5 nach 12

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Die Uhr an diesem Hamburger Karstadt-Warenhaus zeigt zwar 19:59, eigentlich ist es für Karstadt jetzt, in Insolvenz, 5 nach 12 …

Kamera: Nokia N95 (Brennweite 5.6mm, f/2.8)

Schilda

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Mit Europa wurd’s wohl nix, jetzt ist ‘Ihr Bundestagskandidat’ auf Stadtteilfesten unterwegs …

Kamera: Nokia N95 (Brennweite 5.6mm, f/2.8)

Ich hör' Dich in HD …

Lange habe ich mich ja gegen diese eierlegenden Wollmilchsaumodemrouteraccesspoints mental gewehrt, weil ich wenig bis keinen Sinn darin sah, gut funktionierende und am jeweiligen Wunschzielort problemlos aufstellbare Einzelgeräte ((V)DSL-Modem, PPPoE-Router, ISDN-DECT-Anlage, Netzwerkswitches) durch eine potentiell nicht so leistungsfähige, weniger ausgereifte und – Hauptargument – im Keller beim DSL-Anschluß vollkommen deplazierte Komplettanlage wie ein Speedport W900V (Fritz!Box Fon WLAN 7170 plus DECT-Station), Speedport W920V oder, jetzt stärker am Markt vertreten durch die 1&1-Angebote, Fritz!Box Fon WLAN 7240/7270 (aka »1&1 HomeServer« (7240) bzw. »1&1 HomeServer +« (7270) zu ersetzen.
Heute bin ich ins Grübeln gekommen. Denn, echter Mehrwert, die DECT-Basen der 72×0 bieten, zusammen mit dem recht günstigen (für ein DECT-Mobilteil) AVM Fritz!Fon MT-D, sog. »HD-Audio«, realisiert über VoIP (SIP) und den Codec G.722. Klar, derlei gab’s auch schon länger im Siemens-Gigaset-Lager, einige der »IP-Basen« konnten in Verbindung mit einigen Gigaset-Mobilteilen auch schon seit längerem HD-VoIP, aber mir zumindest waren diese Gerätschaften immer zu teuer, zumal ich eine hochfunktionale Gigaset-Infrastruktur auf ISDN-Basis mit der SX353isdn schon habe … Mein Weg ist/war bislang, zwischen ISDN-Amt und ISDN-Anlage einen Asterisk zu stellen, der dann die VoIP-Welt auch den DECT-Telefonen meiner Gigaset-Basis/-Basen eröffnent. Und mit 80 kBit/sec ISDN-VoIP war die Sprachqualität eigentlich auch immer ISDN-like.
Mit dem Aufkommen von recht günstigen/zwangsweise einbezogenen (Festnetz-) Flatrates ließ ich VoIP VoIp sein, jetzt, rund zwei Jahre später, scheint sich tatsächlich etwas zu tun; nicht nur, daß die Deutsche Telekom beginnt, ISDN-Technik abzureißen und ISDN-Dienstmerkmale per NGN-IAD bereitzustellen (allerdings ohne Kostenvorteil für den Endkunden, ggf. sogar mit dem Nachteil fehlender Call-by-Call-Option), nein, es gibt mit HD-Codecs endlich – neben Video-per-SIP – einen Mehrwert bei VoIP. Bislang, freilich, nur im engsten Early-Adopter-Kreise, denn HD-Telefonie geht m. W. ausschließlich über VoIP und nur zwischen wenigen Endgeräten überhaupt bislang. Wer ein solches Gerät schon besitzt, AVM stellt SIP-Ziele zur HD-Telefonie-Demonstration bereit.
Konfigurationstip für Asterisk: Bei den entsprechenden Gegenstellen (hier: FBF 7240 inbound, AVM outbound) explizit G722 erlauben, dann klappts auch mit dem Sternchen ;)

Buzzword: HD

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So, nun also auch Telefonie in HD … HD-Fon (AVM MT-D), -Basis (FBF 7240, hier via Asterisk), SIP-Verbindung und natürlich eine (G.722-) VoIP-Gegenstelle vorausgesetzt.

Kamera: Nokia N95 (Brennweite 5.6mm, f/2.8)

Heute: Freiheit und Demokratie wählen!

Heute wählt Deutschland seine Europa-Abgeordneten. Da wäre es dann – denke ich – schon wichtig, daß »man« keine Partei wählt, die in Deutschland für einen Abbau von Bürgerrechten und/oder die Einführung von Methoden steht, die dereinst, in gar nicht so entfernter Vergangenheit, in totalitären Systemen auf deutschem Boden aufblühten.
Hierzu ein paar aktuelle Zitate zur Meinungsbildung:
SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz:

“Natürlich werden wir mittel- und längerfristig auch über andere kriminelle Vorgänge reden”, sagte der SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz der Berliner Zeitung. […] Er könne sich vorstellen, so Wiefelspütz, auch Seiten mit verfassungsfeindlichen oder islamistischen Inhalten zu blocken […].

 
Stellvertretender CDU/CSU-Fraktionschef Wolfgang Bosbach:

„Ich halte es für richtig, sich erstmal nur mit dem Thema Kinderpornografie zu befassen, damit die öffentliche Debatte nicht in eine Schieflage gerät“, sagte der stellvertretende CDU/CSU-Fraktionschef Wolfgang Bosbach.

