Mein erster Chromecast hat sich ins Knie geschossen, aber der erfahrene Geek kauft ja im Doppelpack :-) In Berlin habe ich dann mal etwas mehr Streaming über Drittanbieter zum Chromecast ausprobiert.

Etwas, was mir hingegen generell aufgefallen ist — was aber auf meinen Nutzungsfall mit einem »echten« 20″ FullHD-HDMI-Monitor (und keinem TV als HDMI-Monitor) in Berlin zurückzuführen sein mag —: kaum eine App erlaubt eine Lautstärkeeinstellung oder -beeinflussung. Bei einem normalen Fernseher ist das eher kein Problem, da man da per Fernbedienung jene kontrolliert; bei meinem Monitor geht das nur umständlich über Tasten am Gerät, und z. T. bleibt die Lautstärke dennoch eher im Flüsterbereich. Wie gesagt, wohl eher ein Einzelschicksal …



Aber gut, Trailer sind ja nicht so wichtig; kommen wir zum Streaming des Hauptfilms: der nächste Satz mit X.
Jeder Versuch, etwas per Watchever-App auf meinen Chromecast — der, wie das Nexus 7 LTE, im gleichen 2,4 GHz-WLAN einer 7490 hing — zu streamen, wurde mit einer Fehlermeldung quittiert. Lokales abspielen funktioniert, streaming zum Chromecast funktioniert nicht. 
Sonderlich aussagekräftig sind die Fehlermeldungen weder auf dem Androiden noch auch dem Chromecast. Was genau also das Problem sein soll, bleibt unklar — alles, was ich sagen kann ist: geht nicht.
Um es gerade heraus zu sagen: ich bin ziemlich enttäuscht. Chromecast #1 hängt sich terminal nach ein paar Stunden auf, hat keine offenen Ports mehr (Chromecast #2 hat 8008 und 8009 offen).
Der Support durch Apps läßt ziemlich zu wünschen übrig. YouTube, Google Play Music — aber nur für bei Google gekauften Content.
Plex spielt keine lokalen Daten ab; habe ich wohl mißverstanden, trotzdem ärgerlich.

BubbleUPnP (aus dem Play Store) macht hier (als DNLA-Client) einen guten Eindruck, ein paar der lokalen MP4-Videos habe ich testweise erfolgreich abgespielt, allerdings brach gelegentlich das Abspielen auch kommentarlos ab. MPEG1-Videos oder AVIs gehen nicht ohne Transcoding, was BubbleUPnP nur serverbasiert anbietet. Aber immerhin kann man bei BubbleUPnP die Wiedergabelautstärke auf dem Chromecast durch die Lautstärketasten des Nexus beeinflussen — es ginge also prinzipiell, QED.
Und auch meine selbst gerippte oder bei Amazon käuflich erworbene Musik spielt BubbleUPnP schick über den Chromecast ab — immerhin, Google Play Music patzt da ja.
Was die Abbrüche angeht: auch die 1LIVE-App oder Squeezeplayer brechen hier in Berlin sporadisch ab, ein Verhalten, das ich erst seit dem Einsatz der Fritz!Box 7490 als AP und Router beobachte. Insofern laste ich das derzeit nicht dem Chromecast an …
Fazit? Schwierig. Der autistisch gewordene Chromecast in Gütersloh läßt mich an der generellen Qualität der Chromecast-Software zweifeln. Natives Chromecasting steckt noch in den Kinderschuhen, und warum z. B. Watchever eben nur an Chromecast, nicht aber DLNA-Renderer streamt, können wohl nur Anwälte richtig klingend begründen. 
Bei mir zumindest ist Chromecast & Watchever ein Totalausfall, maxdome läßt mich ohne gekauftes Zusatzpaket nicht einmal rein — auch eine Art zu sagen, »laß Deinen popeligen Einmalumsatz gefälligst woanders«. Und YouTube ist kein wirklich abendfüllendes Programm, schon gar nicht mit den »GEMA-Sperren« … Nativ taugt Chromecast derzeit wenig, die eine oder andere App wird man im Play Store käuflich erwerben müssen, um ihn auszureizen.

Kleiner Tipp: Mit unserer kostenlosen Android App lassen sich auch Inhalte aus den TV Mediatheken an Chromecast senden:
http://www.vavideo.de/extras/vavideo.app.html?active=3