Nichts gegen eine ungezwungene Unterhaltung, manchmal sollte man aber drüber nachdenken, was man wo von sich gibt und wer es lesen kann — auch wenn die eigenen Daten als harmlos angesehen werden. Wenn demnächst das Studivz wieder die Webseiten öffnet, kann wieder gegruschelt und unter dem Klarnamen diskutiert werden — über Gott und die Welt, über Schneebälle und natürlich auch wieder über die Entsorgungsmöglichkeiten des eigenen Spermas nach der Selbstbefriedigung in Mutters Badewanne.
Konsequenterweise ist ja nun – nach www.unister.de, www.studilounge.de, www.openbc.com und natürlich www.pennervz.de – auch das sog. SchülerRegister gestartet:
Welche Vorteile bietet SchülerRegister den Nutzern?
Das SchülerRegister bietet eine Plattform an, auf der die Erleichterung von Kommunikation im Vordergrund steht. Jedem Nutzer können private Nachrichten geschrieben werden, die anderen Nutzern nicht zugänglich sind. Dieser Nachrichtendienst bietet den Vorteil, dass man keine konventionellen Kontaktadressen mehr benötigt, sondern schon alleine durch einen Klick auf betreffende Person im Register Adressate festlegt. Kenntnisse von Telefonnummern, Mailadressen, Nachnamen oder Postleitzahlen sind im SchülerRegister zur Kontaktaufnahme nicht mehr notwendig! Ein verknüpftes Netzwerk der Nutzer untereinander und das Herzstück der Plattform entstehen durch die zentrale Funktion „Freundschaften“ zwischen Nutzern zu schließen und auch öffentlich einzusehen “wer mit wem” Freundschaft geschlossen hat und sogar “wer wen über wen” kennt.
Auch ein »Projekt« Dreier Freunde (»Nachdem in letzter Zeit viele sogenannte „social networks“ entstanden sind, hatte Philip Conrath die Idee ein solches Netzwerk auch für Schüler in die Wege zu leiten. Schnell waren Sebastian Grollmus und Beat Bechmann überzeugt, diese Internetplattform als gemeinsames Projekt zu entwickeln. Alle drei führen diese Unternehmung neben ihrem Studium in Mainz und Darmstadt durch.«), auch (noch) ohne kommerzielle Werbung — und (noch?) ohne einige der Funktionen, die u. a. Studivz so problematisch machen (wie z. B. Diskussionsgruppen ohne Möglichkeit der pseudonymen Nutzung).
Vielleicht bin ich ja wirklich altmodisch — aber zur nonverbalen Kommunikation moderner Menschen untereinander scheinen mir SMS, eMail oder IM deutlich geeigneter als Internetprotale, die meine Daten aggregieren und nach Gutdünken auch schon mal mehrere Tage offline sein können. Offline samt aller meiner Kontaktdaten und der über das Portal ausgetauschten Nachrichten …
Ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, wann das nächste Portal startet — vielleicht ist es ja Sandkastenfreun.de?

Ich bin unschlüssig, ob hier das »Blase2.0«-Tag passend ist; partiell scheint mir »Unsinn3.0« sinnvoller. Aber gut, fangen wir mal an.