Was Navis angeht, bin ich auch mehr so in Richtung »redundante Redundanz hält besser« unterwegs: was vielleicht der Erfahrung geschuldet ist, daß insbesondere PocketPC-basierte Systeme tendentiell broken by design sind und mich im Zweifel zur falschen Zeit im Stich lassen. So geschehen z. B. 2003 in Italien, als mein Acer n20 als Navi (mit Mobile Navigator 2 in der Navigon-Fassung) mitten in Italien zu spinnen anfing und nicht mehr navigieren wollte. Auftritt: FSC PocketLoox 600 mit Mobile Navigator 2 in der Medion-Version (aus der Bucht), damit wurde der Urlaub dann erfolgreich beendet — und die versprochene feierliche Abfackelung des Navigon-Firmensitzes in Würzburg fiel aus. (Ja, ich war reichlich stinkig über diesen, später reproduzierten, Bug der Software.
Aber dank meiner Vorsorge (Navi-Redundanz) blieb es bei Flüchen ;))
Über die Jahre updatete ich die Software, auch wenn das nicht upgradebare Windows Mobile 2003 als OS-Basis dem irgendwann eine natürliche Grenze setzte.
Zwischenzeitlich kam – einbruchsdiebstahlbedingt – ein »echtes« Navi ins Haus Auto, wobei ich glücklich damit nur gut ein Jahr war.
Vor Jahresfrist kam Navigon mit einem Navigon Mobile Navigator 7 auch für Symbian-Handies auf den Markt — ich habe es mir natürlich angesehen (s. Link), war aber nicht wirklich überzeugt. Eigentlich würde ich ja gerne in Richtung Tomtom Live gehen, aber ich habe immer mind. ein Telefon mit Internetverbindung im Auto dabei, da sehe ich es nicht ein, für diesen Onlineservice noch eine weitere, 99% der Zeit sinn- und nutzlose SIM samt Vertrag anzuschaffen.
Später im Jahr, mittlerweile sattelte ich von Symbian auf Android um, kam Navigon zu spät – für mich – mit einer »Navigator«-Fassung (offboard, d. h. nur mit dauernder Internetverbindung lauffähig) für Android. Allerdings lud ich mir eine Test-/Evaluationsversion dennoch runter — mankannjaniewissen.
Und vor rd. 10 Tagen kam nun eine Offboard-Version des »Mobile Navigator« in den Android Market. Ich hab’ sie auf meinem htc Magic und meinem Motorola Milestone installiert und bislang nur kurz angetestet; mein A6 hat ein integriertes Navi, ein zus. Navi mitzuführen, erübrigt sich daher. Eigentlich. Denn das Kartenmaterial ist nun zwei Jahre alt und IIRC bekommt man für den Preis eines Updates des Kartenmaterials bei VAG einen bunten Strauß an externen Navis, aktuellstes Kartenmaterial inklusive :(
Aber zurück zum Navigon Mobile Navigator für Android: Einen ersten Test hat Christian auf ifranznation.de hinterlegt; as time permits werde ich mal Audi-Einbaunavi, die schon gekaufte CoPilot-App sowie eben den Navigon Mobile Navigator gegeneinander navigieren lassen (sofern ich dann noch durch die Scheibe gucken kann) … Mich interessieren insbesondere »intenlligente Routen« (tageszeitabhängige Routenvorschläge) sowie bessere/intelligentere Stauumfahrung als mit TMC. Als reine Navigationslösung war schon Navigons Offboard-Version ganz ok, ich habe mich mit ihr mal nach Hamburg lotsen lassen — aber flotter/intelligenter als das Audi-Navi umlotste mich jene Lösung leider auch nicht um die tageszeittypischen Staus vor Hamburg …
In einem Punkt möchte ich Christians Beitrag aber korrigieren: Mobile Navigator benötigt zum Start eine Onlineverbindung, jedenfalls während der Evaluationsphase:
2 Replies to “Angetestet: Navigon Mobile Navigator”
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“Während der kostenlosen 30-tägigen Testphase ist bei jedem Start des MobileNavigator eine Internetverbindung erforderlich.”
…aber auch nur während der Testphase, um die Lizenz zu prüfen.
Siehe http://www.navigon.com/portal/de/produkte/navigationssoftware/mobile_navigator_android.html unter “Technische Daten”.
Hast Du’s Dir eigentlich gekauft? Ich vermisse Aussagen zur dynamischen Stauumfahrung auch auf den Produktseiten, habt Ihr auf der Fahrt nach Essen davon was mitbekommen? Denn bauartbedingt fehlt einer Software auf einem (Android-) Mobiltelefon ja erst einmal der Empfang solcher Informationen mangels entsprechendem Empfangsmodul. Dies könnte man elegant durch einen, um die Datenmenge gering zu halten, Push-Service via Internet ersetzen, Plattformen wie Android und iPhone bringen alles dafür mit. CoPilot, die schon länger erhältliche (und optisch imho grausige) Android-Navisoftware bietet sowas theoretisch an, praktisch aber zumindest vor ein paar Monaten noch nicht für Deutschland.
Mein Traum wäre ja nach wie vor die Austauschbarkeit der Navisoftware des In-Car-Systems gegen eine Software von Tomtom oder Navigon (wobei Tomtom mit IQ Routes imho deutlich die Nase vorn hat — übrigens auch eine Funktion, die einem Mobile Navigator für Android gut zu Gesicht stünde, wozu aber nichts auf den Produktseiten steht). Alternative wäre ein (BT-) Modul, welches die Sensorinformationen (Geschwindigkeit, Fahrtrichtung, Außentemperatur; ggf. Fahrzeug-GPS wg. Platzieruing außerhalb von Faradays Käfig) normiert zugänglich macht. Aber ich fürchte, um derlei wird man sich bei den zukünftig mehr und mehr vernetzten Autos selbst kümmern müssen :(