Warum 800×480 zu klein ist

Ich mag mein NIT, mein Nokia Intetnet Tablet N810. Es ist ein treuer Begleiter mit WLAN, Bluetooth, GPS, Touchscreen und Kyeboard, Office-Anwendungen; es ist Linux-basiert und mit einem X-Server ausgestattet — und mit ca. 13×7 cm in etwa so klein wie die PSP … Kurz: eigentlich hat es alles, was das Herz eines modernen Nomaden höher schlagen lassen sollte; dank BT ist – außer mit dem Abtörner-Handy K850i – mobiler Internetzugang überall möglich (2+G-Netz-Abdeckung (GRPS, EDGE, UMTS, HSxPA) vorausgesetzt).
Aber: der Bildschirm ist mit 800×480 Pixeln doch arg klein. Zu klein jedenfalls für ausgewachsene X-Anwendungen — wie z. B. die vmware-server-console, auf den N810-Bildschirm via ssh-Tunnel gebracht. Sicherlich ist irgendwann Schluß, auf den knapp 9 cm Bildschirmbreite/5 cm Bildschirmhöhe lassen sich nicht sinnvoll 1600×960 Pixel unterbringen, ist irgendwo auch klar … Aus diesem Grunde interessieren mich die, von Intel so titulierten, »Nettops« ganz massiv.

WTF is MauseBienchen78?

Bin ich jetzt über ein Stöckchen gestolpert? Falls ja, möge man es der Hitze zuschreiben — als ich das Büro verließ, maß der Sensor 30,6 Grad. Vielleicht ist mein Hirn auch einfach nur heißgelaufen, trotz drei Flaschen Volvic (45 Liter Wasser für Äthiopien gespendet — das nennt man dann wohl »Tropfen auf den heißen Stein«).
Aber wer zum Henker ist »MauseBienchen78« – die allwissende Müllhalde kennt genau fünf Webseiten mit diesem wohlklingenden Namen, das echte »Diddle-Blog« sieht nicht nach Schließung aus.
April war auch schon …

Es geht los: VPN-Verbot bei T-Mobile

Wie in einem aktuellen Golem-Artikel ausgeführt wird, verbietet T-Mobile die Nutzung von VPN-Software auf ihrem Teil der Datenstrecke:

Im Kleingedruckten der iPhone-3G-Verträge auf der T-Mobile-Webseite steht unter anderem, dass die Nutzung von IPVPN nicht Gegenstand des Vertrags und damit nicht gestattet ist. […] So bleibt die Verwirrung bei den Kunden bestehen, die die Passage im Kleingedruckten aufgrund der unklaren Formulierung so verstehen müssen, dass generell keine VPN-Nutzung mit den Verträgen erlaubt ist.

 
Ist ja auch irgendwie klar; wie sonst sollen die Anbieter ihren willkürlichen Beschränkungen – kein VoIP, kein IM, kein $Anderer_Dienst – Nachdruck durch Unterbindung der Dienste nachkommen? In meine verschlüsselte SSL-VPN.-Verbidung kann – ggf. nach Update der schwachten Debian-Zertifikate auf meinen Kisten – T-Mobile nun einmal nicht reinsehen, wie sollten sie da etwas filtern?

Nun also doch: Medion akoya Mini bei Aldi Nord

Nun hat auch Aldi Nord einen Prospekt ausliegen, der den, evtl. nicht eineiigen, Zwilling des MSI Wind U100 für ab dem 03.07.2008 ankündigt.
Dann muß ich wohl am Donnerstag früh aufstehen, will ich das Spielzeug noch vor dem Urlaub ergattern … Oder will ich doch noch warten?

Gesucht: Musik von CatsTV

In eigener Sache: um den fortschreitenden Alterungsprozeß zu karrikieren – ok, eigentlich einfach nur, weil ich’s gerne mal wieder auch außerhalb meines Kopfes hören möchte ;) –, suche ich Musik der Cuxhavener Gruppe CatsTV; insbesondere »Koxhaven« würde ich gerne mal wieder hören :).
LPs konnte ich mir seinerzeit nicht leisten (geschweige denn abspielen), und die Magnetaufzeichnung aus der Zeit (grünliche Agfa-CC) ist leider Opfer wandernder Magnetfelder geworden. Beschaffung der noch bestellbaren CDs ist im Gange, aber auch die anderen, IIRC nur auf Vinyl veröffentlichten, Stücke würde ich gerne noch mal wieder hören. Darum: any hint appreciated.

Besoffenes LKW-Fahrerpack …

Vielleicht sollte ich nicht so verallgemeinern; nicht jeder Brummi-Lenker ist ein Quartalssäufer. Allerdings ist mir seit Monaten auf der Autobahn keiner – teils vollbremsungsknapp – mehr vor die Stoßstange gefahren, der nicht, z. T. deutlich, zu schnell fuhr. Nach Tacho sowieso, aber auch nach Navi/GPS …
Wie auch immer, wie ist eigentlich die Rechtslage bei sowas?

