Schwülwarm, gelegentlich Nieseln, ich würde sagen, es wird Sommer!
Preisupgrade
Anflanschen der Türsprechstelle an die heimische Telekommunikation, Teil 2
Wie schon angespreochen, ich war auf der Suche nach einer Lösung, die Türsprechstelle/Gegensprechanlage des heimischen Mehrfamilienhauses an »meine Telefonie« anzubinden.
Ausgangslage war bzw. ist eine »bauseits vorhandene« Ritto-TwinBus-Installation für Klingel, Türöffner und Gegensprechen; wie der Name andeutet, handelt es sich um ein Bus-System, welches zudem relativ simpel erweiterbar ist. Von Ritto gibt es einen a/b-Adapter, um den TwinBus an einen analogen Anschluß einer Telefonanlage anzuschließen — leider nach wie vor gut € 200,– teuer. Es gibt auch alternative Anbieter, die i. d. R. mehrere Protokolle sprechen, sei es zur Türsprechstelle oder zur TK-Anlage; da gibt’s wohl ein lustiges FTZ-whatever-Protokoll, welches früher Stand der Dinge war, heute sollte meiner Meinung nach eigentlich besagter a/b-Anschluß und Mehrfrequenzwahl alle Optionen abdecken. Wie auch immer, auch jene Lösungen liegen, zumindest für »meinen« TwinBus, bei besagten rund 200 Euro Anschaffungswiderstand. Von Ritto selbst gibt es in das normale »Wohntelefon« integrierte DECT- bzw. GSM-Lösungen, preislich imho aber jenseits von Gut und Böse (und im Falle DECT auf »kompatible Gigaset-HomeControl-fähige« DECT-Telefone abgestimmt; habe ich im Zweifel wahrscheinlich eher nicht, auch wenn ich Gigaset-Fanboy bin).
In der Bucht trieb allerdings vor einiger Zeit ein Arzberger TFE5 für kleines Geld rum, gebraucht, aber dafür Zuschlag bei ca. 25% des Neupreises — die direkt passende Ritto-Lösung war zufällig kurz vorher auch drin, aber für unter 100,– nicht zu erheischen.
Nach längerem ergooglen von Infos zum TwinBus habe ich dann heute abend die Leitungen gelegt (zwischen Fritz!Box und dem TFE5 sowie von dort zum heimischen TwinBus-Ende am »Wohntelefon«; augenscheinlich hat der Elektriker bei den drei Parteien jeder in jede Wohnung einen der drei TwinBuse des Basisausbaus gelegt. Kann man so machen …), unseren Klingelknopf an der TFE5 angemeldet (Wohntelefon und TFE5 werden parallel angesprochen) und die Fritz!Box per SIP-Provider an den heimische Asterisk angekoppelt. (Von da geht’s per IAX2 auf den internen S0 einer anderen Fritz!Box, an dem die primäre Gigaset hängt.)
Was geht:
- Haustürklingel klingelt auf bisherigem Wohntelefon und, nach der »Internetwahlwählpause« (der TFE5 kann leider kein »#« am Ende der Zielnummer senden, also wartet die Fritz!Box auf etwaige Folgeziffern) auch die DECT-Telefone.
- Türöffnung ist sowohl per Wohntelefon wie bisher möglich als auch durch Druck auf »5« auf dem Telefon, welches den Ruf annahm.
- Kommunikation DECT zur Türsprechstelle funktioniert hinreichend verständlich (auch via Wohntelefon weit entfernt von HiFi …)
Was nicht/nicht optimal geht:
- Zum TwinBus (und vielen anderen unterstützten Türsprechanlagen) kann der TFE5 leider keine Verbindung aufbauen – prinzipiell geht das mit TwinBus, wenngleich mit unserem Wohntelefon schein’s auch nicht. Die Ritto-Lösung kann das angeblich.
- Die Verbindungszeit nach dem Klingeln ist recht kurz; durch die wenigen Sekunden Verzögerung durch Fritz!Box sowie die DECT-Anwahl bleibt nicht sonderlich viel Zeit zum Sprechen mit der Türsprechstelle. Dies kann TwinBus-systembedingt sein, da muß ich mich noch einlesen; hilfreich wäre da natürlich der Rückruf an die Sprechstelle, um, das Problem zu mildern.
