Der Umsteig auf einen LCD-TV brachte ja zwangsläufig einige Änderungen mit sich, unter anderem mußte die alte Wohnzimmereinrichtung einer solchen weichen, die Platz für den LG 47LG7000 lies. Die 47″ in der Diagonalen ergeben knapp unter 1,20m Außenbreite des Geräts, das ist dann doch schon groß, irgendwie ;)
Bei diesen Umbauten mußte auch jene Wohnzimmerecke, in der traditionell noch der VDR-Rechner und ein Server für die von motion gesteuerten Kameras für den Gartenbereich stehen, »überarbeitet« werden — beziehungsweise, sie muß noch. Das ist ein »ongoing project« ;)
Überflüssige Kabelage, Ergebnis der Verlegung der Kabel der Zusatzschüssel für BBC in den Keller, konnte schon entsorgt werden; jetzt harrt die Ecke des Technologieupgrades in Form eines HDTV-tauglichen VDRs …
Wie das so ist, bei der Suche nach einer preiswerten Master-Slave-Steckdose, um eine hinter dem TV positionierte LED-Leiste (»IKEA Dioder« — was rauchen die alten Schweden eigentlich bei der Namensfindung?) mit dem Einschalten des TVs auch automatisch zu erleuchten, bin ich wieder über das Thema Heimautomation gestolpert, konkret über die FS20-Steuerung mit Linux.
Mit den billigen Master-Slave-Steckdosen aus dem Baumarkt hat das jetzt nicht mehr soooo viel zu tun, aber … l33t wird’s, da bin ich mir sicher ;)
Also, das Ziel ist es, daß, gesteuert über den ohnehin laufenden VDR-PC, bei Einschalten des TVs sich – tageszeit- und/oder beleuchtungsabhängig – das Licht hinter dem Fernseher mit einschaltet, ferner sollen über das Funksystem zusätzliche Temperatur- und Luftfeuchtesensoren (Terrarium, Eßzimmer, ggf. »Außen II«) sowie potentiell der Stromverbrauch verschiedener Verbraucher (über das EM-Funksystem von ELV/Conrad) erfaßt werden. Danach wird die, das DCF-Signal dort nicht empfangende, automatische Zeitschaltuhr für die Terrarienbeleuchtung ebenfalls durch eine FS20-Funksteckdose ersetzt, damit dann, statt des bisherigen Verlaufes (06:30 bis 19:30) eine Steuerung anhand des Sonnenauf- und -unterganges erfolgen kann (insbesondere unabhängig von der Sommerzeit, die den Tieren mehr so egal ist).
Angefixt durch »myHCE« und durch das sowieso laufende Projekt »VDR-HDTV-PC zum MediaCenter machen«, möchte ich einen Schritt weiter gehen und neben der Integration von VDR in ein Linux-Media-Center-Setup auch diese Steuerungsaufgaben, möglichst von der Couch aus bedienbar, dort unterbringen. Was daraus werden wird: schaun’ ‘mer mal.
Ein »building block« dazu wird der »CUL« werden, ein kleiner 868-MHz-Tranceiver mit USB-Schnittstelle und einer offenen Firmware. Zwar habe ich auch eine FHZ 1xx0 PC mir gekauft – ich wußte initial leider nicht genug über den CUL – und sie wird mir im Zweifel auch bei einigen Sachen gute Dienste leisten, denn die CUL-Firmware kann noch nicht alles steuern, was auch die FHZ kann. Aber den weiteren Ausbau werde ich auf CUL fokussieren, z. B. für Satelliten-/Repeater-Module, denn die 100m Reichweite »im Freilfeld« schrumpfen in modernen Stahlbeton-Bauten auf deutliche kürzere Luftliniendistanzen.
Schlußendlich möchte ich auch noch eine – dank RS-232-Interface des LGs trivial mögliche – Eingangssteuerung des TVs basierend auf dem aktuell benutzten Zuspieler realisieren; der LCD-TV hat 4 HDMI-, 1 VGA-, 1 Komponenten- sowie drei oder vier SCART-Eingänge (vom mangels Signal nicht nutzbaren DVB-T-Empfänger abgesehen), alle sind per RS-323 entsprechend selektierbar. Die Kunst wird es sein festzustellen, welches Gerät grade genutzt werden soll (abgeleitet durch Fernbedienungssignale für jenes Gerät), um dann den entsprechenden Eingang zu aktivieren, ggf. nach dem Einschalten des TVs (auch dies ist lt. Handbuch per RS-232 möglich, man soll sogar den Status abfragen können). Und auch die »verpaßte Anrufe«- und »verbinden mit«-Optionen von »myHCE« wären cool, allerdings habe ich »nur« eine Gigaset-ISDN-Anlage und keine davor oder dahinter geschaltete Fritz!-Box. (Eigentlich habe ich gar keine Fritz!-Box; mit Speedports der Reihen W500V, W501V oder W701V allerdings könnte ich Handel treiben …) Das wäre wohl der Zeitpunkt, wieder einen Asterisk für das heimische ISDN einzusetzen; aber das wird eine andere Geschichte …
