Nutzerfreundlichkeit a la Musikindustrie

Natürlich ist es ziemlich dämlich, anstatt explizit für die Veröffentlichung freigegebene Musik, einfach welche der notleidenden Musikindustrie zu nehmen. An der Situation (s. Bild) trägt der Ersteller der Videos also klar eine Mitschuld.
Was ich aber nicht begreife: im Prinzip ist doch die rechtliche Situation in den meisten (westlichen?) Ländern gleich, für die »öffentliche Aufführung« fehlen dem Ersteller die Rechte, also sollte meines Erachtens YouTube den illegalen Sony-Sound einfach löschen und das Video tonlos bereitstellen … oder das Video gleich komplett entfernen, getreu dem Motto »löschen statt sperren«. So ist das doch Murks³ :(

Nachtrag: Nur um das mal zu zeigen: es geht – natürlich – auch anders. Surfe ich mit einer US-amerikanischen Adresse das fragliche Video an, kommt da kein »geh’ weg Du stinkst«-Hinweis, daß heiliges Sony-Material hier verwendet wird, nein, im Gegenteil: es kommen Links zum Kauf des fragliches Musikstücks, hier von Amazon & iTunes …
Jetzt mal ernsthaft, Ihr deutschen »Player«, wieso wird anderswo einfach der Song zum (kostenpflichtigen!) Download angeboten, in Deutschland aber ein »Stopp-Schild« gezeigt? Ich kann ja nur für mich sprechen; aber so ein Stinkefinger animiert mich bestimt nicht, bei Sony Music was zu kaufen; so ein »kaufen«-Link unter einem Video hingegen, der könnte schon geklickt werden — was dann natürlich im weltweiten Markt wieder nicht geht, als Deutscher/Europäer im US-Store einkaufen, neinneinnein …