Baustoffmangel

(Blogged via flickr)

Auch der Hobbybaumeister leidet zuweilen unter Nachschubproblemen. Als wir vor Jahren mit dem Quadro Großbaukasten anfingen, war der Hersteller grade irgendwo zwischen Selbstauflösung und Pleite; dankend kauften wir in Geschäften der Umgebung großzügig reduzierte Restposten auf. Mittlerweile scheint Quadro mit neuem Kapital ausgestattet zu sein – auch wenn mir Toys World Gütersloh heute beschied, Quadro sei Pleite und Neuware gäbe es nicht mehr … Dennoch bleibt der Bezug von Ergänzungsteilen schwierig, Spielzeugläden scheinen es nicht zu führen, die nächste Quelle scheint ein ebay-Händler in Bielefeld zu sein; leider hat er auf eMail gestern nicht geantwortet und telefonisch gab es heute nur.nen AB; die Faxnummer ist dauerbesetzt :( Also doch bestellen bei einem anderen Händler aus der Bucht bzw. dem Quadro-Online-Store … und warten :(

Kamera: HTC HTC Magic

Vodafones Einwegkommunikation 2.0

Das schnell zu den Akten … ich schrieb im Vodafone-Blog zum twittermon-Artikel:

#143 Kai ‘wusel’ Siering Says:
Juli 21st, 2009 at 1:40 am
@Carmen Hillebrand (#52):
»Offenheit bedeutet aber eben auch, daß wir durchaus konträre Positionen stehenlassen sowie Inhalte, die wir nicht teilen. Dies wird gerne von unseren Kritikern, Euch, als “fail” bezeichnet, wir bauen darauf, daß wir nur durch diese Offenheit einen Dialog haben können, auch wenn wir lieber positive Kommentare lesen würden.«
Jetzt mal ehrlich, bis auf den letzten Absatz, Stil hin oder her, mag das ja noch ein netter Blogpost sein; aber was bitte erwartet Ihr ernsthaft auf ein »Seit drei Monaten habe ich ein neues Handy, das HTC Magic mit Internetanschluss. Tolles Ding, mit wenig Knöpfen dran, das ist äußerst praktisch. Mein altes Handy hatte viel zu viele Knöpfe. […] So geht mir nichts mehr verloren und meine Handyrechnung beschert mir seitdem auch keine böse Überraschung mehr.« als Abschluß eines solchen Posts?
Das HTC Magic ist unterhalb monatlich 59,95€ nicht einsetzbar (SuperFlat Internet; SuperFlat Internet Wochenende würde mir ja reichen bei denn paar Anrufen, beinhaltet aber nur 200 MB/Monat zzgl. »0,49 Euro proMB« ab MB 201 => worst case also Privatinsolvenz, wenn so ein Always-On-Gerät mal datenhungrig wird; die Option Vodafone live! InternetFlat, die da einen o2-ähnlichen Fallschirm aufspannen würde ist, lt. Aussage des Shopangestellten, mit den SuperFlat-Tarifen nicht buchbar!) und beinhaltet dann »VideoTelefonie1« (kann das HTC Magic nicht; peinlich eigentlich), »Basiskanäle von MobileTV15« (mit dem HTC Magic nicht nutzbar) sowie »3.000 SMS und 1.500 MMS aus dem deutschen Vodafone-Netz ins deutsche Vodafone-Netz« (abgesehen davon, daß ich vorher nicht weiß, in welchem Netz die Zielnummer ist, ein tolles Angebot, 4,17 SMS und 2,01 MMS darf ich also je Stunde schicken …) — reife (zwangsweise bezahlte aber nicht wirklich nutzbare) Leistung! Vielleicht hat Frau Hamelmann ja wirklich ein unbegrenztes Telekommunikationsbudget, mich schmerzt das »Eintrittsgeld« in die mobile Kommunikation bei D2 schon, irgendwie …
Und, nur am Rande: Schon mit dem N95, und das ist mittlerweile aaaalt (hat aber noch immer eine deutlich bessere Kamera als das Magic :() und der besagten Vodafone live! InternetFlat war seit langem das Hochladen von Bildern möglich; ich hab’s mit locr gemacht, flickr & Co. gehen sicherlich auch.
Neu am Magic ist eigentlich nur die Anzahl der gleichzeig möglichen, den Akku leersaugenden, Programme (und der Komfort, wie man diese auf sein Handy bekommt), dumm ist aber die Laufzeit von, na, mit Chance 8 Stunden »always on«.
Also, mit Verlaub, ein solcher Text gehört nicht in eine Blogumgebung, damit schafft man jedenfalls keine »Offenheit« und bekommt auch nur schwerliche »positive Kommentare«, da die Story hanebüchen, ja, sorry, bullshit ist. Jedenfalls für jemanden, der nicht erst mit dieser tollen Kampange angefangen hat, das Internet mobil *zu nutzen* …

