Kandidatenrecycling

(Blogged via locr)

Ist das nicht DIE Pauli? Naja, in Bayern wird sie ja wohl nichts mehr ;)

Kamera: Panasonic DMC-TZ7 (Brennweite 24.1mm (35mm equivalent: 147mm), f/4.5)

blogdoch subversiv, heute: Privacy for run-aways

Ich habe lange Zeit die Linux-basierenden kleinen Alleskönner von AVM, die Fritz!Boxen, ignoriert; zu Unrecht, wie auch ich nun zugeben muß.
Bedingt durch »äußere Umstände« stehe ich vor der Aufgabe, ich erwähnte derlei wohl schon, eine MSN des heimischen ISDNs ein paar Kilometer entfernt bereitzustellen. Rauslösen einer MSN aus einem Vertrag sieht das bundesdeutsche Regulativ nicht vor, also nimmt der Linuxer seine eierlegende VoIP-Milchsau, Asterisk, und googelt mal ein wenig. Ein ISDN<->ISDN-Gateway hatte ich mir ja schon vor Jahren gebaut und damit auch ISDN-Anrufe per SIP oder IAX2 $sonstwohin geleitet; das Problem bislang war nur, daß ich vermeiden wollte, am Zielstandort auch »dickes Serverblech« hinzustellen …
Also flugs die verstaubenden eBay-Schüsse vom Typ 5140 und 7170 rausgekramt, die ich mir vor ein paar Jahren mal zugelegt hatte. »So’ne Fritz!Box kann doch ISDN extern und intern sowie SIP, da muß doch was gehen …«
Und ja, es geht was, so eine 7170 mit der aktuellen Firmware ist schon ein kleines Kommunikationszentralenwunder, bietet sie doch Fax2Mail, bis zu drei Anrufbeantworter, ISDN Amt und ISDN intern plus 2-3 analogen Anschlüsse, z. B. für ein »echtes« Fax. SIP-Accounts kann sie auch noch verwalten, Bandbreite im Zaum halten bei VoIP-Nutzung — und dabei ist sie nebenbei auf Wunsch noch ADSL2+-Router mit 4x Fastethernet und WLAN … Kurz: Eigentlich ideal für das entfernte Office.
Also flugs die 7170 per SIP an Asterisk gekoppelt, Wahlregeln in der 7170 eingerichtet, so daß die fragliche MSN auf dem internen ISDN zu liegen kommt, das angeschlossene ISDN-Telefon konfiguriert und noch Wahlregeln im Asterisk hinterlegt, sodaß ein Auruf, der per HFC-PCI-Karte und zapata auf der fraglichen MSN ankommt, per SIP an die 7170 geschoben wird => fertig ist die Laube, das ISDN-Telefon an der 7170 klingelt, Verbindung steht, alles geil.
Hmm. Was aber, wenn nun ein Anruf statt über die neuen Nummern über die alte ISDN-MSN geführt werden soll? Derlei ist etwas schwieriger zu machen, um nicht zu sagen, von der Fritz!Box-Firmware so nicht vorgesehen. Man kann Zielrufnummern routen, aber scheinbar nicht in Abhängigkeit der abgehenden MSN andere Wahlpläne selektieren. Gut, der Fall steht auch nicht auf der Anforderungsliste, aber ich sorge gerne vor; mal sehen, vielleicht findet sich dafür ja auch noch eine Lösung …
Angestachelt von den Möglichkeiten, habe ich mich mit der Fritz!Box Fon mal weiter auseinandergesetzt; es gibt dort ja schon seit Jahren eine sehr aktive Community, die die Möglichkeiten der FBF (Fritz!Box Fon) durch Add-Ons und Firmwareergänzungen bis hin zu -modifikationen erweitern. Und so, wenig überraschend eigentlich, stieß ich auch auf einen OpenVPN-Server für die FBF; bequem auf USB-Stick oder notfalls per Web-Download installiert, fährt das kleine Schätzchen dan einfach hoch und meldet sich nach kurzer Zeit an einem zentralen OpenVPN-Server an.
Kein großes Ding jetzt eigentlich, das können andere Geräte auch. Richtig »kühl« wird’s aus meiner Sicht durch die Kombination der Dienste: die FBF kann statt über das öffentliche Netz über den OpenVPN-SSL-Tunnel die Verbindung zum Asterisk aufnehmen, was einer – meines Wissens – effektiven Verschlüsselung des VoIP-Traffics gleichkommt. Da kann Wolfgangs Truppe noch so sehr mit der TKÜV rumspielen, diese Kommunikation bleibt Ihnen erst einmal vorborgen. Wenn ich das richtig verstehe – ich habe noch nicht getraced –, kann man Asterisk ferner instruieren, daß die Kommunikation, z. B. wg. NAT, nur über ihn läuft; dadurch sollte die Kommunikation definitig im Tunnel bleiben.
Sicher, dies ist jetzt keine ultra neue Entdeckung; ich finde es aber hinreichend erstaunlich, daß ich mit zwei in der Welt verteilten Fritz!Boxen und einem zentralen Asterisk-Server alleine schon einen sicheren VoIP-Kanal quer durch’s Netz bauen kann. (Sprich: dadurch, daß OpenVPN direkt auf der FBF läuft, braucht’s keine komplexen Aufbauten mit zusätzlichem OpenVPN-Gateway mehr.).
Zudem bietet die aktuelle Firmware für die 7170 (zumindest im AVM-Branding) die Möglichkeit, direkt an der 7170 (und 72×0) SIP-Telefone zu registrieren; als SIP-Telefon kann z. B. auch eine andere Fritz!Box Fon dienen. Auch hier sollte ein Routing durch einen OpenVPN-Tunnel funktionieren (noch nicht getestet im Versuchsaufbau). Ggf. können zwei FBF auch untereinander direkt einen OpenVPN-Link aufbauen, um die Latenz und Fehleranfälligkeit durch einen zentralen Hop zu vermeiden. (Etwas mehr Konfigurationsaufwand, aber technisch simpelst machbar.)
Richtig lustig – ich habe das im Weitverkehrsnetz aber noch nicht getestet – wird es dann, wenn man Asterisk mittels chan_capi und FBRCAPI die »ISDN-Karte« einer FBF über das Internet – via OpenVPN-Tunnel auch verschlüsselt – zugänglich macht: das Internet als ziemlich langer PCI-Bus bzw. USB-Kabel, interessanter Gedanke. Mit der Latenz von 2ms im OpenVPN-Tunnel im LAN klappt das ganz gut, ob es mit 40 bis 80 ms im wirklichen Netz auch noch funktionieren wird, wird man sehen.
Leider, möchte ich fast sagen, sind viele der Möglichkeiten mittlerweile in Deutschland gar nicht mehr nachgefragt, denn in Zeiten, wo nahezu jeder mit DSL-Zugang auch eine Telefonie-Flatrate hat, erübrigt sich das Untertunneln von NATs und Schalten direkter VoIP-Verbindungen aus Kostengründen. Und mangels der Planung terroristischer Anschläge fehlt es mir auch sonst etwas an Einsatzpotential; was bleibt, wäre ein Unterwandern der Vorratsdatenspeicherung – ziviler Ungehorsam dem Wolfgang und seinen Schergen also.

