Fonera 2: Lessons learned

Ich schreibe dies über einen Schlepptop, der per Ethernet mit einer Fonera 2 verbunden ist, an welcher per USB ein Huawei E160-3G-Stick angeschlossen ist mit einer Tchibo-SIM samt 5-GB-Datenflat. Es funktioniert – auf Anhieb mit der Firmwareversion 2.2.0.0.
Neuere Versionen funktionieren mit dieser Kombination nicht; leider hat das Entwicklerteam sich Anfang 2009 gedacht, daß es doch viel nutzerfreundlicher wäre, wenn jener nicht seine, vielleicht gar unbekannten, Daten eingeben müßte sondern einfach seinen Mobilzugang aus einer Liste auswählen könnte. Für Deutschland aber ist diese Liste arg kurz und längst nicht vollständig; für andere Länder taugt die Quelle auch nicht wirklich.
Kleiner Tipp daher für Leute, die diese Kombination – Tchibo-Internet-Flatrate-Tarif mit 3G-Modem an Accesspoint – nutzen wollen: achtet darauf, daß Euer APN korrekt eingestell ist (derzeit »webmobil1«). Denn, anders als zumindest ich es gewohnt bin, nimmt Tchibo bzw. o2 (Germany) auch andere APNs an, die Verbindung wird dann erst vor dem Ausgang ins Internet geblockt – bislang kannte ich nur die Variante des Verbindungsabbruchs bei falschem APN …
Mit APN “webmobil1”:

Selected device eth0, address 192.168.10.225, port 38564 for outgoing packets
Tracing the path to probe-us1.0xdecafbad.net (208.91.129.153) on TCP port 22 (ssh), 30 hops max
1 192.168.10.1 1.803 ms 1.168 ms 1.148 ms
2 82.113.122.185 810.180 ms 735.091 ms 936.821 ms
3 82.113.123.226 600.407 ms 832.806 ms *
4 OSRMUN1-Vl212.net.de.o2.com (82.113.122.53) 796.330 ms 855.301 ms 460.492 ms
5 IARMUN1-Gi0-2-199.net.de.o2.com (82.113.122.2) 740.127 ms 892.438 ms 857.284 ms
6 xmwc-mnch-de01-chan-3.nw.mediaways.net (195.71.164.209) 619.104 ms 1551.962 ms 683.984 ms
[...]
16 hotel.turbovps.com (208.91.129.130) 655.660 ms * 1049.125 ms
17 208.91.129.153 [open] 1382.966 ms 2390.673 ms 1080.543 ms

 
Mit APN “surfo2” (Standard für o2 seit ca. 2008; “internet” ist eine andere viel benutzte Einstellung, IIRC):

Selected device eth0, address 192.168.10.225, port 60577 for outgoing packets
Tracing the path to probe-us1.0xdecafbad.net (213.134.45.154) on TCP port 22 (ssh), 30 hops max
1 192.168.10.1 1.553 ms 1.245 ms 1.196 ms
2 82.113.103.225 620.902 ms 386.762 ms 618.808 ms
3 82.113.107.194 759.432 ms 867.596 ms 601.450 ms
4 82.113.103.26 563.609 ms 884.781 ms 539.424 ms
5 213.134.45.154 [closed] 1182.596 ms 746.681 ms 641.468 ms 

 
Wer also per UMTS/GRPS mit einer Fonera 2 und USB-Stick online gehen will, sollte genau drauf achten, ob auch wirklich die für seinen Tarif benötigten Credentials eintragbar sind — dies ist in neueren Releases derzeit nicht mehr der Fall, für mich funktioniert wie gesagt die Version 2.2.0.0 zufriedenstellend.