 
Die Kommentare sind mittlerweile geschlossen; eine Replik der Vodafone gab es nicht – Dialog 0.0. Gut, sicher, man mag dagegen halten, daß Vodafone/deren Marketeers nach dem 211. Kommentar zum Beitrag von Ex-Schnutinger Ute Hamelmann die ausufernde Diskussion offensichtlich morgens am 22.07.09 beendet haben, auch hier die Reißleine gezogen. Macht es das besser?
Ich finde nicht; eine Kampange im Web 2.0, die eine sogenannte »Generation Upload« adressiert, kann nicht einfach den Dialog beenden, den die Wahl des Mediums Blog impliziert. Klar, technisch kann man das. Bedeutet aber, daß der ganze – in der Pressekonferenz auch arg bemüht kommunizierte – Web-Zwo-Null-Zinnober nichts als der Versuch ist, dummdreißte Werbesprüche in einem Web-Zwo-Null-Gewand an den »Uploader« zu bringen. Im Westen also doch nchts Neues. Gut, wie kein kleines Kind auch jegliche Aufmerksamkeit – und sei es der Zorn des Elters ob der Quengelei – als Erfolg verbucht, so gilt für Werbetreibende auch eher das Motto: »Aufmerksamkeit um jeden Preis«.
[ ] Vodafone hat verstanden.
Denn Wochen nach der Pressekonferenz gibt es nach wie vor eben keine »Uploader« anziehenden Tarife. Es gibt im Vodafone-Blog täglich einen Beitrag, der sich weder mit bisherigen Geschehnissen rund um die #Vodafail-Kampagne zu auseinandersetzt noch irgendwie den Anschein erweckt, etwas anderes zu sein als die Abarbeitung der im Fünf-Wochen-Plan vorgesehenen Posts. Schade.
In Anlehnung an einen anderen Spruch – »nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich« – bleibt also festzustellen, daß die Wahl einer Blogsoftware (ich tippe mal auf WordPress, auch wg. <link rel="stylesheet" href="http://blog.vodafone.de/wp-content/themes/vfblog/style.css" type="text/css" media="screen" />) nicht automatisch eine Website zu einem (We-)Blog(-buch) macht. Auch hilft es wenig, »Blog« drüber zu schreiben, wenn man »Kundeninformation« meint.

Nachtrag: Alice

Zu meinem – aus meiner Sicht nach wie vor viel zu milden – Alice-Bashing noch ein Nachtrag, wat mut, dat mut: Donnerstag Nachmittag rief die Alice-(Kriesen-?)Kundenbetreuung an, um mit den Auftraggeberinnen zu sprechen. Quintessenz war dann wohl, daß das Einschreiben doch schon durch die Alice-internen Abläufe nach oben gespühlt wurde (ich glaube, die Frist war da zwei(?) Wochen abgelaufen?) und man sich für den Ablauf zu entschuldigen suchte. (Einsehend, daß man einen Monat Unerreichbarkeit schwerlich ungeschehen machen könne; immerhin.) Mit kleinen Erlaß-Gesten und einer »beschleunigten« Alice-Mobile-Bestellungs-Ausführung möchte man die Wogen glätten.
Kommentar: ich finde es erschreckend, wie langsam diese Mühlen mahlen, insbesondere, wenn ich bedenke, daß ich seit Abschaltung des Analog- und Nichtschaltung des Alice-Anschlusses in der ersten Woche fast täglich, in der zweiten schriflich und müdlich im Wechsel keinen Hehl aus der Unzumutbarkeit des Verhaltens von Alice seinem Kunden gegenüber gemacht habe. Und ich muß leider davon ausgehen, daß ohne das Einschreiben mit Rückschein es nicht einmal diesen Anruf – der ja auch nichts ungeschehen machen kann; immerhin schien man das verstanden zu haben – gekommen wäre. Nunja. Mitte nächster Woche sind zwei Wochen rum, ich bin gespannt, ob die angeblich automatische Schaltung des ADSL2+-16-MBit-Profils auch wirklich stattfindet (und wie; das Modem trennt die DSL-Verbindung ja nicht von sich aus, und da am DSL die NGN-Telefonie hängt, würde ich ja schon erwarten, daß man die Schaltung mit dem Anschlußinhaber koordiniert, damit keine telefonische Unerreichbarkeit aufgrund von DSL-Problemen resultiert. Aber auch hier fokussiere ich wahrscheinlich zu sehr auf die Kundeninteressen …).

