Videotext im digitalen Zeitalter

Ein Eintrag im Pottblog zu des Bloggers Erfahrungen mit IPTV der Telekom lies mich aufhorchen:

Da es bei IPTV nicht die sogenannte “Austastlücke” gibt (über die erst Videotext gesendet werden konnte), kann man den Videotext auch nicht direkt über den Fernseher steuern sondern nur über den Media-Receiver.

 
Nunja, so ganz zwingend ist das nun nicht; die offene Software »VDR« für den Empfang und die Aufzeichnung von DVB-Signalen (via Sat, Kabel und Terristrisch; DVB-C, DVB-S bzw. DVB-T) ist durchaus in der Lage, den – mangels Austastlücke ebenfalls digital ausgestrahlten – Videotext auf geeigneten Ausgabegeräten (mindestens den sog. Premium-Karten mit MPEG2-Decoder und FBAS-Ausgang) TV-konform wiederzugeben.
Sofern also über T-Home-IPTV die Videotext-Informationen ebenfalls übertragen würden – was offensichtlich der Fall ist –, sollten diese durchaus auf dem TV-Gerät standardkonform anzuzeigen sein — das ist eine reine Fleißaufgabe der STB …

HSDPA in Verl, Update

Da ich heute sowieso noch mal ins Büro mußte, habe ich mein schnuckeliges Surf@home II HS-Teilchen mitgenommen, um zu verifizieren, daß es wirkich O

[sub]2[/sub]

-HSDPA war, was ich gestern nutzen konnte.
Und, nunja, also gestern war es wahrscheinlich doch T-D1 (O

[sub]2[/sub]

-SIM mit offensichtlich noch aktiviertem D1-Roaming), worüber ich mit 1,x MBit/sec surfen konnte — jene SIM im Surf@home-Router verband sich jedenfalls stumpf mit dem »Partnernetz« von D1 …
Als ich dann meine Genion-Card in den Router steckte – ohne »National-Roaming«, sprich keine Nutzung von D1 möglich

[sup]1[/sup]

–, die Überraschung: auch mit meiner Genion-SIM gibt’s UMTS mit HSDPA! In Verl, ostwestfäische Pampa. Mit 180+ KByte/sec downstream, 50+ KByte/sec upstream …
Leider nicht in Gütersloh — hier habe ich leider weiterhin nur UMTS mit 384 KBits/sec. Irgendwas ist eben immer.
____

[sup]1[/sup] »In den O2 Inklusiv Paket/ mit Handy-Tarifen und im O2 Active Data-Tarif erfolgt die UMTS-Versorgung auch über den National-Roaming-Partner T-Mobile Deutschland, kann aber jederzeit auf das UMTS-Netz von O2 Germany beschränkt werden. In den Tarifen O2 Genion und O2 Starter erfolgt die UMTS-Versorgung nur über das UMTSNetz von O2Germany. Außerhalb der UMTS-Versorgung erfolgt die Datenübertragung (sofern technisch möglich) über GPRS.7184782«, siehe u. a. o2online.de.

Ja, iss' denn heut' scho' …

… Weihnachten? Scheint fast so, denn im beschaulichen Verl hatte ich vorhin HSDPA mit meiner O2-SIM! Respekt, 180+ KByte/sec, schon nicht schlecht für eine mobile Datenübertragung.
Schön wäre es natürlich, wenn es derlei auch zu Hause gäbe — hier in Gütersloh verbindet sich die Huawei-Box leider weiterhin nur mit UMTS-Geschwindigkeit :(

Ins Aus gebarred?

Und noch einmal teltarif.de: »Sind Bahnfahrer für o2 Kunden 2. Klasse?«. Liest sich nicht gut und läßt für die Zukunft nichts Gutes ahnen.
Ohne Repeater ist das mobile Telefonieren im fahrenden ICE schon mit GSM 900 das reinste Glücksspiel (nicht zuletzt dank der zahlreichen Tunnelstrecken zwischen Hamburg und Würzburg, der ICE-Route, die ich seinerzeit per Monatsticket mehrfach befahren habe) — die gute Abschirmung, gepaart mit den Eigenschaften von GSM 1800 und einem nicht auf kurzfristige Flächendeckung gerichteten Netzausbau …
Tschibofonieren im ICE muß mittlerweile wohl ähnlich spaßig sein wie meine Versuche 1996, auf der Strecke Hamburg-Würzburg im fahrenden ICE 1 auf dem dort installierten Fax ein solches zu empfangen … (Nein, es hat bei den etlichen Anläufen meiner Erinnerung nach nicht eine vollständige Seite gegeben; von »fehlerfrei« gar nicht zu reden, aber das menschliche Hirn ist da doch ziemlich tolerant. War jedenfalls eine interessante Erfahrung, Endzwanziger im Tramperoutfit läßt sich zu horrenden Gebühren über wohl rd. eine Stunde immer und immer wieder ein mehrseitiges Fax in den ICE schicken — das Zugpersonal hat aber Klasse mitgespielt damals. Nur die Vorbereitung auf die bevorstehenden Verhandlungen, die sind dann doch mangels funktionierender Technik kürzer als geplant ausgefallen ;))
Schon krass, da wird einerseits mit »National Roaming«, immerhin einem Alleinstellungsmerkmal des o2-Netzes – und offensichtlich auch der einziger Option auf Telefonate mit o2-SIM im ICE –, für FONIC geworben, und dann sperrt man die mühsam angelockten Kunde in der Bahn gleich wieder aus?

