Fritz!Box 7390 – wer meckert, fliegt?

Zufällig bin ich auf eine interessante Rezension der 7390 gestoßen …

Gut, Amazons Rezensionen muß man immer mit mindestens einer Prise Salz zu sich nehmen. Dennoch fand ich einen interessanten Artikel dort:

Nachtrag vom 08.08.2013:
Nach fast zwei Monaten “Sendepause” hat mir der AVM-Support die Nachricht zukommen lassen, dass AVM das Problem inzwischen durch mehrere Kundenberichte bekannt ist. Es würde aber wohl auch mit dem jeweiligen Netzwerk-Client bzw. der heimischen Netzwerk-Infrastruktur zusammen hängen. Das klingt nicht nur nachvollziehbar sondern muss logischerweise zwingend richtig sein: Denn die Auslastung der FritzBox hängt natürlich direkt von dem jeweiligen Netzwerk-Client ab! Nur “neuere” WLAN-Karten können die sog. Stream-Bündelung, die mit maximal möglicher Geschwindigkeit die FritzBox an ihre Grenzen bringt. siehe auch: […] )
In der aktuellen Labor-Firmware seien bereits einige kleine Änderungen eingearbeitet, die zu Verbesserung führen sollen. Mit der nächsten finalen Firmware-Version soll das Problem dann gänzlich gelöst sein.
Auf Nachfrage wurde mir mitgeteilt, dass dieses Problem bei der 7490 definitiv nicht existent sein soll. Ich werde das Ganze daher nun in Ruhe abwarten, beobachten und mir dann überlegen, ob es eine neue FritzBox (7490) geben wird oder nicht.
 

Nachtrag vom 02.09.2013:
Durch das Einschalten der ct-Redaktion des Heise-Verlags hat AVM nunmehr das Vorhandensein dieses Fehlers zugegeben. Allerdings hat AVM dies erst durch das intensive und hartnäckige Nachbohren seitens der ct-Redaktion eingestanden, welche sogar eigene Tests im Redaktionslabor durchgeführt hat. Laut AVM soll eine Fehlerbehebung angeblich noch im September per Firmware-Update erfolgen. Mit der bereits bereitstehenden Labor-Firmware sei das Problem schon adressiert worden. Da die Labor-Firmware jedoch keinerlei Besserungen gebracht hat, halte ich meine These nach wie vor aufrecht, dass es sich um ein Problem aufgrund unterdimensionierter Hardware handeln könnte anstatt eines Software-Fehlers. Leider verstärkt sich dieser Eindruck, da auch die neue FritzBox 7490 am USB 3.0 Anschluss miserable Datenübertragungsraten liefert (siehe entsprechende Amazon-Rezension: unter 20MB/s, also gerade mal USB 2.0 Niveau), was bereits bei der 7390 von offizieller Seite eindeutig auf unterdimensionierte Chipsatz-Leistungsfähigkeit zurückgeführt wurde. Vermutlich hat daher auch die 7490 die gleichen Probleme, dies müsste jedoch von einem Besitzer der 7490 an einem VOIP-Anschluss und maximaler WLAN-Übertragung im 11ac-Frequenzband geprüft werden. Grundsätzlich ist in meinen Augen aber die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sich dieses Problem weder bei der 7390 noch bei der 7490 durch ein Firmware-Update lösen lässt.
 

Nachtrag vom 05.12.2013:
Aus unbekannten Gründen sind ALLE Amazon-Rezension zur FritzBox 7390 verschwunden. Daher stelle ich meine Rezension erneut online.
 

Nachtrag vom 24.12.2013:
1. Das identische Fehlerbild wurde dank der ausführlichen Tests des Users “mgutt” nun auch für die FritzBox 7490 nachgewiesen.
2. Ein großes Dankeschön gilt den vielen fleißigen Usern für ihr Feedback zu meiner Rezension. Dadurch konnte inzwischen ausgeschlossen werden, dass die Verwendung des integrierten VDSL-Modems mit dem Fehler zusammenhängt. Viel mehr lässt sich das Problem auch dann reproduzieren, wenn die 7390 lediglich als Access Point und VoIP-Gateway fungiert und die Internet-Konnektivität ausgelagert wurde. Bereits mit internem Netzwerk-Traffic lässt sich die FritzBox derart auslasten, dass VOIP-Gespräche unmöglich sind.
3. Falls eine FritzBox unterm Weihnachtsbaum liegt, dann besteht hoffentlich noch ein Analog- oder ISDN-Anschluss. Ansonsten (also: im Fall eines VOIP-Telefonanschlusses) wünsche ich viel Spaß und gute Nerven! Nach meiner Erfahrung nimmt Amazon mit Verweis auf dieses Problem die FritzBox ohne Zögern anstandslos zurück. ;)
Aber vielleicht macht AVM seinen FritzBox-Kunden ja noch ein überraschendes Geschenk mit einem Problem-lösenden Update… ;)
(Das halte ich persönlich allerdings aus technischer Sicht für ausgeschlossen, denn die vielen Kommentare anderer User bestätigen leider meinen Verdacht, dass tatsächlich ein Hardware-Problem vorliegt, welches nicht durch ein Software-Update behoben, sondern höchstens durch Funktionseinschränkungen umgangen werden kann.)
4. Frohes Fest und guten Rutsch!

Spannend. Sofern diese Annahme zutrifft, wird ja spätestend mit 802.11ac-Clients auch die 7490 die Grätsche machen — von einem All-on-One-Gerät wie der Fritz!Box erwartet man einfach, daß ihr “GBit-WLAN” keine (negativen) Auswirkungen auf ihre DSL-Funktionen hat; und, um ehrlich zu sein, bei einer Dual-Core-CPU darf das auch nicht mehr kümmern.
 

Siehe auch: dieser IPPF-Thread.