ip_conntrack my $whatever

*sigh* Das hat jetzt doch etwas gedauert.
Lessons learned 1: Nicht noch schnell vor’m Schlafengehen eine zweite Kiste aufsetzen mit munterem copy-and-paste der Konfiguration.
Nicht alles, was außerhalb des LANs sinnvoll ist, funktioniert genausogut innerhalb des LANs; also zum Beispiel jetzt das lokale Netz über den OpenVPN-Tunnel zu jagen ist i. d. R. kontraproduktiv und führt zu sehr selektiver Dysfunktion … Nicht wirklich hilfreich ist es ferner, diese Tunnel mit identischen (war ja nur’n schneller Test) Credentials aufzubauen und munter IP- und Socket-Adressen mit bestehenden Tunneln zu verzwurbeln. Da wird dann der Tunnel einseitig established, dank des identischen Schlüssels kommen auch Pakete an; leider auf dem falschen Tunnelendpunkt, die Kommunikation war arg einseitig.
Lessons learned 2: NAT ist böse. Also nicht so böse, wie IPv6-Protaginisten z. B. bei Heise schreiben, aber schon böse, wenn ip_conntrack lustig auf die alte T-Online-IP nattet, obwohl das schon die von (Vor-)Vorgestern ist.
tcpdump auf Fritz!Boxen hat schon was; da sieht man dann endlich, daß die Pakete, die auf dem Tunnelgegenüber rausgehen, nicht ankommen. Und wenn man dann – mit etwas Ruhe – dann darauf kommt, daß man irgendwo in der Tunnelaufbauphase wohl gucken muß, warum die Pakete, die lt. tcpdump auf dem Tunnelendpunkt von der Fritz!Box ankommen und mit korrekten Antwort-IP auch wieder in diesem Tunnel zur Fritz!Box verschwinden, letztlich nicht im Tunnel auf der FB ankommen.
Skizze? Skizze:

 LAN ppp0 RZ-LAN
[Fritz!Box_________[Router]________[Internet]________[OpenVPN-Server]
\_________________________________________________/
OpenVPN-Tunnel 192.168.5.248 zu 195....
(ovpn: ifconfig 192.168.44.8 192.168.44.9)

Eigentlich simpel das Ganze. Die Fritz!Box baut einen OpenVPN-Tunnel auf, sie hat im LAN eine RFC1918-Adresse. Der Router (angejahrtes full-blown-Linux-System, Kernel 2.4) macht für die RFC1918-Adressen ein SNAT auf die aktuelle ppp0-IP (via /etc/ppp/ip-*.local) und schickt das Paket auf Reisen über ppp0. Auf dem OpenVPN-Server hat – für dieses Szenario – jede Verbindung ihren eigenen OpenVPN-Daemon und mithin ein dediziertes Socket, sprich IP & Port. Kommuniziert wird normalerweise über UDP, fallweise auch mal über TCP. Rennt hammergeil – eigentlich. Nur die Fritz!Box, die ich zwischen T-ISDN und meinen heimischen S0-Bus gehängt habe und die nun auch lustige VoIP-Geschichet, teils zu anderen FBs, teils über einen zentralen Asterisk, macht plötzlich Probleme.
Gut, nach längeren Suchen stieß ich drauf, daß zwei Routen zum gleichen Ziel, eines directly connected, eines über den Tunnel (der über das directly connected LAN liefe) eher kontraproduktiv sind (Lesson 1).
Jetzt aber, ums verrecken tut der eine Tunnel nicht, der zum obigen Setup. (Die FB unterhält noch einen zweiten Tunnel zum zentralen Asterisk, primär um SIP durch die NAT-Welt da draußen zu bekommen, sekundär aber auch zwecks Erhöhung der Privatheit der Kommunkation. Anyway, der Tunnel rannte schon immer.)
Nach langem Gedumpe kam ich dann drauf zu verifizieren, ob denn der Tunnelaufbau überhaupt klappt oder ich vielleicht an völlig falscher Stelle debugge. Und irgendwann fiel’s mir wie Schuppen aus den Haaren: die Pakete gehen korrekt raus. Äh, halt, da stimmt doch die IP der anderen Tunnelseite nicht‽