Nichts ging mehr rund um das Kirchheimer Dreieick: Noch am späten Freitagabend staute sich der Verkehr auf über 90 Kilometern. Ein betrunkener Lkw-Fahrer war verunglückt – ätzende Säure trat aus. Die Autobahnen A5 und A7 mussten gesperrt werden.

 
Wenngleich diesmal der LKW-Fahrer niemanden ins Jenseits befördert hat, 90km Stau sind auch nicht ohne. Kann man wegen der faktischen Freiheitsberaubung nicht gegen den Unfallverursascher vorgehen, zivil- oder strafrechtlich?

Legendenbildungsversuche der UEFA

Verantwortlich für die Panne seien drei durch ein heftiges Gewitter über Wien ausgelöste Mikroausfälle von weniger als einer Millisekunde im Stromversorgungssystem gewesen. “Diese reichten aus, um das System neu starten zu müssen”, sagte Fourtoy.

 
So liest man es nun bei der ARD, welt.de, Golem.de oder Spiegel Online.

„Wir bedauern dies zutiefst. Es war eine Verkettung unglücklicher Umstände“, sagte der Uefa-Geschäftsführer für Medientechnologie, Alexandre Fourtoy, am Donnerstag in Wien.

Quelle: welt.de

 
Nur, dadurch wird’s doch nicht wahrer. Die Ursache für den unverzeihlichen UEFA-Patzer liegen nicht in Mikrosekunden ohne Strom, wie heise online zutreffend analysiert:

Die Schuld nun allein auf Stromausfälle und eine angeblich schadhafte Notstromversorgung zu schieben, erscheint aber etwas vorschnell. Denn es rächte sich, dass nach Auskunft von Telekom Austria zwar redundante Wege von den Stadien zum IBC und vom IBC zu den Sendern vorhanden waren, das IBC selbst aber ohne Ersatz da stand. […] Nur zum IBC selbst war keine Alternative eingeplant worden. Das IBC wurde so zum Single Point of Failure.
Anders als bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahre 2006, […] liegt die Verantwortung für das EM-IBC nicht mehr bei einem externen Dienstleister (2006: Host Broadcast Services) und den jeweiligen Telekom-Anbietern (2006: T-Com und Avaya mit zwei Ausweichzentren). Eigens zur Europameisterschaft hatte die Europäische Fußball-Union (UEFA) eine eigene Firma namens UEFA Media Technologies gegründet, die das IBC in Eigenregie betreibt.

 
Mit anderen Worten, die UEFA hätte, statt der Gewinnmaximierung zu huldigen – was durch Regreßforderungen hoffentlich nun saftig in die Hose gehen möge –, lieber jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt. Sich bei einem Medium, welches keine Aussetzer duldet (wie sprechen ja nicht über Handy-TV hier) einzig auf das rechtzeitige Einspringen von USVen zu verlassen, das erscheint mir schon grob fahrlässig. Dabei aber auch noch eine Sollbruchstelle einzuplanen (zentrale Schaltstelle IBC) und die Abhängigkeit von diesem wackeligen Konstrukt noch dadurch zu zementieren, daß alternative Quellen nicht authorisiert werden, ebenfalls Bilder zu liefern, das ist ein Unding. (Ein alltägliches allerdings, siehe Formel 1 oder andere Großveranstaltungen.)
Daß man dann nach vorangegangenen Ausfällen nicht reagierte, sondern wie das Kaninchen vor der Schlange auf den zu erwartenden Gau wartete, wie bei Spiegel online nachzulesen ist, zeigt, wie unerfahren die UEFA-Klitsche war:

Schon am Mittwochmorgen hatte es Furtois zufolge Mikroausfälle gegeben, die aber vom Versorger nicht als kritisch eingestuft worden seien. Bis zu den Ausfällen am Abend habe alles bestens funktioniert. “Es tut uns leid, dass diejenigen, die zugeschaltet haben, die wenigen Minuten verpasst haben.”

 
Bemerkenswert, was dazu bei Spiegel online zu lesen ist:

Das Schutzsystem der Unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) sei fehlerhaft gewesen, sagte Furtois, es habe die Mikroausfälle nicht erkennen können – wobei dieses System schon bei der WM 2006 im Einsatz gewesen sei.

 
Auch die ARD spart nicht mit Kritik am Handling der UEFA-Tochter:

Man hätte sich spätestens nach dem ersten Stromausfall vom Hauptnetz trennen und auf das Notstromaggregat umschalten müssen, zumal das Gewitter über Wien bereits wütete. Warum die Notstromaggregate erst beim dritten Stromausfall nach Ende der Partie ansprangen, ist weiter unklar. Der Fehler liege nicht bei den Sendern, sondern bei der UEFA.

 
Erst für heute und Sonntag scheint man überhaupt für einen längeren Ausfall vorzusorgen:

Für die verbliebenen zwei Spiele […] kündigte die UEFA neue, besondere Sicherheitsmaßnahmen an. Im International Broadcasting Center (IBC) in Wien […] soll ein nun parallel laufender Dieselgenerator verhindern, dass bei Stromausfällen das gesamte System neu gestartet werden muss. “Wir haben den bestmöglichen Stromversorger gewählt, der auch bei der WM 2006 verantwortlich gewesen ist”, wies der UEFA-Verantwortliche Fourtoy Vorwürfe einer schlechten Planung für das Milliarden-Event zurück.

