Ein Nachmittag im »Zoo am Meer«

Hmm. Wenn das so weitergeht, muß ich wohl mal Hardware nachwerfen; das folgende kleine Video bringt doch schon – vor YouTube – stattliche 750 MB auf die Waage, für knapp 7 Minuten doch recht fett. Schlimmer als die Größe – die dann beim Upload auch noch mal weh tut, und ich vermute, ebenfalls noch beim Re-rendering seitens YouTube – ist natürlich die Rechenzeit; ich hab’s nicht genau gestoppt, aber so’n rundes Stündchen hat OpenShot auf dem Intel(R) Pentium(R) Dual T3400 @ 2.16GHz dann doch gerödelt für diese knapp 7 Minuten.
Leider habe ich kein schnelleres Pferd im Stall, abgesehen von einem 2,7 GHz-K10-DualCore, der allerdings als Video-, konkret VDR-, Server Dienst schiebt und bei OpenShot gibt es zumindest derzeit leider kein verteiltes Rendering … H.264 Encoding in Hardware, das wäre mal ein schnuckeliges Feature; aber ich will nicht meckern, immerhin beherrst Linux, passende (nVidia-) Grafikhardware vorausgesetzt, mittlerweile zumindest das Decoding in Hardware — sonst könnte ich von meinen Filmchen mit auch gar keinen ansehen ;)
Wohlan, zum Thema: Ich habe ja noch immer die von @ifranz ausgeliehene Kodak PlaySport hier, und nachdem wir mit der Famillie am Sonntag einen Abstecher in den »Zoo am Meer« in Bremerhaven machten, habe ich neben meiner TZ7 und Zi8 auch die PlaySport wieder eingepackt, alle Gadgets wurden nachts zuvor natürlich ordnungsgemäß geladen und die Sticks gesäubert ;)
Da das Wetter beim »Tag am Meer« letzten Donnerstag nicht so mitspielte, habe ich in Bremerhaven einige der Dinge nachgeholt, die ich mal vergleichend ausprobieren wollte bzw. die mir als Unterschiede zwischen PlaySport und Zi8 aufgefallen sind.

Kodak

An dieser Stelle ist wohl ein Dankeswort an meine Famillie angebracht, die meine Geek-Ausbrüche toleriert und sich auch nicht mehr groß wundert, warum es diesmal 3 statt »nur« 2 Kameras waren, die ich immer mal wieder zückte und stehenblieb: Danke! ;-)
Ich bin jemand, der der Meinung ist, daß ein angepriesenes Feature auch benutzbar sein sollte, daher schaue ich mir auch bei Videogeräten die Fotooption an, sofern vorhanden. Beim Testfoto am Donnerstag bemängelte ich die Qualität des von der Kodak PlaySport gemachten Fotos, welches im direkten Vergleich zu dem der Zi8 matschig aussah. Und um dieses Mal mehr Vergleichsoptionen zu haben, habe ich auch meine Paansonic TZ7 und mein bzgl. seiner Fotoleistung haßgeliebtes Android-Telefon, ein Motorola Milestone, antreten lassen.