Gesinnungstäter

»Und ich bin schließlich für die Politik ungeeignet. Viel zu emotional, viel zu ungeduldig, viel zu oft widersprüchlich, viel zu selten Stratege.«
Selten habe ich etwas gelesen, wo ich mich sofort selbst erkannte. Obige Worte schrieb zwar Johnny Haeusler, aber wenn man mich mal fragen würde, warum ich hier nur so affektiert rumschreibe statt – in einer Partei – aktiv zu werden, so wären das die Richtung meiner Erwiderung.
Nicht erst seit jüngsten Verlusten im privaten Umfeld, aber seitdem mehr denn je, ist mir meine verbleibende Lebenszeit – in der Summe unbekannt – wichtig, ja, kostbar.
Ich sehe nicht, daß ich die Muße habe, diese in Diskussionen über Quoten, Zoten, Listenplätze zu verbringen; ich hege auch keine sonderliche Kompromißbereitschaft oder Diskussionfreudigkeit, was meine Ablehnung der Wiedereinführung stasiähnlicher Methoden (Vorratsdatenspeicherung, heimlichen Onlinedurchsuchung, Einführung einer inhaltsbezogenen Filterinfrastruktur), der Vergewaltigung (um nicht zu sagen: Aufkündigung) des »Generationsvertrages« (gesetzlich verbriefter Verzicht auf Rentenkürzungen, pünktlich noch vor der Bundestagswahl dem Heer der Rentner zum Geschenk gemacht), einer Steuerpolitik, die systembedingt immer die höheren Einkommen relativ wie absolut stärker entlastet, … angeht.
Im Job ist das was anderes; zum einen weiß ich da, was meine Position zu sein hat und auch, wofür ich kämpfen, wann ich schlucken muß im großen Kontext. Ich mag Details nicht mögen, aber es gilt da nun einmal, eine Aufgabe zu erfüllen, eine Position zu besetzten und auszufüllen. Dafür werde ich bezahlt, mehr oder weniger.
Privat aber … Ich habe meinen Vater immer bewundert, wie er jahrelang Stunde um Stunde opferte, um den nahezu bayerischen Verhältnissen in meiner ländlichen niedersächsischen Heimatgemeine Paroli zu bieten, der schwarzen Übermacht eine agile Opposition, die den Namen tatsächlich verdienen mag, entgegen zu setzen. Andere motivierte, ebenfalls politisch aktiv zu werden.
Ich glaube, diese Kraft habe ich nicht; oder, vielleicht ist das sogar schlimmer: ich sehe nicht, wozu ich meine Kraft an Windmühlen verschwenden sollte. Wozu sollte ich mich an erkenntnisresistenten Berufspolitikern abarbeiten, was ist mein Erkenntnisgewinn?

Ein Sprecher der Familienministerin bezeichnete die Recherchen Landaus auf Nachfrage von heise online nun als “sehr interessant”. Allerdings seien die Angaben “nicht wissenschaftlich hinterlegt und daher auch in ihrer Entstehung fachlich nicht nachvollziehbar”. Eine seriöse Bewertung seitens des Ministeriums sei so nicht möglich. […]
Generell räumte der Sprecher des Familienministeriums noch einmal ein, dass die Bundesregierung nach wie vor “über keine rechtsvergleichenden Studien zur Strafbarkeit von Kinderpornographie in anderen Ländern verfügt”. […]
Die Faktenlage, auf die sich das Familienministeirum derzeit stützt, ist allerdings generell unter Experten umstritten. […]

 
Ich will gar nicht auf die Verwandschaftverhältnisse im Hause Albrecht oder Schäuble eingehen; jeder hat in Deutschland das Recht, den Beruf zu ergreifen, den er gerne möchte. Ich aber habe weder Zeit noch Lust (das mit der Zeit ist vorgeschoben), neben dem Bestreiten des Lebensunterhaltes, mir noch politische Grabenkämpfe anzutun — auch bei den Piraten, die ich skeptisch-wohlwollend beäuge, zeichnet sich ab, daß ein Konsens nur auf einem sehr kleinen Nenner zu finden sein wird. Wobei, das ist, denke ich, aber ganz normal für ein Sammelbecken Unzufriedener. So im Kleinen habe ich meine Erfahrungen ja gemacht, in einem Netzwerkverein Ende der Achziger, Anfang der Neunziger; und selbst dort hatten die Wünsche der Mitglieder eine erstaunliche Bandbreite, war die Findung des Kurses nicht immer einfach. Es wird spannend bleiben zu beobachten, wie lange Basisdemokratie bei den Piraten gesetzt bleibt, wann bzw. wie die Emanzipation des Vorstandes, der Aushängeschilder von der Masse geschieht.
Erbost, das muß ich sagen, hat mich aber das Vorgehen der Regierungsparteien, die ein auf allen Ebenen – außer der Beantragunsgebene – kritisch hinterfragtes Gesetz, trotz einer rekordverdächtigen Unterstützung der Petition dagegen, in unreiner parlamentarischer Form beschlossen haben. Unerträglich ist es für mich, daß hier im Wissen um die Problematik und potentielle Grundgesetzwidrigkeit bzw. fehlende Gesetzgebungskompetenz dennoch für das Gesetz gestimmt wurde – mit so dreisten »Erklärungen« wie