- Die Lautstärke im Telefonhörer (also das, was die Person vor der Türsprechstelle mir sagen will) ist, selbst bei voller Verstärkung durch den TFE5, recht leise. Faktisch untauglich zur Weiterleitung z. B. auf’s Handy in nicht-stille Umgebungen :(
Erfahrung mit TwinBus, anyone? Nunja, und Möglichkeiten, das Wahlverhalten der Fritz!Box zu verändern/-kürzen wären auch »kool« ;)
FTR, da ich länger danach gesucht habe: Hilfreiche Links zur Fritz!Box und den MFV-Telefoncodes gibt es einerseits im Wiki, weitere Infos im IP-Phone-Forum. Man kann diese Codes auch per wget absetzen. Hilfreich ist ggf. auch noch Kenntnis des internen Fritz!Box-Wählplans …
Wie sich die Zeiten ändern …
Ich hoffe mal, ich bleibe mit <30 Sekunden jeweils im Rahmen der erlaubten (Video-) Zitate …
Im Rahmen der Huldigung Udo Jürgens’ seitens des ZDFs ist mir aufgefallen, daß die aktuelle Version von »Ich war noch niemals in New York« sich in textuellen Details von der Urfassung aus 1981 unterscheidet — seht selbst ;)
1981:
2009:
Ja, ich weiß ja selber, daß es den Euroscheck nicht mehr gibt — im Grunde bezweifle ich aber auch, daß man 1981 mit EC, egal ob Karte oder Papier, in New York etwas hätte werden können. Als ich ca. 1997 in Mexiko unterwegs war, gab es zwar schon erste Geldautomaten, die das Maestro-Symbol trugen, welches auch meine Dresdner-Bank-EC-Karte zierte; weitaus flüssiger war man aber damals mit Kreditkarten von VISA oder AmEx oder eben, unser Notgroschen, America-Express-Traveller-Cheques …
Wie auch immer, »Ich war noch niemals in New York« ist eines meiner liebsten Jürgens-Lieder; wenngleich ich in das aktuelle »Land of the Unfree« eher keinen Fuß privat zu setzen gedenke. Allerdings möchte ich schon den »Indian Summer« in Kanada einmal erleben — anders als leider mein Vater, der den Krebs leider nicht überlebte. Time’s running …
Abstrakte Gefährdungslage
In welchen Zeiten leben wir eigentlich? Aktueller Artikel bei Der Westen über eine herrenlose Tasche:
Ein herrenloses Gepäckstück hatte am Donnerstagabend am Essen-Werdener Bahnhof für Unruhe gesorgt. […] Spezialisten von der Bundespolizei fanden sich auf dem Bahnsteig 1 ein, um die Nylontasche zu untersuchen. Sie war einem Mitarbeiter der Deutschen Bahn aufgefallen, weil sie längere Zeit unbeaufsichtigt stehen geblieben war. “Der Nylonsack wurde fachgerecht gesprengt”, berichtet Jürgen Karlisch, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Dortmund. Mittlerweile ist der Inhalt bekannt: ein Radio. Inzwischen ein kaputtes Radio. […]
“Es stellt sich natürlich die Frage, wer um diese Uhrzeit ein Gepäckstück unbeaufsichtigt stehen lässt”, sagt Karlisch, nicht ohne Unmut. Wenn der Nylonbeutel unabsichtlich vergessen wurde, sei nicht mit Kosequenzen zu rechnen. “Aber wenn das ein Trittbrettfahrer war, der auf den Zug der Terror-Drohungen aufspringt, dann verstehen wir keinen Spaß.”
Ich würde auch keinen Spaß verstehen, wenn man mein Radio, welches ich an der S-Bahn vergessen hätte, einfach mal so – immerhin »fachgerecht« – gesprengt hätte …
Was kommt als nächstes, vorsorgliches Sprengen von unangekündigten Langzeitparkern? SEK-Einsatz in Vorgärten, die nicht penibel aufgeräumt sind, somit Potential für Bombenverstecke bieten?
