iBrick reloaded: iPhone 3G 0G

Menschen sind einfach wunderbar. Über die von Microsoft gelebten Eingriffe in die Rechte der Anwender – seien es die »Call-Home«-Themen, die heimliche eindeutige Nummerierung der Windows-Nutzer oder auch die ausdrücklich untersagte heimliche automatische Installation von Software, die Microsoft dem Kunden auch gegen dessen Willen nicht vorenthalten will – wurde und wird regelmäßig für 10 Minuten laut aufgeschrieen. Hernach kehrt man zur Tagesordnung zurück und wickelt mit Microsoftprodukten seine Bankgeschäfte und ab und vielleicht auch Downloads, wo beim althergebrachten Versandhandel man einen neutralen Umschlag begrüßen würde — kurz: man wendet sich augenscheinlich wichtigeren befriedigeren Dingen zu als z. B. der eigenen informationellen Selbstbestimmung.
Nun dachte ich ja wirklich – bis zur Einführung des iPhones –, daß Apple-Anwender weniger Lemming-DNA hätten als die traurige, Microsoft-ergebene Bevölkerungsmehrheit. Aber weit gefehlt: das iPhone 3G ist ruck-zuck ausverkauft und wird weiter, trotz Zahlungsverpflichtung auch ohne geliefertes iPhone 3G bei T-Mobile bestellt wie blod. Auch daß Apple Softwareinstallationen auf dem iPhone aktiv beeinflussen kann und somit selbst legal gekaufte Software ohne Möglichkeit für den Nutzer, diese Enteignung zu verhindern, nachträglich deaktivieren, scheint im an Überwachung gewöhnten, von Schily und Schäuble geprägten Deutschland niemanden mehr zu tangieren. Wäre ich Verschwörungstheoretiker, müßte ich wohl vermuten, daß das iPhone Gedankenmanipulation betreibe.
So wird es denn wohl auch keinen stolzen iBrick-NG-Besitzer mehr schocken, daß Apple nun auch teilweise Hardwareprobleme mit einem Softwareupdate zu lösen gedenkt. Ich mutmaße mal: die 3G-Funktion wird einfach endgültig deaktiviert, ein Mehrwert des iPhones 3G zum GRPS-only-Vorgänger bleibt ja — in Form eines günstigeren Preises sowie eines GPS-Empfängers … Aber, nichts genaues weiß man nicht:

Wie üblich waren von Apple keine Informationen dazu zu bekommen.