Das UKE, (IT-) Flopp aus dem Bilderbuch? (Updated)

Vielleicht erwarte ich als Steuerzahler einfach zu viel – und, zugegeben, ich zahle meine Steuern ja in NRW und nicht in Hamburg –, aber das, was ich aufgrund familiären Hintergrundes bislang von Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf, kurz: UKE, mitbekommen durfte, finde ich beachtlich.
Nach der fragwürdigen Nicht- bzw. Kaumreinigungspolitik zumindest der (Besucher-) Toilietten hinter dem Empfang im EG und dem Fehlalarm gestern habe ich heute, mal nicht vor Ort, mit ausgeprägter technischer Unfähigkeit seitens des UKEs zu kämpfen: die telefonische Erreichbarkeit ist nicht existent, die UKE-Zentralnummer (wie auch die der mich mehr interessierenden betreffenden Intensivstation …) ist aus Gütersloh weder per T-ISDN, D2 oder Sipgate (VoIP-Anbieter) zu erreichen. Anruf auf der 040/7410-0 ergibt:

  • Von D2: “Netz belegt”. Andere Ziele: problemlos.
  • Von T-ISDN (Festnetz): “Netzabschnitt belegt”; andere Zielrufnummern: problemlos.
  • Über sipgate.de: “Netzwerkfehler” bzw. “kurzzeitiger Fehler”. Andere Ziele, z. B. T-Festnetz Gütersloh: problemlos.

