Tja, irgendwie kann ich den ‘Klinik-Service Hamburg-Eppendorf’ (‘Ein Unternehmen des UKE’) ja verstehen. Wer macht schon montags gerne Klos sauber? Hoffe, die OPs säubert wer anders…
Neues von United Mobile …
… selbst habe ich nicht vernommen, die Website ist und bleibt unresponsive, auch von verschiedenen Providern aus. Aber wie schon angedeutet, verdichten sich im Providerliste.ch-Thread zum Thema die Zeichen, daß United Mobile Geschichte ist:
engel, am 28.05.2009:
auch ich bin – war besitzer einer karte. hatte erst kürzlich noch mein guthaben aufgeladen, weil mit einem 5 euro treue rabatt geworben wurde. Haben also vorher nochmal schön abgesahnt. echt krass ist das, oder?
Mark, am 28.05.2009:
Auch stehe mit 2 UM Karten im Regen. Wenn man etwas recherchiert im Handelsregister (Tagesregister-Nr. 7568 vom 23.02.2009) der UM, haben fast alle Gesellschafter das Handtuch im Februar 09 geworfen. Bestimmt wussten sie dass es den Bach runter geht. Für mich ist dies ein klarer Betrug.
klaus-bärbel, am 29.05.2009:
war doch recht clever von UM, 5 euro treuerabatt,den es nie gab,alle kunden laden nochmal ihr guthaben auf, danach konkurs! mein kompliment! darauf muss man erst einmal kommen.
Sven, am 29.05.2009:
Interessant ist das es nur einen Sven bei United obile gab und gibt und das bin ich und ich habe den Beitrag oben definitiv nicht geschrieben. Auch die Aussage ist gefaelscht. Da hier in dem Blog mindestens 5 mal auf TravelSIM hingewiesen wird denek ich das TravelSIM diese Geruechte verbreitet. An der Aufschaltung wird 24/7 gearbeitet, es dauert wohl laenger als alle erhofft haben.
Alberto, am 29.05.2009:
Sven Donhuysen ist laut SHAB-Meldung die einzige bekannte Person bei UM, wie die Mitarbeiter hiessen weiss niemand. Aber www.united-mobile.co.uk ist sicher diesem Sven sein zweites Standbein mit dem er Dumme sucht, weil in England gibts kein online Handelsregister…
Peter, am 30.05.2009:
webseite weg, keine netzservice, firmenauto verkauft und in kloten leere büroräume. die firma ist definitiv tod. united mobile kämpft schon seit Herbst 2008 mit Schulden. Zufall das damals die Geschäftsleitungsmitglieder Achilles Rupf und Charles Fränkel superplötzlich die Firma verliessen? Da wird nichts mehr aufgeschaltet. alles faule sprüche. vergisst es.
Daß es Wechsel in der Geschäftsführung der United Mobile in Kloten (CH) gab, kann man online nachvollziehen; woher »Peter« wissen will, daß das »firmenauto verkauft [ist] und in kloten leere büroräume« sind, wäre interessant zu wissen für die Bewertung des Ganzen.
Noch spannender finde ich allerdings, daß es faktisch keine ergooglebaren Infos zum Status bei United Mobile gibt. Einzig in Foren – und im Eigentest – finden sich Hinweise auf die Probleme, aber scheinbar hat United Mobile so wenig Kunden, daß es nicht einmal zu Presseberichten reicht. Erstaunlich. Erstaunlich finde ich auch die Tatsache, daß seitens ICQ sich nichts rührt; ICQ, Namensgeber der ICQ-SIM, einer UM423 mit in 333 KB-Schritten abgerechnetem Datentarif und bis zuletzt angeblich kostenfreiem Roaming auch in Ländern, in denen UM schon mindestens Einmalgebühren verlangte, scheint dann auch nur eine Marketinghülle zu sein — ich kann mich jedenfalls auf der noch funktionierenden ICQSIM-Website nicht wirklich mehr anmelden, da die Anmeldung über united-mobile.com abgewickelt wurde …
Tja, »Sven«, so gerne ich Dir ja das mit »an der Aufschaltung wird 24/7 gearbeitet« glauben würde: wer nicht mal seine Website binnen eines Tages (und das ist schon laaaaaange) wieder zugänglich macht, der ist meiner Erfahrung nach mit ganz anderen Dingen konfrontiert als »nur« technischen Problemen — zumal, wenn es schon wochenlang Probleme und auch Abschaltungen des Zugangs zum Kundenmenü gab. Aber bitte, das ist nur meine Meinung, ich will ja nichts unterstellen. Weitere Infos gibt es z. B. bei teltarif.de, wenngleich auch diese aus Mitte April datieren.
Wohin eigentlich mit alten SIMs, dürfen die in den Hausmüll oder muß man die auch zur Sammelstelle bringen wie anderen Elektroschrott?
