Testen, nicht glauben, liebe T-Com

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Tja, augenscheinlich habe ich einen karpotten NTBA in GT, da geht nix mehr. Also alles bis auf den Speedport abgekabelt (um ohne S0 remote testen zu können), Störung gemeldet und im Zuge dessen Rufumleitung auf meinen Anschluß in Berlin getätigt — per SIP über IPsec nach GT getunnelt (Fritzbox macht’s einfach), so daß die Family weiter erreichbar ist. Rauswahl ebenfalls über Berlin …

Um 7:50 ruft ein Callcenter, ohne Rufnummer, auf der umgeleiteten, gestört gemeldeten Nummer an – statt auf dem dafür angegebenen Handy. Und stellt Störung in Abrede, denn _obwohl hinter’m NTBA nichts gemessen werden könne_, funktioniere der Anschluß ja wohl offensichtlich … WTF?!

Und um 10:35 hat man das Ticket offensichtlich geschlossen, _obwohl nichts gefixt wurde_. Nur die Erreichbarkeit ist jetzt eben _auch_ nicht mehr gegeben — tolle Wurst, Telekom.
Einmal mit Profis …; dabei ist das Angebot, temporäre Rufumleitungen zu schalten ja richtig kundenfreundlich. Nur strunzige Callcenteragents, die davon noch nichts gehört haben und es sich auch nicht erklären liessen, die helfen nicht wirklich …

History reloaded

Eine Mail vom Sonntag morgen führte heute zu intensiver Spurensicherung; wie schon vor rund fünf Jahren ersucht ein Unternehmer (einer damaligen Ltd.) um meines Erachtens nicht mehr und nicht weniger als Geschichtsklitterung:

ich möchte Sie heute bitten, die Einträge über [Name vorsorglich entfernt] bzw. [Firmenname vorsorglich entfernt] aus Ihrem System zu entfernen, lt. neuester Rechtsprechung sind Sie dazu verpflichtet. Hierbei geht es um die folgende Seite / Eintrag:

 
Es geht hier um ein – augenscheinliches – Ein-Mann-Unternehmen, welches um das Jahr 2006 herum sich Bürgerinitiativen in damals DSL-unterversorgten Regionen anbot, die heilige Bandbreitenkuh ins Dorf zu holen:

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Diskussion über die Anbindung möchten wir heute versuchen zu beruhigen:
Wir rechnen derzeit mit bis zu 4 oder 5 Einspeisepunkte im gesamten Gebiet Cuxhaven! Diese sind derzeit mit 34 MBit/s symetrisch geplant ! Das heißt aber nicht, dass wir keine Möglichkeit haben, diese Bandbreite bei Bedarf zu erhöhen; im Gegenteil.
Des Weiteren haben wir uns zunächst zu dieser Bandbreite entschlossen, abhängig von der bisher eingegangen Anmeldungen in Ihrem Bereich!
Da wir als Service-Provider agieren haben wir auch keine “normale” Preise, wie evtl. andere Kunden / Provider!!
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung
Ihr i-[Namesbestandteil wegen potentiellem Markenrechtsthema entfernt] – Team

 

Guten Morgen,
wir möchten heute kurz versuchen, Ihnen in dieser Sache eine Antwort zu geben!
Der Aufbau und der Betrieb der gesamten Infrastruktur ist eine Sache, die wir sehr lange ausgerechnet und berechnet haben. Wir können wirklich zusichern, dass wir
keinen Engpass haben werden bis zu dem Übergabepunkt ins Internet; dieser ist zentral in Frankfurt und derzeit mit 2x 1 GBit/s angebunden! Wir können Ihnen hier nur
erwähnend mitteilen, dass das nicht die Kernkompetenz der gesamten Firma ist!
Die Kalkulation zu dem Ganzen ist ein Betriebsgeheimnis und wir werden dieses nicht offen legen! Sie können ja auch nicht bei der DTAG oder anderen Provider hingehen
und nachfragen, wie die kalkulieren! Die werden Ihnen das ebenfalls nicht erzählen.
Wir hoffen, dass wir Ihnen mit dieser Antwort weiter helfen konnten und bitten auch um Verständnis, dass wir nicht unsere Interna´s freilegen werden!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr i-[Namesbestandteil wegen potentiellem Markenrechtsthema entfernt] – Team
„Management / Controlling“

 

Das große Finale dann in dieser Ankündigung:

26. Juli 2006
Heute erreichte uns die folgende Mail:

Guten Tag Herr [Vorsitzender der BI],
mit unserem heutigen Schreiben möchten wir Sie darüber informieren, dass wir aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen von Herrn K[Name vorsorglich mal entfernt] das Projekt: Cuxhaven nicht weiter verfolgen können!
Dieser Schritt fällt und recht schwer, aber wir können derzeit nicht absehen, wie lange Herr K[…] ausfällt.
Die bei uns eingegangene Anmeldungen werden wir gesondert unterrichten und werden für diese Kunden auch dementsprechend eine Lösung suchen und realisieren!
Wir bedanken uns recht herzlich für Ihre Bemühungen und Mitarbeit, sowie Unterstützung in diesem Bereich und stehen Ihnen für weitere Fragen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen / Kind regards
Matthias K[…]
i-[Namesbestandteil wegen potentiellem Markenrechtsthema entfernt] Ltd.