Providerverträge existieren&können heimlich erweitert werden.Ist Euch das lieber?Das Gesetz ist def.das geringere Übel&verhindert Ausweitung

4:59 AM Jun 17th from Netvibes

 
oder

Mit dem Gesetz zur Blockierung von Internetseiten mit kinderpornographischen Inhalten wird – anders als von vielen Kritikern dargestellt – keine unmittelbare Zensur geübt (die Seiten sind ja weiterhin erreichbar), […], sondern es wird versucht ein gutes, richtiges Ziel mit falschen, unzureichenden und äußerst fragwürdigen Mitteln zu bekämpfen. Darüber kann ich den Kopf schütteln, mich ärgern, laut sagen, dass das Mist ist, aber es ist eben keine Gewissensfrage, sondern ein Streit über den richtigen Weg. Wäre allerdings die DNS-Sperre mit einer unmittelbaren Einleitung von strafrechtlicher Verfolgung verknüpft worden, hätte ich dem aus den gleichen Gründen wie bei der Datenvorratsspeicherung meine Stimme verweigert. […]
Ich hoffe, dass ich Ihnen meine Kriterien (Ethik und Grundrechte) deutlicher machen konnte und dass dieses Gesetz nach den drei Jahren, auf die es befristet ist, in den großen Parlamentspapierkorb wandert.

 
oder gleich der institionalisierten Variante »gemäß § 31 GO-BT« … Jaja, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Unerträglich ist für mich daran, daß jeder popelige Autofahrer, der ein Rotlicht mißachtet und erwischt wird, persönliche Konsequenzen – Bußgeld, Punkte in Flensburg – erdulden muß; für die Politiker, die reihenweise und nicth selten mindestens fahrlässig Arbeit für Verfassungs-, Finanz- und Verwaltungsgerichte produzieren, winkt nur die ungekürzte Pension, sollten sie dermaleinst nicht wiedergewählt werden …
»Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.«¹

Regressions …

Wie geil ist das denn? Beim Test meines Huawei E160-USB-3G-Modems unter Ubuntu Jaunty Jackass (9.04) brach der blöde Network-Manager ins Essen:

Jul 7 14:36:05 greebo pppd[23125]: pppd 2.4.5 started by root, uid 0
Jul 7 14:36:05 greebo pppd[23125]: Using interface ppp0
Jul 7 14:36:05 greebo pppd[23125]: Connect: ppp0 <--> /dev/ttyUSB0
Jul 7 14:36:05 greebo pppd[23125]: Unable to obtain CHAP password for greebo on UMTS_CHAP_SRVR from plugin
Jul 7 14:36:05 greebo pppd[23125]: No CHAP secret found for authenticating us to UMTS_CHAP_SRVR
Jul 7 14:36:05 greebo pppd[23125]: CHAP authentication succeeded
Jul 7 14:36:05 greebo pppd[23125]: CHAP authentication succeeded
Jul 7 14:36:08 greebo pppd[23125]: Could not determine remote IP address: defaulting to 10.64.64.64
Jul 7 14:36:08 greebo pppd[23125]: Cannot determine ethernet address for proxy ARP
Jul 7 14:36:08 greebo pppd[23125]: local IP address 10.46.25.184
Jul 7 14:36:08 greebo pppd[23125]: remote IP address 10.64.64.64
Jul 7 14:36:08 greebo pppd[23125]: primary DNS address 193.189.244.205
Jul 7 14:36:08 greebo pppd[23125]: secondary DNS address 193.189.244.197
Jul 7 14:36:08 greebo postfix/master[2715]: reload configuration /etc/postfix
Jul 7 14:36:21 greebo NetworkManager: <WARN> pppd_timed_out(): Looks like pppd didn't initialize our dbus module
Jul 7 14:36:21 greebo NetworkManager: <info> (ttyUSB0): device state change: 5 -> 9
Jul 7 14:36:21 greebo pppd[23125]: Terminating on signal 15
Jul 7 14:36:21 greebo NetworkManager: <debug> [1246970181.004966] nm_serial_device_close(): Closing device 'ttyUSB0'
Jul 7 14:36:21 greebo pppd[23125]: Connect time 0.3 minutes.
Jul 7 14:36:21 greebo pppd[23125]: Sent 0 bytes, received 0 bytes.
Jul 7 14:36:21 greebo NetworkManager: <info> Marking connection 'Tschibo' invalid.
Jul 7 14:36:21 greebo NetworkManager: <info> Activation (ttyUSB0) failed. 