Raucher
Roller
Rail to Nowhere
Dumme Idee
United Mobile hat fertig
Die Website ist nicht mehr erreichbar — glaubt man Berichten im Netz, so hat es sich mit United Mobile erledigt:
Sven, am 15.05.2009:
Hallo, Ich bin ein ehemaliger Mitarbeiter.United Mobile steht kurz vor der Insolvenz. Sämtliche verbliebenen Mitarbeiter haben das unternehmen bereits verlassen da ihre Löhne nicht mehr bezahlt wurden. Der +423 und +44 Service ist definitiv von den Providern in Liechtenstein und Jersey abgeschaltet worden, da united mobile seine Rechnungen seit längerem nicht mehr bezahlt hat. Euer Geld werdet ihr wohl leider nicht mehr sehen. Die Firma steht mit mehreren Millionen in der Kreide dank der Misswirtschaft des Management.
Tja, wären sie eine deutsche Firma, könnten Sie sich hinter Opel und Arcandor(sp?) in die Reihe für Staatsgelder stellen …
Doof, ich hatte da noch aus 2008 ein größeres Guthaben auf einer der Karten, auf zwei +44er noch vor dem Tunesien-Urlaub was aufgebucht — naja, ist dann wohl Lehrgeld :(
Da ich aus anderen Gründen wieder einen Asterisk-Server aufgesetzt habe, bin ich nun zumindest für Italien präpariert: mit meiner TIM-SIM aus 2007 habe ich eine italienische Mobilfunknummer, mit einem VoIP-Anbieter nun eine italienische Festnetznummer samt 19-Cent-pro-Minute zu jener TIM-SIM => ich kann mir eine deutsche VoIP-Nummer holen, über die mich Angehörige zum Inlandstarif (i. e. Flatrate) auf einem Handy in Italien (zu 19 Cent/Minute für mich) erreichen können, Rückweg liefe über einen Anruf auf meiner ital. VoIP-Nummer und Call-Through (via ISDN-Festnetzflat) nach D. Naja, und falls die Romaingpreise weiter fallen, wird mir da auch noch was einfallen ;)
Anrufe auf italienische Freephone-Nummern (800, das italienische Äquivalent zur deutschen 0800) funktionieren schon mal — nur verstehen tue ich fast nix ;)
Schwierig wird es nur mit anderen Ländern; in jedem Land eine SIM zu unterhalten ist nicht wirklich praktikabel — aber ein Problem nach dem anderen.
Nichts sagend
Als sie Kinderpornografieseiten sperrten habe ich nichts gesagt, denn ich habe diese Inhalte ja nicht konsumiert.
Als sie Raubkopiererseiten sperrten habe ich nichts gesagt, denn ich habe ja nicht raubkopiert.
Als sie Blogs mit gesellschaftskritischen Inhalten sperrten habe ich nichts gesagt, denn ich war ja nicht gesellschaftskritisch eingestellt.
Als sie die Seiten von Oppositionsparteien und Gewerkschaften sperrten habe ich nichts gesagt, denn ich war ja nicht in der Gewerkschaft oder in so einer Partei.
Als sie das Grundgesetz ausser Kraft gesetzt haben, gab es kein Medium mehr über das ich hätte etwas sagen können.
Denkt mal drüber nach…Quelle: Beitrag in einer Mailingliste
Nichtraucherhaushalt
In aller Deutlichkeit
Die SPD-Bundestagsfraktion verlautbart:
Für die SPD-Fraktion stellen wir in aller Deutlichkeit fest, dass wir – so wie im Übrigen alle Sachverständigen – eine Ausweitung der Internetsperren auf andere Straftatbestände ablehnen.
Ministerin von der Leyen (CDU), Spitzname »Zensursula«, betont:
In diesem Gesetzentwurf, zu dieser Zeit, sprechen wir ausschließlich über das. Alles andere interessiert mich nicht. Wenn ein künftiger Gesetzgeber Sperren ausweiten will, muss er ein völlig neues Gesetz schaffen, mit Anhörungsverfahren, Petitionen und allem, was noch dazugehört. Niemand kann ein Gesetz unbemerkt ändern.
Da die SPD im Herbst 2009 in die Opposition wechselt, darf man die »deutlichen Worte« jener Fraktion getrost nach Kenntnisnahme vergessen. Gut gebrüllt Löwe, und nun kusch.
Wichtig, aber dazu fehlt der SPD-Fraktion augenscheinlich leider der Mut beim durch von der Leyen publizistisch geschickt gewählten Thema Kinderpornographie, wäre jetzt gewesen, statt die Sinnhaftigkeit von »Zugangserschwerung« durch »Webseitensperrung« mit vielen Worten als »unter bestimmten Voraussetzungen eine sinnvolle Maßnahme« zu adeln, klipp und klar darauf zu verweisen, daß Verbotsschilder aufzuhängen nur selten ein Verbrechen verhindert hat.