08:42:18.273448 IP 195....10000 > 93.217.189.219.10000: UDP, length 60

Tja, leider; mittlerweile hatte es mind. 1 Zwangstrennung gegeben, aber davon wollte ip_conntrack nichts wissen:

root@router:~ # grep 189.219 /proc/net/ip_conntrack
tcp 6 137482 CLOSE_WAIT src=192.168.5.108 dst=XX.XXX.XX.XXX sport=36553 dport=443 src=XX.XXX.XX.XXX dst=93.217.189.219 sport=443 dport=36553 [ASSURED] use=1
tcp 6 101822 CLOSE_WAIT src=192.168.5.108 dst=XXX.XX.XXX.XXX sport=36398 dport=5228 src=XXX.XX.XXX.XXX dst=93.217.189.219 sport=5228 dport=36398 [ASSURED] use=1
tcp 6 94463 CLOSE_WAIT src=192.168.5.108 dst=XX.XXX.XX.XXX sport=60622 dport=443 src=XX.XXX.XX.XXX dst=93.217.189.219 sport=443 dport=60622 [ASSURED] use=1
tcp 6 137480 CLOSE_WAIT src=192.168.5.108 dst=XX.XXX.XX.XXX sport=52715 dport=80 src=XX.XXX.XX.XXX dst=93.217.189.219 sport=80 dport=52715 [ASSURED] use=1
tcp 6 322804 ESTABLISHED src=192.168.5.108 dst=XXX.XX.XXX.XXX sport=53735 dport=5228 src=XXX.XX.XXX.XXX dst=93.217.189.219 sport=5228 dport=53735 [ASSURED] use=1
udp 17 172 src=192.168.5.247 dst=195... sport=10000 dport=10000 src=195... dst=93.217.189.219 sport=10000 dport=10000 [ASSURED] use=1
[...]

Unter anderem die OpenVPN-Links standen noch munter mit der alten externen IP dort; wieso einige TCP-Verbindungen angeblich noch ESTABLISHED sein sollen, wo doch die externe IP nun ganz woanders endet – ich weiß es nicht. Tendentiell wäre das mit TCP schon aufgeflogen, da der Tunnel sich nicht hätte aufbauen können (Three-Way-Handshake); da ich aber UDP nutze, bekommt der OpenVPN-Server ein gültiges Paket von der falschen (falsch genatteten) Adresse, das reicht für den Tunnelaufbau. Pakete von der Fritz!Box kamen auch an, nur die Antwortpakete gingen an die falsche Zieladresse — was OpenVPN auch berichtete:

Jul 23 07:58:50 azrael openvpn[4711]: read UDPv4 [EHOSTUNREACH]: No route to host (code=113)

Lessons learned 3: Auch mal ‘nen Layer hochschauen. Wenn der Tunnel einseitig tut, nicht im Tunnel den Fehler suchen oder im Routing oder vermuteten Filtern, sondern auch mal ins syslog gucken …
Eigentlich war jede Info da; es hätte schneller gehen müssen, aber so ist das, wenn schon verkorkst, dann richtig :( Der Trigger für mich war die syslog-Meldung (nach Neustart des Tunnels auf der Britz!Box):

Jul 23 07:58:50 azrael openvpn[4711]: Peer Connection Initiated with 93.217.189.219:10000
Jul 23 07:58:50 azrael openvpn[4711]: Initialization Sequence Completed
Jul 23 07:58:50 azrael openvpn[4711]: read UDPv4 [EHOSTUNREACH]: No route to host (code=113)

