Äpfel und Pinguine

Vielleicht habe ich in meiner Sturm- und Drang-Zeit als Amiga-Jünger doch mehr gelitten, als es den Anschein hatte; jedenfalls bin ich bislang, was ich erstaunlich finde, von jeglichem Apple-Hype unberührt geblieben.
Ah, halt, nicht ganz; einen Nachmittag lang war das iPhone bei seiner Vorstellung für mich ein MUST HAVE — das hielt dann allerdings auch nur bis zum Studium der technischen Features an. Denn für ein überholtes Radio (2G only – innovativ geht anders), Hardware mit Knebelvertrag und Netzbindung (D1 ist nun einmal (zu) oft für mich das falsche Netz) und uegeknöpfter Software mit erlesenen Minderleistungen (kein MMS? Wieder: innovativ geht anders) zahle ich schon lange keinen saftigen hipper-Hersteller-Aufschlag mehr.
Vielleicht bin ich aber auch einfach nicht – mehr? – Apple-kompatibel … Jedenfalls fällt es mir schwer, mich mit neuen Softwarezwängen abzufinden – zumal, wenn der Hersteller mir ungefragt Software unterjubeln würde, deren Installation ich gar nicht bestellt habe. Letzteres ist für mich schlicht digitaler Hausfriedensbruch. Schlimm finde ich dabei insbesondere, daß Apples Prinzip der Kundennnötigung zu Safari aufgeht. Über einen ins OS integrierten, kostenlosen Browser regte die Politik sich noch auf und zerrte Microsoft nach Jahren – das Kind war im Brunnen schon zur Unkenntlichkeit verwest – vor den Kadi; Apple (und Adobe und viele andere) läßt man mit der Unsitte, Softwarebundles zu installieren, auch wenn der Kunde nur ein bestimmtes Subset der Anwendungen haben will, gewähren. Apples Zwangsinstallation von Safari – anfäglich gar noch in Widerspruch zu Apples eigenen Lizenzbedingungen – erscheint mir besonders perfide: Erst mit Apples iTunes wird das iBrick zum iPhone — und diese potentiellen Millionen von Windows-Nutzern, die zwangsweise iTunes installieren müssen, mißbraucht Apple auch noch zur Aufhübschung des Marktanteils des Apple-eigenen Browsers. Die Versuchung war wohl zu groß, was, Steve?
Unverständlich wird mir wohl auf Dauer bleiben, warum Apple-Nutzer für Dinge, die es als Open-Source gibt, …

root@brick:~# apt-get install curlftpfs
[...]
0 upgraded, 1 newly installed, 0 to remove and 57 not upgraded.
Need to get 24.7kB of archives.
After this operation, 98.3kB of additional disk space will be used.
Get:1 http://archive.ubuntu.com hardy/universe curlftpfs 0.9.1-2 [24.7kB]
[...]
Setting up curlftpfs (0.9.1-2) ...

… wie selbstverständlich bereit sind, Geld zu bezahlen. Mal abgesehen davon, daß sich die sshfs-Befehlszeile zum Mounten meines Repositories für blogdoch auch als Gnome-Launcher verikonifizieren ließe und der sshfs-Mount natürlich auf dem Desktop erscheint — warum muß für alles und jedes eine GUI da sein? Meine Bilder für blogdoch erstelle ich mit Gimp (Zuschnitt, ggf. Ausblendungen) und einer Kommandozeile für ImageMagick — »convert«, um genau zu sein. Und auch dieses könnte ich GUIfizieren, doch wozu?