Wenngleich ich kein gesteigertes Interesse dran habe, mein Leben und auch nur Teile meines Körpers bei einem solchen hinterhältigen Anschlag zu verlieren: es mutet etwas befremdlich an, daß auf einen Vorort-S-Bahnhof herrenlose »Nylontaschen« einfach gesprengt werden. Mein persönliches Sicherheitsgefühl steigt dadurch nicht; wer den Finger durchgehend am Abzug durchgedrückt hat, der riskiert meines Erachtens Kollateralschäden.
Auch sonst scheint es seltsame Blüten zu treiben:
Lächerlich! Wegen angeblicher Terrorgefahr wird hier im #Marriot #Cologne erst mein Auto und dann mein Gepäck untersucht …
Quelle: Tweet von ifranz
Bin mal gespannt, wann diese Strategen vor dem Betreten der Gütersloher Fußgängerzone Leibesvisitationen durchführen lassen …
Rest in Peace, treue Platte …
Der Herbst ist gekommen; eigentlich grade keine Zeit für die Hornisse …
Jetzt hat der Herbst auch Gütersloh erreicht; leichter Nieselregen bei lauwarmer Temperatur, ja, der Sommer ist wohl vorbei. Vorbei auch die Hoffnung, daß die Hornisse, also schwarz-gelb, noch zu verhindern wäre. Nun kommt er also, Spaßpolitiker Guido Westerwelle als Bundesaußenminister, und schon vor seiner Ernennung hat er den Teutonen vor Reportern der internationalen Presse gegeben, denn: das hier ist Deutschland …
Wenn es eine Personenwahl wäre, _er_ bekäme meine Stimme …
Nicht unbedingt ob der ihn aufstellenden Partei, wohl aber, weil der Herr von und zu (oder nur von) den Eindruck hinterlassen hat, der einzige Minister mit Überzeugung zu sein, die er auch durchzusetzen Willens ist. Zuviel westerwelliges Grinsen vielleicht, aber, als Laie ziehe ich dennoch meinen imaginären Hut. Leider kann man nicht das Kabinett wählen, sondern nur unverbindliche Aussagen, was $Partei zum Wahlprogrammdruckzeitpunkt sich umzusetzen vorstellen könnte :( Daher, und auch weil diese tiefschwarze Partei in meiner aktuellen Wahlheimat gar nicht antritt, wird es nichts mit uns ;)
Lieber Guido Westerwelle,
was bitte soll das‽
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Mal abgesehen davon, daß ich etwaige Privilegierungen der kommerzialisierten Parteien gegenüber sonstigen natürlichen oder juristischen Personen hinsichtlich der Kontaktaufnahme zu nicht mit der Partei in Geschäftsbeziehung stehenden Bürgern für inakzeptabel hielte und diesen Spam, der meines Erachtens auch Unrecht war, stark mißbillige: Eure Wahlversprechen sind murks!
Wir werden ein faires Steuersystem durchsetzen. Wir wollen vor allem kleine und mittlere Einkommen entlasten und unmittelbar nach der Wahl mit den Familien beginnen. Die Mittelschicht darf nicht immer mehr belastet werden. Faire Steuern sind gerade in der Krise wichtig, weil sie für Wachstum und neue Arbeitsplätze sorgen.
Ihre Arbeit muss sich wieder lohnen. Wir sind davon überzeugt: Deutschland kann es besser.Quelle: Spam im Namen Guido Westerwelles
Hierzu möchte ich verweisen – als eine Art »Faktencheck« – auf einen Der Westen-Artikel:
Die Steuerpläne der Parteien könnten für die Bürger richtig teuer werden. Und kein Konzept hält, was es verspricht. Das belegt das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI). Die Liberalen haben sich verrechnet. Die Union belastet die Mittelschicht, die SPD den Haushalt. […]
Durch den Stufentarif der FDP (15, 25 und 35 Prozent) würde jeder Steuerzahler im Schnitt 3167 Euro sparen, Gutverdiener ab 77 000 Euro Jahresbrutto sogar 12 035 Euro. Die veranschlagten Kosten von 35 Milliarden können die Forscher nicht nachvollziehen. Sie kommen auf 89 Milliarden. „Kaum finanzierbar”, so das RWI-Fazit.
Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer einem »unsubscribe« …