Eigentlich mag ich den Komfort von Network-Manager, mit zunehmendem Alter hat man’s nicht mehr so mit ellenlangen Kommandozeilenorgien, nur um im nächsten Ort mit freiem WLAN wieder Zugang zu bekommen — man lernt den Komfort, den Windows XP hier brachte, einfach zu schätzen. (Auf der anderen Seite war es all’ den Ärger, den Network-Manager mir in den letzten Jahren gemacht hat, eigentlich nicht wert. Nunja.)
Etwas herumgegoogled, auf Bug #371291 gestoßen. Geflucht, die Settings ausprobiert, keine Änderung. Kurz vor dem das-Laptop-an-die-Wand-werfen doch mal im xterm mit »su -« ein »exit« eingegeben:

Jul 7 15:47:04 greebo pppd[25403]: pppd 2.4.5 started by root, uid 0
Jul 7 15:47:04 greebo pppd[25403]: Using interface ppp0
Jul 7 15:47:04 greebo pppd[25403]: Connect: ppp0 <--> /dev/ttyUSB0
Jul 7 15:47:04 greebo NetworkManager: <debug> [1246974424.570514] nm_ppp_manager_start(): ppp started with pid 25403
Jul 7 15:47:04 greebo NetworkManager: <info> Activation (ttyUSB0) Stage 2 of 5 (Device Configure) complete.
Jul 7 15:47:04 greebo NetworkManager: <info> (ttyUSB0): device state change: 5 -> 6
Jul 7 15:47:04 greebo pppd[25403]: CHAP authentication succeeded
Jul 7 15:47:04 greebo pppd[25403]: CHAP authentication succeeded
Jul 7 15:47:04 greebo NetworkManager: <info> (ttyUSB0): device state change: 6 -> 7
Jul 7 15:47:12 greebo pppd[25403]: Could not determine remote IP address: defaulting to 10.64.64.64
Jul 7 15:47:12 greebo pppd[25403]: Cannot determine ethernet address for proxy ARP
Jul 7 15:47:12 greebo pppd[25403]: local IP address 10.46.18.151
Jul 7 15:47:12 greebo pppd[25403]: remote IP address 10.64.64.64
Jul 7 15:47:12 greebo pppd[25403]: primary DNS address 193.189.244.205
Jul 7 15:47:12 greebo pppd[25403]: secondary DNS address 193.189.244.197
Jul 7 15:47:12 greebo NetworkManager: <info> PPP manager(IP Config Get) reply received.
Jul 7 15:47:12 greebo NetworkManager: <info> Activation (ttyUSB0) Stage 4 of 5 (IP Configure Get) scheduled...
Jul 7 15:47:12 greebo NetworkManager: <info> Activation (ttyUSB0) Stage 4 of 5 (IP Configure Get) started...
Jul 7 15:47:12 greebo NetworkManager: <info> Activation (ttyUSB0) Stage 5 of 5 (IP Configure Commit) scheduled...
Jul 7 15:47:12 greebo NetworkManager: <info> Activation (ttyUSB0) Stage 4 of 5 (IP Configure Get) complete.
Jul 7 15:47:12 greebo NetworkManager: <info> Activation (ttyUSB0) Stage 5 of 5 (IP Configure Commit) started...
Jul 7 15:47:12 greebo postfix/master[2715]: reload configuration /etc/postfix
Jul 7 15:47:13 greebo NetworkManager: <info> Policy set 'Auto eth0' (eth0) as default for routing and DNS.
Jul 7 15:47:13 greebo NetworkManager: <info> (ttyUSB0): device state change: 7 -> 8
Jul 7 15:47:13 greebo NetworkManager: <info> Activation (ttyUSB0) successful, device activated.
Jul 7 15:47:13 greebo NetworkManager: <info> Activation (ttyUSB0) Stage 5 of 5 (IP Configure Commit) complete.
Jul 7 15:47:14 greebo postfix/master[2715]: reload configuration /etc/postfix
[...]
Jul 7 16:04:22 greebo NetworkManager: <info> (ttyUSB0): device state change: 8 -> 3
Jul 7 16:04:22 greebo NetworkManager: <info> (ttyUSB0): deactivating device (reason: 0).
Jul 7 16:04:22 greebo NetworkManager: <debug> [1246975462.358644] nm_serial_device_close(): Closing device 'ttyUSB0'
Jul 7 16:04:22 greebo pppd[25403]: Terminating on signal 15
Jul 7 16:04:22 greebo pppd[25403]: Connect time 17.2 minutes.
Jul 7 16:04:22 greebo pppd[25403]: Sent 534924 bytes, received 14574132 bytes.

