Die Technologie scheint noch nicht reif für kleine portable Geräte; der im Juli 2008 neu erworbene Medion akoya Mini hat jetzt nur noch unter der Hälfte der Kapazität seines Akku. Schmankerl am Rande: Ubuntu wies auf den schwachen Akku hin; Windows XP geht einfach stumpf aus nach immer kürzerer Zeit … 6-Zellen-Akku ist bestellt bei Medion, aber, in doppelter Hinsicht, schwach finde ich das schon, gerade für ein explizit mobiles Gerät.
Summer in the City
Preisupgrade
Anflanschen der Türsprechstelle an die heimische Telekommunikation, Teil 2
Wie schon angespreochen, ich war auf der Suche nach einer Lösung, die Türsprechstelle/Gegensprechanlage des heimischen Mehrfamilienhauses an »meine Telefonie« anzubinden.
Ausgangslage war bzw. ist eine »bauseits vorhandene« Ritto-TwinBus-Installation für Klingel, Türöffner und Gegensprechen; wie der Name andeutet, handelt es sich um ein Bus-System, welches zudem relativ simpel erweiterbar ist. Von Ritto gibt es einen a/b-Adapter, um den TwinBus an einen analogen Anschluß einer Telefonanlage anzuschließen — leider nach wie vor gut € 200,– teuer. Es gibt auch alternative Anbieter, die i. d. R. mehrere Protokolle sprechen, sei es zur Türsprechstelle oder zur TK-Anlage; da gibt’s wohl ein lustiges FTZ-whatever-Protokoll, welches früher Stand der Dinge war, heute sollte meiner Meinung nach eigentlich besagter a/b-Anschluß und Mehrfrequenzwahl alle Optionen abdecken. Wie auch immer, auch jene Lösungen liegen, zumindest für »meinen« TwinBus, bei besagten rund 200 Euro Anschaffungswiderstand. Von Ritto selbst gibt es in das normale »Wohntelefon« integrierte DECT- bzw. GSM-Lösungen, preislich imho aber jenseits von Gut und Böse (und im Falle DECT auf »kompatible Gigaset-HomeControl-fähige« DECT-Telefone abgestimmt; habe ich im Zweifel wahrscheinlich eher nicht, auch wenn ich Gigaset-Fanboy bin).
In der Bucht trieb allerdings vor einiger Zeit ein Arzberger TFE5 für kleines Geld rum, gebraucht, aber dafür Zuschlag bei ca. 25% des Neupreises — die direkt passende Ritto-Lösung war zufällig kurz vorher auch drin, aber für unter 100,– nicht zu erheischen.
Nach längerem ergooglen von Infos zum TwinBus habe ich dann heute abend die Leitungen gelegt (zwischen Fritz!Box und dem TFE5 sowie von dort zum heimischen TwinBus-Ende am »Wohntelefon«; augenscheinlich hat der Elektriker bei den drei Parteien jeder in jede Wohnung einen der drei TwinBuse des Basisausbaus gelegt. Kann man so machen …), unseren Klingelknopf an der TFE5 angemeldet (Wohntelefon und TFE5 werden parallel angesprochen) und die Fritz!Box per SIP-Provider an den heimische Asterisk angekoppelt. (Von da geht’s per IAX2 auf den internen S0 einer anderen Fritz!Box, an dem die primäre Gigaset hängt.)
Was geht:
- Haustürklingel klingelt auf bisherigem Wohntelefon und, nach der »Internetwahlwählpause« (der TFE5 kann leider kein »#« am Ende der Zielnummer senden, also wartet die Fritz!Box auf etwaige Folgeziffern) auch die DECT-Telefone.
- Türöffnung ist sowohl per Wohntelefon wie bisher möglich als auch durch Druck auf »5« auf dem Telefon, welches den Ruf annahm.
- Kommunikation DECT zur Türsprechstelle funktioniert hinreichend verständlich (auch via Wohntelefon weit entfernt von HiFi …)
Was nicht/nicht optimal geht:
- Zum TwinBus (und vielen anderen unterstützten Türsprechanlagen) kann der TFE5 leider keine Verbindung aufbauen – prinzipiell geht das mit TwinBus, wenngleich mit unserem Wohntelefon schein’s auch nicht. Die Ritto-Lösung kann das angeblich.
- Die Verbindungszeit nach dem Klingeln ist recht kurz; durch die wenigen Sekunden Verzögerung durch Fritz!Box sowie die DECT-Anwahl bleibt nicht sonderlich viel Zeit zum Sprechen mit der Türsprechstelle. Dies kann TwinBus-systembedingt sein, da muß ich mich noch einlesen; hilfreich wäre da natürlich der Rückruf an die Sprechstelle, um, das Problem zu mildern.