 
Also hat man sich dann jetzt entschlossen, das Notstromgerät auch zu nutzen, um nicht wieder dessen Nichtfunktion melden zu müssen? Siehe welt.de:

Auch die Uefa wusste noch nicht, ob sie ihren Stromlieferanten, dessen Reservesystem auch nicht funktionierte, verklagen wird.

 
Oder hat man vielleicht erst seit heute ein solches System vor Ort? Beruhigend für deutsche Zuschauer ist denn aber die Aussicht, daß die ARD der bewiesen unzuverlässigen UEFA-Klitsche nicht mehr erlauben will, nochmals die deutschen Zuschauer durch Inkompetenz auszusperren:

Unter anderem soll zusätzlich zu weiteren Sicherungsmaßnahmen der UEFA ein Glasfaserringsystem und damit eine eigene unabhängige Sendestrecke ins Stadion gelegt werden. Die Genehmigung der UEFA ist nach den gestrigen Vorfällen wohl Formsache.

 

Bye-bye, SS?

Endlich. Endlich gibt es nun offiziell einen Großbuchstaben für das Eszett. Das war ja auch mal ganz dringend notwendig, steht doch das Eszett auf der Abschußliste der Rechtschreibreformer weit oben.
Gut, es gibt keine direkte Eingabemöglichkeit für dieses Zeichen.
Ja, Schriften mit dem Zeichen U1E9E, »ẞ«, sind ein wenig rar.
Okok, der Einsazbereich wird durch reformierte Rechtschreibregeln zunehmend geringer.
Aber: was lange währt, wird nun endlich gut.
Und das ist ja die Hauptsache.
Oder?

Redundanz vs. Monopol

Schade, ich habe das Halbfinale mal nicht aufgezeichnet; wer denkt auch schon daran, daß bei der von Österreich und der Schweiz ausgerichteten EM im ersten Halbfinale es minutenlangen Bildausfall geben könnte?
Jetzt sitze ich hier, von draußen saugt der Ventilator mit kühler Luft auch den Gestank verbrannten Papiers hinein, und wundere mich schon ein wenig. Zwei Länder — ein Sendezentrum. In Wien. Und aus diesem kommen für alle Fernsehsender weltweit die Bildsignale? Unwillkürlich fragt sich dann die alte Serverschabe: »Und was ist, wenn da mal was ausfällt?«
Die Frage wurde heute abend beantwortet: dann senden ZDF, BBC und wie sie alle heißen ein – teils, BBC, aufwendig animiertes – »Sorry, Störung«-Bild, die pfiffigeren haben augenscheinlich zumindest direkte Audio-Verbindungen zu ihren Kommentatoren vor Ort schon im Vorfeld besorgt – während das ZDF wohl noch ein Telefon mit dem Reporter zu verbandeln versuchte, kommentierten sie bei BBC munter weiter; unterbrochen nur von der sonorigen Off-Stimme des Ansagers, daß leider die Bildleitung ausgefallen sei (Herzchen, weissu, das steht da auf Eurer psychedelischen Tafel schon) und man nun erst einmal nur den Ton senden werde (Wichtige Information für Blinde, die nicht nur die wabernde Tafel nicht sehen können sondern sich nun fragen, warum die Kommentatoren nicht mehr zu hören sind) …
Das ZDF schwenkte dann später auf das TV-Signal der Schweizer Fernsehens — offensichtlich, wie man aus der Latenz zwischen Kommentatorenton (angeblich mittlerweile über Telefon) und leicht verwaschenem Bild des Schweizer Fernsehens annehmen konnte — vom Satelliten. Gut, rund eine Sekunde, bevor man das Tor sieht, dann »Tooooorrrr!« hören zu können, also, das Nonplusultra des Fußballgenusses sieht dann doch anders aus. Wobei: in der eigenen Wohnung zu schwitzen dürfte angenehmer gewesen sein als in Wien fast weggeweht und -gespühlt zu werden.
Trotzdem, Unwetter hin oder her; daß weltweit der Bildschirm schwarz blieb ist auch Resultat der elenden Geldgier der Veranstalter; und auf de.euro2008.uefa.com findet sich um kurz nach Mitternacht natürlich noch immer keine Stellungnahme zum Ausfall. (Daß der Klick auf das Pay-per-Stream-Angebot ein »Your country of origin has not been identified.« brachte, untermauert da offensichtlich nur die technische Kompetenz der UEFA.)
Lob jedenfalls an’s ZDF für die, ich möchte es Notwehraufschaltung nennen, auf’s Programm des Schweizer Fernsehens; die Verantwortlichen – Veranstalter, Verwerter und Rundfunkstationen – müssen aber ihre Hausaufgaben machen. Denn wie das in einem nicht ganz so technisierten Land wie Südafrika. zum Beispiel zur kommenden WM, abgelaufen wäre – oder ohne die Schweizer Sonderlocke –, das mag man sich in den nächsten schlaflosen Stunden bunt ausmalen …