#PRISM und die Folgen

Ich hatte es seit meinem letzten (dienstlichen) USA-Trip auf der Agenda: einen der kommerziellen VPN-Dienste mal anzutesten. Eigentlich wollte ich nur mal ausprobieren, was augenscheinlich gang und gäbe ist – hey, selbst die c’t brachte darüber jüngst einen Artikel –, nämlich die Umgehung des Geofencings per VPN.

PayPal verweigert Zahlung an VPN-Dienstleister
Ich habe noch immer keinen wirklichen Anwendungsfall – außer vielleicht meinen NTV300SL einen virtuelle Heimat in den USA vorzugaukeln, damit überhaupt was funktioniert, und vielleicht einen meiner Androiden temporär nach USA zu verschieben, damit ich endlich auch die Steuerungsapp herunterladen kann –, aber dennoch, ich wollte heute mal einen der von Kollegen empfohlenen Services ausprobieren — und stolperte prompt über lustige, willkürliche Einschränkungen beim Bezahldienst PayPal.
... in Ihrem Land nicht verfügbar ...

Ente gut, alles gut — am Ende konnte ich, nicht ganz so pseudo-anonym via PayPal wie gewünscht, dann doch per direkter Mastercard-Buchung bezahlen. Allerdings hinterläßt diese neuerliche, absolut willkürliche und einseitige Änderung auf Seiten der Kreditkartenunternehmen, grade in Hinsicht auf die jüngsten Enthüllungen zu den NSA-Überwachungen, dann doch einen mehr als schalen Beigeschmack. Dritte entscheiden, wen ich bezahlen darf und wen nicht? Das war nicht die Intention, als ich Kreditkarten-Kunde wurde. Wenngleich wahrscheinlich prinzipiell auch meine Banken Überweisungen durchzuführen ablehnen können – nein, ich habe die Bedingungen nie soweit gelesen –, dies bei z. B. Paypal zu erleben, und das bei einem aus meiner Sicht vollkommen legalen Dienst – verschlüsselte Kommunikation ist selbst in Frankreich nicht mehr verboten –, ist schon … irritierend.