- Die Lautstärke im Telefonhörer (also das, was die Person vor der Türsprechstelle mir sagen will) ist, selbst bei voller Verstärkung durch den TFE5, recht leise. Faktisch untauglich zur Weiterleitung z. B. auf’s Handy in nicht-stille Umgebungen :(
Erfahrung mit TwinBus, anyone? Nunja, und Möglichkeiten, das Wahlverhalten der Fritz!Box zu verändern/-kürzen wären auch »kool« ;)
FTR, da ich länger danach gesucht habe: Hilfreiche Links zur Fritz!Box und den MFV-Telefoncodes gibt es einerseits im Wiki, weitere Infos im IP-Phone-Forum. Man kann diese Codes auch per wget absetzen. Hilfreich ist ggf. auch noch Kenntnis des internen Fritz!Box-Wählplans …
Wie sich die Zeiten ändern …
Ich hoffe mal, ich bleibe mit <30 Sekunden jeweils im Rahmen der erlaubten (Video-) Zitate …
Im Rahmen der Huldigung Udo Jürgens’ seitens des ZDFs ist mir aufgefallen, daß die aktuelle Version von »Ich war noch niemals in New York« sich in textuellen Details von der Urfassung aus 1981 unterscheidet — seht selbst ;)
1981:
2009:
Ja, ich weiß ja selber, daß es den Euroscheck nicht mehr gibt — im Grunde bezweifle ich aber auch, daß man 1981 mit EC, egal ob Karte oder Papier, in New York etwas hätte werden können. Als ich ca. 1997 in Mexiko unterwegs war, gab es zwar schon erste Geldautomaten, die das Maestro-Symbol trugen, welches auch meine Dresdner-Bank-EC-Karte zierte; weitaus flüssiger war man aber damals mit Kreditkarten von VISA oder AmEx oder eben, unser Notgroschen, America-Express-Traveller-Cheques …
Wie auch immer, »Ich war noch niemals in New York« ist eines meiner liebsten Jürgens-Lieder; wenngleich ich in das aktuelle »Land of the Unfree« eher keinen Fuß privat zu setzen gedenke. Allerdings möchte ich schon den »Indian Summer« in Kanada einmal erleben — anders als leider mein Vater, der den Krebs leider nicht überlebte. Time’s running …
Abstrakte Gefährdungslage
In welchen Zeiten leben wir eigentlich? Aktueller Artikel bei Der Westen über eine herrenlose Tasche:
Ein herrenloses Gepäckstück hatte am Donnerstagabend am Essen-Werdener Bahnhof für Unruhe gesorgt. […] Spezialisten von der Bundespolizei fanden sich auf dem Bahnsteig 1 ein, um die Nylontasche zu untersuchen. Sie war einem Mitarbeiter der Deutschen Bahn aufgefallen, weil sie längere Zeit unbeaufsichtigt stehen geblieben war. “Der Nylonsack wurde fachgerecht gesprengt”, berichtet Jürgen Karlisch, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Dortmund. Mittlerweile ist der Inhalt bekannt: ein Radio. Inzwischen ein kaputtes Radio. […]
“Es stellt sich natürlich die Frage, wer um diese Uhrzeit ein Gepäckstück unbeaufsichtigt stehen lässt”, sagt Karlisch, nicht ohne Unmut. Wenn der Nylonbeutel unabsichtlich vergessen wurde, sei nicht mit Kosequenzen zu rechnen. “Aber wenn das ein Trittbrettfahrer war, der auf den Zug der Terror-Drohungen aufspringt, dann verstehen wir keinen Spaß.”
Ich würde auch keinen Spaß verstehen, wenn man mein Radio, welches ich an der S-Bahn vergessen hätte, einfach mal so – immerhin »fachgerecht« – gesprengt hätte …
Was kommt als nächstes, vorsorgliches Sprengen von unangekündigten Langzeitparkern? SEK-Einsatz in Vorgärten, die nicht penibel aufgeräumt sind, somit Potential für Bombenverstecke bieten?
Wenngleich ich kein gesteigertes Interesse dran habe, mein Leben und auch nur Teile meines Körpers bei einem solchen hinterhältigen Anschlag zu verlieren: es mutet etwas befremdlich an, daß auf einen Vorort-S-Bahnhof herrenlose »Nylontaschen« einfach gesprengt werden. Mein persönliches Sicherheitsgefühl steigt dadurch nicht; wer den Finger durchgehend am Abzug durchgedrückt hat, der riskiert meines Erachtens Kollateralschäden.
Auch sonst scheint es seltsame Blüten zu treiben:
Lächerlich! Wegen angeblicher Terrorgefahr wird hier im #Marriot #Cologne erst mein Auto und dann mein Gepäck untersucht …
Quelle: Tweet von ifranz
Bin mal gespannt, wann diese Strategen vor dem Betreten der Gütersloher Fußgängerzone Leibesvisitationen durchführen lassen …