Dem Vernehmen nach hat sich wohl ein neuerlicher Fehlalarm ereignet; daß Angehörige aber jetzt telefonisch nur noch »Störung« zu hören bekommen, ist aus meiner Sicht ein GAU.
Einmal mit Profis …

Nachtrag, 16:26: Auf meine Mail an info@uke.de, daß Telefonie down sei, ich das nicht so toll fände und mich über einen Rückruf freuen würde, wenn man das UKE wieder erreichen könne (13:26) gab’s eine Antwortmail um 13:28 (»wir haben derzeit leider eine Telefonstörung und werden uns bei Ihnenmelden, so bald wir wieder erreichbar sind.«) sowie den gewünschten und versprochenen Rückruf um 15:23. Insofern: volle Punktzahl für die engagierten Menschen, aber »zero points« für die verantwortlichen technischen Dienstleister. Schnieke Cisco-Telefone aus 24 (1. Staffel, nicht diese mit buntem Bildschirm) und VoIP-Infrastruktur dahinter sind toll — nur sollte man es auch beherrschen, denn davon hängen ggf. Leben ab … Narf.

Schilda Recycling

(Blogged via locr)

Schlecht zu lesen (sorry, rote-Ampel-Schnappschuß), aber »Ihr Bundestagskandidat«-Plakat überklebt mit »Europawahl am 7. Juni« — eigene Europawahl-Plakate lohnen sich nicht?

Kamera: Nokia N95 (Brennweite 5.6mm, f/2.8)

Schwarzer Humor

Das Thema ist eigentlich ernst, aber ich mußte dennoch schmunzeln beim Lesen folgender Kommentare zu einem law blog-Beitrag:

3. Servus meint: (27.5.2009 um 18:48)
Tja… die Stoppschildgeschichte… ist doch so, als würde ich einen Sichtschutz aufstellen, um nicht mehr sehen zu müssen, wie der Nachbar von gegenüber jeden Abend seine Kinder vergewaltigt… kann ja keiner ertragen, dieses Elend…

 

7. Stefan meint: (27.5.2009 um 19:00)
@3
das verstehst du falsch. dein nachbar hat seine kinder bisher nur vergewaltigt, weil er dir eine show bieten wollte.
sobald der sichtschutz steht hört er damit auf.

 
Viel besser kann man die Groteske, die von der Leyen da angezettelt hat, aus meiner Sicht nicht beschreiben. ’nuff said.

Steuernde Anal-phabeten

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Die Härte war das FahrerIn, welches vor mir von der mittleren (“jetzt” seit xx km, s. Schild) Spur nach rechts zog, um hinter mir zurückzuziehen. Hallo, Rechtsfahrgebot‽

Kamera: Nokia N95 (Brennweite 5.6mm, f/2.8)

Montags nie

(Blogged via locr)

Tja, irgendwie kann ich den ‘Klinik-Service Hamburg-Eppendorf’ (‘Ein Unternehmen des UKE’) ja verstehen. Wer macht schon montags gerne Klos sauber? Hoffe, die OPs säubert wer anders…

Kamera: Nokia N95 (Brennweite 5.6mm, f/2.8)

Neues von United Mobile …

… selbst habe ich nicht vernommen, die Website ist und bleibt unresponsive, auch von verschiedenen Providern aus. Aber wie schon angedeutet, verdichten sich im Providerliste.ch-Thread zum Thema die Zeichen, daß United Mobile Geschichte ist:

engel, am 28.05.2009:
auch ich bin – war besitzer einer karte. hatte erst kürzlich noch mein guthaben aufgeladen, weil mit einem 5 euro treue rabatt geworben wurde. Haben also vorher nochmal schön abgesahnt. echt krass ist das, oder?