Mein einziger Trost ist, daß ich für diese Software nicht bezahle; würde ich dafür bezahlt haben, hätte ich wieder Hannibal-Lecter-Gelüste gegenüber dem Hersteller …
Ich nutze seit ca. 5 Jahren, mindestens seit 5 Jahren, eigentlich immer eine xterm-Session mit “su -” auf meinen Arbeitsplatzrechnern, einfach, weil ich dies und jenes mal brauche und ein NOPASSWD-Eintrag für meinen Hauptnutzer in der sudoers weniger sicher finde als einen root-Login. Ich weiß nicht, was »sie« in 9.04 wieder hypergeiles eingebaut haben, daß als Nebeneffekt eines angemeldeten UID-0-Nutzers Network-Manager nicht mehr vernünftig funktioniert — sicher bin ich mir indes, daß keine Ursachenforschung und keine Fehlerbehebung für 9.10 zu erwarten ist: es gibt ja ‘nen Workaround. Es gibt Tage in »meinem Leben mit Linux«, da möchte ich einfach nur schreien … :(

They’ll never learn

Eigentlich ignoriere ich solche Helden der Landstraße mittlerweile und geben ihnen statt der mit + markierten Adresse den Catch-All-Account »anbieter-ist-ein-idiot-der-rfc822-nicht-verstanden-hat@«, alternativ auch gerne mal »ungueltig@«; aber nachdem sich nun O2 die »Europa-Rechte« am Palm Pre gesichert hat und der/die/das Pre eine valide Alternative zum iBrick oder den noch nicht wirklich ausgereift scheinenden Androiden zu sein scheint, muß ich die Internet-Kompetenz auch dieses Anbieters einfach thematisieren. Continue reading “They’ll never learn”

Why, oh why?