Also Verbindung hergestellt und sofort wieder EHOSTUNREACH, wie kann das sein, zumal Pakete reinkommen?
Die Überprüfung der iptables-Einstellungen ergab … nichts; da war die korrekte IP als SNAT-Ziel eingestellt. Also ab, herausfinden, wie das NATing eigentlich funktioniert und auf /proc/net/ip_conntrack gestoßen. Nach längerem Googlen stellte sich einerseits heraus, daß sowas wohl gelegentlich vorkommt beim 2.4er Kernel, bei 2.6 wird derlei wohl wieder anders gehandhabt. Und die oft propagierte Lösung lautet: Modul entladen — was bei einem Router mit n Interfaces nur wegen der technisch unnötigen T-Online-24h-Zwangstrennung eher no go ist.
Zum Glück fand’ sich ein Lösungsansatz aus 2005 (für jemanden, der das Problem mit seinem OpenWRT-Router offensichtlich auch hat); ich habe ihn ausprobiert …

UDPTO=`cat /proc/sys/net/ipv4/netfilter/ip_conntrack_udp_timeout`; UDPTOSTREAM=`cat /proc/sys/net/ipv4/netfilter/ip_conntrack_udp_timeout_stream` ; echo 0 > /proc/sys/net/ipv4/netfilter/ip_conntrack_udp_timeout_stream && echo 0 > /proc/sys/net/ipv4/netfilter/ip_conntrack_udp_timeout && sleep 10 && echo ${UDPTOSTREAM} > /proc/sys/net/ipv4/netfilter/ip_conntrack_udp_timeout_stream && echo ${UDPTO} > /proc/sys/net/ipv4/netfilter/ip_conntrack_udp_timeout

 
… und, juhee, die alten UDP-Einträge sind futsch und wie von Zauberhand rennt der Tunnel:

traceroute to 192.168.45.1 (192.168.45.1), 30 hops max, 38 byte packets
1 192.168.44.9 (192.168.44.9) 44.464 ms 45.643 ms 45.539 ms
2 192.168.45.1 (192.168.45.1) 97.082 ms 95.747 ms 96.096 ms

Tja, reif für die Insel würde ich sagen :( Warum noch immer da TCP-Sessions als ESTABISHED stehen, wo ich das fragliche Endgerät im LAN doch schon vor ‘ner halben Stunde abgeschaltet habe — ich weiß es nicht und derzeit ist es mir auch eher egal; ein 2.6-basierter neuer Router ist schon am Betatest, insofern wird’s obige Zeile in der ip-up.local wohl für die nächste Zeit tun. NAT an sich finde ich gar nicht schlimm oder schlecht; nur, wenn sowas dazu kommt, dann wird’s haarig ;)

Sack auf, …

… alle DSL-Anbieter rein, Sack zu — und dann immer feste drauf: es trifft immer den Richtigen :(
Die klauen mir echt Lebenszeit. Aber von vorne … Vor einer Woche schrieb ich:

Um den Tag abzurunden teilte mir die Telekom heute per »Auftragsbestätigung zu Ihrem Auftrag vom 13.07.09« mit, daß sie auf meinen angeblichen Wunsch hin zum 31.07.09 mir VDSL 25 abschalten und DSL16plus schalten würden. Telefonisch geklärt und storniert, zumal ich am 13.07.09 mit keiner Vertreternase gesprochen habe — das war drei, vier Wochen vorher und es ging um einen VDSL25-Neuvertrag zu günstigeren Konditionen.