Motorola

Eines gleich vorweg: dieses Mal fiel es mir nicht so leicht, einen »Sieger« zu küren; vielleicht half die helle Sonne den vier Kandidaten, vielleicht lag es auch am Motiv. Der 150×150-Pixel-Ausschnitt aus dem vom jeweiligen Gerät gemachten Foto ist hier zu sehen, per Klick auf das Bild kommt man zur Großfassung des Bildes.
Was die Detailtiefe angeht als auch die Schärfe, vermag ich diesmal zwischen PlaySport und Zi8 mich nicht zu entscheiden; zwar sieht auch diesmal das Zi8-Foto bei der 1:1-Betrachtung schärfer aus, aber beim konkreten Motiv dieses Mal nicht so deutlich besser, als daß ich die PlaySport negativ bewerten würde. Erstaunlicherweise allerdings scheint das Milestone, trotz geringerer nomineller Aufflösung, höher aufzulösen als die beiden Kodak-Geräte — wobei das Bild des Milestones mit Farbartefakten gespickt ist, feine Strukturen sind dort wie bei der TZ7 auszumachen, wo bei den Kodaks scheinbar »Staub« oder »Fehler« weggerechnet wurden.
Aber gut; momentan würde ich sagen, PlaySport wie Zi8 reichen »für ‘nen Schnappschuß zwischendurch« aus, Kernfunktion ist HD-Video und das machen sie durchaus unterschiedlich gut. Mit ‘nem »Telefon« für rd. den drei- bis vierfachen Kaufpreis sind die Kodak-Geräte schwer zu vergleichen (das Milestone macht leider bei Video auch »nur« WVGA), mit ‘ner Fotokamera mit 12fachem optischem Zoom – die »zufällig« auch 720p25 AVCHD-Aufnahmen machen kann – für ebenfalls ein Vielfaches des PlaySport-/Zi8-Preises sie zu vergleichen wäre eher unfair. (In der Liga wäre eher die Kodak Slice mal interessant zu sehen, sie hat zwar nur, IIRC, 4x optischen Zoom, aber sofern sie auch ähnlich wie die PlaySport den digitalen Zoom nutzen kann … Der digitale Zoom insbesondere der PlaySport ist nämlich dabei, meine abgrundtiefe Aversion gegen Digi-Zoom zu kippen; war der Digi-Zoom meiner DSC-P10 noch ein besserer Zufallsgenerator, bringt der Zoom bei Kodaks Zi8 und PlaySport doch tatsächlichen Mehrwert. Und, anders als initial vermutet, nutzt auch die Zi8 am Ende des Zoombereichs wohl irgendein Feature des Sensors, denn auch dort wird »kurz vor knapp« das Bild noch mal wieder schärfer — der Effekt ist aber einerseits nicht so stark und fällt andererseits ob der höheren Geschwindigkeit des Zooms auch nicht so stark auf wie der Ruckelschritt zumindest bei »meiner« PlaySport mit Firmware 1.01.)
Aber genug der schnöden Worte, ein Film sagt mehr als … whatever ;)

Und wer in der Gegend von Bremerhaven ist: neben dem »Zoo am Meer«, dessen Mix von Zoo- und Spiel-/Kletterlandschaft unsere Kids toll finden – und mit 18,– € für die Familienkarte ist das noch ein recht günstiges Vergnügen –, gibt’s da z. B. auch noch das Klimahaus …

Freie Fahrt dank TMC …

(Blogged via flickr)

… bleibt eine Illusion :( Man beachte auf dieser Aufnahme von Sonntagabend das Fehlen jeglichen Hinweises auf die Behinderung im Display des Audi-Onboard-Navis. Nun gibt es zur BAB keine wirkliche Alternative und es handelte sich ja auch ‘nur’ um den Rückstau durch kaputte Reißverschlussler bei der Verengung von 3 auf 2 Fahrbahnen bei hohem Verkehrsaufkommen; dennoch hätte ich erwartet, über die Verkerhrflußeinschränkung durch Stop-and-Go per TMC informiert zu werden. Interessant wäre die Meldung eines mit HD Traffic ausgestatteten TomToms zu der Zeit an der Stelle …

Kamera: Panasonic DMC-TZ7 (Brennweite 4.1mm (35mm equivalent: 25mm), f/3.3)

Making Of: »Fahrrad. The final frontier.«

Zum gestrigen Beitrag hier noch ein teils zeitgerafftes Video mit den nicht benutzten Schnippseln.
Es hat mich durchaus überrascht, wie kompliziert es offensichtlich ist, eine Videokamera am Fahrrad zu befestigen und damit sinnvolle Bilder zu machen — und das, obwohl HD-Cams nicht nur einen Bruchteil damaliger D8/miniDV-Cams kosten sondern auch wiegen.
Ich hatte es ja schon vorher mit meiner Zi8 probiert, vorne an der (gefederten) Gabel tat es ganz gut, nur war der Blickwinkel Kinderkacke :-( Der neuerliche Versuch, nun ausgestattet mit PlaySport und Zi8, lief aber wieder ins Leere: die PlaySport war nicht sinnvoll zu befestigen und die Zi8, am Gepäckträger festgeklemmt und -gezurrt (mit Kabelbindern), lieferte im Endeffekt auch keine tollen Bilder:

Wie wenig glücklich dann die Verwendung einer Schwanenhals-Halterung war, konnte man schon sehen; eine weniger flexible Halterung würde allerdings ebenfalls nichts bringen (s. o.); eigentlich brauche ich also eine auf’s Fahrrad montierbare Streadycam — Hints, anyone?

