Tja, also, nachdem Ohio – vielleicht – an Obama gefallen ist, kührt gegen 3:25 die ARD Obama schon mal zum – möglichen – Sieger:
Das ZDF ist nicht ganz so euphorisch; man wartet mal ab, was denn CNN nun den Amerikanern erzählt und erzählt derweil mal dem deutschen Publikum viel, wenn der Wahlabend noch lang ist. Vielleicht hätte man »Uwe« wirklich mal unterbrechen sollen. Und man wartet auf Ohio, welches »offenbar in eindeutiger Führung« für Obama entschieden hat. »Aber man darf immer noch nicht zu zuversichtlich zu sein … Vielleicht gibt es noch irgendwelche ganz überraschende Entscheidungen … Aber Obama scheint Ohio gewonnen zu haben und damit die Barriere durchbrochen zu haben …« Ja, das sind journalistische Höhepunkte im deutschen Fernsehen!
Und im Jahre 2008 läßt man dann den Zuschauer, nachts gegen 4 Uhr 15, auch an der redaktionellen Absprache teilhaben. Nicht teilnehmen, aber immerhin teilhaben:
Schon spannend, neben dem Reporter steht der zu interviewende, aber greifbar ist jener dann doch erst ein drei bis vier Minuten. Muß ein besonderer Reporter-Code sein, den sie da benutzen …
Ich gratuliere einfach mal Obama, prophylaktisch. Im Zweifel werden in den USA sowieso, auch im Jahre 2008 wie in den Vorjahren, die Gerichte entscheiden, wer denn nun eigentlich gewählt wurde — soviel Zeit habe dann auch ich nicht ;)
Die Nachtschwärmer von Spiegel Online vermelden bislang einen unüberraschenden Wahlablauf, damit dürfte Obama der erste, äh, sagt man noch »farbige«? nächste Präsident der Unfreien Staaten von Amerika sein:
[04.23 Uhr] Virginia…
…könnte allerdings knapper werden als gedacht. In den letzten Umfragen führte Obama noch mit etwa 5 Prozent Vorsprung.
Aber ansonsten verläuft die Nacht ziemlich genau nach den Umfragen.
