Ich habe mich länger nicht mehr mit Accesspoints (vorzugsweise auf Linux-Basis) auseinandergesetzt, da mein heimisches Reich abgedeckt und eine weitere Verbreitung, inklusive dedizierte Funkverbindung zu einem Nachbarn, nicht notwendig ist bzw. mit vorhandenen Fritz-Boxen und Foneras abgedeckt werden könnte.
Allerdings möchte ich meine in die Jahre gekommene und aus Gründen den Bequemlichkeit sich angesammelt habende Flotte von heimischen Pizza-Schachtel-Servern aus, vornehmlich, finanziellen Gründen – das, was wir an die Stadtwerke für Strom abdrücken, müßte eigentlich für ein eigenes Blockheizkraftwerk reichen – durch Konsolidierung und Hardwareoptimierung ablösen.
Der erste Schritt in jene Richtung war die Anschaffung eines NSLU2 samt 1-TB-USB-Drive, die Datensicherung sollte über ein identisches System abgewickelt werden, sofern mich die Performance des debianisierten Slugs überzeugte. Erste Transfers sind nun gelaufen …
/dev/sda3 889G 440G 441G 50% /data
… und mit rd. 8 MByte/sec per SMB zum virtualiserten XP bin ich erst einmal zufrieden.
Abzulösen sind jetzt noch ein alter »Alles-Server« (da rennt in einer UML auch mein Mailserver *sigh*), ein nach doppeltem RAID-Fehler vor ~2 Jahren schnell hochgezogener Notfall-Fileserver (n x 250 GB; das geht auf eine weitere TB-USB-HDD, die dann nächtlich per rsync gespiegelt wird) sowie der alte Router-und-140-GB-bereitstellende-Server. Dessen Daten immerhin sind schon auf der Platte am Slug gelandet, Abschaltung wohl in dieser Woche. (Als neuen Router habe ich da schon so eine Pizza-Schachtel aka Scenic Xs laufen; da ich VDSL 25 habe und darüber OpenVPN (gesamter Traffic wird in zu einem Housingserver verschlüsselt und erst dort findet der Internet-Übergang statt) mache, ist’s mit einer Fritz!Box da leider performancemäßig nicht getan.)
Ach so, ja, und mein Außen-Kamera- und Heimautomationsserverchen im Wohnzimmer (Typ: Scenic Xs) gehört natürlich auch abgelöst/konsolisiert. Initial wollte ich das auf den neu aufgebauten HDTV-VDR-Rechner packen (Athlon K10 Dual-Core & nVidia-Grafik, VDPAU-tauglich für FullHD bei ca. 10% CPU (1,35 GHz)), aber derzeit überlege ich, statt dieses Watt-Boliden im Wohnzimmer lieber eine Ion-Plattform als reine Streaminglösung hinzustellen, die DVB-S2-Karten kämen dann in eine dedizierte Kiste im Keller; vielleicht eine aufgebohrte Box als Router- und DVB-Streamer dafür nehmen?
Naja; für die Kameraserver suche ich noch nach preisgünstigen Lösungen, die leistungsfähig genug für USB2/HD-Kameraauflösung sind (1280×960 oder größer, 1-5 fps reichen da aber) — und kam dabei auf den SheevaPlug.
Und da USB-Kameras an den 7170er-Fritzboxen nicht tun (kein isochroner Modus in AVMs AHCI(?)-USB-Treiber implementiert), entsann ich mich grade der guten alten WLAN-Router mit OpenWRT, wo z. T. Webcam-Streaming-Lösungen (für VGA-Auflösungen und drunter jedenfalls) existier(t)en. Erstaunt mußte ich feststellen, daß sowohl D-Link als auch Netgear ganz offen WLAN-Accesspoints/-Router anbieten, die nicht nur mit Linux betrieben werden sondern wo auch der Hersteller eigene Erweiterungen unterstützt; bei Netgears WNR3500L gleich mit einer eigenen Webseite, passend »myopenrouter« betitelt.
Ich finde das recht bemerkenswert; Netgear geht auf den ersten Blick einen radikalen Ansatz, bietet neben der eigenen Firmware auch OpenWRT und -Abkömmlinge für das Gerät an; und mit unter 75,– EUR ist das Gerät – bedenkt man die 4 GBit-Switchports, das 802.11n-WLAN sowie den einen USB2-Port – auch noch recht günstig. Ich bin versucht, damit einen GBit-Verteilswitch (Netgear GS108T) sowie den betagten WRT54G im EG zu ersetzen …
… aber auch D-Links Angebot klingt interessant (unter 60,– EUR derzeit), wobei ich mich frage, was ein 100-MBit/sec-Port an einem 802.11n-Gerät (mit latent über 100 MBit/sec netto) zu suchen hat.
