller hier dem Kunden eine Wahlmöglichkeit läßt. Und mit CI+ wird die Gängelung dann perfekt, nicht mal Timeshift-mit-Zwangswerbung ist dann noch möglich — Hallelujah!