 

Mark, am 28.05.2009:
Auch stehe mit 2 UM Karten im Regen. Wenn man etwas recherchiert im Handelsregister (Tagesregister-Nr. 7568 vom 23.02.2009) der UM, haben fast alle Gesellschafter das Handtuch im Februar 09 geworfen. Bestimmt wussten sie dass es den Bach runter geht. Für mich ist dies ein klarer Betrug.

 

klaus-bärbel, am 29.05.2009:
war doch recht clever von UM, 5 euro treuerabatt,den es nie gab,alle kunden laden nochmal ihr guthaben auf, danach konkurs! mein kompliment! darauf muss man erst einmal kommen.

 

Sven, am 29.05.2009:
Interessant ist das es nur einen Sven bei United obile gab und gibt und das bin ich und ich habe den Beitrag oben definitiv nicht geschrieben. Auch die Aussage ist gefaelscht. Da hier in dem Blog mindestens 5 mal auf TravelSIM hingewiesen wird denek ich das TravelSIM diese Geruechte verbreitet. An der Aufschaltung wird 24/7 gearbeitet, es dauert wohl laenger als alle erhofft haben.

 

Alberto, am 29.05.2009:
Sven Donhuysen ist laut SHAB-Meldung die einzige bekannte Person bei UM, wie die Mitarbeiter hiessen weiss niemand. Aber www.united-mobile.co.uk ist sicher diesem Sven sein zweites Standbein mit dem er Dumme sucht, weil in England gibts kein online Handelsregister…

 

Peter, am 30.05.2009:
webseite weg, keine netzservice, firmenauto verkauft und in kloten leere büroräume. die firma ist definitiv tod. united mobile kämpft schon seit Herbst 2008 mit Schulden. Zufall das damals die Geschäftsleitungsmitglieder Achilles Rupf und Charles Fränkel superplötzlich die Firma verliessen? Da wird nichts mehr aufgeschaltet. alles faule sprüche. vergisst es.

 
Daß es Wechsel in der Geschäftsführung der United Mobile in Kloten (CH) gab, kann man online nachvollziehen; woher »Peter« wissen will, daß das »firmenauto verkauft [ist] und in kloten leere büroräume« sind, wäre interessant zu wissen für die Bewertung des Ganzen.
Noch spannender finde ich allerdings, daß es faktisch keine ergooglebaren Infos zum Status bei United Mobile gibt. Einzig in Foren – und im Eigentest – finden sich Hinweise auf die Probleme, aber scheinbar hat United Mobile so wenig Kunden, daß es nicht einmal zu Presseberichten reicht. Erstaunlich. Erstaunlich finde ich auch die Tatsache, daß seitens ICQ sich nichts rührt; ICQ, Namensgeber der ICQ-SIM, einer UM423 mit in 333 KB-Schritten abgerechnetem Datentarif und bis zuletzt angeblich kostenfreiem Roaming auch in Ländern, in denen UM schon mindestens Einmalgebühren verlangte, scheint dann auch nur eine Marketinghülle zu sein — ich kann mich jedenfalls auf der noch funktionierenden ICQSIM-Website nicht wirklich mehr anmelden, da die Anmeldung über united-mobile.com abgewickelt wurde …
Tja, »Sven«, so gerne ich Dir ja das mit »an der Aufschaltung wird 24/7 gearbeitet« glauben würde: wer nicht mal seine Website binnen eines Tages (und das ist schon laaaaaange) wieder zugänglich macht, der ist meiner Erfahrung nach mit ganz anderen Dingen konfrontiert als »nur« technischen Problemen — zumal, wenn es schon wochenlang Probleme und auch Abschaltungen des Zugangs zum Kundenmenü gab. Aber bitte, das ist nur meine Meinung, ich will ja nichts unterstellen. Weitere Infos gibt es z. B. bei teltarif.de, wenngleich auch diese aus Mitte April datieren.
Wohin eigentlich mit alten SIMs, dürfen die in den Hausmüll oder muß man die auch zur Sammelstelle bringen wie anderen Elektroschrott?