Wie zu erwarten war — die »Supersuche« ist nicht weg, sondern – wie andere Dinge vorher schon – nur nicht mehr verlinkt.
blogdoch proudly presents: 297 weibliche Studenten, die Solo sind und den Namen Karin tragen sowie 63, politisch links stehende, Studentinnen in einer offenen Beziehung.
Sicherlich, man kann argumentieren, daß jeder Student und jede Studentin diese Angaben freiwillig gemacht haben.
Allerdings haben auch durchaus einige ihre Daten als »privat« im Sinne »nur für meine Freunde einsehbar« deklariert. Tja, dank der SuperSuche ist das mit der Privatheit beim Studiverzeichnis mehr denn je so eine Sache …
Ok, auch dies ist nun keine wirkliche Enthüllung, in Kleinbloggersdorf pfiffen es die Spazen ja schon länger von den Dächern, daß neben Performance- auch Datenschutzthemen
bei der (Abschaltung der) SuperSuche eine Rolle spielten.
Nun denn, ich kann nur wieder und wieder zetern »überlegt, wem Ihr welche Eurer Daten anvertraut« — zum Thema Studivz bleibt derzeit eigentlich nur, auf die bei Graubrot zitierte »Pressemitteilung des Referent- Innenrates (gesetzlich AstA) der Humboldt- Universität zu Berlin (HU)« zu verweisen:
Sexismus, entgleiste Rhetorik und gravierende Datenschutzmängel – der ReferentInnenrat der Humboldt-Universität zu Berlin warnt vor der Nutzungdes Internet-Netzwerks „StudiVZ“!
Das „Studiverzeichnis“ (StudiVZ) ist eine kostenlose Internetplattform, über die sich Studierende vernetzen, Kontakte knüpfen und Informationen austauschen sollen. Jedoch wird das StudiVZ seit längerem von Skandalen begleitet: Die Gefährdung des Datenschutzes, Verwendung nationalsozialistischer Symbole und Rhetorik durch einen der Betreiber, Zensur kritischer Kommentare und nun die Duldung sexistischer Gruppierungen.
Der ReferentInnenrat ruft alle Studierenden auf, sich nicht am StudiVZ zu beteiligen! […]
