Es war mal wieder Zeit für eine neue Baustelle ;-)


In der Gegenwart allerdings streikte seit einiger Zeit meine VDR-zentrierte DVB-S-Installation ;-( Aus Zeitmangel habe ich das länger nicht weiter beachtet – die Kids sehen kaum fern und wenn, dann auf Basis des Telekom-Entertain-IPTV-Angebots – und ich ziehe mir im Zweifel die Sendungen der öffentlich-rechtlichen Sender aus deren Mediatheken. Aber ja, es gab schon länger lästige Störungen, und abends am 11. März haute es dann unvermittelt den FI raus. Nach dem Wiedereinschalten blieb der Keller sicherungsbedingt stromlos, Wiedereinschalten allerdings funktionierte auch dort — sicher auch, weil mittlerweile durch USVen der Einschaltstrom reduziert wurde.

Um Zeit zu gewinnen, installierte ich flugs einen VDR in einer VM, um darüber das IPTV-Angebot übergangsweise zu nutzen — leider ist das doppelt-kodierte DVB-IP-Signal (welches aus der DVB-S-Quelle zentral für Entertain de- und wieder neu kodiert wird) in der Regel massiv schlechter als das DVB-S-Orginal, weshalb ich nach wie vor auf DVB-S setze. Bei der Suche nach dem aktuellen Entwicklungsstand stolperte ich über SAT>IP und darüber, daß die FritzBox 6490 vier DVB-C-Tuner eingebaut haben solle, die über das Sat-IP-Plugin ansprechbar seien. DAS klang natürlich interessant; bislang hatte ich »SAT>IP« als Spielkram abgetan, zumal vor ein paar Jahren die DVB-nach-SAT>IP-Umsetzer ziemlich teuer waren, deutlich teurer als DVB-S-Karten/-USB-Adapter.

Und so wurde ich neugierig auf SAT>IP. Ein kurzer Klick bestätigte, daß die eigene 6490 tatsächlich 4 Programme parallel über RTSP liefern könnte. Ernüchterung dann, als ich das im VDR ausprobierte: die AVM-SAT-IP-Implementation läßt nur 1 Stream per Anfrage-IP zu — und mit nur 1 Tuner funktioniert VDR zwar, aber eben nicht gut. Aber zum Proof-of-Concept reichte es; kann man sich mal für später merken …

Ich brauchte nun also Testequipment – sprich einen billigen DVB-S2-Reciever – und neue DVB-S2-USB-Adapter — denn trotz neuem Multiswitch konnte mein DVB-S-VDR nur noch CNN und andere, vertikal polarisierte, Sender empfangen. Die zweite USB-Tuner-Box zeigte weder LEDs noch sich am USB; jene scheint’s komplett zerlegt zu haben :-( Aber hat’s wirklich das Empfangsteil in K1s TV zerlegt, oder ist noch was anderes faul? Anfang März 2018 nahm mein VDR ja noch auf …
Ich wollte nun nicht direkt vier neue DVB-S2-USB-Boxen kaufen, denn mit ca. 70 EUR/Stück sind sie nicht sonderlich günstig, und den einschlägigen Wikis/Foren nach ist, was in 2018 auf dem Markt ist, kaum noch linuxseitig unterstützt :-( Und das ist leider ein generelles Muster; insofern ist es ggf. Zeit, über SAT>IP eine Abstraktionsebene einzuziehen, die mir meine Flexibilität läßt, ohne daß ich auf linux-spezifische Treiber setzen/warten muß.
Nach kurzer Marktsondierung fiel die Wahl auf einen Xoro HRS 2670 LAN, der bei der freundlichen Amazone keine 40 EUR kostete – weitaus günstiger als USB-DVB-S2-Adapter – und dabei einen SAT>IP-Server an Bord hatte, einsetzbar z. B. im Wohnzimmer als Kombigerät »direkter DVB-S2-Receiver und SAT>IP-Quelle für den Wohnzimmer-VDR« weitergenutzt werden könnte.
Und wieder einmal abkürzend: das Problem mit K1s Fernseher konnte, dank des Receivers und neuen Kabeln, auf das verwendete SAT-Koax-Kabel zurückgeführt werden. Die mechanische Belastung durch den TV-Wandhalter – genauer: die dadurch möglichen Bewegungen – hat offensichtlich die Kabelverbindung negativ beeinflußt. Das »K1-Problem« hatte insofern mit dem DVB-S-Empfangsproblem nichts zu tun. Ein neuer USB-DVB-S2-Tuner hat allerdings im Keller nichts zur Empfangsverbesserung beigetragen.
Grundsätzlich scheint der Austausch des Multiswitches also zweckmäßig gewesen zu sein — mein DVB-S-VDR empfängt aber nach wie vor nichts?