Fahrrad. The final frontier.

Wie schon angedeutet, habe ich schon vor ein paar Tagen versucht, mit der PlaySport eine Fahrradtour aufzunehmen. Leider war auch dieser Versuch nicht so ganz erfolgreich, denn die Vibrationen während des Fahrens, ggf. verstärkt durch die Schwanenhals-Halterung des Kfz-PDA-Halters, den ich an den Rahmen mit Kabelbindern festgezurrt hatte, waren doch zuviel für den Bildstabilisator.
Technisch scheinen sich insofern Kodak PlaySport und Kodak Zi8 zu gleichen, in den Videos konnte ich keine grundlegenden Unterschiede feststellen, die mehrfach mit beiden Kameras abgefahrene Strecke ist auf beiden Kameras leider keine Augenweide:

Auch die direkte »Verstrapsung« am Gepäckträger hilft nicht wirklich. Schwingt die Kamerahalterung nicht – wie der benutzte Schwanenhals – mit, »springt« das Bild deutlich sichtbar bei den Erschütterungen. Ich werde mal mit den ifranznation-Kollegen @ifranz @tbals und @_refugee_ konferieren, ob ihnen irgendwas fahrradtaugliches einfällt — mit der PlaySport könnten sich beim Radrennen über Wasser ja ganz neue Einblicke ergeben, denn anders als wohl 2009 müßte man keine Angst um das Equipment haben, stürzte der Fahrer doch :)

Kodak Zi8 vs. PlaySport …

Gestern waren wir an der Nordseeküste, in meiner alten Heimat. Und wie es sich für einen Geek gehört, hatte ich meine Kodak Zi8 und meine Panasonic TZ7 im Gepäck wie auch die Kodak PlaySport, die mir @ifranz netterweise geliehen hat.
Abgesehen vom Fahrradfahrversuch (mehr dazu wann anders ;)) war dies die erste Gelegenheit, die PlaySport mal einigermaßen sinnvoll einzusetzen, sprich so, wie »man« (ich) sie einsetzen würde, wäre es meine …
… und nein, keine Angst @ifranz ich habe sie nicht gleich in den Schlick geworfen um zu sehen, was dann passiert :)
Was nach kurzer Nutzung mir positiv auffliel: der Formfaktor der PlaySport ist deutlich gefälliger als das kantige Etwas, in dem sich die Technik der Zi8 verbirgt. Kaum zu glauben, aber die wenigen Zentimeter Unterschied machen den Unterschied aus zwischen klobig und elegant … Und auch die Bedienung gefällt mir besser als bei der Zi8; es ist zwar noch immer minimalistisch, aber es kommt mir gefälliger daher.
Beim (digitalen) Zoomen mit der PlaySport fiel mir auf, daß es da augenscheinlich einen praktischen Trick gibt, der zum Ende des Zoombereiches nocheinmal wieder für ein schärferes Bild sorgt (siehe Video); die Zi8 hat mit aktuellster Firmware hingegen ein »anderes Feature« beim Zoomen: kurz vor knapp hakt’s auch da und es ändern sich Helligkeitseinstellungen …

1:1-Ausschnitt aus

Ziemlich enttäuscht allerdings hat mich die Fotoqualität; diese hinkt, trotz gleicher Dateigröße, deutlich dem hinterher, was die Zi8 zu leisten vermag — siehe auch die parallel geschossenen Bilder links und rechts.
Bei den Videoaufnahmen ist mir hingehen – bis auf das »Zoom-Issue« – nichts wesentliches (an Land? ;)) aufgefallen. Auch in der Nachbearbeitung verhalten sich PlaySport-Schnippsel wie andere auch …
… apropros Nachberarbeitung: hier ein kleiner Zusammenschnitt der Videoschnippsel, die ich am Donnerstag produzierte. Have fun!

