Nach der Pleite mit Netgear GS108T und Cisco SLM2008 mal ein neues Abenteuer: TL-SG108E.
Ich brauche zeitweise zumindest mal VLANs, und nachdem Netgears GS108T einfach nur Elekroschrott ist, Ciscos Heimnetzsparte auch nur kurzlebigen Mist produziert(e) und die ganz billigen Switche wie der GS108E unter Linux mehr so nicht nutzbar sind, habe ich jüngst mal einen TP-Link TL-SG108E für Berlin gekauft. 35,– für 8 GBit-Ports und zumindest per Windows statisch einrichtbare VLANs, kannmanjamalprobieren — zumal 5 EUR günstiger als das Netgear-Billigst-Modell …
Ich hab’ das Ding derzeit als Verteiler für die eine Hälfte der Wohnung (da stehen ein VDR, ein Berliner Freifunk-Knoten, eine Webcam, …) in Betrieb, ausgepackt, angeschlossen, switcht.
Soweit, so gut. Dann wollte ich aber Ende letzter Woche Neuerungen an der Gütersloher Freifunk-Firmware ausprobieren und dazu einen frischen TP-Link TL-WR841ND umflashen.
Tja. Und obwohl ich mit »ifconfig eth0:4 192.168.0.254 up broadcast« am Laptop das TP-Link-Default-Netz 192.168.0.0/24 konfigurierte, ich konnte 192.168.0.1, die Default-IP eines frischen TP-Links, nicht erreichen. WTF?!
To make a long story short – arp, tcpdump, MAC-Lookup, Kabelverfolgung –: der TL-SG108E lauscht, wie ein typischer TP-Link eben, auf 192.168.0.1/24, Port 80 ist zwar offen, aber es ist kein normales Webinterface verfügbar. Was für eine Rotze … Was nun? Doch private Netzverbindung zum Knoten nur zum Flashen?

Und ja, es funktioniert. Anders, als Richard es schrieb, kommt man allerdings auch komplett ohne Windows an die ».exe-die-ein-jar-ist«:
wusel@greebo:~$ wine /tmp/Easy\ Smart\ Configuration\ Utility\ v1.0.2.18.exe wusel@greebo:~$ cp -p .wine/drive_c/Program\ Files/TP-LINK/Easy\ Smart\ Configuration\ Utility/Easy\ Smart\ Configuration\ Utility.exe /tmp/EasySmartConfigurationUtility.jar [Aktuelles Java mit JavaFX runterladen und irgendwohin auspacken] wusel@greebo:~$ /tmp/jre1.8.0_25/bin/java -jar /tmp/EasySmartConfigurationUtility.jar

Awesome. Ein Problem ist, daß augenscheinlich nur die »letzte« Netzwerkkonfiguration benutzt wird, heißt konkret, bei folgender Konstellation werden TP-Link-Switche nur in 192.168.0.0/24 gesucht — und entsprechend muß auch das iptables-Kommando angepaßt werden (hier: »iptables -t nat -A PREROUTING -p udp -d 255.255.255.255 –dport 29809 -j DNAT –to 192.168.0.254:2980«):
root@greebo:~# ip addr show eth0 2: eth0:mtu 1500 qdisc pfifo_fast state UNKNOWN qlen 1000 link/ether 00:aa:bb:cc:dd:00 brd ff:ff:ff:ff:ff:ff inet 203.0.113.116/27 brd 203.0.113.127 scope global eth0 inet 192.168.176.4/24 brd 192.168.176.255 scope global eth0:1 inet 192.168.175.4/24 brd 192.168.175.255 scope global eth0:2 inet 192.168.0.254/24 brd 192.168.0.255 scope global eth0:4 inet6 fe80::aa:bbff:fecc:dd00/64 scope link valid_lft forever preferred_lft forever
Firmware-Updates habe ich (noch) nicht probiert, ich habe ersteinmal nur DHCP eingeschaltet, damit das Mistding nicht länger 192.168.0.1 blockiert. Und nun zieht sich der Switch eine IP via DHCP — und ich habe es nicht mehr geschafft, per »/tmp/jre1.8.0_25/bin/java -jar /tmp/EasySmartConfigurationUtility.jar« den Switch wieder zu kontaktieren; das mag aber auch an meiner Netzwerkkonfiguration liegen.

Ich hatte mir auch mal so einen bestellt, gemeinsam mit dem kleinen Bruder (TL-SG105E). Dabei habe ich festgestellt, dass DHCP-Requests nicht durch den Switch durchkommen.
Das Problem war wohl bekannt, zumindest hatten sich im TP-Link Forum mehrere mit demselben Problem gemeldet. Tenor war, dass man wohl nur auf ein Firmware-update warten könne. Das war mir dann aber auch zu blöd, daher sind die dann zurück zum Händler gegangen.
Die fehlende Linux-Administrierbarkeit war mir auch ein Dorn im Auge, ich habe es damals nicht hinbekommen, die komische Java-Anwendung unter Linux ans laufen zu kriegen. War aber nicht so schlimm, da ich die nicht dauerhaft ändern wollte. Alles halbe Jahr mal zum Administrieren eine VM starten war dann nicht ganz so schlimm.
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