Am 22. April hat die Deutsche Telekom ihr wahres Gesicht gezeigt — Neuverträge ab Mai 2013, und Altverträge werden nach erprobtem Muster gekündigt werden, enthalten nur noch ein marginales Transfervolumen: 75 GByte/Monat bei 16 MBit/sec, was nach meinen »bc«-Künsten weniger als einem halben Tag Nutzung pro Monat entspricht.
Dies bedeutet: Telekom-Kunden, die vor Ablauf den 30.04.2013 einen DSL-Vertrag mit der Deutschen Telekom abschließen, werden also rund die 60fache Leistung zugesichert bekommen wie die dummen Tore, deren Vertrag erst nach dem 30.04.2013 beginnt. Oder, anders gesagt: time matters.
Perfide, wie die Telekom bei der Remonopolisierung des Festnetzes nunmal agiert, propagiert sie derzeit, keine Drosselungen, auch wenn sie nun fester Vertragsbestandteil der »Flatrates« im Telekom-Festnetz werden, vor 2016 durchführen zu wollen. Ein durchsichtiges Manöver: über das Vehikel »Vectoring« (siehe Wikipedia) versucht die Telekom aktuell — und leider mit Unterstützung der Regulierungsbehörde –, das Zugangsnetz wieder zu monopolisieren, also unter ihre alleinige Kontrolle zu bringen.
Gelingt dies, wird es zur Einführung der Drosselung im Festnetz keine alternativen DSL-Anbieter mehr geben.
Spätestens mit dem Ablauf des 22.04.2013 müßten auch die letzten BNetzA-ler erkennen, daß »Vectoring« nur ein Vorwand war, das ungeliebte Teilen des Letzte-Meile-Kuchens zu kassieren. Denn die Deutsche Telekom wird so zitiert, daß sie diese ach-so-tollen G.vector-Bandbreiten gar nicht in ihrem Netz transportieren könne:
Internetanschlüsse mit höheren Datenraten würden Engpässe auf den Backbones sogar noch verschärfen.
Mit anderen Worten: einerseits will die Deutsche Telekom unbedingt Bandbreiten jenseits der heutigen 50/10 Mbit/sec bei VDSL2 anbieten — andererseits sieht sie sich nicht in der Lage, diese Leistung auch zu liefern. Ich gehe denn auch eher davon aus, daß es schon in 2014 zu partiellen Bandbreitenproblemen kommt, wie sie Telekom-Kunden bei YouTube schon zur Genüge kennen — Anwendung der schnieken neuen AGB nicht ausgeschlossen.
Daher heißt es: Segel setzen, Remonopolisierung und damit G.vector am 14.04.2013 verhindern!
Die Deutsche Telekom kann es eh’ nicht sinnvoll nutzen, der Wettbewerb im TV-Kabel scharrt schon mit signifikant höheren Bitraten — kurzum: G.vector ist der Holzweg, den Deutschland nicht braucht! FTTx ist die Zukunft, und dies muß der Telekom klar gemacht werden — und wenn sie aufgrund ihrer aberwitzigen Tarifstruktur dabei Pleite geht …