Hach ja … Ich schrieb ja – der aufmerksame Blog-Leser zumindest wird sich erinnern – jüngst, daß ich eine »Alice-Unfähigkeitsüberbrückung« mittels einer Fonera 2 und Tchibos Pre-Paid-3G-Flat realisieren will.
Mit einer Prerelease der Fonera-2-Firmware rannte mein Huawei E160 denn auch schon – und, anders als unter Ubunty Jaunty Jackass, war gleichzeitig auch die Micro-SD im E160 ansprechbar *sigh* –, aber bei rund 1 MBit/sec war Schluß. Da es einen entsprechenden Bugreport bzw. Bugfix-Eintrag für spätere Releases gibt, ließ ich die finale Firmware installieren — weitere 30 Minuten meines Lebens, die mehr zweckfrei entronnen sind: Die GUI-Helden der Fonera-2-Firmware haben die Eingabemasken für APN, PIN, Username und Passwort bei 3G rückstandslos ersetzt durch ein Dropdown mit einer endlichen – aber eben systembedingt unvollständigen Liste, die Einstellugen z. B. für Tchibo (APN: webmobil1) oder FONIC (APN: pinternet.interkom.de oder sowas) fehlen und manuelle Einstellung/Änderung der Voreinstellung ist offensichtlich auch im geladenen Developer-Image nicht vorgesehen. Hut ab vor sowie … »Weitsicht« :(
Derzeit flasht sich die Fonera 2 auf 2.2.6 RC2, in der vagen Hoffnung, man habe den Irrweg erkannt. Falls nicht, bleibt Downgrade (und Limit auf 1 MBit/sec) oder – Use The Source, Luke! – das backen der eigenen Firmware. Ein weiterer Eintrag in die Hall of Fame unter der Überschrift »mal eben schnell« :(
[Update] Man spare sich die Installation von 20090528_FON2202_2.2.6.0_rc2.tar.gz, funktional hat sich am UMTS/3G-Teil nichts geändert :( [/Update]

Neues vom bloden schönen DSL-Fräulein

Während ich so auf des Firmwareupdate einer meiner (Developer-) La Fonera 2.0 warte – das dauert so seine 30 Minuten – und online über eben jenen »Social Router« und Tchibos 19,95-€-5-GB/Monat-dann-Drosselung-3G-Flatrate bin, merke ich, daß ich noch ein Update zurm leidigen Thema »Alice und die nicht stattfindende DSL-Schaltung« schuldig bin …
Denn es begab sich, daß unsere italienische Freundin sich am 26.06.2009 (Eingang: 04.07.09) Zeit nahm, auf »Ihre Anfrage vom 17.06.2009« zu antworten. Also so schriftlich, mit augenscheinlich echten Kugelschreiberunterschriften.
Selbst ein reitender Bote hätte das vor 100 Jahren wohl schneller von Hamburg nach Gütersloh transportiert, aber, wie gelernt, allzuviel verlangen darf man wohl nicht bei einem Unternehmen, welches mit einer hübschen Frau für ein sehr technisches Produkt wirbt. Wie dem auch sei, die Quintessenz dieses langen Reifeprozesses lautet wie folgt:

Bezüglich der bereits abgeschalteten Rufnummer, bzw. des abgeschalteten Anschlusses […] bei der Deutschen Telekom, können wir Ihnen mitteilen, dass dieser nicht von uns zum jetzigen Zeitpunkt gekündigt wurde, sondern erst zum tatsächlichen Zeitpunkt der Rufnummern- und Leitungsübernahme. Bitte richten Sie eventuell anfallende Schadensansprüche an den verantwortlichen Anbieter.

 
Doh! Sollte ich der hübschen Italienerin Unrecht getan haben? Naja, selbst, falls diese Aussage stimmen würde – die Terminfreiheit des initialen Telekom-Schreibens könnte diese Annahme stärken –, der Auftragnehmer war nun einmal Alice und außer Alice kann – lt. Aussage der Telekom – grade keiner was tun bzgl. der Rufnummer. Insofern sehe ich Alice alles andere als »vom Haken« bzgl. Schadensersatzforderungen; mit der Telekom hatte die auftraggebende Praxis ja kein Vertragsverhältnis, mit Alice schon. IANAL, meiner billigen und gerechten Auffassung nach müßte der Ablauf aber wie folgt sein: Auftragsgeber verklagt Alice, bekommt Recht; Alice verklagt dann die Telekom auf Ersatz des Schadensersatzes?
Egal, der gereichte Schwarze Peter wurde schon am Wochenende an die Telekom eingeschrieben und vorab gefaxt, mal gucken, ob da nun endlich mal jemand zum Telefonhöhrer greift und mit Alice klärt, warum 6 Wochen nach Auftragserteilung noch keine Leitung bereitgestellt wurde von der Telekom für Alice.
Ach so; was ich mit der Fonara 2.0 und ‘ner 3G-Flatrate mache? Nunja, da Alice absehbar nichts liefern wird – und auch zu servicewüstig ist, von sich aus auf die Idee zu kommen, z. B. über Mobilfunk eine provisorische Erreichbarkeit und Surfgelegenheit bereitzustellen –, wird’s Zeit für einen Plan B: Internet-Zugang und sichere LAN-Kopplung müssen langsam mal eingerichtet werden, also habe ich am Samstag einen (weiteren) Huawei E160 samt SIM (hier: Tchibo; ebenfalls das o2-Netz nutzend) gekauf und bringe derzeit meinen Spare-Fonera 2.0 als Alice-Ersatz an den Start. Die dahinter geschaltete Fritz!Box wird sich dann über OpenVPN mit meinem Netz verbinden und alles wird gut. Bis auf die massiv erhöhten Telefoniekosten, da die Anrufe auf die einzig verbliebene Rufnummer der Praxis nun auf Privathandies parallel signalisiert werden müssen (statt per VoIP-over-VPN für lau). Aber diesbezüglich begeben wir uns dann später in Gottes Hand, sprich auf den Rechtsweg …