 
Die telefonische Stornierung hat wunderbar geklappt: ich bekam zwei Tage später das identische Schreiben, nur datiert vom 15.07. statt 13.07.2009 … Gut, kenne ich ja schon, die kostenlose Eintragung zu einer der 6 MSNs meines ISDN-Anschlusses dauerte auch etwas, mit chronisch identischen »Auftragsbestätigungen« falschen Inhaltes. IT muß schwer sein …
Da sich aber nichts tat, ich aber nicht nächste Woche – internettechnisch – im Dunkeln sitzen möchte, denn T-Entertain macht ohne VDSL nun mal gar keinen Sinn, also heute auf in den T-Punkt. Was für ein Spaß. Ich wollte das ja eigentlich nur stornieren, aber gut, die Leute dort leben von Abschlüssen, also durften sie sich am »Produktwechsel« T-Entertain Comfort Universal VDSL25 aus 11/2007 (T-VDSL halt mit dem Entertainquatsch und einem Universal- ISDN-Anschluß) nach T-Entertain Comfort Universal VDSL25 2009 (irgendwas bei 58 statt 73 EUR im Monat …) versuchen.
Ich mache es kurz: ging nicht. Ich bekomme hier kein VDSL25. Also, nicht neu oder als Produktwechsel von VDSL25. Geht nicht, sagt der Computer. Ist Blödsinn, er hat doch schon VDSL und will nur den neuen Tarif, schrieb nun der bedienenden Azubi im Auftrag des weiblichen »Hauptdarsteller[s]« in die Auftragsmaske. »Muß ich das weiterleiten?« – »Ja! Da müssen die sich drum kümmern.«
Den wahrscheinlichen Grund für dieses Kuriosum liefert die VDSL-Ausbaustand-Abfrage; wie auch schon auf einer Karte im T-Punkt, so zeigt auch die Abfrage online für meine Wohnung grade keine VDSL-Verfügbarkeit mehr an. Und mit per Google geschätzten 900m Kabelstrecke dürfte hier auch das Ende der technischen VDSL-Möglichkeit liegen. Warum ich nun aber mein VDSL25/2,5, wa sich ja habe, nicht verlängern, nein, in den neunen, günstigeren Tarif mitnehmen können soll, das versteh’ wer will. Ich werde also zur Absicherung mal wieder ein Einschreiben mit Rückschein an die zuständige T-Niederlassung senden, daß eine VDSL-Abschaltung einer Kriegserklärung gleich kommt, ich sie dann gar nicht mehr lieb und sie per sofort einen Kunden weniger haben. Die ISDN-Nummern gehen dann nach VoIP und 1x VDSL ersetze ich durch 2x DSL16000; Alternativen gibt’s dank fehlendem VDSL-Wettbewerb ja nicht :(

Reumütig zurück

(Blogged via flickr)

Nach rund einer Woche HTC Magic … wandert die VF-SIM wieder zurück ins N95. Als Business-Telefon überzeugt ein Android mich derzeit nicht: (

Kamera: HTC HTC Magic

Upgrading

(Blogged via flickr)

Durch simplen Kartentausch wird aus einem gegängelten – kein »Tethering«, max. 300 MB/Monat mit 3G-Geschwindigkeit im #zensurfone-Netz – HTC Magic ein quasi unbegrenzt nutzbares Arbeitstier (5 GB “Fair-Flat” statt “unbegrenzt surfen¹ (¹ aber nur bis 300 MB auch schnell)”, keine »Tethering«-Einschränkung (da Tarif für Laptop-Nutzung)), und billiger als der Vodafail-Vertrag ist die o2-Lösung auch noch (o2: 25,00 € für 5-GB-“Flat” zzgl. Gesprächen; VF D2: “44,95 € (bei Online-Bestellung)” (letztere ging bei mir in 3 Versuchen nicht, hab’ im Shop abschließen müssen) für max. 300 MB 3G-Speed, danach 56 kBit/sec-Steinzeit; Gespräche ins dt. Nicht-Sondernummern-Festnetz “flat” mit drin).
Leider gehört auch Telefónica o2 Germany zur Koalition der Willigen.

Kamera: Nokia N95 (Brennweite 5.6mm, f/2.8)

HD+Werbung – und nur gegen Geld

RTL läßt nicht locker, und nun springt auch die krieselnde Pro7Sat1-Senderfamilie auf den Zug ins Pay-To-View-FreeTV auf:

Noch im Spätsommer 2009 sollen RTL und Vox über HD+ von SES Astra zu empfangen sein, im Januar 2010 sollen dann Sat.1, ProSieben und Kabel Eins folgen.
Die Plattform HD+ ist senderunabhängig […]. Denn HD+ umfasst auch ein Bezahlmodell und die nötige Technik wie Smartcards. So plant RTL beispielsweise, für seine beiden HD-Programme RTL und Vox nach dem ersten Jahr Gebühren zu verlangen. Bisherige HD-Receiver sind mit neuen Modulen für den Standard CI-Plus nicht kompatibel.