Jedenfalls ist es spannend zu sehen, daß nach Fon, wo bei der Fonera 2 ja auch eigene Anwendungen installiert werden dürfen (man muß sie also nicht mehr um die Fon-Software erleichtern), IIRC, und dem laaaangen Erfolg des WRT54G, zuletzt in der WRT54GL-Inkarnation, auch andere Hersteller anfangen und auf die »Community« setzen, die ggf. einen Mehrnutzen für die Anwender aus den Geräten herauszukitzeln in der Lage ist. Ganz offiziell, ohne schrauben, löten oder tricksen — doch, das finde ich richtig gut.
Das ifranzl und der Kindle
Im Nachgang der ifranznation-Show mit Teymur Madjderey (aka @icedsoul der anschließenden Burgerrunde und dem gadgetreichen Ausklang des Abends gab’s für @ifranz noch ein Highlight zum krönenden Schluß — Teymurs Kindle:
#SheevaPlug – der Naßmacher
Länger schon suche ich kostengünstige, kleine, energiesparende Helferlein, die meinen Fuhrpark an verstreuten PCs und damit auch die Stromrechnung dezimieren könnten.
Ich glaube, ich habe die aktuelle Traumbox gefunden – SheevaPlug, ein sog. “Stecker-Computer“, also – in der Marketing-Theorie – so klein wie ein Steckernetzteil, aber ein kompletter – headless – Computer. Zu einem Preis, der den Einsatz in so manch einer Steckdose ermöglichen könnte; die Kistchen kosten unter 100 GBP/USD pro Stück. Meiner ist – Freitag morgen bei NewIt in UK bestellt – am Montag angekommen, und dem abebbenden Trend hinterherhetzend, habe auch ich ein »Unboxing«-Video gedreht ;)
Gut, ich wäre nicht ich, hätte ich nicht was mäkeln ;) Das erste Feeling – grade nach meiner Debian-Lenny-Installationsorgie auf meinem NSLU2 – ist gigantisch, das Kistchen fühlt sich flott an und auch die seit dem überraschenden Ableben des »cam-serv1« brachliegende Parkplatz-Cam (USB2, 1280×960) läuft nun wieder:
top - 00:58:39 up 6:51, 2 users, load average: 0.79, 0.78, 0.76 Tasks: 55 total, 2 running, 53 sleeping, 0 stopped, 0 zombie Cpu(s): 63.4%us, 0.5%sy, 0.0%ni, 36.1%id, 0.0%wa, 0.0%hi, 0.0%si, 0.0%st Mem: 513752k total, 280372k used, 233380k free, 0k buffers Swap: 0k total, 0k used, 0k free, 207368k cached PID USER PR NI VIRT RES SHR S %CPU %MEM TIME+ COMMAND 3028 wusel 18 -2 90120 48m 10m S 62.9 9.7 61:41.47 motion 2237 root 18 -2 8748 2796 2192 R 0.5 0.5 0:22.76 sshd 3038 root 18 -2 2524 1144 924 R 0.5 0.2 0:27.83 top 1 root 20 0 2892 1888 568 S 0.0 0.4 4:44.44 init 2 root 15 -5 0 0 0 S 0.0 0.0 0:00.00 kthreadd [...]
Ja, 512 MB RAM, irgendwas von 1-GHz-ARM-Power, da geht schon was. »motion« ist auf …
width 1280
height 960
framerate 2
threshold 25000
ffmpeg_cap_new on
ffmpeg_timelapse 1
ffmpeg_timelapse_mode hourly
ffmpeg_variable_bitrate 2
ffmpeg_video_codec msmpeg4
… eingestellt, hat also durchaus was zu tun — sobald ich eine bessere Auslösung gefunden habe (PS20 PIRI via FHEM?), würde ich aus Effizienzgründen die Aufzeichnung extern triggern, aber derzeit geht’s halt nicht ohne Pixel-für-Pixel-Vergleich … Immerhin, das schafft die Box; was ich noch nicht gesehen habe, trotz Forcierungsversuch, ist ein durch Bewegung getriggertes Video, bislang werden nur die Timelapses aufgezeichnet. Aber das kann auch an Späßchen mit den Codecs usw. liegen, armel ist eben nicht x86 …
Was ich am SheevaPlug vermisse: ein weiterer USB2-Bus (nicht: ein zweiter. ge-HUB-ter Port), ein zusätzliches >= 100-MBit/sec-Interface (zu dem vorhandenen 1 GBit/sec-Anschluß), um den Plug als Gateway/Firewall einzusetzen (ok, man könnte das ggf. per USB-Ethernet nachrüsten) und, da es ja eine »Plug«-Technik ist, X10 und ein Powerline-Interface. Grade das die letzten beiden Dinge nicht vorhanden sind, erscheint mir fragwürdig. Gut, Powerline als auch X10 sind nun Dinge, die regulatorisch wie technisch (120V, 60 Hz vs. 240V/50 Hz) m. W. nicht weltweit eingesetzt werden können. Aber einen SheevaPlug gleichzeiig als (Ether-) Netzanschluß benutzen zu können, das hätte schon was. (X10, nunja, vielleicht eher eine Nischenanwendung; aber wenn sich die n Sheevas im Haus gleich über’s Stromnetz vernetzen könnten, das wäre schon ein Feature, meine ich.)