 
Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU):

“Sollte […] eine andere Regierung etwas anderes als Kinderpornografie sperren wollen, muss sie ein ganz neues Gesetzgebungsverfahren anstrengen mit Kabinettsentscheidungen, Anhörungen und Petitionen.”

 
Die innenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Gisela Piltz:

“Union und SPD behaupten, Kriminalität zu bekämpfen und bekämpfen in Wirklichkeit das Internet und die Freiheit der Menschen”, kritisierte sie in einer Mitteilung.

 
Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck:

„Den Vorschlägen zur Einführung von Internetsperrlisten und den Aufbau einer umfassenden Sperrinfrastruktur erteilen wir eine klare Absage, da sie rechtsstaatlich und technisch unverantwortlich sind“, sagte er. „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Deshalb muss die Verfolgung von Straftaten im Internet intensiviert werden.“

 
DU hast die Wahl. Schon heute, für Europa. Und bedenke auch, welche Koalitionsaussagen für den Herbst in Deutschland im Raum stehen …

Zeitsprung

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Mit neuen Formularen der Zeit voraus: KSE hat 1700-Reinigung schon vor 1600 fertig …

Kamera: Nokia N95 (Brennweite 5.6mm, f/2.8)

Plakatrecycling

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Hier nochmal das »Ihr Bundestagskandidat«-Plakat für die Europawahl; ich doch schön zu sehen, welchen Stellenwert man der Europawahl auch in der SPD beimißt.

Kamera: Panasonic DMC-TZ7 (Brennweite 4.1mm (35mm equivalent: 25mm), f/3.3)

»Es kann doch nicht sein …«

… daß Politiker im Jahre 20089 so verbohrt sind und fortgesetzt Unsinn verbreiten. Ist aber so:

Der SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz hat sich dafür ausgesprochen, die […] vorgesehene Sperrung von Internetseiten auch auf andere kriminelle Seiten auszuweiten. “Natürlich werden wir mittel- und längerfristig auch über andere kriminelle Vorgänge reden”, sagte Wiefelspütz der “Berliner Zeitung” (Samstagsausgabe). “Es kann doch nicht sein, dass es im Internet eine Welt ohne Recht und Gesetz gibt.” Er könne sich vorstellen, auch Seiten mit verfassungsfeindlichen oder islamistischen Inhalten zu blocken, sagte der SPD-Politiker: “Eine Zeitung darf ja auch keinen Mordaufruf veröffentlichen.”

 
Langsam wird es Zeit, daß der Verfassungsschutz die einschlägig ausfällig gewordenen Politiker mal zu überwachen beginnt; das, was hier veinszeniert wird ist nichts weniger als der Versuch, die Meinungsfreiheit final zu kassieren.
Dieses senile Gefasele von einer »Welt ohne Recht und Gesetz«, es geht mir langsam auf den Zeiger. Wider besseren Wissens wird immer und immer wieder das Märchen in die Boulevardblätter gebracht, es gäbe einen dringenden Handlungsbedarf wegen dieses ach-so-rechtsfreien Raumes.
Fakt, das sollte selbst Herr Wiefelspütz zu begreifen in der Lage sein, vielleicht sagt’s ihm endlich mal jemand, ist nun einmal, daß manigfaltig bestehende Gesetze auch das Leben und Handeln im Internet regulieren. Ob Wiefelspütz einer alten Dame auf der Straße die Handtasche klaute oder, technisch aufwendiger, dies über das Internet realisierte — würde man seiner habhaft und ihm die Tat nachweisen können, würde er dafür sich zu verantworten haben, vor ordentlichen Gerichten. Naja, also würde er jedenfalls als Nicht-Abgeordneter.
Nicht alles, das zeigt Wiefelspütz wieder einmal eindrucksvoll, was hinkt, ist ein Vergleich. Aber bleiben wir auf seinem Niveau; was passierte denn, würde »eine Zeitung einen Mordaufruf« veröffentlichen (abgesehen davon, daß dies durchaus schon passiert sein dürfte; als Abdruck eines entsprechenden Schreibens zu einem Artikel — Details)? Würde dann diese Zeitung sofort, ohne Prozeß und für alle Zeit, verboten? Also, Unwahrheiten darf eine Zeitung auch nicht veröffentlichen — und tut es denn wissentlich oder unwissentlich doch immer mal wieder. Komischerweise wird hier aber nicht die Zensurschere rausgekramt, sondern das Mittel der Wahl heißt Gegendarstellung (und, zivilrechtlich, ggf. Schadensersatz).
Was die SPD nun also propagiert – Wiefelspütz spricht ja nicht als Privatier, sondern als Innenexperte der SPD-Bundestagsfraktion zu den Medien – ist, daß eine Zeitung bei Veröffentlichung z. B. eines Mordaufrufs sofort und komplett verboten wird (der »Zugriff« auf »den Inhalt« wird »erschwert«). Denn es kann ja nicht sein, daß für Veröffentlichungen im Internet nicht das gleiche Recht und Gesetz Anwendung findet wie auch außerhalb des Internets — und umgekehrt.
SPD, die Zensurpartei. Weiter so! Noch zwei Jahre, dann könnt Ihr Euch die 5-Prozent-Hürde von unten ansehen …