Echtes Schnäppchen

Ein wahres Schnäppchen bietet Tchibo den ultramobilen Surfern zum »tchibofonieren« (»tchibosurfen«?) an. Nur 9,95 im Monat für 500 MB mobiler Datentransfer (mit Fußnoten), überschießenden Datenhunger läßt sich Tchibo mit nur 0,24 EUR/MB vergolden — bei einer Taktung von 400 MB (=> 500 MB und 1 Byte geladen => 9,95 plus 400 MB * 0,24 EUR/MB, so von der Idee her) …

Blauer Himmel

(Blogged via locr)

… und in der Ferne grollt schon die lange ersehnte Abkühlung.

Kamera: Nokia N95 (Brennweite 5.6mm, f/2.8)

Alice: Meisterin im Ver-sprechen?

Alice hat sich wohl versprochen …
Auch zum Ende der Woche 3 ohne Telefon – nach unbotmäßiger, da so nicht beauftragter Abschaltung —, der »Service« von Alice trotzt Einschreiben (mit Rückschein) mit Fristsetzung, keine Information durch Alice und nicht einmal der Ansatz eines Problemlösungsversuches durch Alice.
Anstatt zum Beispiel durch Parallelbestellung z. B. die verunglückte DSL-Leitung zu retten — Alice »mahnt« mit absoluter Geduld Termine bei der Telekom an. Erfolglos zwar, aber das bleibt ja – für Alice – folgenlos: es ist ja des Kunden Telefonnummer, die durch Alice zum falschen Zeitpunkt gekündigt wurde, wozu also Eile?
Anstatt die einzigartigen Möglichkeiten von Alice zu nutzen – Alice bietet Mobilfunk für Sprache und sogar, als »Alice Quickstart«, als DSL-Schaltzeitüberbrückung an – besteht Alice’ »Service« darin, den Kunden, wenn er den Status wieder und wieder erfragt, mit Durchhalteparolen zu verärgern.
Es ist wirklich ein trauriges Bild, was sich hier bietet; Alice’ »Service« ist, aus meiner Erfahrung, deutlich rückständiger, unkreativer und kundendesinteressierter als die Telekom sich mir je dargestellt hat.
Als die Telekom bei der Umstellung von ADSL auf ADSL2+ das Modem am Tag nach der verfrühten Umschaltung erst losschickte: ich konnte mir vollkommen problemlos ein solches (Speedport W500(V)) im örtlichen T-Punkt – gegen Bezahlung, die aber nach zwei Tagen voll rückerstattet wurde bei Rückgabe des Modems – holen.
Lösungsalternative für Alice wäre da gewesen, kostenlos schon mal GSM-SIMs zu schicken, auf die die neuen Alice-Festnetznummern, oder in Absprache mit dem Kunden zumindest eine oder zwei, weitergeleitet werden. Kam nix; Zubuchen geht kundenseitig nicht, da der Auftrag ja noch in Bearbeitung ist (ist jetzt »vorgemerkt«, Hammer!). Auf welchem Grabbeltisch bekommt man solch inflexible Software‽
Mir scheint dieser »Service« jedenfalls eines zu sein: beispiellos.