Von Tankstellen lernen …

… muß schein’s noch FONIC, wie teltarif.de berichtet:

Im passwortgeschützten Kundenbereich auf der Fonic-Homepage findet sich des Rätsels Lösung.: Aus abrechnungstechnischen Gründen könne es sein, dass vorübergehend ein geringerer Betrag als eigentlich vorgesehen für Telefonie und den SMS-Versand berechnet wird. Es erfolge “selbstverständlich” keine Nachberechnung.

teltarif.de, 03.09.07

 
Erstaunlich. Falls das wirklich ein Problem der Abrechnungssoftware ist, wie teltarif.de vermutet, fände ich das schon etwas grotesk.

<memorylane> Als die Benzinpreise über 99,9 Pfenning gingen (wann war das, Anfang der 80er Jahre?), konnte man vielerorts alte Zapfsäulen mit nachgebohrtem Loch für die dritte Vorkommastelle sehen. Manchmal war die 1 davor auch nur aufgeklebt/-gemalt — und dennoch zählte das mechanische Zählwerk (leider) korrekt hoch. Hat mich damals durchaus fasziniert, daß das klappte ;) </memorylane>

Der Kunde als Goldesel

Arcor melkt lieber ein bißchen länger falsch als richtig:

Erst auf Nachfrage von teltarif.de klärte Arcor auf: Es gab und gibt einen Abrechnungsfehler, der alle im Ausland ankommenden Gespräche auf den Arcor-SIM-Karten betrifft. […] Der berechnete Minutenpreis ergibt sich aus dem tatsächlichen Tarif für das ankommende Gespräch im Ausland, dem fälschlicherweise auch noch die Kosten für ein Gespräch von Deutschland in das betreffende Land zugeschlagen wurden.
Michael Peter betonte auf Nachfrage, dass die Kunden mit der nächsten oder spätestens übernächsten Rechnung automatisch eine Erstattung für die zu viel berechneten Kosten bekommen. […] Des Weiteren müsse man aus technischen Gründen noch einige Tage die falschen Preise berechnen, da die Fehlerbehebung nur durch ein Update der Software möglich sei. Dies sei für Anfang September vorgesehen.

Quelle: teltarif.de, 24.08.2007; Hervorhebung blogdoch.net

 
Noch Fragen, Kienzle?
Um es sich noch einmal auf der Zunge zergehen zu lassen: Arcor baut bei seien Kunden – denen, die offensichtlich neben Festnetz- auch noch Mobilfunkdienste bei Arcor gebucht haben – Abrechnungsmist, erwidert auf die Reklamation weiteren Mist und erdreistet sich dann noch, diesen Fehler nicht unverzüglich nach Feststellung zu beheben.
Nein, vielmehr wartet man lieber noch ein bißchen auf das nächste planmäßige Wartungsfenster und verschafft sich so einen zinslosen Zwischenkredit zu Lasten der ahnungslosen Kundschaft; und natürlich kein Wort von Schadensersatz (auch ein Girokonto wird heutzutage vielerorts guthabenverzinst, ganz zu schweigen von Abbuchungen in den Dispo-Bereich), gnädigerweise gibt’s immerhin die unrechtmäßig angeeigneten Beträge als Gutschrift — Monate später.
Schon faszinierend, was »König Kunde« sich alles bieten lassen muß im Telekommunikationssektor. Ich stelle mir grade den Bäcker um die Ecke vor, wie er mir das erklären möchte:

Klar, da steht zwar 39 Cent für ein Brötchen, aber trotzdem muß ich Ihnen pro Brötchen 1,24 € berechnen, weil ich mich beim Programmieren der Tasten vertan habe — macht dann also 4,96 € für Ihre vier Brötchen. Nächste Woche suche ich mal das Handbuch und korrigiere meinen Fehler; wir verrechnen das dann einfach bei ihren zukünftigen Einkäufen.

