Chaos-Kommunikation a la Vodafone

Hey, das rockt. »Vodafone« bloggt jetzt ja — sprich: sie haben einen weisungsgebundenen Schreiberling »verhaftet« –, und sie stellen sich sogar richtig kritisch Ihrer Verantwortung als Netzsperren-Judas; halt, nein, das habe ich nur geträumt, in Wirklichkeit probiert man mal, zu schrödern:

Die Debatte zu unserer LivePK hat unter Anderem unsere Haltung zu der Zugangserschwerung von kinderpornographischen Seiten in den Mittelpunkt gerrückt. Die sexuelle Misshandlung von Säuglingen und Kindern ist eines der menschenverachtendsten Verbrechen die man sich vorstellen kann. […]
Die breite Öffentliche Debatte zeigt, dass die Bevölkerung sehr sensibel für das Thema Internetzensur ist. Um langfristig zu dem Thema eine sachliche Debatte zu führen, ist es aus unserer Sicht wichtig, den Extremfall Kinderpornographie aus der Diskussion um Internetsperren als erledigt ausklammern zu können.

 
Hä? Vodafone findet es konstruktiv, um das Thema der Zensur des Internets voranzubringen, schon mal Fakten zu schaffen und – potentiell – rechtswidrige Verträge einzugehen, um eben jene Zensur des Internets im Vodafone-zugangsbereiteten Teil schon mal Realität werden zu lassen.
Klar, theoretisch erledigen Fakten eine Diskussion — dumm nur, daß der gemeine Netzbewohner Leuten, die mit Axt und Säge und dem entschlossenen Blick eines Überzeugungstäters sich an den Fundamenten seiner Heimstatt zu schaffen machen, nicht auch die rechte Backe hinhält.
Ein Grund mehr, die Vodafone-Festnetzflat durch (eigene und fremde) Call-Through-Dienste für VF so richtig attraktiv zu machen …

One Reply to “Chaos-Kommunikation a la Vodafone”

  1. Bei Vodafone weiß man seit einigen Monaten wirklich nicht mehr, auf welches der gesendeten Signale man nun hören soll und egal, welche Meinung man sich zu deren Kommunikationsversuchen auch gerne bilden möchte, sie wird einfach immer wieder durch nichts untermauert, denn es folgen einfach keine guten und innovativen Angebote. Ich denke momentan kann Vodafone wenigstens ncoh von der reinen Aufmerksamkeit profitieren, aber das wird auch bald vorbei sein und wenn bis dahin keine tollen Angebote offeriert werden, kommt kein Kunde mehr zu ihnen.

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