Um es klar zu sagen, Politiker verwässern das in ihrem Floskelschwall gelegentlich, es gibt in Deutschland ein klares Verbot der Kinderpornographie in § 184b StGB:
(1) Wer pornographische Schriften (§ 11 Abs. 3), die sexuelle Handlungen von, an oder vor Kindern (§ 176 Abs. 1) zum Gegenstand haben (kinderpornographische Schriften),
- verbreitet,
- öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht oder
- herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, ankündigt, anpreist, einzuführen oder auszuführen unternimmt, um sie oder aus ihnen gewonnene Stücke im Sinne der Nummer 1 oder Nummer 2 zu verwenden oder einem anderen eine solche Verwendung zu ermöglichen,
wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer es unternimmt, einem anderen den Besitz von kinderpornographischen Schriften zu verschaffen, die ein tatsächliches oder wirklichkeitsnahes Geschehen wiedergeben.
(3) […]
(4) Wer es unternimmt, sich den Besitz von kinderpornographischen Schriften zu verschaffen, die ein tatsächliches oder wirklichkeitsnahes Geschehen wiedergeben, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Ebenso wird bestraft, wer die in Satz 1 bezeichneten Schriften besitzt.
(5) Die Absätze 2 und 4 gelten nicht für Handlungen, die ausschließlich der Erfüllung rechtmäßiger dienstlicher oder beruflicher Pflichten dienen.
(6) […]
Ich halte diesen Paragraphen für hinreichend deutlich; allein, die von der Leyensche Aktion, Kinderpornographie Journalisten – zur Abschreckung? – vorzuführen, wird, trotz mehrerer Anzeigen wohl nicht geahndet werden können. Schließlich war die geschmacklose Vorstellung nicht öffentlich (wenn auch vor Journalisten) und eine Verbreitungsabsicht wird man schwerlich konstruieren können.
Wohl aber ist dieser Paragraph ausreichend, um entsprechende Angebote hier in Deutschland vom Netz nehmen zu lassen und die Anbieter entsprechend aus dem Verkehr zu ziehen.
Frau von der Leyen bemängelt im Spiegel-Interview eine angebliche Untätigkeit im Netz:
[…] Die Strafverfolgung ist in den letzten Jahren konsequent verbessert worden. Das Schließen von Anbieterservern ist zwar auch verstärkt worden. Da bleibt aber viel zu tun. Das geht nur über internationale Verhandlungen. Nur beim Thema Access Blocking hat es zehn Jahre lang Gespräche hinter verschlossenen Türen gegeben, aber vergebens. Es hat sich nichts getan. Sie hatten auf SPIEGEL ONLINE vor vielen Jahren die Aktion “Netz gegen Kinderporno”. Ich frage mich, warum diese Aktivitäten eingeschlafen sind. Wir sollten diese vielbeschworenen Selbstreinigungskräfte des Netzes wiederbeleben.
Die Hintergründe zum Ende der Aktion »Netz gegen Kinderporno« gibt der Heise-Verlag in der aktuellen c’t (12/09):
Beim wirksamen Kampf gegen Kinderpornografie sind die Ermittler auf Nutzer angewiesen, die Anzeige erstatten, wenn sie im Netz auf solche Inhalte stoßen. 1998 gründete der Heise-Verlag mit Kooperationspartnern und in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Hannover die Initiative „Netz gegen Kinderporno“ als anonyme Meldestelle für Kinderpornos im Internet, denn Zufallsfinder mussten damals befürchten, dass gegen sie ermittelt wurde. Die Initiative führte dazu, dass diese Verfahrensweise überdacht und abgeschafft wurde. Damit hatte die Meldestelle ihr Ziel erreicht und wurde geschlossen.
Ich verlange ja gar nicht, daß eine Ministerin all die Themen, die sie bearbeitet, seit Generationen selbst aus dem Eff-Eff beherrscht; aber ein solches aktives Unwissen, eine solche Ignoranz — nun, mehr als »Demagogin« ist zu Ursula von der Leyen nicht zu sagen.
Gefährliche Demagogin. Es stellt sich natürlich die Frage, wo Frau von der Leyen denn in den letzten vier der zehn Jahre »Untätigkeit« war? Ministerin ist sie doch seit Antritt der Großen Koalition; aber erst Ende 2008 scheint sie das Thema Kinderpornographie für sich entdeckt zu haben — irgendwie komisch …
Es bleibt nur zu hoffen, zumal nach dem wenig schmeichelhaften Ergebnis der Anhörung, daß die SPD-Fraktion ihre Wiefelspütze in Rente schickt und zumindest diesen fatalistischen »ich-will-das-aber-so«-Gesetzentwurf nicht mit abnickt.
Bei all den Kontras der geladenen Experten frage ich mich denn auch, ob außer den Ministern/-innen noch jemand Gesetzesvorhaben querliest — und ggf. stoppt? Okay, die Rechtsprechung des Verfassungsgerichtes legt diesen Ablauf in der Tat nicht nahe.
So, alte Tante SPD, dann zeig’ mal, was Dir wichtiger ist, die Geschlossenheit in der Koalition oder der Rechtsstaat per se. Ich übe derweil schon mal eine alte Weise …
*seufz*