 
[…] Wir möchten i-[Namesbestandteil wegen potentiellem Markenrechtsthema entfernt] ® nicht diskreditieren, empfehlen aber allen Initiativen bzw. Orten, die mit i-[Namesbestandteil wegen potentiellem Markenrechtsthema entfernt] ® ein Breitbandnetz aufbauen wollen, sich zusätzlich auch andere Anbieter ins Boot zu holen. Wenn tatsächlich ein Aufbau durch i-[Namesbestandteil wegen potentiellem Markenrechtsthema entfernt] ® zu den zur Zeit angepriesenen Bedingungen (6 Mbit – 24,90 €) stattfindet, wird sich natürlich jeder dafür entscheiden. Wenn nicht, ist eine Alternative vorhanden. Ein weiterer Tipp, den auch wir nicht beherzigt haben: Setzen sie von Anfang an Fristen. Abschluss der Planung: Frist, Beginn des Aufbaus: Frist, Abschluss des Aufbaus: Frist usw. Dies gilt natürlich nicht nur für i-[Namesbestandteil wegen potentiellem Markenrechtsthema entfernt] ®, sondern für alle Anbieter.

 
Leider – oder, eigentlich, bezogen auf ihren Daseinszweck, zum Glück – haben sich etliche »DSL-Initiativen« aus den frühen 2000er Jahren mittlerweile in Wohlgefallen aufgelöst, so auch einige meiner damals zur Untermauerung meiner Aussagen angeführten Links. Ich denke, ich konnte dennoch gestern genug »Anscheinsbeweise« sichern, um meine Aussagen auch ohne funktionierende Links fünf Jahre in die Vergangenheit untermauern zu können.
An sich ist es mir ja egal, der ehemalig als Geschäftsführer Auftretende macht jetzt was »mit Energetik«; aber »lt. neuester Rechtsprechung« »dazu verpflichtet« zu sein, als Chronist die vormalige Geschäftsführerschaft eines Unternehmens oder auch das Scheitern des Unternehmens an der vollmundig versprochenen Leistung aus dem Web tilgen zu müssen — gibt’s das echt‽

Tethering und o2

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Hmm, o2 erlaubt also ‘Tethering’, aka die Nutzung als Hotspot. Nur Daten transferieren, das dürfen die so versorgten Geräte nicht? Ist solch widersprüchliche Fußnotenregelung nicht schon unzulässige Täuschung der Verbraucher?

Alice und PPPoE, oder: Einmal mit Profis arbeiten (wäre schön)

Nachdem ich die IAD-Blackbox in der Praxis in Gütersloh durch eine Fritz-Box ersetzt habe, habe ich nun immerhin mehr Einblick in das, was da vorgeht. Und das ist nicht witzig, bedenkt man, daß das ein teurer Alice Business-Anschluß ist, der noch dazu auch nach nach rd. zwei Jahren nicht mit den versprochenen 16 MBit/sec, sondern nur 6 MBit/sec bedient wird:

01.03.12 02:23:10: Downtime: 2.58 Minuten, NICHT geplant (Zeitüberschreitung bei der PPP-Aushandlung.)
01.03.12 03:38:32: Downtime: 2.55 Minuten, NICHT geplant (Zeitüberschreitung bei der PPP-Aushandlung.)
01.03.12 07:03:57: Downtime: 6.75 Minuten, NICHT geplant (Zeitüberschreitung bei der PPP-Aushandlung.)

Und gestern war mein Alice Fun-Anschluß in Berlin auch mal wieder ausgiebig unpäßlich:

29.02.12 16:14:31: Downtime: 41.28 Minuten, NICHT geplant (Zeitüberschreitung bei der PPP-Aushandlung.)

Der Stoßseufzer unter ITlern zu derart geballter Unfähigkeit lautet »EINMAL mit Profis arbeiten …«, und nachdem ich nun feststellen muß, daß die in Berlin auf Hansenet-Infrastruktur chronischen PPPoE-Probleme offensichtlich auch auf den teuer beaufschlagten Business-Anschlüssen von Alice nicht unbekannt sind, werde ich meine Ansicht über die Fähigkeiten von o2 als DSL-Dienstleister wohl revidieren müssen — von der, zugekauften, Hansenet-/Alice-DSL-Infrastruktur jedenfalls muß ich nun abraten, dies ist offensichtlich ein fragiles, schlecht gewartetes und nicht verstandenes System :-( Daß es bei zwei Telekom-DSL-Anschlüssen über Wochen keinen PPPoE-Fehler gibt, bei zwei Alice-DSL-Anschlüssen hingegen kaum eine Woche vergeht, wo nicht mindestens einmal die Verbindung gekappt wird wegen PPPoE-Problemen, läßt zwar keine wissenschaftlich fundierte Aussage zu, aber meiner Meinung nach leider eine Tendenz erkennen …
Der Backbone ist imho nach wie vor gut (zumindest der alte Telefónica-Kern; falls die PPPoE-Server grade mal tun, scheint aber auch die Hansenet-Infrastruktur hinreichend zu sein), aber Alice bringt’s offensichtlich nicht mehr. Schade, aber dann muß die Karavane halt weiterziehen.
Ob ich bei Kontakt mit dem (o2-) Support wohl die Mär’ vom bedauerlichen Einzelfall hören würde? (Nein, ich rufe die für mch kostenpflichtige Alice-Hotline bestimmt nicht noch einmal an. Alice/o2 wird mt der Abstimmung mit den Füßen leben müssen, solange a) Warteschleifen gesetzlich nicht kostenlos gestellt werden und b) die kundenunfreundliche Lösung, die Störungsannahme kostenpflichtig zu machen, praktiziert wird.)


Lesenswert zum Thema: Alice DSL, oder: stabil ist anders, o2 can’t do :-(, Kundenbindung á la o2 (Alice)