 
Ja, ich bin mir sicher, es gäbe beim Bäcker keinerlei Verbalinjurien und alle Kunden zahlten klaglos 1,24 statt 0,39 pro Brötchen. Ganz sicher würden die Kunden diesen seriösen Geschäftsmann auch wärmstens weiterempfehlen … Sie doch auch, oder?

Partiell nicht nett …

Ich finde das mit dem Nokia N95 8GB ja schon fast eine Frechheit. Andererseits, nach exorbitant längerer Laufzeit klingt der Bericht nicht grade — und bei moderater Nutzung kann man es fast wagen, auch mal eine Nacht das Laden beim N95 auszulassen. (Man sollte sich dann am nächsten Tag allerdings besser auf Kurzgespräche einstellen und Stromfresser wie BT, WLAN oder auch die Kamerafunktion abstellen/nicht nutzen.)
Was ich nicht begreife: warum schmeißt Nokia bei den (neuen?) 8GB-Modellen die Speicherslot wieder raus? Das wäre immerhin noch eine Transfermöglichkeit für Daten aus dem Mammutspeicher des Handies; und bei DEM Gerätepreis sollten die 1,95 für den MicroSD-Slot wohl vollkommen egal sein …
Das N81 hingegen klingt nun nach einen ziemlich öden Nur-Spiel-Ziegelstein. Kein HSDPA, nunja; aber als UMTS-Handy kein EDGE zu unterstützen, das ist … dumm. Einfach, schlicht und ergreifend, dumm. 2 MPix, nicht wirklich Stand der Technik. Bluetooth 2.0 einzubauen aber auf HSDPA zu verzichten, das entspricht in etwa der Konsequenz damals beim 7650: BT ja, Headset-Profil aber nein. Naja, es wird seine Käufer finden, das 81er.
Nur: was das N81 mit dem iPhone zu tun haben soll, erschließt sich mir nun ganz und gar nicht (Golem: »Nokia N81 – Das iPhone stand Pate«). Suchte Golem vielleicht einfach ‘nen hippen Aufhänger? Aber generell läßt mich der iPhone-Hype ja doch eher kalt; sollten sie mal a) ein HSDxA-Modell b) frei am Markt anbieten, dann mal sehen. Anbieterverdongeltes und abgeschottetes Telefon? Nein, danke. Erst recht nicht von Apple.

Mobile Office …

Hmmm, das war ja nicht soooo erfolgreich jetzt …
Bietet das N95 doch auch einen Viewer für PDF-Dateien und erkennt der Browser diese auch als solche, darum hätte ich ja eigentlich erwartet, daß eine entsprechende Datei, ans Handydisplay optimal angepaßt, auch sauber dargestellt wird. Das schaffte Acrobat Reader ja selbst auf PocketPC 2002-Geräten vor über drei Jahren …
Aber wie sollte es anders sein, mein erster Versuch endete natürlich gleich … weiß. Blütenweiß präsentierte der Viewer mir das Dokument — außer dem Rahmen von Tabellen wurde nichts gezeichnet, daran änderte auch eine Zoomstufe von 100% nichts.
Gut, es bestärkt mich in der Stellung der Sinnfrage, was Word-, Excel- oder PPT-Viewer oder gar -Bearbeitungstools auf einem Mobiltelefon zu suchen haben. Andererseits, PDFs sollte man auf einem solchen schon lesen können, ist es doch eigentlich das portable Dokumentationsformat im Netz — und grade da patzt das N95 :(
Ich vermute, es hat was mit den gewählten Fonts zu tun, aber selbst dann würde ich einen Hinweis erwarten anstelle eines leeren Bildschirms.
Mobil arbeiten ohne Laptop, das scheint nach wie vor nur sehr begrenzt möglich zu sein.