 
Nächster Versuch also von SES Astra einerseits und den führenden Privatsendern, wieder angeführt durch die RTL-Gruppe, mit irreführenden Marken – ein Plus bietet »HD+« nur den Sendern und dem Anbieter SES Astra; der Endkunde hat Einbußen im Geldbeutel und in der Nutzung seiner bezahlten Hardware hinzunehmen bei diesem technologisch überflüssigen System – beim TV-Konsumenten über die Schiene »hochauflösendes Fernsehen« Geld abzuzwacken und dessen Rechten einzuschränken, wie das c’t-Magazin ausführt:

Philips bringt im April [2009] erste Fernsehgeräte mit integriertem Empfänger für digitales Kabelfernsehen (DVB-C) und einem „CI-Plus“ genannten Interface auf den Markt. Wer ein passendes CI-Plus-CAM (Conditional Access Module) und eine gültige Abokarte besitzt, kann damit unverschlüsseltes wie verschlüsseltes digitales Kabelfernsehen empfangen – wie zuvor schon mit CI-Receivern ohne „Plus“.
Doch während die Daten beim bisherigen – offiziell „DVB-CI“ genannten – Verfahren nach dem Passieren des CAM unverschlüsselt sind, sichert ein CI-Plus-Gerät den kompletten Signalverlauf gegen äußere Eingriffe.
Auch die Durchsetzung von analogen Kopierschutzmechanismen ist sichergestellt: Der Digital-TV-Anbieter legt für jedes „Programm“ (ein TV-Kanal oder eine einzelne Sendung) fest, ob der analoge Ausgang mit einem Kopierschutz (Macrovision) belegt wird oder etwa bei HDTV-Sendungen nur Videobilder in Standardauflösung liefert. Schließlich wird auch der Jugendschutz mittels nicht deaktivierbarer PIN-Abfrage strikt eingehalten.
Jeder CI-Plus-Empfänger besitzt schließlich seinen eigenen Satz an Schlüsseln und Zertifikaten, um im Falle einer Kompromittierung des Sicherheitssystems einer Receiver-Reihe diese Geräte deaktivieren zu können. […]
[…] Vor allem aber gibt es keine Sicherheit, dass der Empfang verschlüsselter Programme auch morgen noch klappt: So wechselte Kabel BW im Mai 2008 die Verschlüsselung für die über sein Netz ausgestrahlten Pay-TV-Programme von Kudelskis Nagravision auf NDS’ Videoguard, […]. Selbst Humax’ LCD-TV LDE-HD32C lässt sich trotz Premiere-HD-Zertifizierung nun nicht mehr in Baden-Württemberg zum Empfang des Pay-TV-Senders einsetzen, […]

 
Man sollte sich den ganzen Artikel mal zu Gemüte führen um zu begreifen, welche tiefgreifenden Einschnitte in die häusliche (digitale) Verwendung die TV-Anbieter hier über das Trojanische Pferd HDTV durchzusetzen versuchen; so sieht diese »Plus«-Spezifikation wohl auch vor, daß der TV-Sender je Sendung bestimmen kann, ob Aufnahmen, sofern er sie überhaupt erlaubt, beliebig oft oder nur für eine vom Sender bestimmte Zeit abgespielt werden darf. Auch das Überspringen von Werbeblöcken – Standard bei jedem aktuellen Festplattenreceiver – oder das sog. Timeshifting – eine live angesehene Sendung anhalten (also ab jetzt speichern) und später ab dieser Stelle weiterschauen; auch dies übrigens seit Jahren ein Feature der VDR-Software für Linux, lange bevor T-Entertain überhaupt auf eine Powerpoint-Folie geschrieben wurde – kann und wird der TV-Sender kontrollieren.
Nachdem die Politik als Handlanger der Medienindustrie Umgehungen von Verschlüsselungsmaßnahmen kriminalisiert hat, geht nun die Industrie hin und entrechtet die Verbraucher konsequent weiter. Nicht der Besitzer eines Aufnahmegerätes entscheidet in Zukunft, wann er eine Sendung sich ansehen möchte; der TV-Sender, der hierfür auch noch zusätzliche Bezahlung vom Verbraucher verlangt, klebt da ein Verfallsdatum drauf und schon ist der Krieg der Sterne nach z. B. vier Wochen nur noch ein nutzloser Datenhaufen auf der Festplatte, da das Ansehzeitfenster sich geschlossen hat.
Schöne neue Welt — von der in Ansätzen sich T-Entertain-Nutzer schon heute ein Bild machen können, denn diese Plattform sperrt seit langem bereits bei diversen Sendern/Sendungen die Mitschnitt- und Timeshift-Funktion.