Ein Tag am Meer …

(Blogged via flickr)

… und immer dran denken, es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung :)

Kamera: Vignette Vignette for Android

We$Whatever (Ex-WePad): wer will das Erste?

Hach, schön. Unter dem Titel Warten auf’s WeTab (WePad) – next 2010 Berlin hat appstory.tv sich den Herrn von Ankershoffen gekrallt und doofe Fragen gestellt. Interessant fand ich u. a. die Aussage zur Frage »wenn ich mich hier hinsetze, würde ich dann das allererste kriegen?« Dies beantworte der neofonie-Chef wie folgt (~1:21 im Video): »Wenn Sie uns ‘ne 10.000er Charge vorfinanzieren und abnehmen für ‘n paar Millionen …«
Ein weiterer Mosaikstein …
Auf eine, verglichen mit dem lauten Sascha Pallenberg von netbooknews.de aus meiner Sicht glaubhaftere Meinung zu Gerät und Unternehmen sei hier noch hingewiesen: In seinem Artikel zur next 2010 schreibt Thomas Knüwer u. a.:

Ebenfalls unter skurril fällt weiterhin der Wepad-Macher Helmut Hoffer von Ankershoffen: Nicht einmal seine Mitarbeiter durften das Tablett vorführen, nur er selbst. Nach einer ersten Einführung ist mein Gefühl weiterhin negativ: Allein schon dass das Wepad in der Grundposition nur horizontal zu benutzen ist demonstriert eine gewisse Nutzerunfreundlichkeit – und deutet auf eine beschränkte Leistungsfähigkeit des Betriebssystems hin.

 

Falls ich das noch nicht geäußert habe: ich gehe mittlerweile davon aus, daß dieser fehlgeschlagene PR-Stunt um das WePad, das jetzt WeTab heißen soll, dem absehbaren/erwarteten Erfolg des iPads von geschuldet ist. Nachdem man dem Vernehmen nach drei Jahre lang ein »WeTab OS« entwickelt  …

Nach drei Jahren Entwicklung und einem erfolgreichen Home Use Test mit 150 Nutzern in 2009 stehen wir nun vor der Markteinführung Mitte 2010.

Quelle: 4tiitoo AG

 
… drohte nun ein marginal marktmächtigerer Mitbewerber die Entwicklung durch ein eigenes Produkt überflüssig zu machen, also mußte schnell Hardware zum OS her, und der Welt Bescheid sagen, daß es da was neben dem iPad gibt, mußte man auch ganz hastig …
Wahrscheinlich kam das bislang nicht so richtig rüber: Wichtig an einem Tablett, welches auch nutzbar sein soll, ist das UI, die Benutzerschnittstelle. Auf dem Tablett habe ich (dicke) Finger als Eingabegerät, weder Maus noch Tastatur. Alle Bedienelemente müssen daran ausgerichtet sein; das Starten von Standard-Desktop-Applikationen (z. B. OpenOffice) wird keinen Spaß machen, schon weil CTRL-S für den »Speichern«-Shortcut fehlt … Insofern finde ich – vielleicht, befingern konnte ich es ja noch nicht – die WePad-Bedienung mit den beiden Daumen bei Querformat-Haltung nicht per se blöd. Nur wird sich ein solches, unflexibles Konzept schwertun mit einer Konkurrenz aus perfektem Look-and-Feel (iPad) und nicht-ganz-so-perfektem, dafür aber für den Endbenutzer offeneren System (Android). Leider weist das Sprachrohr für das WePadTab hier wohl einen anatomischen Mangel auf, sodaß, anstatt die sicher vorhandenen Vorteile der Plattform We$Whatever hervorzuheben, der Eindruck zu erwecken versucht wird, man könne alles, was die anderen auch können, nur eben besser.
Nun, man wird sehen; auch, was Google mit Verizon da noch in 2010 auf die Beine stellen wird …