Auf kleiner Flamme …

… langsam rösten. Sowas sollte gelegentlich erlaubt sein …

Ist doch wahr. Sachen, die keine 5 Minuten dauerten, fordern heutzutage wieder Exkursionen in Abgründe des Systems, die man nie mehr vergessen kann.

Ubuntu 15.10. Als ich mein gebrauchtes Thinkpad installierte, war das quasi die aktuelle Version, also rauf damit. Und ich bin ja auch zufrieden, soweit: das eingebaute UMTS-Modem wird erkannt und steht bereit, WLAN tut, Ethernet; ich glaube, die Modem-Buchse ist das einzige Gerät, was nicht (mehr?) unterstützt wird. Macht aber nix, denn in Zeiten von DSL & 4G wüßte ich eh’ nicht, wo ich mit V32bis noch hintelefonieren könnte.

Schlichtheit, oder Bequemlichkeit, hat Ihren Preis, ja, ich weiß. Aber gerade jetzt denke ich, er ist zu hoch:

Ich wollte »mal eben schnell« per USB3-Ethernet-Adapter mich auf einen Freifunk-Knoten verbinden, um ein bestimmtes Verhalten zu debuggen. Dieser Adapter wird auch problemlos erkannt. Damit der Freifunk-Knoten erreicht werden kann, muß über den USB3-Ethernet-Adapter DHCP gesprochen werden. Also? Genau: dnsmasq installieren; oder auch nicht, wg. libvirt & Docker ist das eh’ schon drauf.

Also neue Config für enx0023551c2633 – so heißt das Interface, denn Linux hat ja »endlich« eindeutige Gerätenamen erhalten – in /etc/dnsmasq.d angelegt und dnsmasq neu gestart… Äh? Weder in /etc/init noch in /etc/init.d wird der dnsmasq-Dienst beschrieben, somit ist auch ein Restart nicht möglich. What The Fuck?!

Screenshot
Neumodische Hipsterkacke versaut mir mal wieder den Tag.
Ok, fick Dich, der dnsmasq für das normale Resolving (welcher sternhagelvolle Honk hat sich eigentlich das ausgedacht? dnsmasq als lokaler Resolver?! Vorläufig erschießen …) ist ans Interface gebunden, also starte ich meinen dnsmasq halt per -C direkt, und … nix gibt’s!

Ich habe die Rechnung mal wieder ohne den Wirt gemacht. »enx0023551c2633« als Interfacebezeichner lehnt dnsmasq rundweg ab, siehe Screenshot und hier:

root@ysabell:~# grep enx /etc/dnsmasq.d/eth1 
interface=enx0023551c2633

Kotzen. Könnte ich. Und, hätte ich Zugriff auf Schußwaffen, schießen. Wenigstens auf ein paar Fliegen. Narf. Warum muß man alles so unendlich kompliziert machen?! Dann halt doch über eth0, sorry, enp0s25, und Uplink eben über enx… — das wird ja Notwork-Manager noch hinbekommen?

Nachtrag: Es lag gar nicht am Gerätenamen. enx… war nicht konfiguriert, das sollte mir »dnsmasq: Unbekannte Schnittstelle enx0023551c2633« offensichtich sagen. Ein Hoch also auf richtige, zielführende Fehlermeldungen …

Jedenfalls, nach »ifconfig enx0023551c2633 192.168.0.254 up« geht’s auch über USB3. Die zunehmende und undurchsichtiger werdende Zusammenarbeit von systemd und anderen Tools finde ich dennoch bedenklich.