Naja, mal sehen, was ich mit dem Plug noch alles anstelle; in rd. einer Woche, so hoffe ich, sollte der 2. Plug aus der Sammelbestellung des deutschen SheevaPlug-Forums eintrudeln, dann habe ich auch mehr »Spielmasse« und werde FHEM samt FHZ & CUL, die beide daran hängen, darauf umzuziehen versuchen.
Adventskalender und Gadgets
Ist zwar nicht fischertechnik (Grüße an @ifranz ;-)), aber auch ein bißchen spannend …
Bindfäden
Das Wetter war nicht so unbedingt das Beste, gestern abend auf dem Bielefelder Weihnachtsmarkt. Getreu dem Motto aus meiner Heimat, daß es nämlich kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung gäbe, schlurften wir dennoch durch die nassen Straßen. Ist halt doch etwas größer als der in Gütersloh; wobei ich sagen muß, vom Ambiente hat sich in GT im Vergleich zu den Vorjahren schon was getan. BTW, gibt’s eigentlich ‘Regenschutzkappen’ oder ähnliches für, z. B., die TZ7?
Gegenschuß, das #N900 mit den 'Augen' des #Milestone …
Mein #Milestone aus Sicht des #N900 …
#N900 – erste Eindrücke
Ich hatte gestern abend kurz die Gelegenheit, ein N900 live und in Farbe zu bewundern, in die Hand zu nehmen, zu bedienen – und abzulichten. Mein erster Eindruck war: Whow, klobig! Man kann es auf dem Bild sehen, das N900 ist etwas dicker als das #Milestone/#Droid, bei sonst verglichbare Maßen. Auch das Gewicht erschien vergleichbar; das N900 liegt aber meiner Meinung nach gefälliger in der Hand als das eher kantige Droid.
Bei der GUI von Maemo 5 hat sich, verglichen zum N810, einiges getan, leckeres Eyecandy ;) Technisch liegen wohl 50 MHz zu Lasten des Droid zwischen den Geräten, HW-Beschleunigung bei der Grafik bieten beide und ein testweise vom N900 zu meinem Droid per BT übertragener MP4-Trailer lief auf dem Droid ähnlich flüssig wie auf dem N900.
Vorteil N900: es spricht heute schon Flash. Nachteil – aus meiner Sicht -: die Tastatur ist beim N900 nur dreizeilig, mehr Mehrfachbelegungen müßten die Folge sein – groß ertastet habe ich da aber nichts; ggf. wohl Gewöhnungssache. Prohibitiv finde ich den Preis, der signifikant über dem des Milestones im deutschen Markt liegt. In der gestrigen Geeks-and-Gadgets-Runde wurde der Preisaspekt allerdings als nicht so gravierend gesehen …
Nunja, soviel Text, getippt auf meinem Milestone ;), mag erstmal reichen – ich bin gespannt, ob Nokia mit Maemo 5 noch Fuß fassen wird im (deutschen) Smartphone-Markt – grade gegen die bestehenden Android-Alternativen und deren Market.
c't per Post: Schwund ist überall
So richtig magazintauglich ist unser Briefkasten ja nicht, gebe ich zu; Typ Einfurfkasten mit 90-Grad-Winkel. Aber man könnte sich natürlich auch bemühen, die wochenendigen nacheinander dort unterzubringen, anstatt mit brachialer Gewalt zu versuchen, jene auf der anderen Seite durch die Blechtür zu pressen … *sigh*
#NSLU2 mit Lenny – eine Geduldsprobe
Bißchen doof ist das ja; ich habe an den ‘SLUG’ eine neue HDD gehängt, 1 TB. 30 GB für /, Rest /home, alles ext3. Nach rd. 1 Tag Installation – der Installer wartete gelegendlich auf User-Input :( – ist da jetzt wohl Lenny drauf; dem flackern der HDD-LED nach zu urteilen, fsckt der SLUG wohl. Mehr Info als die DISK-1-LED habe ich leider nicht. Hätte ich doch bei der Linksys-FW bleiben sollen?







