Ich hatte es seit meinem letzten (dienstlichen) USA-Trip auf der Agenda: einen der kommerziellen VPN-Dienste mal anzutesten. Eigentlich wollte ich nur mal ausprobieren, was augenscheinlich gang und gäbe ist – hey, selbst die c’t brachte darüber jüngst einen Artikel –, nämlich die Umgehung des Geofencings per VPN.


Ente gut, alles gut — am Ende konnte ich, nicht ganz so pseudo-anonym via PayPal wie gewünscht, dann doch per direkter Mastercard-Buchung bezahlen. Allerdings hinterläßt diese neuerliche, absolut willkürliche und einseitige Änderung auf Seiten der Kreditkartenunternehmen, grade in Hinsicht auf die jüngsten Enthüllungen zu den NSA-Überwachungen, dann doch einen mehr als schalen Beigeschmack. Dritte entscheiden, wen ich bezahlen darf und wen nicht? Das war nicht die Intention, als ich Kreditkarten-Kunde wurde. Wenngleich wahrscheinlich prinzipiell auch meine Banken Überweisungen durchzuführen ablehnen können – nein, ich habe die Bedingungen nie soweit gelesen –, dies bei z. B. Paypal zu erleben, und das bei einem aus meiner Sicht vollkommen legalen Dienst – verschlüsselte Kommunikation ist selbst in Frankreich nicht mehr verboten –, ist schon … irritierend.