Man trägt es also mit Fassung

Gut, das Vodafone-Blog gibt nun nicht ganz das her, was ich mir wünschen würde, aber, so stand es auch irgendwo, es ist ja nichts weiter als ein Mittel der Unternehmenskommunikation und insofern sind Loblieder auf neue VF-Features halt so hinzunehmen wie anderswo überbordende Werbung (wobei letztere AdblockPlus per Pattern-Matching meiner Wahrnehmung entzieht).
Gut. Auf Lobo und die Frage, wie er drei iPhones und drei Androiden sinnvoll nutzen will, will ich gar nicht eingehen. Ich habe den Spot heute das erste Mal im TV gesehen – und bin ob des unverständlichen Soundtracks doch noch mal innerlich zusammengezuckt. Brrr. Sicherlich intoniere ich meine Interpretation der Ärzte oder Toten Hosen eher Substandard; aber außer zu beweisen, daß kein Bohlen-Kommentar zu hart sein kann für unfähige Möchtegern-Sänger gleich welchen Geschlechts: was ist die Aussage des Spots? Im ersten Teil verstehe ich immer »you won’t be <whatever>«, im, wohl auf deutsch gesungenen, zweiten Teil verstehe ich »Du wirst König sein« – den Lyrics nach verstehe ich offensichtlich den ersten Teil akustisch falsch. Geht das nur mir so? Irgendwie passen Bilder (warum springt der Typ vom Dach, versucht er sich als Möllemann-Reloaded?) und der Song nicht zusammen; bin wohl nicht Zielgruppe.
Überhaupt, »Generation Upload«. Aber das hatte ich IIRC schon mal abgewatscht, insbesondere unter Berücksichtigung von Vodafones Preispolitik.
Richtig cool fand ich aber folgenden Passus:

Zudem hat Johannes Kleske sich des Themas Produkte angenommen und einen Tarif “Internet” vorgeschlagen, den wir als Idee gerne aufgreifen und jetzt intern diskutieren, um nur mal ein paar Beispiele zu nennen.

 
Sagt mal, wie blöd ist das denn? Mal abgesehen davon, daß die Beschränkungen über kurz sowieso fallen werden, weil sie nicht akzeptiert und/oder umgangen werden und die avisierten 30 EUR/Monat meines Erachtens viel zu hoch sind (die Trafficbegrenzung sehe ich nicht als Problem; wer wirklich mehr als 5 GB/Monat über 3G-Netze verbraten muß, dürfte auch in der Lage sein, sich zwei 5-GB-dann-Drosselung-SIMs zu holen und am 15. die SIM zu wechseln … Irgendwo muß im Preisgefüge nun einmal eine Trafficobergrenze drin sein, denn sonst hat niemand mehr was von den (max.) 7,2 MBit/sec pro Funkzelle(!); während im DSL-Bereich auf GBit/sec aggregiert wird, ist man im Mobilfunk noch auf deutlich geringeren Bandbreiten. Gib-mir-alles-ohne-Limit wird nur die Netze unbenutzbar machen; Beispiele gab es auf dem Weg vom 300-Baud-Akustikkopplerzugang bis zum flat-tarifierten DSL-16000-kBit/sec-Zugang ja mehr als genug) — muß wirklich erst jemand so einen Unsinn zusammenschreiben, damit Vodafone seine Produkte überprüft? Ich meine, hey, auf dem e-Plus-Netz buhlen wielange nun schon Anbieter mit unter-20-EUR-(5-GB-)Flatrates um die Gunst der Kunden? o2 selber möchte 25,–; bei Tchibo geht’s für 19,95. o2 baut, sehr zu meinem Vergnügen, sein Netz (seit geraumer Zeit) aus, auch der Blödsinn mit HSPA nur in einer Handvoll Großstädte ist zum Glück seit Jahren vom Tisch (habe ich ja auch hier früher oft genug moniert); e-Plus will scheinbar Billigheimer bleiben, ok, wem 384 kBit/sec reichen, der findet auch ein passables Angebot, denke ich.
Und in dieser Marktsituation, mit der neuen Zielgruppe »Generation Upload« vor Augen, da soll man Vodafone glauben, daß ein Blogpost, der weniger fordert als die Marktsituation hergibt, ein Denkanstoß sein soll?
Come on!