Huawei E220 & Ubuntu Feisty

In »Herzlich Willkommen bei o2.« schrieb ich über die Erstinbetriebnahme meiner »Suf Box mini« von o2 (aka Huawei E220). Dieses USB-Kästchen unter Linux (hier: Ubuntu Feisty) an den Start zu bekommen, erweist sich mittlerweile als piece of cake:
Einstecken

Aug 13 02:21:15 brick kernel: [213979.280000] usb 3-2: new full speed USB device using uhci_hcd and address 3
... kernel: [213979.452000] usb 3-2: configuration #1 chosen from 1 choice
... kernel: [213979.456000] hub 3-2:1.0: USB hub found
... kernel: [213979.460000] hub 3-2:1.0: 4 ports detected
... kernel: [214050.868000] usb 3-2.2: new full speed USB device using uhci_hcd and address 4
... kernel: [214050.988000] usb 3-2.2: configuration #1 chosen from 1 choice
... kernel: [214050.992000] usb-storage: device ignored
... kernel: [214050.992000] option 3-2.2:1.0: GSM modem (1-port) converter detected
... kernel: [214050.992000] usb 3-2.2: GSM modem (1-port) converter now attached to ttyUSB0

root@host:~# rmmod option

... kernel: [214071.784000] usbcore: deregistering interface driver option
... kernel: [214071.784000] option1 ttyUSB0: GSM modem (1-port) converter now disconnected from ttyUSB0
... kernel: [214071.784000] option 3-2.2:1.0: device disconnected
... kernel: [214071.788000] drivers/usb/serial/usb-serial.c: USB Serial deregistering driver GSM modem (1-port)
... kernel: [214073.824000] usb 3-2.2: USB disconnect, address 4
... kernel: [214074.120000] usb 3-2.2: new full speed USB device using uhci_hcd and address 5
... kernel: [214074.244000] usb 3-2.2: configuration #1 chosen from 1 choice
... kernel: [214074.244000] usb-storage: device ignored
... kernel: [214074.352000] usb-storage: device ignored
... kernel: [214074.364000] drivers/usb/serial/usb-serial.c: USB Serial support registered for GSM modem (1-port)
... kernel: [214074.372000] usb-storage: device ignored
... kernel: [214074.412000] option 3-2.2:1.0: GSM modem (1-port) converter detected
... kernel: [214074.412000] usb 3-2.2: GSM modem (1-port) converter now attached to ttyUSB0
... kernel: [214074.412000] option 3-2.2:1.1: GSM modem (1-port) converter detected
... kernel: [214074.412000] usb 3-2.2: GSM modem (1-port) converter now attached to ttyUSB1
... kernel: [214074.412000] option 3-2.2:1.2: GSM modem (1-port) converter detected
... kernel: [214074.412000] usb 3-2.2: GSM modem (1-port) converter now attached to ttyUSB2
... kernel: [214074.412000] usbcore: registered new interface driver option
... kernel: [214074.412000] drivers/usb/serial/option.c: USB Driver for GSM modems: v0.7.1

Da ich derzeit keine praktische Verwendung für mehr als ein UMTS/HSDPA-Modem habe, soll das erst einmal reichen — wie das nach Suspend und Hibernate sich verhält, wird sich noch zeigen.
Nun bietet o2 allerdings in der Region Ostwestfalen HSDPA nicht an und nennt auch keine Roadmap, daher werde ich wohl statt der USB-Surfbox mein treues 6630 via BT als Modem für meine Pseudo-Flat verwenden. Für 384 kBit/sec reichen die knapp 800 kBit/sec der BT-Strecke dann doch aus – wie, nebenbei, im Urlaub extensiv eruiert ;)

Drained

Heute habe ich mein, morgens um 9 Uhr vom Netzgerät getrenntes, N95 mich 2x 45 Minuten »beinahe lotsen« lassen — also mit Nokias »Karten« genannter Anwendung eine Route planen lassen und die aktuelle Position lt. N95-GPS auf der Karte anzeigen. (Echte Navigation kostet für ganz Europa € 89,00 für ein Jahr, € 99,00 für drei Jahre. Auch kürzere Abozeiten sind möglich …)
Außerdem habe ich noch vielleicht ‘ne halbe Stunde einen IM-Client ausprobiert, sagen wir also 2h Dauereinsatz für’s N95. (»Karten« hält eine IP-Verbindung offen, was es damit macht, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht Nokias Antwort auf Plazes beschicken?)
Ok, wie soll ich’s nun sagen? Am besten – ein Film sagt mehr als tausend Worte – mit einem Filmausschnitt:

Quelle: Doctor Who, 1. Staffel, © BBC

Mit anderen Worten: nach dieser »Tortur« – fast hätte ich’s vergessen, drei Telefonate nuckelten auch noch an der Batterie, wobei … es bestand jeweils eine Datenverbindung schon, deutlich mehr Stromverbrauch dürften die Telefonate nicht gebracht haben –, wieder im Büro angekommen, weinte das N95 auch schon bitterlich nach seinem Bettchen Netzteil.
Das war um 16 Uhr. Oder, mit Captain Jacks Worten: »Damnit! It’s the special features! They really drain the battery!«